„Der Tod als Lehrmeister“

Karfreitag, den 10.04.2020

„Tod und Auferstehung“, von www.flickr.com

Haben Sie sich schon einmal Ihren eigenen Tod vorgestellt? Der junge Dietrich Bonhoeffer hat dies in seiner Kindheit häufiger getan und seine eigene Beerdigung nachgespielt. Er legte sich draußen auf den Rasen und tat so, als ob er im Sarg liege. Sich mit dem eigenen Tod auseinander zu setzen, dass kann unangenehm sein. Gibt es etwas jenseits der bedrückenden Gefühle, was wir bei der Beschäftigung mit diesem Thema erfahren können?   

Der Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa schreibt in seinem Buch „Das Ostergeheimnis“: „Die Leute  sagen: Man ist allein, allein im Angesicht des Todes; niemand kann an meiner Stelle sterben; Genau das trifft aber nicht länger zu: denn es gibt jemanden, der an meiner Stelle gestorben ist: Christus.“  

Natürlich muss jeder seinen eigenen Tod „sterben“, manchmal auch mit Zweifeln und Angst behaftet. Aber den Tod als letzten Feind, der unsere Existenz für immer auslöscht, der Zukunft beendet, den hat Christus für uns besiegt. Es gibt ein Leben nach dem Tod und Christus ist für uns den Weg voran gegangen, wie wir es in den Symbolen der Kar- und Ostertage auch feiern.  

Vom Tod können wir aber auch etwas über unser Leben im Heute lernen. Das Leben unter dem Blickwinkel des Todes zu betrachten kann eine hervorragende Hilfe sein, wenn es darum geht, gut zu leben. „Hast du Schwierigkeiten und Probleme, die dich bedrängen? Versetze dich in die Zukunft, nimm den richtigen Standpunkt ein: Betrachte die Dinge, wie du sie vom Sterbebett aus betrachten würdest,“ schreibt Cantalamessa.    

Auch hindert uns der Pädagoge Tod daran zu vergessen, dass wir hier keine bleibende Wohnstatt haben (Hebr 13,14). Hier kommt mir das Bild vom Totenhemd ohne Taschen in Erinnerung, das Papst Franziskus gerne für derartige Vergleiche benutzt. Alle Dinge, mit denen wir uns gerne umgeben, sind zeitlich begrenzt und können nicht mitgenommen werden. Die Dinge dürfen und sollen gut genutzt und gepflegt werden, das ist nicht verboten. Sie können aber auch das aus christlicher Sicht Wesentliche überlagern.  

Zwei Fragen können helfen zu vertiefen, den Tod mehr als einen „Lehrmeister“ und nicht als einen übergroßen zerstörerischen Feind zu betrachten: Wenn ich mir vorstelle, ich würde im Sterben liegen: Welche Dinge wären mir wirklich wichtig? Und: Was bedeutet es für mich persönlich, dass Christus meinen Tod gestorben ist?

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„liebet einander“














Bild: Unsplash/K.Mitch Hodge

Der Gründonnerstag ist ein Tag seltsamer Spannung.
Wir haben den Liebesakt Jesu in der Fußwaschung, das letzte Abendmahl, den Verrat des Judas und das Aushalten im Garten Gethsemane.
Jeder Teilaspekt an sich einen eigenen Tag wert.

Alle Teile haben aber eines gemeinsam: die absolute Liebe Jesu.
Ob es die demütige Selbsterniedrigung bei der Fußwaschung ist, dieser Dienst, der scheinbar unnötig ist und Anstoße bei seinen Jüngern erregt; ob es das Abendmahl ist, dass seine Selbsthingabe für uns betrifft, die die Liebe Gottes zu uns vollends verkörpert; ob es der Verrat des Judas ist, der nicht verhindert wird, sondern im liebenden Gehorsam angenommen wird; oder ob es die vertrauend-liebende Annahme des „bittren Kelches“ ist.

Unsere lieb gewonnenen Traditionen haben uns alle über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, in das Geheimnis dieser Tage eingeführt. In der Liturgie konnten wir uns in diese Erfahrungen Jesu einbezogen fühlen, wurden in der Wortverkündigung, den verschiedenen Traditionen und im Sakrament der Eucharistie geistlich ergriffen. Aber, was nun?

