Nun aber geht

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Mágdala, Maria, die Mutter des Jakóbus, und Sálome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.

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Österlicher Tabernakel der Erde

Ausgerechnet ein solches Grab, vor dessen Eingang zudem ein Stein gewälzt ist, steht im Mittelpunkt des Evangeliums (Mk 16, 1-8), welches die Dunkelheit der heiligen Osternacht erhellen soll. Und ausgerechnet dieses Grab soll uns froh machen! Für Maria von Magdala, für Maria, die Mutter des Jakobus, und für Salome ist dieses Grab mit Recht vielmehr Anlass zu großer Trauer. Diese drei Frauen kommen mit wohlriechenden Ölen zum Grab, um den Leichnam Jesu zu salben. Und sie haben keine Hoffnung mehr, vielmehr nur noch die eine Sorge, wer ihnen wohl noch den schweren Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen wird. Mit ihrem Verhalten bestätigen sie geradezu den definitiv tödlichen Charakter des Grabes Jesu.

Dass sich diese Frauen aber getäuscht haben, dass sie von ihren hoffnungslosen Selbsttäuschungen enttäuscht worden sind, darin liegt die frohe Nachricht der heiligen Osternacht. Denn das Grab, zu dem die drei Frauen gehen, wird sich als ein ganz besonderes Grab erweisen, nämlich ein Grab, das nicht mehr ein Signal von Trauer und Trostlosigkeit ist, sondern vielmehr ein Fanal von Trost und Freude. Dieses Grab ist kein Zeichen des Todes und der Vergeblichkeit mehr: es wird vielmehr zum Symbol für ein neues Leben und aufgebrochene Zukunft. Diesen frohen Charakter hat dieses Grab freilich nicht aus eigener Kraft, sondern allein von derjenigen Person her, die darin liegt: Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.

Jesus, der Sohn Gottes und des Himmels, ist durch dieses Grab zugleich ganz und gar Sohn der Menschen und der Erde geworden. Diese Erde hat ihn drei volle Tage  lang in ihren ungeheuren Schlund aufgenommen. Und wie alle anderen Menschen ist auch dieser Sohn des Himmels und der Erde begraben worden. So ernst wollte Gott selbst offenbar die Menschwerdung seines Sohnes vollzogen wissen, dass er ihm auch die letzte Konsequenz unseres Menschseins – die Grablegung – nicht ersparte. Denn Gott hat seinen Sohn nicht nur auf unsere Erde gesandt. Er hat ihn vielmehr die kälteste Dunkelheit, die es auf unserer Erde geben kann, auskundschaften lassen und ihn dazu auch in die verlassenste Einsamkeit des Grabes gesandt, um dadurch den Machtbereich des Todes selber zu betreten und zu erleiden.

Die Grablegung Jesu erweist sich deshalb als der radikalste Tiefpunkt der Menschwerdung des Sohnes Gottes. Doch genau diese Grablegung und dieses Begräbnis Jesu kommt einer gewaltigen Explosion des Lebens Gottes gleich und verwandelt von Grund auf den scheinbar endgültig tödlichen Charakter auch unserer menschlichen Gräber auf unserer Erde.

Kurt Kardinal Koch. Aus einer Meditation

 

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Er entäußerte sich und wurde den Menschen gleich. Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz

„Als sie zum Ort kamen, der Schädelstätte heißt, kreuzigten sie ihn“ (Lk 23,33) – zwischen zwei Verbrechern, und selbst dann hörten sie nicht auf, ihn zu verspotten und zu verhöhnen, sondern sie alle, Hoherpriester und Volk, gafften ihn an und hießen ihn, herabzusteigen vom Kreuze.

Nun bitte ich euch zu erwägen, dass dieses Gesicht, so erbarmungslos geschlagen, das Gesicht Gottes selber war; die Schläfen blutig von den Dornen, der heilige Leib ausgesetzt den Zuschauern und zerfleischt von den Geißeln, die Hände genagelt an das Kreuz und später die Seite durchbohrt vom Speer: es waren der Leib und das heilige Fleisch und die Hände und die Schläfen und die Seite und die Füße Gottes selber, auf die die wutentfesselte Menge blickte. Das ist ein so furchtbarer Gedanke, dass, wenn der Geist ihn zum ersten Mal fasst, es  sicherlich schwierig sein wird, an etwas anderes zu denken; so dass, wenn wir daran denken, wir Gott bitten müssen, uns zu mäßigen und uns Kraft zu geben, richtig darüber zu denken, damit es nicht zu viel für uns werde.

