Lichtworte – abends im Advent

Schon seit Jahren finden zum Freiburger Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz während der Adventszeit täglich um 17.30  ökumenische Adventsimpulse in der Dominikanerkirche  St. Martin statt, die unter dem Thema „Lichtworte – abends im Advent“ stehen.

Dieses Jahr werden sie von der City Pastoral der Dominikaner und der Evangelischen Stadtkirchenarbeit gemeinsam verantwortet.  An den Wochenenden bieten außerdem die Dominikanischen Laien einen Präsenzdienst in der Kirche an. Die  „ Lichtworte“ finden große Resonanz unter den Besuchern des Weihnachtsmarkts.

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ECLDF- Adventskalender: 1. Kerze

Der Europäische Rat der Dominikanischen Laiengemeinschaften (ECLDF) hat in diesem Jahr zu einer besonderen Adventsaktion aufgerufen, die sich „Courronne d’Avent“ – Adventskranz – nennt.  Dominikanische Laien aus ganz Europa haben Texte oder Videos zur Verfügung gestellt, die die adventliche Erwartung und das Weihnachtsfest zum Thema haben. Heute beginnen wir mit einem Beitrag aus Belgien.

Übersetzung:

PP: Die Geburt Jesu Christi ist etwas noch nie Dagewesenes – in einem Stall in eine Krippe gelegt. Wer hätte gedacht, dass der Retter der Welt in solcher Armut geboren werden würde? Eine vornehmere Umgebung wäre passender gewesen. Und der Ausgang war völlig unsicher: Maria war fast verstoßen worden. Sie ging für eine Weile zu ihrer Cousine Elisabeth – hat sie dort Zuflucht gesucht?

DO: Ich finde diese Geschichte ganz besonders bewegend -eine sehr junge Frau, zum ersten Mal schwanger, die die tiefgreifende Umwälzung in ihrem Körper und ihrer Seele durchmacht, verursacht durch eine Geburt, die sich in ihr vorbereitet. Und das unter schwierigen Umständen: Ablehnung, Verständnislosigkeit. Es ist schön, sich vorzustellen, das die Worte des Erzengels Gabriel beiden Frauen geholfen haben. Maria wird immer dargestellt als diejenige, die ihrer Cousine zu Hilfe eilte, um ihr zu Diensten zu sein. Aber wer war wem zu Diensten? Was kann schöner sein als diese beiden Frauen, die sich gegenseitig helfen, die Jüngere bestimmt flinker, währen die Ältere weisen Rat gibt. Die beiden Frauen ganz allein angesichts dieses wachsenden Lebens – Maria beginnt ihre Schwangerschaft ohne die Unterstützung eines Vaters und Elisabeth durchlebt ihre ohne die verbale Unterstützung ihre Mannes, der durch die unglaubliche Situation mit Stummheit geschlagen wurde.

PP: Und dann, schon ziemlich nahe an der Geburt, macht sich das Paar auf den Weg nach Bethlehem. Keine gute Idee, wenn man sich eine einfache Geburt einer ausgeruhten Mutter unter günstigen Umständen wünscht. Obendrein, erzählt uns Lukas, dass die Geburt unter prekären Umständen stattfindet, ohne angemessenen Unterkunft und ohne Annehmlichkeit. Alles scheint sic gegen diese Geburt zu wenden. Aber das Leben gewinnt die Oberhand über alles! Das Kind ist geboren und lebt! Das Leben siegt! In unseren Pfarreien in Belgien wurde die Armut der Geburt Christi lange Zeit mit der extremen Armut in unseren Regionen assoziiert worden. Die Vorschläge der Kirche für den Advent wurzeln in der Solidarität mit den Armen als Vorbereitung für uns, Christus Willkommen zu heißen. Deshalb werden Spendenaufrufe organisiert für Organisationen, dei den Bedürftigen helfen.

DO: Ich finde diese bevorzugte Option für die Armen so schwierig. Wir vermeiden oft die Konfrontation zwischen unserem Wohlstand und den Armen, die uns von Christus als unsere Brüder und Schwestern gegeben sind. Der Weg durch den Advent könnte vor allem eine Bekehrung des Herzens sein.

