O Weisheit

Mit dem 17. Dezember beginnt die Zielgerade auf Weihnachten zu, der sogenannte Hohe Advent. Schon seit dem 8. Jahrhundert werden an den letzten sieben Tagen vor Weihnachten in der Vesper, dem Abendgebet der Kirche, die O-Antiphonen gesungen. Sie drücken die Sehnsucht nach dem Kommen des Herrn aus. In einer gewissen Steigerung weisen sie darauf hin, dass der Gott, der von Anfang an der Herr der ganzen Welt ist, der sich in der Geschichte dem Volk Israel in besonderer Weise offenbart hat, nun kommen wird, um alle Menschen aus der Finsternis zum Licht des Lebens zu führen.
Die Antiphonen beginnen jeweils mit einer Anrufung Christi mit einem Titel, der aus dem Alten Testament stammt. Es sind die folgenden: Sapientia – Weisheit, Adonai – Herr, Radix Iesse – Wurzel Isais, Clavis David – Schlüssel Davids, Oriens – Morgenstern, Rex – König, Emmanuel – Immanuel. Liest man die Anfangsbuchstaben der lateinischen Worte rückwärts, so erhält man den Ausdruck ERO CRAS – morgen werde ich sein. Die letzte O-Antiphon erklingt am 23.12. und am Abend des 24.12. feiern wir dann die Geburt Jesu Christi.
Die O-Antiphonen werden jeweils mit derselben Melodie gesungen und haben eine feste Struktur. Nach der oben genannten Anrufung werden die einzelnen Themen näher ausgeführt und jede Antiphon endet mit dem flehentlichen Ruf veni – komm und einer Bitte.
Der Titel eines jeden Tages soll uns anleiten, darüber nachzudenken, wer dieser Jesus für mich ist. Wir wollen unser Herz weit machen, dass wir das Fest seiner Geburt freudig feiern können. Dazu möchten die folgenden Texte einstimmen.

17.12. – Weisheit / Sapientia

O Weisheit, hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten – die Welt umspannst du von einem Ende bis zum anderen, in Kraft und Milde ordnest du alles: o komm und offenbare uns den Weg der Weisheit und der Einsicht.

O Sapientia, quae ex ore Altissimi prodiisti, attingens a fine usque ad finem, fortiter suaviterque disponens omnia: veni ad docendum nos viam prudentiae.

Christus ist die Weisheit, das dem Vater wesensgleiche Wort. In diesem Wort der Weisheit hat Gott die Welt erschaffen und in ihm erhält er die Welt am Leben. Weil durch Jesus Christus alles entstanden ist, ist die Welt schon seit ihrem Anbeginn ganz von ihm erfüllt und wird von seiner Kraft und Milde geordnet.
Johannes wird im Prolog zu seinem Evangelium schreiben: Das Wort ist Fleisch geworden. Gott hat seine Weisheit schon dem Volk Israel kundgetan, doch in Jesus Christus kommt das Wort, durch das Gott die Welt erschaffen hat, selbst in diese Welt. Die Weisheit Gottes spricht selbst zu uns und offenbart uns den Weg der Weisheit und der Einsicht.
Der Mensch hat die Wahl, sich für die Weisheit Gottes oder seine eigene Weisheit zu entscheiden. Wir bitten darum, dass Christus auch in unserem Herzen geboren werde und uns den Weg der Weisheit lehre, damit wir leben, wie es recht ist vor Gott.

Sie, die umherirrten und den Weg zur wohnlichen Stadt nicht fanden, denen das Leben dahinschwand, sie schrien in ihrer Bedrängnis zum Herrn und er führte sie auf geraden Wegen, so dass sie zur wohnlichen Stadt gelangten. (Ps 107,4-7)

Jesus, Weg, Wahrheit und Leben (Joh 14,6), zeige uns den Weg zum Leben!

Die diesjährigen Texte zu den O-Antiphonen sind der Seite praedica.de entnommen.
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The Hillbilly Thomists

Man kann auch mit Bluegrass-Musik predigen. Wie das geht, zeigen die „Hillbilly Thomists – eine Band, die sich am „Dominican House of Studies“ in Washington D.C. formiert hat. Sie haben gerade ihr erstes Album herausgebracht.