Wenn wir also bedenken, dass der allmächtige Gott selber, Gott der Sohn, der Dulder war, werden wir besser als bislang die Beschreibung verstehen, die die Evangelisten von ihm gegeben haben; wir werden den Sinn seines Benehmens verstehen, sein Schweigen und die Worte, die er gebrauchte, wenn er sprach, und des Pilatus Schauern vor ihm …

Erwäget die Worte des geliebten Jüngers in der Vorwegnahme seiner Wiederkunft am Ende der Welt: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen. Ja, Amen“ (Offb. 1, 7).

Ja, wir alle zu Wohl oder Weh werden eines Tages sehen jenes heilige Antlitz, welches Menschen geschlagen und entehrt haben; wir werden sehen jene Hände, die an das Kreuz genagelt wurden; jene Seite, die durchbohrt wurde. Wir werden all dieses sehen; und es wird der Anblick des lebendigen Gottes sein.

John Henry Kardinal Newman (+ 1890); aus dem Buch:“Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes“.

Fotos: http://www.walberberg.info/html/kreuzweg.html

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Die wehrlose Liebe Gottes

Johannes Bours (+1988); aus dem Buch: Nehmt Gottes Melodie in euch auf

Es gibt eine Erfahrung, die manchen Christen schwer zu schaffen machen kann: dass Gott verschwindet. Offenbar geht in unserer wissenschaftlich-technischen Welt eine tiefe Veränderung des religiösen Bewusstseins vor sich. Gott verschwindet im Bewusstsein sehr vieler Menschen. Er verschwindet unter einer Woge von Gottvergessenheit und unter einer Woge von Agnostizismus.

Nun kann man aber den Glauben an Gott, das absolute Geheimnis, nur durchhalten, wenn man etwas von ihm erfährt. Man erfährt aber nur etwas von Gott – aus Gnade – wenn man sich existentiell auf ihn einlässt. Und nun möchte ich es wagen zu sagen: Wir werden am ehesten etwas von Gott erfahren, wenn wir uns auf einen „Zug“ im Wesen Gottes einlassen, der – so meine ich – heute deutlicher als zu anderen Zeiten hervortritt: die Wehrlosigkeit seiner Liebe.

Gott ist so unaufdringlich, so wehrlos in unserer Zeit, dass er verschwindet. Er kommt sozusagen nicht mehr vor. Man bemerkt ihn kaum noch. Die meisten Menschen unserer westlichen Welt leben so, als wäre er nicht da. Ein französischer Theologe hat jüngst gemeint, wir müssten uns mit einem gewissen Nutzlosigkeits-Status Gottes in unserer Zeit abfinden.

Erfahren wir Gott so, wie wir im Psalm 29 beten: „Der Herr zerschmettert die Zedern des Libanon, die Stimme des Herrn wirbelt Eichen empor“? Erfahren wir Gott so, wie wir im Mose-Lied (Ex 15) beten:“ Der Herr ist ein Krieger, Rosse und Wagen warf er ins Meer. Deine Rechte, Herr, zerschmettert den Feind; du strecktest deine Hand aus, da verschlang sie die Erde …“? Diese Worte sind – in einem tieferen Verständnis – nicht ungültig geworden. Sie sind ein ursprünglicher, bildhafter Ausdruck für eine Wirklichkeit in Gott, nämlich dass er der absolute Herr, der Allmächtige ist, Herr des Himmels und der Erde.

Und doch: mir will scheinen, als gebe es so eine Art „Evolution“ in der Gottesoffenbarung. Dieser Gott, der in den ältesten Psalmen noch beschrieben wird mit Bildern der Gottkönige von Ägypten und Babylon, dieser Gott, der Rosse und Wagen ins Meer schleudert, ist auch bei Jesus von Nazareth der Herr des Himmels und der Erde, der allmächtige Gott. Aber – und ich finde dies ist das Bewegendste in de Religionsgeschichte überhaupt – dieser Gott ist bei Jesus Christus der, der seine Allmacht zur wehrlosen Liebe werden lässt. Dieser Gott Jesu Christi zeigt seine Macht darin, dass er als wehrlose Liebe der Rettende wird. Dieser Gott wird anschaubar in dem hilflosen Kind, das in der Krippe liegt. Dieser Gott wird anschaubar in dem Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird und seinen Mund nicht auftut. Diese Ohnmacht der wehrlosen Liebe Gottes besiegt alles, besiegt den Tod. Es ist das abgründige Geheimnis Gottes, dass er, der Allmächtige, der absolute Herr, als Liebe retten will – und wahre Liebe ist wehrlos; aber ihre Wehrlosigkeit ist stärker als der Tod. (…)