Der Verzicht auf unsere Formen ist ein tiefer Schmerz. Es fehlt das Tragende. Es fehlt die Gegenwart des Herrn in der Eucharistie. Es fehlt die Gemeinschaft der Gläubigen. Wir könnten uns darüber aufregen, enttäuscht sein oder einfach nur klagen. Die Frage ist: Was hilft das? Richtig, es bringt nicht. Im Gegenteil. Wir werden noch weniger dieses Triduum begehen können. Wir verlieren das Wesen dieser Tage.

Was Christus uns in dieser Zeit zeigt, sind nicht Ärger, Wut und Enttäuschung. Er hätte jeden Grund gehabt. Er ist liebend, vertrauend und hingebungsvoll. Das können auch wir sein.
Wir können in des Lesungstexten des heutigen Tages das Wirken Jesu entdecken, können in Stille (allein oder im Kreis der Hausgemeinschaft) beten, können uns die Verlassenheit und den Schmerz Jesu vor Augen führen und auch ein festliches Abendmahl begehen.

Gehen wir diesen Tag mit Christus.
Lassen wir uns auf das Anders-Sein ein.
Nehmen wir – wie ER selbst – das bedrohlich-unbekannte an,
um daran zu wachsen in der Liebe zum Vater.

Mit brüderlichen Grüßen
Euer Felix

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Betrachtung zum Palmsonntag aus Irland

Besuch der irischen dominikanischen Familie in Fatima

Brüderliche Grüße an diesem sechsten Fasten-, Palm- oder Passionssonntag. In diesen Tagen habe ich, wie viele von euch, von zu Hause aus gearbeitet und versucht, bei den Bemühungen zu helfen, unser Volk durch diese Krise zu bringen. Mein Beitrag ist im Vergleich zu unseren geistlichen, zivilen und gesundheitlichen Teams nur gering. Wie sich unsere Welt in nur wenigen Monaten verändert hat, hat sich alles verändert und für immer verändert. Wir alle sind von Verlust betroffen, und einige von uns sind mit einem Gefühl der Verlassenheit der Seuche zum Opfer gefallen, die jeden Aspekt unseres Lebens befällt. In diesen sehr schwierigen Zeiten müssen wir uns gegenseitig im Gebet unterstützen, insbesondere unsere Toten, mögen sie nun in der liebevollen Umarmung unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus ruhen. Sein Weg zum Himmel führte über Kalvaria und das unermessliche Leid, das er auf diesem Weg ertrug. Unsere Gebete gelten auch jenen, die krank sind, möge der Geist sie zurück zur Gesundheit führen; die Tausende von Helden an der Front, die ihre eigene Gesundheit und ihr Leben in Gefahr bringen, während sie sich für den Schutz unserer Kranken einsetzen, sind inspirierend, ich opfere meine Gebete für ihre Sicherheit und ihre Anliegen auf.

Wenn wir in diese Karwoche eintreten, werden wir als aufrichtige Christen daran erinnert, dass Gott aus Liebe zu uns Seinen einzigen Sohn gesandt hat, um uns zu retten. Er, unser Herr, hat entsetzlich gelitten, ist gestorben und auferstanden, damit auch wir zum ewigen Leben auferstehen und so unsere Verzweiflung überwinden können, denn unser Gott ist ein Gott der Liebe, Er wird uns nicht im Stich lassen. Unser Leiden verblasst zur Bedeutungslosigkeit, wenn man es mit dem Leiden vergleicht, das Jesus Christus für unsere Erlösung erdulden musste. Diese heilbringende Ermutigung gibt uns alles, auch wenn wir sündigen, auch wenn wir Gott selten Dank sagen, Er lässt uns nie im Stich. Wie könnte also selbst der schlimmste Sünder unter uns jemals die Hoffnung verlieren? Als wahre Nachfolger Christi beten wir, dass wir mit ihm vom neuen Wein dieses Königreichs trinken. Vgl. Matthäus 8:11; 22:1-14

In dieser Liturgie am Passionssonntag sehen wir, wie Jesus mit offenen Armen in die Stadt aufgenommen wird, wie man mit Freudenrufen und Palmwedeln, Mäntel und Gewänder vor ihm auf den Boden legt, um nach wenigen Tagen verraten, ja sogar von Seiner eigenen rechten Hand verleugnet zu werden. In dieser Woche, in der unser Volk in epischem Ausmaß leidet, frage ich mich, wie viel Verrat und Verleugnung unser Herr erdulden muss, bevor sich unsere Gesellschaft von der Sünde entfernt, um schließlich die Fehler unserer Wege zu verstehen, unsere Verzweiflung abzulegen und uns mit Ihm in der Freude des ewigen Lebens zu vereinen.

