19.12: O radix Jesse – O Wurzel Jesse

V: O Spross aus Isais Wurzel, 
gesetzt zum Zeichen für die Völker – 
vor dir verstummen die Herrscher der Erde, 
dich flehen an die Völker: 
o komm und errette uns, 
erhebe dich, säume nicht länger!

L: An jenem Tag wird der Spross aus der Wurzel Isais zum Signal für die Nationen; die Völker suchen ihn auf. Er sammelt die vertriebenen Israeliten und führt nach Hause die Zerstreuten Judas von den vier Enden der Erde. (Jes 11,10.12)

V: Herr Jesus Christus, wir sind das neue Israel, das Volk Gottes, das du gerufen hast. Wir sind uneins durch Vorurteile und Streit. 

A: Komm, o Herr, und erlöse uns / zögere nicht länger. 

V: Die Christenheit ist gespalten. Wir können uns allein aus dieser Not nicht befreien. 

A: Komm, o Herr, und erlöse uns, / zögere nicht länger. 

V: Die Kirche soll das Zeichen deines Heiles unter den Völkern sein. Das kann sie nur, wenn sie dein Wort hält und einig ist. 

A: Komm, o Herr, und erlöse uns, / zögere nicht länger.

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18.12: O Adonai – O Herr

O Herr und Fürst des Hauses Israel, du bist dem Mose erscheinen in der Flamme des Dornbuschs und gabst ihm das Gesetz am Sinai. Komm, o Herr und erlöse uns mit starkem Arm.

(L) Mose sagte zu ganz Israel: Du sollst auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hören und auf seine Gebote achten. Dieses Gebot, auf das ich dich heute verpflichte, geht nicht über deine Kraft und ist nicht fern von dir. Nein, das Wort ist ganz nah bei dir. Es ist in deinem Mund und in deinem Herzen. (Dtn 30, 10a.11.14). STILLE

(V) Jesus, unser Gott, in dir ist das Gesetz des Mose erfüllt. Dein neues Gebot führt uns in die Freiheit.

(A) Komm, o Herr / und erlöse uns mit starkem Arm.

(V) Dein Wort will uns von Hass und Zwietracht befreien. Dein Gesetz offenbart die Güte im HerzenGottes.

(A) komm, o Herr / und erlöse uns mit starkem Arm.

(V) Lass die Völker der Erde den Krieg überwinden und mach sie zum Neuen Haus Israel, das dein Gesetzbefolgt.

(A) Komm, o Herr / und erlöse uns mit starkem Arm.

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Dominikanisches Rundlaufgebet

Das Gebet verbindet Menschen mit Gott. Es verbindet auch Menschen untereinander. Wenn wir füreinander beten, ist es eine Hilfe, wenn wir möglichst konkret werden. Auf unten verlinkter Website finden sich für jene, die im Gebet an verschiedene dominikanische Orte und Menschen denken wollen, zwei Übersichten:

Die erste Übersicht fasst alle dem Redakteur bekannten dominikanischen Gemeinschaften – Brüder, Schwestern, Laien – zusammen und zwar in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz.

Die zweite Übersicht benennt alle Provinzen der Brüder, die es weltweit gibt. Diese Übersicht wurde seitens der Provinz Teutonia erstellt.

Unter Zuhilfenahme der Übersichten kann man sich – persönlich und in Gemeinschaft mit anderen – Tag für Tag durch das dominikanische Leben ‚durchbeten‘.

Hier klicken, um zur Website zu kommen

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17.12: O Sapentia – O Weisheit

O Weisheit, hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten – die Welt umspannst du von einem Ende bis zum anderen, in Kraft und Milde ordnest du alles: o komm und offenbare uns den Weg der Weisheit und der Einsicht.

(L) Die Weisheit ist der Widerschein des ewigen Lichtes, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit. Sie is nur eine und vermag doch alles; ohne sich zu ändern, erneuert sie alles. Von Geschlecht zu Geschlecht tritt sie in heilige Seelen ein und schafft Freunde Gottes und Propheten; denn Gott liebt nur den, der mit der Weisheit zusammenwohnt. Sie ist schöner als die Sonne. (Weish. 7,26-29a) STILLE

(V) Jesus, unser Meister, du Wort des Vaters, hilf uns, dass wir dich verstehen. Ohne dich gehen wir in die Irre.

(A) Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.

(V) Erleuchte die Lehrer, Schriftsteller, Journalisten und alle, die andere lehren. Gib ihnen gute Gedanken und den Geist des Friedens. 

(A) Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.

(V) Hilf allen, die sich mühen, die Unwissenheit zu beenden. Hilf den Menschen, falsche Lehren zu erkennen und verleihe uns die Gabe der Unterscheidung.

(A) Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.

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Impuls zur Hl. Lucia

Bildquelle: www.pixabay.com

 

Lucia lebte im 3. Jahrhundert in Sizilien. Während dieser Zeit gab es eine Christenverfolgung. Deshalb versteckten sich viele Christen in unterirdischen Gängen, den Katakomben. Lucia beteiligte sich an der Versorgung der Versteckten. Um in den dunklen Gängen Licht zu haben und dennoch mit beiden Händen Taschen voller Lebensmittel tragen zu können, trug Lucia einen Reif mit brennenden Kerzen auf ihrem Kopf. Diese Lichterkrone wurde später ihrem Erkennungszeichen. Sie versorgte die Verfolgten mit Nahrung und neuen Nachrichten, aber auch mit ihrer Fröhlichkeit und Zuversicht. Für die in der Dunkelheit der Katakomben ausharrenden wurde Lucia so zu einer echten Lichtbringerin.