Der Deus semper major, der je größere Gott, wird in seiner Kenosis, seiner Entäußerung, zum Deus semper minor, zum je Geringeren. Er wird zum Kind. Er wird zu dem Gott, der heute gleichsam verschwindet, der wie unauffindbar wird, mit dem die Menschen machen, was sie wollen, die Theologen und die Atheisten, der Mann auf der Straße und die Medien auf allen Kanälen; zu dem Gott, der ohnmächtig in der Welt ist, der nicht mit seiner Allmacht von außen eingreift. Er wird zur wehrlosen Liebe, und sie ist stärker als alles, stärker als der Tod.

Woher weiß ich das? Ich sehe es am Mysterium des Kindes. Ich sehe es an Jesus Christus, dem Gekreuzigten, dem wehrlos-ohnmächtigen, welcher der Auferstandene ist, der Lebendige. Der Sieger über den Tod!

Man darf diese wehrlose Liebe nicht missverstehen. Sie ist nichts Schwächliches, Weichliches, Kernloses. Was sie in Wahrheit ist, kann man allein an Jesus lernen, der mit großer Entschiedenheit auftritt, kompromisslos. Der das Schwert-Wort gesprochen hat: „Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert!“. Der den Knecht des Hohenpriesters zur Rechenschaft zieht: „Warum schlägst du mich!“ Der aber dann in Freiheit zulässt, dass die Menschen mit ihm machen was sie wollen. Gott ist der Allmächtige, aber seine Allmacht läuft gleichsam wie aus einem Gefäß aus, sich verströmend in der Gestalt der wehrlosen Liebe.

Sieht es auf der Welt und in der Geschichte so aus, als gelange die wehrlose Liebe Gottes an ihr Ziel? Als käme sie durch? Es ist, als würde sie geradezu verschüttet und zum Verschwinden gebracht unter einer Lawine von Vergesslichkeit und Gewalt.

Und doch wartet sie darauf, in der Weise der wehrlosen Liebe, erkannt, aufgenommen zu werden. Sie sucht mit den Augen der Sehnsucht die Landschaft der Menschengeschichte ab, wo sich eine Tür, ein Herz auftut, damit sie eintreten kann, und damit an dieser Stelle die Verwandlung beginnen kann. Was Jesus von sich selber sagt, das sagt die wehrlose Liebe Gottes: „Die Füchse haben ihre Höhlen, die Vögel ihre Nester, der Menschensohn hat nichts, wohin er sein Haupt legen kann!“ (Lk 9, 58). Wo ist Raum für die wehrlose Liebe? Ist alles vollgestellt mit Haben, Macht, Angst, Enge?

Die wehrlose Liebe sucht den Ort, sucht das Herz, wo sie ankommen kann. „Ich sagte zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief: Hier bin ich, hier bin ich! Den ganzen Tag streckte ich meine Hände aus … Ich wäre zu finden gewesen für die, die nicht nach mir suchten“ (Jes. 65).

Aber er ruft mit leiser, wehrloser Stimme – „Du bist der Leiseste von allen“ (Rilke) -, so dass nur einer es wahrnehmen kann, der selber still geworden ist, „arm“ geworden ist, ein stilles Herz hat. Gott in unserer Zeit: Dem wird etwas von Gott  aufgehen, der weiß, dass ER die wehrlose Liebe ist.

Bild: Francisco de Zurbarán: Lamm Gottes

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Ein besonderer Kreuzweg

Zwischen 1933 und 1936 schuf der damals noch junge Kölner Künstler Peter Strausfeld einen Kreuzweg für die Kirche des Dominikanerklosters St. Albert in Walberberg bei Bonn, das von 1934 bis 1974 die Albertus-Magnus-Akademie als Philosophisch-Theologische Hochschule der deutschen Dominikaner beherbergte. Nach Auflösung des Klosters 2007 kam der Kreuzweg ins Dominikanerkloster St. Bonifaz in Mainz. Der mutige Künstler lässt Hitler, Goebbels, Mussolini, Trotzki und andere zeitgenössische Gestalten zwischen Wehrmachtssoldaten und anderen Schaulustigen in seinem Kreuzweg auftreten, der während des Krieges versteckt wurde und erst danach wieder gezeigt werden konnte.