Meine geliebten Brüder und Schwestern, besonders in dieser ganz anderen Karwoche sollten wir uns diese Zeit nehmen und atmen, innehalten und kontemplieren, und beten – uns in Buße einschließen – wieder innehalten – wir sind in Gottes Händen – innehalten – was versucht Gott uns mit diesem Virus zu sagen – innehalten – als Menschheit – innehalten – innehalten – als Kirche – innehalten – mir – jedem von uns – innehalten – und so möge jeder von uns immer lauter schreien, lasst uns Hosanna singen, Hosanna, gesegnet ist Er, der im Namen des Herrn kommt, Hosanna in der Höhe. … Die Welt soll hören, dass wir kein Volk sind, keine Kirche der Verzweiflung, wir sind gerettet, Jesus Christus ist unsere Rettung, seine Einladung steht allen offen. Unsere Aufgabe als getaufte Christen, die Christus und dem heiligen Dominikus nachfolgen – Mitglieder des Predigerordens – ist es, mit unserer lautesten Stimme auf jede erdenkliche Weise zu singen, dass Jesus Christus der Herr ist und Er alle einlädt, sich ihm anzuschließen.

Ich bete umeine gesegnete und heilige Karwoche für euch alle, dass es euch und euren Familien gut geht und ihr in Sicherheit seid und dass der allmächtige Gott uns alle im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes segnet.

Euer Bruder Damien

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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Angebote der Dominikaner in der Heiligen Woche

ESPRESSO – TAGESIMPULS AM 04. APRIL 2020

Wir Dominikaner möchten mit Ihnen in der Karwoche in Verbindung bleiben und haben daher folgende Angebote geschaffen: 

Dominikanerprovinz vom hl. Albert 

Weg ins Licht. Impulse von Fra Angelico und Thomas von Aquin für die Ostertage
An den großen Osterfeiertagen gibt es via Facebook Videoimpulse entlang von Kunstwerken und Texten der großen Dominikaner

Die Dominikaner Wien sind von Montag bis Sonntag von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr in der Kirche St. Maria Rotunda in der Postgasse 4 anzutreffen! 

Ebenso stehen in der Kirche gesegnete Palmkätzchen bereit. Am Ostersonntag werden wir die Osterkerze in die Kirche stellen. Sie können dann eine bereitstehende kleine Osterkerze entzünden und so das Licht der Auferstehung mit nach Hause nehmen.

Dominikaner Freiburg in St. Martin in Freiburg
Palmzweige für die Gläubigen gibt es heute und morgen am Palmsonntag in unserer Kirche St. Martin – zusammen mit einem Hausgottesdienst, damit Sie das Fest unter den gegebenen Umständen schön feiern können.
Link zum Hausgottesdienst: https://www.kath-freiburg-mitte.de/…/aktuell_aktuell_u.html…
Ab Mittwoch steht ein Heft für die Ostertage, einer Osterkerze und Bildimpulsen zum Abholen in der Kirche bereit.
Am Ostersonntag gibt es neben den Liturgieimpulsen geweihte Ostereier für die Gläubigen zum Mitnehmen.
Werktags von 10-12 und 16-18 Uhr stehen Dominikanerbrüder zum Seelsorgsgespräch bereit unter: 0761/79198-24

Dominikaner München an St. Kajetan
Liebe Gläubige,
unsere Kirche bleibt für Sie weiterhin für Ihr persönliches Gebet zu den üblichen Zeiten geöffnet.
Auch wenn die öffentlichen Gottesdienste derzeit nicht stattfinden können, beten wir Dominikaner in unserem Stundengebet mehrmals am Tag für Sie. 
Gottes reichen Segen und bleiben Sie gesund!

Auch in der Provinz Teutonia werden Dominikaner Wege anbieten, um ihre Gemeinden in der Karwoche verbunden zu sein, wenn auch nicht physisch nahe.

Drei dominikanische Angebote stehen auch überregional digital zur Verfügung.

Braunschweig: An Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag wird es den jeweiligen feierlichen Gottesdienst in St. Albertus Magnus als Podcast geben (siehe Webseite + Spotify): „Bis das Kloster klingt“ – Die Messdienergruppe setzt sich dafür ein.