Auch wir sind Lichtbringerinnen und Lichtbringer: Jedes ermutigende Wort, jede kleine Gefälligkeit, jede Rücksichtnahme, jede Freundlichkeit und jedes Lächeln ist ein Licht, das wir in die Welt bringen. Aber wir haben auch noch ein ganz besonderes Licht. Wir alle haben etwas, das wir besonders gut können, besonders gerne machen. Begabungen, Fähigkeiten, Interessen, Dinge, für die wir brennen: Lichter, die vielleicht nur wir, hier, in dieser Zeit, in die Welt bringen können.

Einige Anregungen und Gedanken zu diesem besonderen Licht finden Sie hier:

Vielleicht wissen wir ganz genau, was unser besonderes Licht ist. Im diesem Fall lohnt es sich zu schauen, ob unser Licht schon einen Platz gefunden hat, wo es für viele Menschen leuchten kann oder ob es gerade unter einem Topf steht, wo es nicht einmal für uns selber leuchtet. Eine großartige Möglichkeit unser Licht vielen leuchten zu lassen, ist das Ehrenamt. Lassen Sie sich von der Vielfalt an Möglichkeiten inspirieren, welche zum Beispiel die Stadt Freiburg unter diesem link zusammen getragen hat (https://www.freiburg.de/pb/229292.html) oder gehen Sie selbst einmal auf die Suche.

Vielleicht ist uns der Zugang zu unserem Licht durch die Alltagsroutine, durch Entmutigungen oder die andauernde Beschallung mit mehr oder weniger wichtigen Informationen verloren gegangen. Dann lohnt es sich, wie ein Schatzgräber nach diesem verborgenen Licht zu suchen. Graben Sie in ihrer Kindheit und Jugend, gab es etwas, was sie besonders faszinierte? Graben Sie es aus! Hören Sie von anderen Leuten manchmal etwas über sich, dass auf eine besondere Fähigkeit hindeutet? Da kann was dran sein! Wollten Sie schon immer mal etwas ausprobieren? Tun Sie es. Vielleicht haben Sie dafür eine Begabung. Lassen Sie sich Zeit für ihre Schatzgräberei und lassen Sie sich nicht entmutigen. Denn dass Sie mindestens eine besondere Fähigkeit oder Begabung haben, steht fest. So hat Gott Sie geschaffen.

Herr Markus Mössner

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Die O-Antiphone im Advent

Die sieben letzten Tage des Advents sind durch die sogenannten O-Antiphonen ausgezeichnet. Christus wird unter sieben Titeln angerufen, die dem Messias im Alten Bund gegeben werden. Die ab Donnerstag, den 17.12.2020 und in den darauffolgenden Tagen vorgestellten Andachten stammen aus dem „alten“ Gotteslob. Man kann sie in Gemeinschaft, aber auch alleine beten.

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Impuls zum Hl. Nikolaus

Bild: www.pixabay.com

Nikolaus ist einer der beliebtesten Heiligen. Dabei scheint er wenig Wert auf große Aufmerksamkeit zu legen. Stiefel und Schuhe, die vor die Tür gestellt werden, füllt er zwar, lässt sich dabei aber nicht beobachten. Ähnliches wird auch von seinem irdischen Leben, als Bischof von Smyrna, dem heutigen Izmir, berichtet. Nikolaus streifte verkleidet durch die Stadt um herauszufinden, was die in Armut lebenden Menschen seiner Stadt wirklich benötigten. Und genau dies ließ er ihnen dann auf geheimnisvolle Weise zukommen. Dass er diese Bedürfnisse kannte, war wichtig für Nikolaus, denn er verfügte nur über begrenzte Mittel. Diese wollte er möglichst gezielt und effektiv einsetzen, so dass sie den größten Nutzen entfalteten.

Auch wir haben nur beschränkte Möglichkeiten. Unsere Kraft, unsere Zeit und unsere Mittel haben Grenzen. Lassen wir uns von Nikolaus dazu einladen, unsere Möglichkeiten zu betrachten und darüber nachdenken, wie wir mit diesen sinnvoll und hilfreich umgehen können.

Hier haben wir Ihnen einige Anregungen dazu zusammengestellt:

Zeit: Unser Tag hat 24 Stunden, unser Jahr 365 Tage. Wie viele Jahre unser Leben hat, wissen wir nicht. Aber unsere Lebenszeit ist kostbar. Können wir uns die Zeit nehmen für das, was uns wirklich wichtig ist?

Kraft: Für alles was wir tun, brauchen wir körperliche, intellektuelle und emotionale Energie. Unsere beruflichen, familiären und anderen Verpflichtungen kosten uns Kraft, auch wenn wir diese gerne erfüllen. Kommen wir dabei an unsere Grenzen, oder bleibt uns noch Energie zur freien Verfügung?