  1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt

Bericht über den Kreuzweg: www.kirchenzeitung.de/jesus-geraet-unter-die-nazis

Fotos: peter strausfeld kreuzweg

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Einkehrtag zum Hochfest des hl. Josef in Landsberg

Einkehrtag am 17. März 2018

Am Vortag des 5. Fastensonntags fand ein Einkehrtag der Gruppe München-Landsberg im Kloster der Dominikanerinnen in Landsberg statt. Über 40 Teilnehmer kamen zusammen, um sich anlässlich des Hochfestes des Hl. Josef am 19. März mit dem Thema „Sein Schweigen ist der Rede wert“ unter der Leitung von Domkapitular Msgr. Franz-Reinhard Daffner mit dem Leben und der Bedeutung des Nährvaters der Heiligen Familie zu beschäftigen. Im Hebräischen bedeutet der Name Josef „Gott fügt hinzu“ und so war der Hl. Josef nicht nur Ernährer, sondern auch Erzieher, Lehrer und vor allem Beschützer von Jesus. Aus diesem Grund wurde der Hl. Josef 1870 auch zum „Patron der ganzen katholischen Kirche“ ernannt und bereits seit dem Jahr 1479 ist der 19. März der offizielle Festtag des Heiligen.

Im Mittelpunkt des Besinnungstages stand das Evangelium zum Hochfest des Hl. Josef nach Mt 1, 18-25: „Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus.“

Abgerundet wurde der Einkehrtag noch mit einer Zeit der eucharistischen Anbetung, der Feier der Hl. Messe und gemütlichem Beisammensein. Wir wünschen allen einen gesegneten Josefstag!

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Versprechen in Wien

Die Wiener Fraternität wächst! Am Samstag, den 10. März legte eine Novizin der Gemeinschaft im Rahmen der Vesper in der Dominikanerkirche Maria Rotunda ihr einjähriges Versprechen ab. Wir gratulieren ihr sehr herzlich und wünschen ihr alles Gute und Gottes Segen!


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Heimgang eines Missionars

Im Alter von 88 Jahren ist am 3. Februar der Klausener Dominikanerpater Adalbert Sprinkmeier verstorben. In seinem langen Leben war er unter anderem 26 Jahre in Bolivien und drei Jahre in Kuba als Missionar tätig.
Seit Ende 1999 war er Mitglied der Dominikanerkommunität im Wallfahrtsort Klausen. Schon in den 1950er Jahren war Pater Adalbert zur Aushilfe in Klausen und dachte sich schon damals, dass hier ein guter Ort für den Ruhestand wäre.
Der Dominikaner hat das geistliche Leben im Wallfahrtsort und in den umliegenden Pfarrgemeinden fast 20 Jahre mit gestaltet und war als Seelsorger und Priester ein gesuchter Gesprächspartner. Nach dem plötzlichen Tod des Pfarrers P. Heinz-Josef Babiel übernahm er für fast ein dreiviertel Jahr die Pfarrverwaltung in der Kirchengemeinde Maria Heimsuchung in Klausen.

Am Abend des 3. Februar verstarb er im Cusanus-Stift in Kues. Am Freitag, dem 9. Februar um 14:30 Uhr wird (inzwischen wurde) für ihn in der Wallfahrtskirche Klausen das Sterbeamt gehalten. Seine letzte Ruhe wird er auf dem Priesterfriedhof des Wallfahrtsortes finden. Möge der Herr ihm seine treuen Dienste mit dem Ewigen Lohn lohnen!