Klausen: Wallfahrtsdirektor Pater Albert Seul OP wird in der Karwoche ebenfalls seinen sonntäglichen Gottesdienst auf Youtube (11 Uhr live) und seinen täglichen Nachmittagsimpuls auf facebook (17 Uhr) fortsetzen.

Berlin: Auf der Webseite der Pfarrei St. Elisabeth stellen die Dominikanerpatres Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag jeweils eine Andacht zum Anhören und Downloaden bereit.

Wir vom Espresso-Team laden Sie herzlich ein, die Karwoche mit diesen und anderen Angeboten in unser aller Ausnahmesituation persönlich und bewusst zu begehen. Wir werden Sie dabei täglich begleiten.

Außerdem: die französischen Dominikaner der Provinz Toulouse haben ein „Gebrauchskit“ (ein Kästchen) mit Anleitungen für die Feier der Heiligen Woche zu Hause vorbereitet.

Und wenn man sich am Thomistischen Institut des Dominican House of Studies in Washington DC registriert, kann man eine Menge gute Hilfestellungen für unsere gegenwärtige schwere Zeit finden, wie z.B. die „Quarantine Lectures“ und ein Online-Gebetbuch „Prayers in the Time of Plague“.

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Betrachtung zum Fünften Fastensonntag aus Deutschland

Eine grundlegende Veränderung

„Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, vorausgesetzt, dass der Geist Gottes in euch wohnt (Römer 8, 9)
Wenn man die Augen aufmacht und sich bewusst wird, was in der Welt geschieht, sieht man viele große Herausforderungen. Die eine ist die große Krise als Herausforderung im Gesundheitswesen, die andere die Flüchtlinge, die an der Grenze zu Europa leiden, und die dritte ist die unbekannte Zukunft unserer Wirtschaft. Ich habe in meinem Leben noch nie eine Zeit so großer Unsicherheit erlebt. Wir werden als Gesellschaft GEFRAGT: Was ist die Grundlage eures Lebens/Lebenstils? Was ist wirklich wichtig für die Art und Weise, wie ihr als Gemeinschaft lebt? Was braucht ihr wirklich zum Leben? Ist es das Fleisch oder der Geist?

Ist es das Fleisch? Ist es eine Lebensweise, die damit beginnt, die Welt zu verstehen und vom Ego aus in ihr zu handeln? Ist es eine Gewohnheit des Konsumverhaltens, des Sozialdarwinismus und der Panik? Oder ist es der Geist? Im Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes und die Kreativität der Menschen. Demütig zu dem Herrn beten, der uns so sehr liebt. Wir handeln nicht aus Angst, sondern aus einem liebenden Herzen heraus.

Die Geschichte von Lazarus, die wir heute hören und lesen können, ist eine Geschichte des Vertrauens, der Liebe und des Glaubens. Lazarus ist gestorben, und seine Schwestern sind traurig. Sie glauben an Jesus, auch wenn ihre Liebe und ihr Glaube noch unvollkommen waren. Jesus selbst liebt Lazarus. Sie alle haben eine tiefe und vertrauensvolle Beziehung. Am Ende dieses Teils des Evangeliums: das Wunder.

Wir müssen nicht vollkommene Gläubige sein. Wir dürfen traurig und ängstlich sein und vor Schmerz weinen, so wie Jesus selbst es getan hat. Es gibt nur eine Sache, die wir im Auge behalten müssen. Bei all unseren Schwächen: Gott vertrauen. Und unser Vertrauen und unsere Hoffnung weitergeben.

Viele Menschen – treue und ungläubige – warten auf Zeichen der Hoffnung. Wir – Prediger der Liebe und Gnade Gottes – sind gerufen, Hoffnung zu geben. Hier in meiner Gemeinde haben wir die Möglichkeit, unsere Kirche den ganzen Tag offen zu halten, und ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die zum Beten kommen oder – wenn sie nicht christlich sind – einfach nur allein in der Kirche sitzen. Wir bieten an, dass wir, die wir das Brevier beten, für die Menschen beten, die darum bitten. Wir kommunizieren über Telefon oder WhatsApp mit vielen Gemeindemitgliedern, um zu sehen, wie es ihnen geht und ob sie Hilfe brauchen. All das: kleine Taten der Hoffnung. Aber für manche Menschen werden sie wie das große Zeichen der Auferweckung des Lazarus. Eine bedeutende Veränderung vom Tod zum Leben.