Mehr darüber auch auf firstthings.com

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Freude bei unseren Freunden in Straßburg

Vor wenigen Wochen konnten in der Fraternität Jean Tauler von Straßburg drei Mitglieder ihre ewigen Versprechen ablegen. Unser Freund Xavier Cuche hat uns den folgenden Bericht zukommen lassen. Die Bilder stammen von Melanie Delpech, die an der Feier teilgenommen hat:

Xavier schreibt: „Am Samstag, den 11.November, am Fest des Hl. Martin, Apostel der Gallier, legten drei Mitglieder der Dominikanischen Laiengemeinschaft von Straßburg während der mittäglichen Konventsmesse der Straßburger Dominikaner ihre endgültigen Versprechen ab. Die Versprechen wurden nach der Lesung des Evangeliums und der Predigt des Ordensassistenten gegeben. Die liturgischen Texte des Tages waren sehr passend. In Jesaja 61 heißt es: „Der Geist Gottes, des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Armen die Frohbotschaft zu bringen. …” Und in Mattäus 25: „Was immer ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan …” Es war ein sehr freudiger Moment.

Die Kirche war mit einer großen Anzahl von Freunden gefüllt. Nach der Zeremonie führte das Mittagessen mehr als hundert Personen zusammen. Dazu gehörten u.a. viele Dominikanerbrüder aus mehreren Städten, Seine Exzellenz Yousif Thomas Mirkis OP, Bischof von Kirkuk (Irak), Melanie Delpech, die Präsidentin der mit uns befreundeten Dominikanischen Laiengemeinschaft von Freiburg im Breisgau, Familienmitglieder und Freunde, von denen einige von weither gekommen waren.

Dazu kamen viele, viele christliche Flüchtlinge aus dem Irak, die in Straßburg leben, denn einer der Neuprofessen ist als Sohn eines Irakers im Irak geboren, wo sein Vater noch lebt. Wir waren sehr berührt von der Anwesenheit der Repräsentantin der Freiburger Fraternität, der wir unsere Dankbarkeit dafür aussprechen. Und wir danken Gott für die schöne Zeremonie.“

Wir gratulieren ebenfalls sehr herzlich und wünschen den Neuprofessen Gottes Segen.

Damit unsere Freunde aus dem Elsass ihn auch lesen können, hat Xavier  eine französische Version seines Berichts zur Verfügung gestellt.

ENGAGEMENTS DÉFINITIFS DANS LES FRATERNITÉS LAÏQUES DOMINICAINES DE STRASBOURG

Le samedi 11 novembre, jour de la fête de saint Martin, apôtre des Gaules, trois membres des fraternités laïques dominicaines de Strasbourg ont fait leur engagement définitif dans l’Ordre dominicain. L’événement a eu lieu dans l’église du couvent dominicain, pendant la messe conventuelle de midi. Les engagements ont été prononcés après la lecture de l’Évangile et le sermon de notre assistant religieux. Les textes liturgiques de la fête étaient merveilleusement appropriés , puisqu’il s’agissait d’extraits d’Isaïe 61 (L’Esprit de Dieu m’a envoyé…) et de Matthieu 25 (Ce que vous avez fait à l’un de ces petits, c’est à moi que vous l’avez fait…) . Ce fut un moment de joie. L’église était pleine, remplie d’amis. Après la cérémonie, un repas amical a réuni plus d’une centaine de personnes. Une bonne délégation de frères dominicains, venus de plusieurs endroits , étaient présents, et, parmi eux, Mgr Yousif-Thomas Mirkis, archevêque de Kirkouk (Irak), la responsable de la fraternité de Fribourg en Brisgau à laquelle nous unissent des liens d’amitié, des membres des familles et des amis, qui venaient souvent de loin, et un grand nombre de réfugiés chrétiens d’Irak, parce que l’un des nouveaux engagés est une laïque née en Irak,, d’un père irakien.. La presence d’iune représentante de la fraternité de Fribourg nous a beaucoup touchés : nous lui exprimons notre gratitude ainsi qu’à la fraternité. Et nous remercions Dieu pour cette belle cérémonie.

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Versprechen und Aufnahme in Freiburg

Am vergangenen Samstag, dem 2.Dezember 2017 konnte sich die Fraternität „ Jordan von Sachsen“ in Freiburg gleich drei Versprechen freuen.