PP: In der tat! Für mich bedeutet der Advent vor allem, Solidarität mit den Armen zu zeigen, indem wir selbst arm werden, so dass wir wirklich auf das Kommen Christi warten, darauf dass Christus einen Platz in uns selbst hat. Advent bedeutet, uns zu reinigen, um Ihn willkommen zu heißen, unsere weißen Kleider anzuziehen, um an dem Fest teilzunehmen, das seine Ankunft unter uns feiert. Advent bedeutet, uns Gott zuzuwenden, unsere alten Kleider auszuziehen, um das Leben in Fülle zu leben. Das klingt ähnlich wie der Weg auf Ostern zu, wo auch auch alles gegen Christi Überleben verschworen scheint. Aber das Leben siegt!

Nativity icon by Jacques Noé, from the St Dominic and St John fraternity (Liège). Website: http://www.iconoe.be/

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Versprechensfeier und Aufnahme in Freiburg

Am  vergangenen Samstag, dem 17. November, konnte sich die Dominikanische Laiengemeinschaft Jordan von Sachsen in Freiburg über die erste zeitliche Profess ihres Novizen Markus Maria Mössner freuen.

Das Ereignis wurde mit dem Konvent mit einem gemeinsamen Mittagessen gefeiert.

Anschließend wurde im Rahmen der Non Michael Benedictus Keilbach ins Noviziat aufgenommen.

Gemeinsam mit der DLG in Freiburg gratulieren wir beiden sehr herzlich dazu!

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Ein mobiler Mann

Am 15. November feiert der Predigerorden das Fest des Hl. Albert des Großen, Bischof, Kirchenlehrer, Patron der Naturwissenschaftler, Patron der süddeutsch-österreichischen Ordensprovinz

Albert, schon von seinen Zeitgenossen „der Große“ genannt, wurde um 1200 in Lauingen ander Donau geboren. Er studierte in Padua, wo er einen Onkel hatte und trat dort 1223 in den Dominikanerorden ein. Die Predigten des sel. Jordan von Sachsen hatten ihn dazu bewogen. Wenig später kam er nach Köln , um seine Studien abzuschließen.

Nach seiner Priesterweihe war Albert Lektor in Hildesheim, Freiberg in Sachsen, Regensburg und Straßburg. Schließlich erhielt er 1243 einen der beiden Lehrstühle des Ordens an der Pariser Universität. Anfang 1245 wurde er zum Magister der Theologie promoviert und 1248 zum ersten Regens des neu errichteten Studium generale in Köln ernannt. Sein berühmtester Schüler war Thomas von Aquin, dessen große Begabung er als erster erkannte und förderte.

Von 1254 – 1257 war er Provinzial der Ordensprovinz Teutonia. Wegen seiner Klugheit und Gerechtigkeit wurde Albert oftmals zum Schiedsrichter in öffentlichen und privaten Streitfragen bestellt, so im Streit zwischen der Stadt Köln und dem Erzbischof von Köln. 1260 kam er dem Wunsch des Papstes nach, die Leitung des Bistums Regensburg zu übernehmen. 1262 legte er das Amt nieder, um als einfacher Ordensmann ins Kloster zurückzukehren.

Albert nahm seine Studien wieder auf und lebte in den folgenden Jahren in Würzburg, Straßburg und Köln. In Köln lehrte und schrieb er noch bis zwei Jahre vor seinem Tod. Er starb in Köln am 15. November 1280.

Albert, „Doctor Universalis“ genannt, beherrschte das ganze philosophische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Er erschloss dem christlichen Abendland die Welt der aristotelischen Philosophie. Den Zeitgenossen muss er, der Mann, der alles wusste, geradezu unheimlich vorgekommen sein. Erst am 16. Dezember 1931 wurde Albert der Große heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.