Mittel: Wir haben ein mehr oder weniger großes Einkommen und wir haben Ausgaben. Wir besitzen mehr oder weniger viele Dinge und wir sind ständig unterschiedlichsten Werbebotschaften ausgesetzt. Haben wir freie Mittel und wenn ja, wofür können wir diese nutzen?

Herr Markus Mössner

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Ein Vortrag über Marie-Joseph Lagrange

Marie-Joseph Lagrange ist eine faszinierende dominikanische
Persönlichkeit. Aber haben Sie ihn schon einmal gegoogelt? Auf
Französisch findet sich viel über ihn im Internet, doch auf Deutsch ist
die Ausbeute mager, viel zu mager… Lagrange hat uns auch heute noch
sehr viel zu sagen, als Vorbild im Glauben, als Pionier der Exegese und
als Diener Gottes, für den ein Seligsprechungsprozess läuft. Er könnte
geradezu der Patron all jener Menschen sein, die die Kirche lieben,
obwohl sie an ihr leiden.


Antonia Genovich OP aus der Gruppe „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ in Regensburg hat seine Persönlichkeit erforscht. Da sie Französisch
spricht, konnte sie auch in Quellen recherchieren, die nicht jedem
zugänglich sind. Aus dieser Arbeit wurde ein Vortrag, der in der Gruppe
grosse Begeistrung hervorgerufen hat – übrigens der letzte Vortrag vor
dem Lockdown. Für alle, die Lagrange besser kennenlernen möchten, ist er
hier nun zugänglich gemacht, als Einladung zu einer faszinierenden
Begegnung.

Sr. Benedikta Rickmann

P. Marie-Joseph Lagrange OP (1855-1938)


Der Dominikaner Pater Marie-Joseph Lagrange ist der Begründer der katholischen Bibelwissenschaft, der Pionier der katholischen historisch-kritischen Bibelexegese.

Lagrange wird am 7. März 1855 in Bourg-en-Bresse, am Westrand des französischen. Jura, als Albert-Marie-Henri Lagrange geboren. Er pflegte mit Stolz zu betonen, dass er am Festtag des Hl. Thomas von Aquin geboren sei. Damals feierte man den Aquinaten am 7. März, heute am 28. Januar. Sein Leben lang wird Lagrange in seinem Werk ein treuer, ein leidenschaftlicher Jünger des Hl. Thomas bleiben.

Er wächst in einer sehr gläubigen und intellektuellen Familie auf mit einer frommen und karitativen Mutter, die ihn durch ihre große Marienverehrung stark beeinflussen wird. So wird auch später Maria zur Patronin der von ihm gegründeten Ecole Biblique von Jerusalem.

Lagrange besucht zunächst das kleine Seminar von Autun in Burgund. Neben einem starken Interesse für Theologie und Kirche zeigt er auch eine Vorliebe für Archäologie, Geologie, Geschichte und für die Wissenschaften überhaupt. Das ganze Lukas-Evangelium kann er in Griechisch auswendig.

Mit 17 Jahren (1872) lernt er an der Militärschule von Saint-Cyr bei Paris, die Dominikaner kennen, für die er gleich eine große Zuneigung verspürt. Er folgt jedoch zuerst dem Wunsch seines Vaters und studiert Rechtswissenschaften, die er im Alter von 23 Jahren mit dem Doktorat abschließt. Anschließend tritt er in das Priesterseminar von Issy-les-Moulineaux, in der Nähe von Paris, ein. Das Noviziat findet bei den Dominikanern in Saint-Maximin, in Südfrankreich, statt, und 1880 legt er seine ewige Profess ab. Seine Priesterweihe wird aber von der politischen Lage in Frankreich beeinflusst werden.

1870 wird in Frankreich die Dritte Republik gegründet, die 1905 die Trennung von Staat und Kirche vollzieht, den Laizismus einführt und Frankreich von Grund auf verändert.1880 werden Dekrete gegen die religiösen Kongregationen erlassen, und diese gewaltsam aus Frankreich vertrieben. Die Dominikaner müssen Zuflucht in Spanien, in Salamanca finden. Daher wird der junge Lagrange am 22. Dez. 1883 in Zamora zum Priester geweiht, sein Ordensname ist Marie-Joseph.

1886 darf der Orden nach Frankreich zurückkehren. In Toulouse soll Lagrange Bibelexegese, Philosophie und Kirchengeschichte lehren. Zwei Jahre später wird er nach Wien geschickt, um seine Kenntnisse in den orientalischen Sprachen zu vervollständigen. Hier studiert er biblische Sprachen, die Sprachen des alten Ägyptens mit den Hieroglyphen und Assyriologie. Er wird auch in die rabbinische Exegese eingeführt.

Nach 5 Jahren (1889) wird Lagrange – er ist 34 Jahre alt – von seinem Orden nach Jerusalem in den Dominikanerkonvent Saint- Etienne beordert, wo er eine Schule der Heiligen Schrift gründen soll, dies anfänglich ohne großen Enthusiasmus seinerseits. Zunächst begibt er sich auf eine Orientreise, besichtigt begeistert alle Ortschaften des Neuen Testaments und reist auch durch andere Länder des Nahen Ostens.