Pater Adalbert Sprinkmeier OP wurde am 22. Juli 1929 in Oberhausen geboren. Er stammt aus einer religiösen Familie und nannte Priester schon seit seiner frühen Kindheit als Berufswunsch. „Wenn der Priester bei uns in der Kirche mit seinem goldfarbenen Gewand zelebrierte, dachte ich, da ist der liebe Gott persönlich“, erinnert er sich. In Walberberg (zwischen Köln und Bonn) hat er Theologie studiert und kam nach seiner Priesterweihe am 25. Juli 1956 nach Celle. 1958 brach er auf nach Bolivien. Dorthin ist er 26 Tage mit dem Schiff unterwegs gewesen und blieb 26 Jahre. In dem Andenland wirkte er als Pfarrer, Lehrer, Regionalvikar, Exzerzitienmeister oder ganz praktisch als Entwicklungshelfer, Sanitäter und als Ersatzbürgermeister.
Anschließend war er zunächst wieder in Walberberg Ansprechpartner für die Studenten des Ordens. Danach wurde er Seelsorger der Dominikanerinnen von Arenberg bei Koblenz. Es folgten drei Jahre nochmals als Missionar in Kuba. Beiden Ländern Südamerikas, in denen er so segensreich tätig war, blieb er zeitlebens durch persönliche Kontakte und Reisen eng verbunden.
Wegen gesundheitlicher Probleme kam er schließlich nach Deutschland zurück und erhielt 1999 einen Anruf aus Klausen, von Pater Heinz-Josef Babiel, der ihn gerne im Wallfahrtsort haben wollte. Am 22. Dezember des Jahres traf er dort ein. Kurze Zeit später starb Pater Babiel, aber Pater Adalbert blieb als, wie er sagt, „Gehilfe“ der jeweiligen Pfarrer und Wallfahrtsrektoren von Klausen. Die Pilger und die Gottesdienstbesucher der Wallfahrtskirche schätzten seine Ansprachen und seinen Charme mit denen er den Menschen begegnete. Unermüdlich blieb er als Prediger und Seelsorger seinem dominikanischem Charisma verbunden. Ein letzter großer Höhepunkt war für ihn und für alle, die ihm verbunden waren die Feier des diamantenen Priesterjubiläums, das er im Sommer 2016 feiern konnte.
Vielen Schwestern innerhalb und außerhalb des Predigerordens hielt Pater Adalbert bis weit ins hohe Alter Exzerzitien und religiöse Wochen. Gerne vertrauten die Menschen sich ihm als Beichtvater an. Noch in seinen letzten Monaten in Bernkastel-Kues hörte er zahlreiche Beichten.

Text und  Bild von der Facebookseite der Teutonia, wo noch viele andere Bilder aus dem Leben von P. Adalbert zu finden sind.

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Aschermittwoch 1218

Von einem Aschermittwochswunder vor 800 Jahren hat heute die deutsche Ausgabe der Catholic News Agency berichetet:

Der Heilige Dominikus, Gründer des Ordens der Prediger (1170-1221)
Foto: CNA via Claudio Coello/Wikimedia (Gemeinfrei)

Wir wünschen allen unseren Lesern eine gesegnete Fastenzeit

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Jahresgedächtnis der verstorbenen Eltern

Die Catholic News Agengy (CNA) berichtet in einem Beitrag vom 11. Februar  von der Tradition der Dominikaner am 7. Februar für ihre verstorbenen Eltern zu beten.

CNA berichtet, dass Dominikaner generell das Gebet für die Toten pflegen. Sie beten  täglich für die an diesem Datum verstorbenen Mitbrüder, und ihre sind Priester gehalten , in der Messe der Mitbrüder  zu gedenken, die kürzlich verstorben sind.

P.  Thomas Petri, der akademische Dekan des Dominikanischen Studienhauses in Washington DC vermutet, dass die Gepflogenheit für die verstorbenen Eltern zu beten, darin begründet ist, dass der Dominikanerorden  anders als anderen Orden, die Vorstellung abgelehnt hat, dass die Brüder die Verbindungen zu ihren Familien abbrechen, „wie Menschen die tot sind und im Dienst an der Kirche auferstehen“.

Trotz ihrer völligen Hingabe an die Mission des Ordens respektieren die Dominikaner die Tatsache, dass sie ohne ihre Eltern nicht geboren worden und keine Predigerbrüder geworden wären.

Im Proprium des Ordens ist der 7. Februar dem „Jahresgedächtnis der verstorbenen Väter und Mütter“ gewidmet.  Es wird im Rahmen einer hl. Messe begangen. Jede Gemeinschaft kann jedoch unter Wahrung der allgemeinen Normen in einer geeigneten Form im Stundengebet das Jahrgedächtnis berücksichtigen. Der Text dazu lautet: In dieser gemeinsamen Eucharistiefeier begehen wir das Gedächtnis  unserer verstorbenen Eltern, die uns vorausgegangen sind, bezeichnet mit dem Siegel des Glaubens, und die nun ruhen in Frieden. So kommt unsere dominikanische Familie der Verpflichtung gegenüber den Eltern nach. Ihnen sind wir im Leben wie im Tod verbunden, die uns das Leben geschenkt und uns so oft zur Nachfolge Christi angeleitet und aufgefordert haben.

Oration: Herr, unser Gott, du hast uns geboten, Vater und Mutter zu ehren und ihnen dankbar zu sein. Sei unseren Eltern gnädig. Schenke ihnen dein Erbarmen, vergilt ihnen alles Gute, das sie uns getan haben, und gib, dass wir sie einst in der ewigen Heimat wiedersehen. Darum bitten wir durch Jesus Christus , unseren Herrn.

Bild: aus dem CNA-Betrag. Pope Francis celebrates Mass for Dominicans at the Basilica of St. John Lateran. Credit: Daniel Ibanez

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