Während einer Eucharistiefeier in der Kapelle des Dominikanerkonvents legte Tobias Schmich OP sein feierliches Versprechen auf Lebenszeit ab, nach der Regel der dominikanischen Laien zu leben.

Ein weiteres Mitglied,Bernhard Dominikus Eiermann OP, erneuerte sein Versprechen auf drei Jahre und Tim Johannes Dismas Zimmermann legte sein erstes zeitliches Versprechen auf ein Jahr ab.

Herzliche Segenswünsche an alle drei!

Nach dem gemeinsamen Mittagessen durfte die Fraternität während der Non einen neuen Novizen aufnehmen. Wir freuen uns, dass er sich für diesen Schritt entschieden hat!

Melanie Maria Immaculata Delpech OP

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November – Monat des Totengedenkens

Nun geht der November zu Ende – der Monat in dem wir besonders unserer Toten gedenken. Alle Zweige unseres Ordens sind gehalten, täglich für die verstorbenen Mitglieder zu beten. In diesem November hatten wir noch mehr als sonst Anlass dazu.

Verstorben ist aus unserer Provinz

am  13. November in Augsburg P. Mirco Saric im Alter von 78 Jahren

aus der Provinz Teutonia:

am 5. November in Berlin P. Burkhard Runne  im gesegneten Alter von 90 Jahren.

am  8. November am Gedenktag „Allerseelen des Ordens“ in Hamburg P. Rudolf Stertenbrink im Alter von 80 Jahren. Von schwerer Krankheit gezeichnet, lebte er zuletzt im Pflegeheim St. Elisabeth in Reinbek. am Gedenktag „Allerseelen des Ordens“. Er ist u.a. als Prediger und Autor spiritueller Bücher sehr bekannt geworden.

am 25. November in Münster P. Tiemo Rainer Peters im Alter von 79 Jahren. Der bekannte Theologe zählte als Schüler von Johann Baptist Metz zu den zentralen Protagonisten der neuen Politischen Theologie und hat auch für die Theologie der Orden (Buch „Zeit der Orden“) Wesentliches geleistet.

Der Herr schenke ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen.

Mögen sie ruhen in Frieden

Amen

 

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Albertus magnus – Patron der Naturwissenschaftler

Am 15. November feiert der Dominikanerorden das Fest Alberts des Großen, eines seiner größten Heiligen. Dies gilt besonders für unsere Provinz, die ja seinen Namen trägt.

Der hl. Albert, um 1200 in Lauingen an der Donau geboren, wurde schon von seinen Zeitgenossen „der Große“ genannt. Durch sein umfassendes Wissen als Theologe, Philosoph und Naturwissenschaftler und seine Auseinandersetzung mit den Quellen antiker, jüdischer und arabischer Wissenschaft besitzt er in der europäischen Geistesgeschichte einen einzigartigen Rang, der die Entwicklung des abendländischen Denkens über seine Zeit hinaus zutiefst geprägt und den Weg in das moderne wissenschaftliche Denken schon früh gewiesen hat. Albert trat 1223, nur zwei Jahre nach dem Tod des hl. Dominikus, in den Dominikanerorden ein. Nach Jahren als Lektor in Freiberg (Sachsen), Regensburg und Straßburg erhielt er einen der beiden Lehrstühle des Ordens an der Universität zu Paris und wurde schließlich 1248 der erste Regens des neuen Studium generale in Köln. Der hl.Thomas von Aquin war längst nicht sein einziger, aber wohl sein berühmtester Schüler, dessen Begabung er als Erster erkannte und förderte. Mit ihm verband ihn das Interesse an den Schriften des Aristoteles.
Wegen seiner Klugheit und Gerechtigkeit wurde Albert häufig zum Schiedsrichter in öffentlichen und privaten Streitigkeiten bestellt, wie z.B. im erbitterten Streit zwischen der Stadt Köln und ihrem Erzbischof. In ähnlichen Angelegenheiten kam er entgegen der Weisungen seiner Ordensoberen dem Wunsch des Papstes nach, die Leitung des Bistums Regensburg zu übernehmen, um den dortigen Missständen abzuhelfen. Nach erfolgreicher Mission legte er nach nur zwei Jahren 1262 dieses Amt nieder, um  als einfacher Ordensmann ins Kloster zurückzukehren.
Albert lebte, studierte und lehrte danach in Würzburg, Straßburg und Köln – ein wahrer Wanderprediger. Der „Doctor universalis“ beherrschte das gesamte philosophische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Er erschloss dem christlichen Abendland die Welt der aristotelischen Philosophie. Den Zeitgenossen muss er, der Mann, der alles wusste, geradezu unheimlich vorgekommen sein. Zugleich war er, der leidenschaftliche Wissenschaftler und Naturbeobachter, zutiefst fromm und ein großer Verehrer der Gottesmutter. Er starb am 15. November 1280. Erst am 16. Dezember 1931 wurde Albert der Große heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.*