Der Konvent Saint-Etienne ist 8 Jahre zuvor (1882) auf den Resten einer von der byzantinischen Kaiserin Eudoxia errichteten und dem ersten Märtyrer Stefanus gewidmeten frühchristlichen Kirche erbaut worden (5. Jh.), wobei 1882 das Gebiet noch zum Osmanischen Reich gehört.

Die neue Bibelschule der Dominikaner soll exklusiv französisch sein und nur französische Dominikaner sollen dort unterrichten. Die „École pratique d’études bibliques“, wie sie sich nennt, „Die Schule für Bibelstudien“, wird am 15. Nov1890 offiziell eröffnet, am Festtag des Hl. Albert, wie es Lagrange gerne betont.

„Man kann die Bibel nicht verstehen, ohne in deren Land zu sein, ohne die orientalischen Sprachen und die Sitten des Heiligen Landes zu kennen“, sagt Lagrange in der Eröffnungsrede und kündigt damit sein Programm an.

Allerdings sind die Anfänge schwer, da es an allem fehlt: an Geld, an Material, an Büchern, an Personal. Es gibt vier Professoren, wobei Lagrange das Alte Testament, hebräisch und Assyriologie unterrichten soll. Die Schule zählt fünf Schüler. Lagrange ist für alles zuständigNeben einem ihn bereits überlastenden Unterrichtsprogramm wird er zusätzlich zum Prior des Konvents gewählt.

In Jerusalem vervollständigt Lagrange seine Kenntnisse in den alten Sprachen wie hebräisch, griechisch, aramäisch, lateinisch, arabisch, ägyptisch so wie in den zeitgenössischen Sprachen wie deutsch, englisch, italienisch und spanisch.

Er hat kühne Pläne. Er weiß, dass der Kontrast zwischen der protestantischen wissenschaftlichen Bibelexegese in Deutschland und der traditionellen Bibellehre der katholischen Kirche das katholische Gedankengut in eine Krise geführt hat. Lagrange ist davon überzeugt, dass die Bibelexegese weniger wörtlich, offener und progressiver sein sollte. Damit folgt er der Enzyklika von Leo XIII., Providentissimus Deus, die eine sowohl traditionelle als auch progressive Bibelexegese empfiehlt. Der Wunsch von Lagrange ist es, eine Schule zu gründen, in der man die Bibel textorientiert literarisch und historisch untersucht und sie andererseits mit der Geografie, Archäologie und Ethnologie des Hl. Landes konfrontiert.

Zwei Jahre nach der Eröffnung (1892) erscheint die Quartalzeitschrift Revue Biblique, eine wissenschaftliche Zeitschrift auf hohem theologischen Niveaudie heute noch herausgegeben wirdHier erklärt Lagrange, wie er sich die Bibelexegese vorstellt. Der Modernismus wollte die Bibel zu einem einfach normalen Text herabstufen, den man wie alle anderen literarischen Texte untersuchen kann, also zu einem Text ohne übernatürliche Dimension. Lagrange möchte eine Exegese, die den Glauben als Fundament hat, im Gegensatz zu den Vertretern des Modernismus. Bereits in der ersten Ausgabe drückt er seine Vision der göttlichen Offenbarung aus. „Die Hl. Schrift (…) ist für die katholische Kirche wahrhaft nach der Eucharistie das nährende Wort Gottes“, schreibt er. Es wird das Ziel seines ganzen Schaffens sein, uns nahe zu bringen, wie der Hl. Geist durch die Vielfalt der Sprachen und Kulturen der Völker des alten Orients die Bibel inspiriert hat und wie auch der Hl. Geist deren eigentlicher Autor ist. Die Zeitschrift findet bald großen Anklang, auch wenn sie von vielen als zu progressiv betrachtet und ignoriert wird.

Dem genialen Wissenschaftler werden im Laufe der Zeit weder Feindschaften noch Hindernisse noch Kritik und Verbote von Seiten der Kirche, von Rom, erspart bleiben. Diese beginnen 1897 auf dem Kongress von Freiburg, an dem er nach anfänglichen Schwierigkeiten endlich teilnehmen darf. Hier spricht er über das Pentateuch und stellt die These auf, dass nicht alle fünf Teile des Pentateuchs von Moses geschrieben worden seien. Anschließend erscheint sein Vortrag1898 in der Revue Biblique und erntet viel Kritik in kirchlichen Kreisen. Gerade die Jesuiten legen einen starken Konservatismus an den Tag und greifen ihn an, wohingegen er bei internationalen Wissenschaftlern Anerkennung findet.

Der Hauptgedanke von Lagrange ist, dass die religiöse Authentizität der Hl. Schrift nicht unbedingt auf der literarischen Authentizität der Schriften in der Bibel (z. B. von Moses. David, Jesaja…) gründet, sondern auf der göttlichen Inspiration der Verfasser der Bibeltexte. Erst 1965, durch die Konzilskonstitution Dei Verbum, wird die Kirche ihm recht geben.

1902 nimmt Lagrange an der Konferenz in Toulouse teil, wo er seine historisch-kritische Methode erläutert. Die Bibel, die ersten Kapitel des Alten Testaments, meint er, offenbarten die Heilsgeschichte, sie seien aber nicht die Geschichte der Menschheit. Die konservativen Mitglieder der Kirche sind mit dieser These nicht einverstanden. 1903 erscheint – und zwar mit dem Imprimatur – sein Werk (La Méthode historique, surtout à propos de lAncien Testament) „Die historische Methode, besonders im Hinblick auf das Alte Testament“ und findet große Zustimmung.