Liebe Brüder und Schwestern, diese Fastenzeit ist etwas Besonderes. Es ist eine Fastenzeit, die uns zwingt, auf unsichtbare Weise zu reduzieren. Auch wenn wir alles ernst nehmen und uns gegenseitig schützen müssen: Lasst uns diese Situation nutzen, um unseren Glauben und unser Vertrauen auf Gott, unser Verständnis und unsere Kenntnis des Evangeliums zu vertiefen und die Hoffnung auf Christus zu predigen.

Er ist hier.
Er ist bei uns.
Er ist das leitende Licht.
Er möge euch alle beschützen.

Gott segne und beschütze euch alle.
Euer Felix

Die ECLDF-Betrachtung zum 5. Fastensonntag kommt diesmal aus Deutschland von unserem Mitglied Felix Hoffmann. Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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Angebote aus unseren Klöstern und Pfarreien

In unseren Kirchen und Klöstern gibt es verschiedene Angebote für das gemeinsame Durchleben dieser besonderen und geistlich entbehrungsreichen Fastenzeit, die wir hier auflisten.

Tägliche Impulse aus der dominikanischen Familie beider deutschsprachigen Provinzen: Espresso- kurz und stark

Predigten aus der von Dominikanern betreuten Theatinerkirche in München

Tägliche Vorlage für eine Hausandacht aus der Seelsorgeeinheit Freiburg Mitte, in der auch die Freiburger Dominikaner wirken

Andachten an den Fastensonntagen in der von Dominikanern betreuten Pfarrei St. Elisabeth in Berlin

Täglicher geistlicher Impuls der Dominikaner in Düsseldorf

Gottesdienste und Gebet zum Nachhören der Dominikaner in Worms

Bis das Kloster klingt: Podcast mit Impulsen der Dominikaner in Braunschweig, zusammen mit den und von den Messdienern erstellt

Fast alle Dominikanerklöster bieten einen Fürbittendienst an. Viele der Dominikanerkirchen oder von Dominikanern betreuten Kirchen sind tagsüber für das Gebet geöffnet und/oder ermöglichen die Eucharistische Anbetung. In Wien sind Dominikaner von Montag bis Sonntag von von 16-18:00 in der Kirche Maria Rotunda in der Postgasse 4 anzutreffen.

Diese Liste ist erweiterbar! Schreiben Sie uns, wenn Sie Ihr Angebot vermissen oder ein neues erstellen.

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Ordensmeister ruft die ganze Dominikanische Familie zum gemeinsamen Rosenkranzgebet

Mit diesem Aufruf bittet der Ordensmeister fr. Gerard Timoner OP die ganze Dominikanische Familie, am Mittwoch, 29. April 2020, dem Fest der hl. Katharina von um 21 Uhr Ortszeit, in ihren Gemeinschaften oder zu Hause die fünf glorreichen Geheimnisse des Rosenkranzes zu beten. Auf diese Weise können sich alle Dominikaner und ihre Freunde im Gebet gegen die Pandemie vereinen.

Wir beten für die Kranken; für die Gesundheitsdienste; für die Familien der Kranken; für jene, die wirtschaftlich, sozial und psychisch leiden; um Schutz und Heilung. Nach jedem Gesätz soll wir das Gebet Unserer löieben Frau vom Rosenkranz in Fatima gebetet werden: „O Jesus …“

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Feierliche Profess unter besonderen Umständen

Nachrichten aus der Ordensprovinz Teutonia

LIVE-ÜBERTRAGUNG: FEIERLICHE PROFESS IN BERLIN

Normalerweise ist es ein großes Fest, aber die aktuellen Umstände zwingen uns, die Feierliche Profess unserer Brüder Christoph Bergmann in Worms und Amir Rahmannejad in Berlin im Rahmen ihrer jeweiligen Hausgemeinschaft zu halten.

Die Professfeier aus Berlin werden die Brüder live übertragen. Seien Sie am Samstag, 28. März, mit dabei, wenn Sie möchten.

Und unterstützen Sie unsere Professkandidaten mit ihrem Gebet und vielen guten Wünschen!

Wir übertragen am Samstag und 17h00 live aus dem Institut Chenu die Feier der Feierlichen Profess von Frater Amirhoushang J. Rahmannejad OP. Damit bindet sich unser Mitbruder auf Lebenszeit an den Orden der Predigerbrüder. – Aufgrund der Corona-Krise kann die Feier nicht wie geplant gemeinsam mit Fr. Christoph Bergmann in Worms stattfinden. Nach der Coronakrise ist eine öffentliche Nachfeier geplant. 