Papst Pius XII sah 1941 in ihm den Schutzpatron einer recht verstandenen Naturwissenschaft. Denn Albert schrieb in seinem Kommentar zum Johannesevangelium: „Da nämlich der Schöpfer kraft Vernunft und Verstand alles schuf, ist er in der Welt, weil er darin Zeichen seines Verstandeslichts zurückgelassen hat. Die Anordnung der Welt bekundet nämlich Weisheit, die Erhaltung der Welt eine Gottheit, die sie erhält“. Die Konsequenz dieses Gedankens ist sein Satz im Kommentar zum Matthäusevangelium: „Wenn jemand die Naturwissenschaft gründlich beherrscht, sind ihm die Worte des Herrn kein Anlass zum Zweifel“.**

Bild: Albertus Magnus erläutert seine Theorien in den Straße von Paris ca. 1245. Ölgemälde von Ernest Board.

*: aus dem Proprium des Predigerordens

**:  hier

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Versprechensfeier in Wien

In der Dominikanischen Laiengemeinschaft Wien gibt es wieder einen Grund zur Freude: Am Samstag, 4. November 2017, haben drei Mitglieder der dortigen Fraternität ihr Versprechen auf drei Jahre abgelegt. Die Feier fand im Rahmen der Vesper in der Dominikanerkirche statt.


Anschließend lud die DLG die Brüder des Konvents zu einer Agape in den Petrus-Hutner-Saal ein, wo es  neben „Speis und Trank“ noch zu guten und interessanten Gesprächen kam.

Den Professen wünschen wir von Herzen Gottes Segen

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Versprechen auf Lebenszeit in Bamberg

Am Sonntag, 15. Oktober 2017, gab es einen besonderen Anlass, um nachmittags in die Heilig- Grab- Klosterkirche der Dominikanerinnen in Bamberg zu kommen: Eine Ewige Profess eines dominikanischen Laien galt es mitzuerleben und mitzufeiern, im Rahmen einer von den Schwestern vorbereiteten Vesper, nämlich die unseres lieben Thomas (von Aquin) Roland Gold aus Zeegendorf, welches 12 km östlich von Bamberg liegt.

Lange und intensiv hatte er sich auf dieses bedeutsame Ereignis vorbereitet. Denn schließlich kommt ein solcher Schritt nicht so häufig vor, dass man sein Leben einem Auftrag widmet und verspricht, diesen auch in Treue zu erfüllen, ein Leben lang. Es ist ein dominikanischer Weg, den Thomas Roland nun gehen will, aber eben nicht allein, sondern in der Gemeinschaft der Mitbrüder und Mitschwestern. Damit ihm das umso besser gelingt, hat er während seiner Profess drei wertvolle Gegenstände überreicht bekommen, aus der Hand von Dominikanerpater und Prior Karl Meyer OP aus Hamburg, der in diesen Tagen die Exerzitien der Bamberger Dominikanerinnen leitete, und der nun als Priester der Professfeier vorstand. Diese Gegenstände sollen dem Professkandidaten Ermutigung und Richtschnur, Schutz und Ansporn sein. Es waren dies die mit dem dominikanischen Wappen geschmückte Professkerze, dann die Regel der Laien der dominikanischen Gemeinschaften, und schließlich das geweihte Skapulier des Predigerordens – für Thomas Roland eigens hergestellt von der Priorin des Heilig- Grab- Klosters, Schwester Maria Gratia Choi OP. Die Profess selbst wurde entgegengenommen von der Präsidentin der dominikanischen Laiengemeinschaft am Kloster Heilig- Grab in Bamberg, Johanna (von Aza) Christine Seibold, und von der geistlichen Begleiterin  der Gemeinschaft und langjährigen Priorin, Schwester Maria Berthilla Heil OP. Nach vollzogenem Versprechen wurde die von Thomas Roland unterschriebene Professformel auf dem Zelebrationsaltar niedergelegt, auf welchem auch eine kleine Reliquienmonstranz mit einer Reliquie des Heiligen Thomas von Aquin stand. Seitlich neben dem Altar stand eine geschmückte Statuette der Muttergottes von Fatima.