Gegen Ende des Pontifikats von Leo XIII. hat Lagrange das Vertrauen des Papstes gewonnen. Im Januar 1903 wird er zum Konsultor der neu gegründeten Bibelkommission ernannt und vom Kardinal Staatssekretär Rampolla stark unterstützt. Im Juli desselben Jahres stirbt aber Leo XIII. Die Wahl von Pius X. kündigt für Lagrange eine Zeit großer Schwierigkeiten und Prüfungen an.

So offen für neue Entwicklungen Leo XIII. in mancher Hinsicht gewesen war, so traditionsbewusst ist nun Pius X. Er bekämpft den Modernismus mit allen Mitteln. Bekannt ist seine Enzyklika Pascendi Dominici gregis gegen die Irrtümer des Modernismus.

Was ist nun der Modernismus: Eine Krise in der Kirche, die etwa 20 Jahre dauert (1890- 1914). Es ist der Versuch, den Glauben und die Bibel der göttlichen Inspiration zu entleeren. Sein Hauptvertreter in Frankreich ist Loisy, ein französischer Priester, der exegetisch arbeitet und der später exkommuniziert wird.1902, gleichzeitig mit der „Historischen Methode“ von Lagrange, ist sein Werk L’Évangile et l’Église, „Das Evangelium und die Kirche“, erschienen und dieses wird der Krise des Modernismus einen neuen Impuls geben.

Die Initiative Pius X. mit der Enzyklika Pascendi ist die Antwort auf alle Irrlehren seiner Zeit, die damals die Kirche und den Glauben gefährden. Fraglich ist die Gegenreaktion, die sich dadurch dem Modernismus gegenüber bildet. Ein System von Denunziationen entsteht, die auch u.a. Lagrange treffen soll. So hat man in den Archiven von Pius X. ein Denunziationsschreiben von P. Louis Heidet, Abt im Patriarchat von Jerusalem, entdeckt, das 1911 an Pius X. geschickt worden ist. Das Schreiben hat vermutlich dazu beigetragen, das Misstrauen des Papstes P. Lagrange gegenüber zu intensivieren.

Auf die strenge Haltung des Papstes muss wohl auch der belgische Orientalist P. Alphonse Delattre seinen Einfluss gehabt haben. Er ist ein hartnäckiger Feind der „Historischen Methode“ (La Méthode Historique.) und verfasst 1904 eine scharfe Kritik des Werks von Lagrange. Somit hat er ebenfalls zur Vorsicht Pius X. dem Dominikaner gegenüber beigetragen.

Lagrange darf seine Schriften über die Genesis, die Sintflut und später über die Patriarchen nicht veröffentlichen. Mit exemplarischem Gehorsam beugt sich Lagrange dem päpstlichen Willen, wobei er im Geheimen zugibt, wie sehr er leidet. „Ich bin ein Wrack“ soll er einmal gesagt haben.

Ab 1907 wird der Kampf der Kirche gegen die Modernisten immer intensiver. Die Kontrolle und die Verbote nehmen zu, das Dekret Lamentabili und die Enzyklika Pascendi erscheinen. Mit dem Dekret ist Lagrange einverstanden, denn die ganze Kritik gilt eher Loisy und den Loisy-Anhängern. 1910 verlangt der Hl. Stuhl den Antimodernisteneid, dieser wird von Lagrange ebenfalls mit Überzeugung unterschrieben, da er genauso den Loisysmus verurteilt.

1909 wird in Rom durch Pius X. das Päpstliche Bibelinstitut (Institut Biblique) gegründet und der Leitung des Jesuiten Pater Leopold Fonck, einem entschiedenen Gegner der historisch- kritischen Methode von Lagrange, anvertraut, so dass das Institut in Rom zu einem Konkurrenzunternehmen zur École Biblique wird. P. Fonck führt gegen Lagrange einen regelrechten Kreuzzug, und ein paar Jahre später (1913) wird in Jerusalem sogar eine Nebenstelle des Päpstlichen Bibelinstituts eröffnet, das Biblicum.

Daraufhin wendet sich Lagrange dem Neuen Testament zu und verfasst einen Kommentar über das Markusevangelium. Nach seiner Veröffentlichung folgen 1921, 1923 und 1925 umfangreiche Kommentare über die anderen drei Evangelisten, die 600 bis 780 Seiten umfassen.

1912 wird das Werk von Lagrange vom Vatikan abgelehnt, und er wird für ein Jahr aus Jerusalem abberufen, ohne jedoch förmlichen Lehrverurteilungen ausgesetzt zu werden. Der Dominikaner unterwirft sich sofort, so schmerzhaft es für ihn auch ist, Jerusalem zu verlassen. Es wird vermutet, dass hinter der kritischen Haltung des Vatikans Lagrange gegenüber P.Fonck steht. Die sehr vorsichtige, gehorsame und respektvolle Haltung des Dominikaners hat jedoch eine positive Folge. Sein „Markusevangelium“ und seine „Historische Methode“ werden nicht auf den Index gesetzt.