Das Grab des heiligen Albert befindet sich in der Krypta der St. Andreas-Kirche in Köln. Seit 1947 betreuen Dominikaner aus der Ordensprovinz Teutonia diese Kirche. Anlässlich des 700. Todestages am 15.November 1280 besuchte Papst Johannes Paul II. das Grab des hl. Albertus Magnus, um dort zu beten und seine Verehrung für den Heiligen zu bekunden.

Eine umfassende Reportage über den hl. Albert und seine verschiedenen Lebensstationen ist hier zu finden.

Aus dem Proprium des Predigerordens

Bild: Albertus magus vor dem Lauinger Rathaus

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Dritter Weltkongress der Dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima: ein Bericht

Vom 4. bis 10. Oktober fand die dritte Internationale Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaften statt. Diese Versammlung trifft sich nur etwa alle 10 Jahre und ist für die Dominikanischen Laien von großer Bedeutung. Hier berichtet Volker Nebel,  einer der Delegierten unserer Provinz, über die Tage in Fatima:

Eine Wegbeschreibung hatte ich vorab bekommen und einen Zeitplan für jeden Tag, sonst nichts. Im Bus von Lissabon nach Fátima traf ich Margret Burkart, Präsidentin der Norddeutschen Provinz, und sie wusste auch nicht mehr. Der ECLDF, der Europäische Rat der Laien-Dominikaner, hatte sich vor einem Jahr im Gästehaus der Dominikanerinnen in Fátima getroffen, wir waren in einem Hotel untergebracht.

Dort wurde ich als erstes auf Deutsch begrüßt, von Konrad, der 1962 nach Kanada ausgewandert war und jetzt als Mitglied der kanadischen Delegation hier war. Beim Abendessen saß ich neben María, die von sich behaupten konnte, gleich dreimal dominikanisch zu sein: dem Herrn gehörend, Mitglied einer Dominikanischen Laien-Fraternität und in der Dominikanischen Republik lebend. Die weiteste Anreise hatten die beiden Australier, aber nicht die längste: Eine Frau aus Kamerun berichtete, dass sie eine Woche gebraucht hatte, um nach Fátima zu kommen. In Kamerun herrscht Bürgerkrieg.

„Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ war das Motto dieser dritten internationalen Versammlung der Dominikanischen Laien-Fraternitäten und auch das Thema einer der Kommissionen. Die Berichte aus Kamerun, wo die Regierung Krieg gegen die englischsprachige Minderheit führt, und aus Venezuela, das von seinen Bürgern verlassen wird, weil es nichts mehr zu kaufen gibt, machten deutlich, dass diese Themen von fundamentaler Bedeutung sind, auch wenn sie in Europa und Nordamerika inzwischen als altmodisch gelten.

Jeder Delegierte arbeitete in einer der Kommissionen, die es zu den folgenden Themen gab: „Regeln und Statuten“, „Predigt und Gebet“, „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, „Ausbildung“, „Kommunikation und Finanzen“, „Promotoren und Assistenten“ und „Die Dominikanische Familie“. Einer aus jeder Kommission musste die Arbeit des Sekretärs übernehmen und die Ergebnisse der Kommission dem Plenum vorstellen. Dort wurde darüber nochmals beraten, Änderungsvorschläge gemacht und schließlich abgestimmt. Die meisten Vorschläge fanden schließlich die Zustimmung des Plenums und werden hoffentlich bald in den Akten der Versammlung veröffentlicht werden.

Im Plenum gesprochen wurde in den drei Sprachen des Ordens: Englisch, Spanisch und Französisch. Damit jeder alles verstehen konnte, hatten wir drei Dolmetscher, zwei Schwestern und ein Pater, und jeder bekam Kopfhörer und einen Empfänger, auf dem er zwischen den drei Sprachen wählen konnte. Das funktionierte, war aber nicht immer einfach. So konnten die Übersetzer keine Zwischenrufe hören, die nicht ins Mikrophon gesprochen wurden, und manches Detail ging verloren. Die Kommission über die Ausbildung war so groß, dass sie sich in eine englisch- und eine spanisch-sprechende Gruppe geteilt hatten, um anschließend zu vergleichen und zusammenzusetzen, was sie erarbeitet hatten.