Nach der Feier wurde dem Neu-Professen von allen Seiten gebührend gratuliert, dann begab sich die Gesellschaft zu einer kleinen Kaffeetafel in den Versammlungsraum im Beichtvaterhaus. Im Anschluss daran wurde in der Kirche der Rosenkranz gebetet. Das 100-jährige Jubiläum der letzten Erscheinungen von Fatima und des Sonnenwunders, auch daran wurde erinnert bei einer diesen Tag abschließenden Video- Vorführung im Saal. Ein sehr sonniger Herbstsonntag war nun zu Ende, der leider nicht eben viele Mitbeter in die Heilig- Grab- Kirche gelockt hat. Pater Karl Meyer sagte: Wir Mitglieder der dominikanischen Familie in unserem Land sind leider zahlenmäßig nicht sehr viele. Umso mehr muss in uns das Feuer brennen, welches der Heilige Dominikus entfacht hat. Dass dies unserem lieben Thomas Roland Gold in seinem Leben gelingt, das wünschen wir ihm von Herzen! (MR)

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Die 10. Versammlung der europäischen dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima

Wie berichtet fand vom 4.-8. Oktober in Fatima die 10. Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaften von Europa statt. Zahlreiche Provinzen, Vizeprovinzen und Vikariate hatten Delegierte mit Stimmrecht entsandt, dazu kamen einige Delegierte ohne Stimmrecht, einige Promotoren, der scheidende Europäische Rat der Dominikanischen Laiengemeinschaften (ECLDF), der Vertreter Europas im International Council of Lay Dominican Fraternities (ICLDF) und eine Vertreterin des International Dominican Youth Movement (IDYM), so dass die Versammlung aus insgesamt 53 Personen bestand. Aus unserer Provinz waren durch das Präsidium bzw den Provinzrat Gabriele Neu-Yilik als stimmberechtigtes Mitglied und zusätzlich Felix Hoffmann ohne Stimmrecht als ein Vertreter der jüngeren Generation delegiert worden.

Die Versammlung wohnte, betete und tagte in der „Casa das Irmas Dominicanas„, einem von Dominikanischen Schwestern geführten Pilgerhotel  ganz in der Nähe des Heiligtums von Fatima.

Zwischen Laudes am Morgen, Rosenkranz und Vesper am Abend und der Feier der hl. Messe um die Mittagszeit hatten die Teilnehmer ein sehr dichtes und anspruchsvolles Programm zu absolvieren, das sich, inspiriert durch drei Vorträge, aus verschiedenen Gesichtspunkten mit dem Thema der letzten Jahre „Preachers of Hope“ befasste.  Am 1. Tag sprach der Ordensmeister Bruno Cadoré über Themen, die er auch schon in seinem Brief an die Dominikanischen Laien in Vorbereitung des Jubiläumsjahrs entfaltet hatte: die Fraternität als Ort der Hoffnung, der Kommunion und der Predigt, in der der Einzelne mehr er selbst wird, als er das auf sich gestellt könnte. Er wies darauf hin, dass wir als Prediger nicht nur Gebende sondern genauso Empfangende sind, symbolisiert durch die ausgestreckte Hand, eine Geste, die sowohl für Geben als auch für Nehmen steht.

Der ehemalige Ordensmeister Timothy Radcliffe sprach am folgenden Tag darüber, wie unsere Brüder und Schwestern in arabischen Ländern (Irak, Syrien) im Angesicht von Verfolgung und Krieg uns Hoffnung lehren können.