(fr. Amir, 2. v.r.)

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Hochfest Mariä Verkündigung

Bild: „Mariä Verkündigung“, von: Friedbert Simon, www.pfarrbriefservice.de, abgerufen am: 24.03.2020

Lukas (Lk 1, 26-38): Die Geburt von Jesus wird angekündigt

26 Elisabet war im sechsten Monat schwanger. Da schickte Gott den Engel Gabriel zu einer Jungfrau in die Stadt Nazaret in Galiläa.

27 Sie war mit einem Mann verlobt, der Josef hieß. Er war ein Nachkomme von David. Die Jungfrau hieß Maria.

28 Der Engel trat bei ihr ein und sagte: »Ich grüße dich, Gott hat dir seine Gnade geschenkt. Der Herr ist mit dir.«

29 Maria erschrak über diese Worte und fragte sich: »Was hat dieser Gruß zu bedeuten?«

30 Da sagte der Engel zu ihr: »Hab keine Angst, Maria. Durch Gottes Gnade bist du erwählt.

31 Sieh doch: Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Du sollst ihm den Namen Jesus geben.

32 Er wird hochgeehrt sein und ›Sohn des Höchsten‹ genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vorfahren David geben.

33 Er wird für immer als König herrschen über die Nachkommen Jakobs. Seine Herrschaft wird niemals aufhören.«

34 Da sagte Maria zu dem Engel: »Wie kann das sein, ich schlafe doch noch mit keinem Mann!«

35 Der Engel antwortete ihr: »Heiliger Geist wird auf dich kommen. Die Kraft des Höchsten wird dieses Wunder in dir bewirken. Deshalb wird das Kind, das du erwartest, heilig sein und ›Sohn Gottes‹ genannt werden.

36 Sieh doch: Auch Elisabet, deine Verwandte, erwartet einen Sohn trotz ihres hohen Alters. Jetzt ist sie im sechsten Monat schwanger und dabei hieß es: Sie kann keine Kinder bekommen.

37 Was Gott sagt, macht er wahr.«

38 Da sagte Maria: »Sieh doch: Ich diene dem Herrn. Es soll an mir geschehen, was du gesagt hast.« Da verließ sie der Engel.

Bibeltext: BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

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Betrachtung zum Vierten Fastensonntag aus Litauen

Kirche Heilige Apostel Philipp und Jakobus, Vilnius


Wachsende Hoffnung und Glaube in turbulenten Zeiten

Aber der Herr sagte zu Samuel: „Sieh nicht auf sein Aussehen oder auf die Höhe seiner Statur, denn ich habe ihn abgelehnt. Denn der Herr sieht nicht, wie der Mensch sieht: Der Mensch schaut auf das Äußere, aber der Herr schaut auf das Herz. – 1 Samuel 16,7

Wie die Geschichte der westlichen christlichen Zivilisation viele Male bewiesen hatte – es gibt keine bessere Zeit für transzendentale Erfahrungen und neues Wachstum im Glauben als die Zeit der Krise: ob wirtschaftlich, politisch, ethisch… Wenn unsere alltäglichen Routinen und Gewohnheiten unterbrochen werden, unsere künstlichen – und doch so wichtigen – Schutzräume der imaginären Sicherheit und Geborgenheit zerstört werden, kann der Prozess oder das wirkliche spirituelle Erwachen in uns voranschreiten und sich in uns entwickeln. „Selig sind die, die glauben, ohne zu sehen“ (Joh 20,29) – doch die meisten von uns, einschließlich meiner selbst, sind unter den üblichen Bedingungen zu sehr geblendet von unseren Karrieren, Familienproblemen, dem Kampf um Ruhm und Macht, von begrenzten konsumistischen Ansätzen oder sogar vom hedonistischen „Carpe diem!“-Imperativ.