Zehn Monate später (1913) darf Lagrange wieder nach Jerusalem zurückkehren, aber bald bricht der erste Weltkrieg aus. Die französischen Dominikaner von St. Etienne werden am 14. Dezember 1914 von der türkischen Polizei nach Damaskus versetzt und erst durch die Intervention vom Papst Benedikt XV. mit anderen Ordensleuten von Damaskus nach Beirut gebracht. Von Beirut segeln sie nach Italien und kommen in Rom an.

In Rom wird Lagrange von Benedikt XV. mit großer Sympathie empfangen. In der Kirche ist eine Ära zu Ende gegangen, Pius X. ist im August 1914 verstorben und als Nachfolger ist ein Mitarbeiter von Kardinal Rampolla gewählt worden. Mit Benedikt XV. nehmen die strenge Kontrolle und der Argwohn allen neuen Bestrebungen gegenüber ein Ende. Lagrange muss allerdings noch vier Jahre lang, bis 1919, in Frankreich bleiben, da seine Schule von den osmanischen Türken besetzt ist.

Die Vorsicht der École Biblique gegenüber bleibt aber nach wie vor bestehen, wobei der Einfluss des konservativen P. Fonck nicht zu unterschätzen ist. Sein Institut in Jerusalem genießt die ganze Unterstützung von Benedikt XV. Es ist außerdem eine deutsch-französische Rivalität im Spiel, der Erste Weltkrieg hat Spuren hinterlassen. Lagrange genießt jedoch den vollen Rückhalt des neuen Ordensmeisters aus der Schweiz, P. Theissling. Dieser bezeichnet die Schule als „den Ruhm des Ordens“, und besucht sie persönlich in Jerusalem. Es ist das erste Mal seit dem 13. Jh., dass ein Ordensmeister des dominikanischen Ordens ins Heilige Land kommt.

Inzwischen ist Papst Benedikt XV. verstorben und der neue Papst, Pius XI., ein feinsinniger Intellektueller, ist Lagrange und seiner Tätigkeit gegenüber sehr wohl gesonnen.

1920 wird die Schule von Saint-Etienne als Werk des Ordens von der Französischen Republik (und der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres) als „Französische und archäologische Bibelschule von Jerusalem“ (École biblique et archéologique francaise de Jérusalem) offiziell anerkannt.

Außerdem ist die 1920 veröffentlichte Enzyklika Spiritus Paraclitus von Benedikt XV., die sich der Inspiration und Irrtumslosigkeit der Bibel widmet, ein Schritt Lagrange entgegen.

Ab 1983 wird die Schule das Recht erlangen, ein Doktorat in Bibelwissenschaften zu verleihen.

Um 1925 herum – Lagrange ist schon 70 Jahre alt – machen sich bei ihm ernsthafte gesundheitliche Schwierigkeiten bemerkbar. Er arbeitet aber weiter und diesmal schreibt er über Christus. So entsteht in 6 Monaten sein Évangile de Jésus Christ, „Das Evangelium von Jesus Christus“, geschrieben nach seinen eigenen Worten für durchschnittliche Menschen (Ames simples) ohne wissenschaftliche Ambitionen. Das Werk umfasst 656 Seiten.

Das „Evangelium von Jesus Christus“, von einer ganzen Generation gelesen, feiert einen immensen Erfolg, mehr als alle anderen Werke. Erst 5 Jahre später, am 25. März 1930, wird es von Rom wohlwollend anerkannt, und zwar von Kardinal Pacelli, dem zukünftigen Pius XII.

Seinen 80. Geburtstag (März 1935) feiert P. Lagrange relativ bescheiden. Der Jesuit Bonsirven würdigt ihn in einem Artikel und der Kardinal Liénart hat ebenfalls Lobworte in einem Vorwort. Beim Generalkapitel der dominikanischen Provinzialen erklärt der Ordensmeister, P. Gillet: „Die École Biblique ist das Kleinod des Ordens“. Gillet schreibt ihm persönlich, um die Dankbarkeit des Ordens zum Ausdruck zu bringen. In Rom allerdings bremst die offizielle Exegese immer noch die Fortschritte der Bibelwissenschaft.

Nun verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand von P. Lagrange, er muss nach Frankreich, in das Konvent Saint-Maximin zurückkehren (1935), wo er ein Vorbild an Tugend und Frömmigkeit ist, mit immer noch sehr wachem Geist.

1936 erhält er von der Provinz von Toulouse den Titel „Meister in Theologie“. Das Provinzkapitel von Toulouse schreibt u.a. über ihn: „In unserer Zeit leuchtet er wie ein strahlendes Licht und nicht nur für Christen, die ihm zustimmen, sondern auch für die Nichtgläubigen, die ihn trotzdem bewundern. (…) Die Provinz von Toulouse möchte ihn zu Recht zu einem der Väter der Provinz erklären.“ Lagrange hält noch sechs Vorträge (1936), aus denen mehrere Veröffentlichungen hervorgehen. Er bleibt in diesen letzten Jahren seines Lebens intellektuell sehr aktiv. Vonseiten der kirchlichen Autoritäten kommt aber immer noch Gegenwind.