Hoffnung müsse der wichtigste Gegenstand der Predigt sein, denn wir müssen uns täglich klar machen, dass das Reich Gottes nah ist.  Wenn man lernen wolle, was Hoffnung ist, müsse man in die Wüste oder die Wildnis gehen und dort bleiben, wie zB die Laiendominikaner, die er in Bagdad getroffen hat und die sich weigern wegzugehen. Als er 1988 den Irak besuchte und von bevorstehenden Bombenangriffen hörte, fragte er Erzbischof Mirkis, einen Dominikaner, ob er keine Angst habe. Der Bischof antwortete, wenn man so lange mit dem Tod gelebt habe, wie die Bewohner seiner Stadt, würde man sich nicht mehr darum sorgen, ob man sterben könne, sondern darum, ob man auferstehen wird. Im Arabischen gibt es zwei Vokabeln für Hoffnung, eine die für Optimismus steht und eine für die Hoffnung auf den Herrn. In diesen Ländern sei die Feier der Eucharistie der größte Ausdruck der Hoffnung. Ein anderer Ausdruck sei die Musik, das Singen. Beides wird in besonders eindringlicher Weise in dem Film über die Mönche von Tiberine  (Von Menschen und Göttern) verdeutlicht.  Beten, singen, bleiben und morgens aufstehen und die guten Dinge tun, die Gott für uns vorbereitet hat, das sei die beste Art zu predigen. Das vollständige Manuskript der Ansprache in Englisch ist auf der ECLDF-Homepage einsehbar.

Sr. Yosé Höhne-Sparborth berichtete am 3. Tag sehr eindrucksvoll von ihren Erfahrungen als Friedensarbeiterin, die sie nach mehr als 20 Jahren in Lateinamerika jetzt in Syrien und im Irak sammelt.

Dort hilft sie u.a. den Erzbischof von Kirkuk Yousif Thomas Mirkis OP bei seinen vielfältigen Projekten zur Unterstützung und Ausbildung von verfolgten Christen, aber auch Muslimen, die ebenfalls unter dem Bürgerkrieg und dem IS leiden.

Nach den Vorträgen von Timothy Radcliffe und Sr. Yosé fanden jeweils Gesprächskreise in Englisch, Deutsch und Französisch statt, bei denen sich die Teilnehmer über das Gehörte austauschen konnten und darüber wie unsere  Gemeinschaften Zeichen der Hoffnung in unseren jeweiligen Kontexten sein können.

Ein anderer wesentlicher Teil der Assembly waren die Berichte des noch amtierenden ECLDF über seine Aktivitäten in den letzten dreieinhalb Jahre.

 

 

Dazu gehörten u.a. die Einrichtung der neuen Internetseite und einer Facebook-Seite, die Etablierung eines regelmäßig versandten Newsletters, die Aktion „Chain of Preachers of Hope“, mit der Provinzen und Vikariate in ganz Europa verbunden wurden, die vollständige Digitalisierung und Archivierung aller vorhandenen Dokumente, Besuche von Provinzen  auf deren Einladung hin (beispielsweise war Arnaud Kientz eingeladener Gast bei unserer Provinzratswahl 2015) und der ständige Kontakt mit der Generalkurie über den Generalpromotor P. Rui.

Klaus Bornewasser gab einen kurzen Überblick über die Aktivitäten des ICLDF, dem er als Vertreter Europas bis Ende nächsten Jahres angehört. Auch die Delegierten stellten in kurzen Zusammenfassungen ihre Provinzen vor.

Am Nachmittag des 7. Oktober fanden dann der Traktatus und die anschließende Wahl des neuen ECLDF statt. Im Traktatus stellen sich die Kandidaten zunächst selbst vor, werden dann befragt, und anschließend findet ein freier Austausch über ihre Eignung in ihrer Abwesenheit statt. Insgesamt  neun Kandidaten stellten sich zur Wahl. Jeder Kandidat musste von einem Mitglied der Versammlung vorgeschlagen und der Vorschlag von einem weiteren Mitglied unterstützt werden. Die Kandidaten mussten ihrer Nominierung zustimmen. Sie konnten, mussten aber nicht Teilnehmer der Versammlung sein. Maro Botica  – ein Kandidat, der dann auch gewählt wurde – war beispielsweise nicht anwesend. Er wurde von den Delegierten seiner Provinz (Spanien) vorgestellt und beantwortete einige Fragen am Telefon.  Alle Kandidaten waren sehr gut geeignet. Sie brachten vielfältige Erfahrungen aus Beruf, Familie, pastoraler Arbeit und aus verschiedenen Ämtern in ihren Provinzen mit. Erfreulicherweise gab es auch drei Kandidaten aus der jüngeren Generation, von denen mit Felix aus unserer Provinz und Maro zwei gewählt wurden. Entsprechend der ECLDF-Statuten werden 5 Personen in den ECLDF gewählt, die die verschiedenen Ämter dann je nach Eignung und Interesse unter sch verteilen. Gewählt wurde auch der zukünftige Vertreter Europas im ICLDF. Auch für dieses Amt stellten sich drei Kandidaten zur Wahl.