Es scheint, dass wir uns in den letzten Jahrzehnten – nach dem Fall der Berliner Mauer, als die Vereinigung von Ost und West die neue Epoche des europäischen Optimismus einleitete – so sehr an neue Wege gewöhnt haben, dass wir uns nicht mehr die Mühe machen, die symbolischen und realen Wunden und Narben in unseren Gesellschaften, Familien, Kirchengemeinden und der Welt im Allgemeinen zu bemerken. In der Welt, in der die visuelle Information und Kommunikation immer mehr zum „Wort“ (Logos) hin dominierte – unsere Massenmedien wurden darauf trainiert, den symbolischen „Photoshop“ auf Inhalte anzuwenden, die ästhetisch störend sind oder für unsere verwöhnten Augen zu grausam erscheinen. Wir wollen die Welt des menschlichen Leidens nicht sehen. Nur ein Beispiel: Das soziale Netzwerk Facebook wandte kürzlich einen Zensuralgorithmus auf authentische historische Bildquellen an, die das menschliche Leid während des Holocaust bezeugen. Nicht die Grausamkeit des Kreuzes – sondern die Idee von Fjodor Dostojewski, dass die „Schönheit die Welt retten wird“ – ist bis heute unsere Leiterzählung und die Hauptantriebskraft.

Die Welt der „Schönheit“, unsere „photogeshopte“ Instagram-mäßige Realitätsblase – ein Ansatz, der uns für viele frühere Krisen außerhalb des Westens, von der Flüchtlingskrise im Nahen Osten bis zum tödlichen Krieg in der Ostukraine, blind bleiben ließ – entpuppte sich nun als ein künstliches Hologramm. Während die Verbreitung des Covid-19-Virus viele sozial aktive Menschen in ihren Häusern, Städten und Ländern einsperrt und die Schwächsten tötet, während die strukturellen Tatsachen des sexuellen Missbrauchs unsere kirchlichen Gemeinschaften erschüttern – bezeichnen viele junge und ältere Menschen diese Erfahrung als „surrealistisch“, „filmisch“ und sogar „apokalyptisch“. Wir alle, in verschiedenen Ländern und Kulturen, verschiedenen Altersgruppen und Generationen, teilen eine wesentliche Erfahrung: ein Gefühl der verlorenen Kontrolle, des zerstörten Vertrauens, der tiefen Unsicherheit und der Ungewissheit. Der Optimismus wird durch den Zweifel an der Führung verändert – werden unsere Regierungen und Gesundheitssysteme mit der Pandemiekrise fertig? Wie werden unsere spirituellen Gemeinschaften den verlorenen Mythos der idealen Führungspersönlichkeiten, die einst als unsere Idole behandelt wurden, überleben?

Diese Krise ist eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie wir als Gemeinschaft und Einzelpersonen unseren Blick über ganze Jahrzehnte hinweg gelenkt haben. Waren unsere spirituellen Linsen wirklich darauf ausgerichtet, zuallererst die wirkliche oder eingebildete Schönheit der Kirche zu erkennen – anstatt zu versuchen, die manchmal schmerzhafte und beunruhigende Wahrheit zu entdecken? Und glauben wir immer noch an die Veritas und suchen wir nach ihr?

Hier ist die Geschichte ein guter Lehrer. Als viele Katastrophen des 17. und 18. Jahrhunderts – Kriege, Hungersnöte und Epidemien – mein eigenes Land, das Großherzogtum Litauen, erschütterten, wurde die Strategie gewählt, die arme und unzureichende staatliche Organisation und das menschliche Leid durch den Bau immer schönerer Barockkirchen zu verbergen. Aber dieser ästhetische Ansatz scheiterte schließlich: 1795 hörte das Land nach der Einnahme durch das russische Reich auf zu existieren. Es ist ein Paradox – aber erst nach der Diagnose der Krankheit wurde eine geeignete Behandlungsmethode gefunden. Solchen litauischen Helden des nationalen Erwachens wie Dr. Jonas Basanavičius gelang es, Litauen 1918 zum demokratischen Neubeginn zu führen.

Lasst die Krise und die Leiden von heute – genau wie in den Tagen, als Samuel David entdeckte – unsere geistlichen Augen öffnen, um den wahren König zu sehen: nicht den starken hegemonialen, mächtigen Meister, sondern den, der „keine Schönheit oder Majestät hat, die uns zu ihm hinzieht, nichts in seiner Erscheinung, was wir uns nach ihm sehnen sollten“, „verachtet und gemieden von den Menschen, ein Mann des Leidens und vertraut mit dem Schmerz“ (Jesaja 53, 2-3). Wie die „nicht fotografierte“ Realität des Kreuzes zeigt: Er ist der einzige vertrauenswürdige Führer.

Monika Kareniauskaite OP,
Fraternität St. Jakob LD, Vilnius, Litauen

ECLDF- Betrachtung zum Vierten Fastensonntag. Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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