Am 10 März 1938, nach einer Lungenstauung, verlässt er, 83 Jahre alt, diese Welt. Jahrzehnte später, 1967, werden seine Gebeine in St. Maximin exhumiert und in Jerusalem unter dem Altar von St. Etienne begraben.

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Was war der Grundgedanke von Lagrange? Er wollte bei der Interpretation der Hl. Schrift Dogma und Kritik vereinen und die Bibel als das offenbarte Wort Gottes betrachten. Die übernatürliche Dimension der Bibel zu verteidigen, ist das Ziel seines Schaffens und all seiner Opfer gewesen. „Die Bibel ist ein von Gott inspiriertes Buch. (…) Es ist ein Buch, dessenAutor Gott ist und dessen authentische Interpretation allein der Kirche zusteht.“, schrieb er in der ersten Ausgabe der Revue Biblique. Die Originalität seines Werkes beruhte auf der engen Verbindung exegetischer Arbeit mit der Erforschung des Hl. Landes. Lagrange schaffte es, die Berichte der Bibel mit gewissenhafter archäologischer, historischer, ethnologischer und exegetischer Forschung im konkreten Zusammenhang mit den biblischen Örtlichkeiten zu erhellen. Der Dominikaner hat den Wissenschaftler und den Gläubigen zu einer Synthese gebracht.

Die akademische Welt erkannte recht früh den Wert seiner wissenschaftlichen Beiträge und würdigte sie. Die katholische Kirche brauchte dagegen viel mehr Zeit, so sehr schienen jene Beiträge der traditionellen Interpretation der Bibel entgegenzuwirken. Erst nach seinem Tod sollte eine Umstellung stattfinden, als der Bibelausschuss die historisch-kritische Exegese anerkannte. Unter Pius XII. wurden durch die Enzyklika Divino afflante Spiritu vom 30 September 1943 die Verbote, die für die Bibelexegese in der katholischen Kirche ein Hindernis waren, aufgehoben. Die Dogmatische Konstitution Dei Verbum vom 18. November 1965 sollte endgültig die wissenschaftlichen Errungenschaften von Lagrange legitimieren. 1974 wurde Lagrange von Paul VI. lobend erwähnt, genauso 1992 von Johannes Paul II. Auch Kardinal Carlo Maria Martini, ein Jesuit, ehemaliger Rektor des Bibelinstituts in Rom, brachte seine Dankbarkeit P. Lagrange gegenüber zum Ausdruck.

Der Dominikaner hinterließ ein immenses Werk, etwa dreißig Bücher, mehr als 250 wissenschaftliche Artikel, zahlreiche Rezensionen, insgesamt etwa 16 000 Seiten Bibelwissenschaft. Er kommentierte die vier Evangelien und den Römerbrief von Paulus. Er widmete dem antiken Judentum zwei Werke, er verfasste drei umfangreiche Werke über die Einführung in das Studium des Neuen Testaments, ein Werk über die semitischen Religionen und auch ein „Leben des hl. Justinus“ usw.

Der größte Erfolg der École Biblique ist aber die Jerusalemer Bibel, die wegen ihrer literarischen Qualität und textkritischen Strenge bis heute internationale Beachtung findet.

Lagrange war ein Betender und ein großer Marienverehrer. Er pflegte eine besondere Liebe zur Unbefleckten Empfängnis. Wenn er arbeitete, schrieb er meistens am Anfang der Seite „Ave Maria“. Für sein Umfeld war er ein Vorbild durch sein intensives Gebet, seine harte Arbeit, seine Großmut bei Konflikten und seine Bescheidenheit.

Von Exegeten und Theologen wird er nicht nur als ein „neuer Hieronymus“ betrachtet, sondern auch als ein Seliger und ein Kirchenlehrer. Seine Seligsprechung ist 1988 eingeleitet worden.

Zum hundertsten Jahrestag der Anerkennung der Schule durch den französischen Staat besuchte der französische Präsident Macron dieses Jahr die immer noch vom Dominikanerorden geführte Schule und sah sich mit Interesse die Bibliothek an. Diese beinhaltet ca. 130 000 Werke. Die École Biblique ist die bedeutendste Schule, die sich dem Studium der Bibel widmet.

Literatur

Lagrange, Marie-Joseph : Journal spirituel. Les Éditions du Cerf, Paris 2014.
Lagrange, Marie-Joseph : Le sens du Christianisme d’après l’exégèse allemande. J. Gabalda,

Paris 1918.
Lagrange, M.J.: Das Evangelium von Jesus Christus. F. H. Kerle Verlag, Heidelberg 1949.

Lagrange, Marie-Joseph : L‘Évangile de Jésus Christ, Éd. Artège-Lethielleux, Paris 2017.

Daniel-Rops : Un Combat pour Dieu. Fayard, Paris 1963.