Ein normaler Arbeitstag begann um 9 Uhr mit Laudes und Messe. Um 10 Uhr folgte ein Vortrag, danach ging jeder in seine Kommission, die bis zum Mittagessen und dann ab 15 Uhr wieder arbeiteten. Um 17 Uhr versammelte sich das Plenum, um die Vorschläge aus den Kommissionen zu hören und abzustimmen.

Um 19 Uhr war Vesper und um 20 Uhr endete der offizielle Teil mit dem Abendessen. Da wir im Lauf der Tage mit der Arbeit in Verzug kamen, wurden Messe und Vortrag 30 Minuten früher gehalten, und die Vesper fiel mehrfach aus.

P. Bruno Cadoré, unser Ordensmeister, wollte eigentlich die ganze Zeit dabei sein, wurde aber vom Papst zu einer Synode verpflichtet. Er kam in der Nacht von Freitag auf Samstag und blieb bis Sonntag Nachmittag. Er sprach zu uns vom „Tisch des Ordens“ als einem Symbol unserer Gemeinschaft, dass Dominikus „Bruder“ genannt werden wollte und dass diese Brüderlichkeit der Weg sei, miteinander vertraut zu sein. Dafür sei es wichtig, von einander zu wissen: Was du machst, betrifft uns! (An dieser Stelle sei angemerkt, dass aus der Ordenskurie mehrere Brüder und eine Schwester teilnahmen.) Außerdem erzählte er von einem Bruder, der aus dem kommunistischen Ungarn nach Frankreich geflohen war und durch seinen Akzent ein Außenseiter im Konvent blieb. Als einmal der Novizenmeister zu den Novizen über das Predigen sprach, schaltete er sich ein und meinte, so zu predigen, das sei Propaganda. Was unterscheidet unsere Predigt von der Propaganda? Nach den Worten von Bruno ist es das Mitgefühl, das wir für unsere Mitmenschen haben.

P. Vivian Boland sprach über die verschiedenen Aspekte der Ausbildung im Dominikaner-Orden, genauer über die neue Ratio Formationis Generalis der Brüder, die stärkeren Wert auf die Ausbildung durch die Gemeinschaft und auf die lebenslange Weiterbildung legt. Die Ausbildung nimmt vier Aspekte in Blick: die menschliche Ausbildung, die religiöse oder spirituelle, die intellektuelle und die apostolische.

S. Lissie Aviles und P. Aristide Basse sprachen über „Ökologie und die Sorge für die Schöpfung“, ihre Präsentation und ihre Texte finden sich, wenn man ihre Namen und das Wort Präsentation anklickt.

Duncan MacLaren, Laiendominikaner aus Glasgow und Mitglied der Internationalen Dominikanischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, sprach über eine Dominikanische Sicht auf gesamtheitliche menschliche Entwicklung. Seine Beobachtung ist, dass in unseren Pfarreien die einen beten und andere sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen, und schlug vor, die beiden Gruppen zusammenzubringen. Unser Tun richte sich nach dem Muster „Sehen, Beurteilen, Handeln“ oder auch „Beobachten, Analysieren, theologisch Reflektieren, Entscheiden, Handeln, Auswerten“. Dabei sei es wichtig, die Auswertung den Betroffenen zu überlassen, denn die Armen sind nicht die Objekte unserer Ideen, sie entscheiden selber über ihre Entwicklung. Die Armen lehren uns das Evangelium, nicht anders herum.

P. Gerald Stookey sprach unter dem Titel „Christus ist unser Friede (Eph 2,17)“ über Jesus Christus, sein Mitgefühl für uns Menschen und warum wir uns für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.