Ein besonderer Höhepunkt dieser Tage war das endgültige Versprechen eines jungen portugiesischen Laiendominikaners bei der hl. Messe am ersten Tag der Versammlung mit dem Ordensmeister als Hauptzelebranten.

Am 7. Oktober, dem Fest unserer lieben Frau vom Rosenkranz, feierten P. Rui und die anwesenden Provinzpromotoren eine Messe im Heiligtum für uns und alle anwesenden Pilger.

Neben dem anstrengenden Tagungsprogramm gab es einen viel zu kurzen Ausflug zum grandiosen ehemaligen Dominikanerkloster Batalha, das etwa 15 km von Fatima entfernt gelegen ist.

Ein kurzer Überblick über Architektur und Geschichte ist auf der ECLDF-Seite (in Englisch) einsehbar. An den Abenden trafen sich alle, die noch nicht zu müde waren, zum „Networking“ und zum informellem Austausch an der Bar des Hotels, manchmal so lange, bis der Barkeeper am frühen Morgen das Licht ausmachte.

Der letzte Abend wurde von der portugiesischen dominikanischen Familie gestaltet, die auch Mitglieder der Dominican Volunteers International (DVI) mitbrachte.

Nach der Vorstellung der DLG von Fatima und des DVI kam auch die IDYM-Delegierte zu Wort, die als Beobachterin an der Versammlung teilgenommen hatte. Seit seiner Gründung durch Timothy Radcliffe im Jahr 2002 ist die Mitgliederzahl des IDYM bereits auf 2200 angewachsen. Leider ist IDYM in Europa nur in zwei Ländern vertreten.

Zu Recht bezeichnete die IDYM-Vertreterin diese Jugendgemeinschaften als natürliche Vorstufen oder Keimzellen für inkorporierte dominikanische Laienfraternitäten. Wir sollten Möglichkeiten finden, wie die IDYM-Bewegung auch in Europa verbreitet werden kann und wie diese Gruppen dann, wenn sie die Altersgrenze für IDYM erreichen, in DLGs überführt werden können. Die Vorstellung dieser  unterschiedlichen Zweige der dominikanischen Familie ging in eine fröhliche Tanzdarbietung der DVI-Gruppe über und anschließend bewirtete die Fraternität von Fatima alle mit portugiesischen Spezialitäten.

Die Versammlung endete mit der Verabschiedung des alten ECLDF und dem Segen für die Neugewählten, bei dem auch alle eine Kerze auf den Weg erhielten.

Da Maro nicht anwesend und Damian schon abgereist war, mussten die übrigen drei neuen Ratsmitglieder ihre Kerzen in Empfang nehmen. Wir danken von Herzen dem alten Rat für seinen langjährigen Einsatz und wünschen dem neuen Gottes Segen für die vor ihm liegenden vier Jahre.

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Ein neuer Europäischer Rat der Dominikanischen Laiengemeinschaften

Vom 4.- 8. Oktober trafen sich Vertreter der  europäischen Dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima. Hauptanliegen dieser alle 4 Jahre stattfindenden Versammlung ist die Wahl einer neuen Vertretung (Rat) der Laiendominikaner auf europäischer Ebene. Dieser „European Council of Lay Dominican Fraternities“ (ECLDF) vertritt die Anliegen der europäischen DLGs im Orden und versucht Verbindungen zwischen den Provinzen zu initiieren und zu fördern. Jede Provinz entsandte eine(n) oder mehrere Delegierte nach Fatima. Die Wahl fand nach einem spannenden Tagungsprogramm, den Berichten des scheidenden Rates und dem Traktatus (Auswahl und Vorstellung der zur Wahl stehenden Kandidaten) am 7. Oktober statt.

Der neue ECLDF setzt sich aus Vertretern aus 5 Provinzen zusammen. Aus unserer Provinz wurde Felix Hoffmann von der Freiburger Fraternität Jordan von Sachsen gewählt. Die einzelnen Ämter (bisher Präsident, Ausbildung, Schriftführung, Finanzen, Kommunikation …  ) verteilen die Mitglieder des Rates bei ihrem ersten Treffen.