Montagnes, Bernard : Le Père Lagrange. Les Éditions du Cerf, Paris 1995. Wikipedia

Dr. Antonia Genovich OP
Dominikanische Laiengemeinschaft „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ zu Regensburg

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Impuls zur Hl. Barbara

Bild: www.pixabay.com

Barbara wurde als junge Frau von ihrem Vater jahrelang in einen Turm gesperrt. Er wollte verhindern, dass sie eigene Wege geht, insbesondere dass Barbara sich ihren Lebensgefährten selbst aussucht. Ein persönlicher Lockdown der härtesten Art. Alle Türen schlossen sich für Barbara, aber eine öffnete sich weit: Die Tür zum inneren Weg. Barbara nutzte ihren Lockdown für Meditation und Gebet. Sie gewann Kraft, Zuversicht und Frieden aus ihrem Seelengrund und der Erfahrung Gottes, der ihr dort begegnete.

Dieser innere Weg steht auch uns offen. Es gibt viele Zugänge. Eine einfache Meditation stellen wir Ihnen hier vor.

Wählen Sie einen Ort, an dem Sie für einige Zeit ungestört sind. Es kann hilfreich sein, ein passendes Bild aufzustellen und / oder eine Kerze anzuzünden.

Setzen Sie sich so, wie es für Sie eine Weile bequem ist. Beginnen Sie, indem Sie dreimal tief ein- und wieder ausatmen. Schnaufen Sie richtig aus, das entspannt. Finden Sie dann ihren persönlichen Atemrythmus und wiederholen Sie beim Einatmen leise „Kyrie Eleison“ und beim Ausatmen „Christe Eleison“.

Die Länge dieser Meditation bestimmen Sie selbst. Zum Beispiel, indem Sie sich eine bestimmte Zeitspanne setzen oder mit einem Rosenkranz bzw. einer Gebetskette die „Kyrie Eleisons“ mitzählen.

Herr Markus Mössner

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Ein ereignisreiches Jahr – die Regensburger Gruppe

Für unsere Geschwister im hl. Dominikus und alle Interessierten wollen wir Einblick geben in unser Gruppenleben und die Ereignisse dieses Jahres.

Im Hinblick auf die große Tradition des Rosenkranzgebetes im Dominikanerorden trägt unsere Gruppe seit Beginn des Jahres den Titel „Dominikanische Laiengemeinschaft Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“.

Der Begegnungstag im Januar konnte noch in seinem gewohnten Rahmen stattfinden: Eine Andacht mit Aussetzung des Allerheiligsten und anschließend ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Von März bis Anfang Juli mussten sämtliche gemeinsamen Aktivitäten wegen der Pandemie abgesagt werden. Auch das Dominikusfest konnten wir nicht im gewohnten Rahmen feiern. Höhepunkt des Jahres war das dreijährige Versprechen von Elke Völcker. Die Feier fand zwar im kleinen Rahmen statt, war dafür aber umso eindrücklicher.

Den Bericht über das Versprechen finden Sie ebenfalls auf dieser Homepage, mit dem Suchwort „Regensburg“.

Seit Juli finden unsere monatlichen Treffen – vorläufig – wieder statt. Jeder Abend beginnt um 19h mit einem Gesätzchen Rosenkranz und einer Bibelbetrachtung, die zur Zeit von Sr. Benedikta Rickmann gehalten wird. Nach einem kurzen Austausch über die Bibelstelle kommt der längste Teil des Abends: Der Vortrag. Entsprechend dem jeweiligen Jahresthema – wir beschäftigen uns aktuell besonders mit Bibelarbeit – werden von einzelnen Mitgliedern oder auch von Gästen, die schon häufiger an unseren Treffen teilgenommen haben, kurze Referate ausgearbeitet, die dann meist zu angeregten Diskussionen führen. Gelegentlich werden auch externe Referenten eingeladen. Das gemeinsame Reden über Gott hilft uns zu persönlicher Glaubensvertiefung und ist zugleich auch eine Vorbereitung darauf, mit Menschen aus unserer Umgebung über Gott zu sprechen.

Ziel der Gespräche ist nicht, dass am Schluss alle einer Meinung sind. Gerade wenn dies nicht der Fall ist, entsteht eine besonders angeregte Diskussion …  Auch wenn es dann spät oder sehr spät geworden ist, schließen wir den Abend mit dem Angelusgebet für unsere Verstorbenen ab. Vor der Pandemie wurde auch noch das Salve Regina gesungen.

Wer sich von diesem Programm angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, einmal bei uns hereinzuschauen!  Das übliche Jahresprogramm umfasst: Im Januar eine Andacht um 14h mit anschließender Begegnung, im Mai eine Wallfahrt, im August das Dominikusfest, und in allen übrigen Monaten ein Treffen um 19h, mit einem Vortrag. Treffpunkt ist der Klosterhof: Dominikanerinnenkloster  Heilig Kreuz, Am Judenstein 10, 93047 Regensburg

Unter Corona-Bedingungen können Termine auch kurzfristig abgesagt werden, ohne dass dies auf dieser Homepage angekündigt wird. Aus diesem Grund bitten wir um vorherige Anmeldung. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Aktuelle Informationen über die Infektionsschutzmaßnahmen in Regensburg finden Sie unter folgendem Link: https://www.regensburg.de/aktuelles/coronavirus

Kotakt zur Gruppe bekommen Sie über:

Ordensassistentin der Gruppe: Sr. Benedikta Rickmann
Dominikanerinnenkloster Heilig Kreuz
Am Judenstein 10
93047 Regensburg
E-Mail: verwaltung@heilig-kreuz.org

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