Das eigentliche Ergebnis der Versammlung, also die Vorschläge aus den Kommissionen, denen das Plenum zugestimmt hat, werden derzeit von P. Rui und den Mitgliedern des ICLDF zusammengestellt, übersetzt und dann veröffentlicht. Ich möchte diesen Männern und Frauen, deren Weisheit, Offenheit und Freundlichkeit ich zu schätzen gelernt habe, und unseren portugiesischen Gastgebern danken für ihre viele Arbeit, die sie für die Laiendominikaner getan haben und tun. Anstrengend waren die Tage gewesen. Trotzdem hielten die Südamerikaner am letzten Abend noch eine kleine Konferenz in der Bar ab, während P. Gerald Stookey auf dem Flügel alte deutsche Volkslieder spielte, die er von seiner Mutter kannte. Als wir am Mittwoch Morgen von Fátima aufbrachen, da regnete es zum ersten Mal, wie wenn der Himmel die Saat begießen wollte, die wir gesät hatten, damit sie aufgeht und in den Fraternitäten Früchte bringen wird.

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Kolloquium „Sacra Praedicatio“ – Our Challenge in a fragile Europe

Vom 1. bis zum 4. Oktober fand in Köln das Kolloquium “Sacra Praedicatio“ statt. 45 Teilnehmer aus Europa, den USA und von den Philippinen kamen zusammen um sich über die Frage der Predigt auszutauschen. Am ersten vollständigen Tagungstag gab es Impulsvorträge mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde von Frau DR. Anette Schavan und fr. Timothy Radcliffe OP.

Frau Dr. Schavan legte den Schwerpunkt auf die Notwenigkeit eines Perspektivwechsels in Europa, hin zu weniger Angst, mehr Menschenwürde und mehr Toleranz. Der frühere Ordensmeister fr. Timothy Radcliffe OP wählte als Thema „Sacra Praedicatio sein. Was bedeutet das für die dominikanische Familie“. Fr. Timothy analysierte die Trends in den europäischen Gesellschaften hin zu Misstrauen, Angst und verschwindender Dialogfähigkeit. Gegenpol könnte seiner Auffassung nach die geschwisterliche Verbundenheit im Orden der Predigerbrüder sein.

Am zweiten vollen Tagungstag standen sieben Workshops im Mittelpunkt. Fünf Schwestern, ein Frater und ein dominikanischer Laie haben aus ihren je eigenen Perspektiven von eigenen Verkündigungserfahrungen berichtet. Anschließend wurden die Ergebnisse des Kolloquiums gesammelt und wichtige Punkte festgehalten.

Das Kolloquium war eine bereichernde Zeit, die von guten und beeindruckenden Impulsen, freundschaftlichem Miteinander und großem Interesse aneinander geprägt war. Egal ob in den Vorträgen, den Workshops, den Gebetszeiten oder dem abendlichen Miteinander.

Weitere Informationen können hier gefunden werden:

http://www.dpnop.org/europe-2018/

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Internationaler Kongress der Dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima

Vom 4. bis 10. Oktober findet in Fatima die dritte Internationale Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaften statt. Diese Versammlung trifft sich nur etwa alle 10 Jahre und ist für die Dominikanischen Laien von großer Bedeutung. Dort besteht die einmalige Gelegenheit Erfahrungen und Nachrichten mit unseren Ordensgeschwistern aus aller Welt auszutauschen. Drängende Themen des Ordens und der Weltkirche werden beraten und die Versammlung ist gewissermaßen auch die Legislative  für die Dominikanischen Laien, denn sie ist berechtigt die Statuten (innerhalb der Vorgaben der Ordensstatuten und des Kirchenrechts) zu ändern. Wir sehen also spannenden tagen entgegen und bitten um das begleitende Gebet. Auch unsere Provinz ist durch die Präsidentin und einen weiteren Delegierten vertreten. Diejenigen, die Englisch, Franzöisch oder Spanisch lesen können, finden auf der internationalen Website der DLG tagesaktuelle Berichte. Wir werden uns hier auch um regelmäßige Updates bemühen

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Gedächtnis der Schmerzen Mariens

Ein Maria-Schmerzen-Bildnis in der Kirche St. Martin von  Weinfeld, einem Ort am Weinfelder  Maar in der Eifel. Heute gehört die Kirche, eine der ältesten in der Eifel, zu Schalkenmehren, denn der Ort Weinfeld musste wegen der Pest aufgegeben werden.