Gewählt wurden:

Mario Botica (34), aus der Provinz Hispania ist verheiratet und gehört ebenso wie seine Frau zur Fraternität El Olivar in Madrid. Sie erwarten im Dezember ihr erstes Kind. Er wurde wie Marco Polo auf der kleinen Insel Korcula in Kroatien geboren, lebt aber seit mehr als 10 Jahren in Spanien. Dadurch vereint er in seiner Person gewissermaßen den Osten und Westen Europas. Er hat eine Qualifikation in Moraltheologie und einen Master in Bioethik. Derzeit unterrichtet er Religion in einem Gymnasium und arbeitet an einer Doktorarbeit in Geschichte. Außerdem ist er Mitglied einer Jugendgruppe in der Dominikanerpfarrei El Olivar in Madrid.

Felix Hoffmann (31) aus der Provinz des Hl. Albert von Süddeutschland und Österreich ist alleinstehend und arbeitet als Gemeindereferent in Zeitz in der Nähe von Leipzig. Er ist sehr kommunikativ und arbeitet gern mit allen Altersstufen; sein Schwerpunkt ist jedoch die Jugendarbeit. Er hat derzeit kein Amt in der DLG, da er etwa 600 km entfernt von seiner Fraternität lebt.  Er ist überzeugt, dass der Austausch zwischen den Provinzen eine Chance dafür ist, dass wir immer mehr als eine Familie zusammen wachsen und uns dabei stärkt und hilft, das Evangelium zu verkünden.

Damien McDonnnell (54) aus der Provinz Irland ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Carlow in Irland. Seine berufliche Qualifikation liegt im Finanzbereich, und er arbeitet für den Öffentlichen Dienst. Er hat ausländisches Handelsrecht studiert, hat eine Ausbildung in Theologie und Neuevangelisierung und eine Qualifikation als Katechist. Damien ist Präsident der Fraternität in Black Abbey, Kilkenny und Schatzmeister der Irischen Provinz. Seine besonderen Interessen sind Ausbildung und Neuevangelisierung.

Ludovic Namurois (51) ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist ein ehemaliger Banker und ist für die Finanzen eines Colleges verantwortlich. Neben seiner Tätigkeit als Präsident der DLG der Vizeprovinz Belgien arbeitet er mit einigen Brüdern in einer Dominikanischen Kneipe. Außerdem begleitet er eine Fraternität, die im Gefängnis von Ittre gegründet wurde. Diese Initiative verbindet Menschen, deshalb ist Kommunikation für ihn von besonderer Bedeutung.

 

Die Wirtschaftsmathematikerin Vilija Šemetienė (55), war verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Vilnius in Litauen. Sie ist verantwortlich für die Ausbildung in ihrer Provinz und Schatzmeisterin ihrer Fraternität. Dominikanersein bedeutet für sie, Gottes Nähe zu bezeugen und Menschen zu einem Leben als Christen in einer technologie-besessenen Welt zu ermutigen.

 

Außerdem wurde Gabriel Silva aus Portugal zum zukünftigen Vertreter Europas im Internationalen Rat der Dominikanischen Laien (ICLDF) gewählt. Gabriel (52) is verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er war viele Jahre Journalist und arbeitet jetzt in einem Restaurant. In seiner Fraternität hatte er verschiedene Ämter inne und ist früherer Präsident des ECLDF.

 

Der ICLDF setzt sich aus Vertretern aller Kontinente zusammen. Der europäische ICLDF-Vertreter nimmt an den Treffen des ECLDF teil.

Bis Ende 2018 nimmt dieses Amt noch Klaus Bornewasser aus unserer Schwesterprovinz  Teutonia wahr. Klaus (66) ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er war Lehrer und Direktor einer Grundschule und ist jetzt im Ruhestand. Viele Jahre diente er sowohl als Präsident seiner Fraternität in Düsseldorf als auch seiner Provinz Teutonia  und jetzt als Vertreter Europas im ICLDF.

 

Teilnehmer an den Treffen und Beratungen des ECLDF und des ICLDF ist außerdem unser Generalpromotor P. Rui Carlos Antunes e Almeida Lopes.

 

 

Weitere Nachrichten über das Treffen in Fatima folgen demnächst

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