 

Hl. Albertus Magnus (um 1200-1280)

Über die Natur des Guten,

Die beiden Pole der Welt

Es gibt zwei Dreh- und Angelpunkte des Himmels, um die sich der ganze Himmel bewegt: das sind die beiden Pole. Der eine ist der Erlöser, der sich im Zentrum befindet, denn in ihm ist nur Licht und keine Finsternis ist in ihm; der andere ist der Schoß, in dem er Fleisch angenommen hat. Um diese beiden Pole dreht sich der Himmel, mit Hilfe der Fürbitte leistenden Mutter und jener des Erlösers am Kreuz. Denn durch die Fürbitte Mariens und durch den Leib und das Blut des Erlösers übt der Herr seine Gerechtigkeit über die Völker aus. Die Achse der Barmherzigkeit, die die Welt erhält, dreht sich um diese beiden Dreh- und Angelpunkte oder Pole, da wir durch die Mutter Zugang zum Sohn und durch den Sohn Zugang zum Vater haben. So geleitet, haben wir keinerlei Angst, es könne uns die Versöhnung verweigert werden. Diese beiden Sterne, diese Dreh- und Angelpunkte oder Pole des Himmels, bewegen sich nicht; um sie herum dreht sich, wie um zwei unerlässliche Fixpunkte, die ganze Weite des Himmels.

 

Als deine Mutter, o Wort,
dich mit Nägeln ans Kreuz geheftet sah,
da ward ihre Seele
mit den Nägeln bitterer Trauer und mit Pfeilen verwundet.
Als dich, du Süßigkeit aller, die Mutter erblickte
wie du mit bitterem Tranke getränkt wardst,
rannen aus ihren Augen bittere Ströme von Tränen.
Furchtbar bin ich verwundet.
Mein Inneres zerreißt es, o Wort,
da deinen ungerechten Tod ich schaue,
so sagte die Allheilige weinend.
Wehe, Simeons Weissagung ist nun erfüllt;
denn dein Schwert, o Emmanuel,
durchbohrte mein Herz.

Aus einem ostkirchlichen Hymnus

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Pater Clemens Wehrle verstorben

Am 28. August verstarb P.Clemens Wehrle, langjähriges Mitglied des Wiener Konvents. Der Herr gewähre ihm die ewige Ruhe und das Ewige Licht leuchte ihm. Die Beisetzung findet am Montag, 3. September um 17.30 Uhr in der Wiener Dominikanerkirche S. Maria Rotunda statt.

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Spät habe ich dich geliebt

Am 28. August feiert der Predigerorden das Fest des hl. Augustinus, nach dessen Regel er lebt. Von ihm ist das Wort überliefert, aus dem der Titel stammt:

Spät habe ich dich geliebt, du Schönheit, alt und ewig neu, spät habe ich dich geliebt. Du hast gerufen und geschrien und meine Taubheit durchbrochen.

Augustinus, 354 in Tagaste in Afrika geboren, wurde von seine Mutter Monika im christlichen Glauben erzogen. Als Student entfernte er sich vom Glauben und verfiel der Irrlehre der Manichäer. Er war Lehrer der Rhetorik in Mailand. Durch die Predigten des heiligen Ambrosius wurde er zum Glauben bekehrt und empfing mit 33 Jahren die Taufe.
Augustinus kehrte 388 nach Afrika zurück und errichtete in Tagaste ein Kloster. 391 empfing er durch Bischof Valerius von Hippo die Priesterweihe. Von Valerius erhielt Augustinus 395 auch die Bischofsweihe und wurde später sein Nachfolger als Bischof von Hippo. Er starb am 28. August 430 in Hippo.
Für seine Klöster, die Augustinus gegründet hat, schrieb er um 397 eine Regel, die zu den ältesten Mönchsregeln überhaupt gehört. Die Kanonikerreform des 12. Jahrhunderts griff auf diese Regel zurück und ergänzte sie durch Konstitutionen und Gebräuche. So wurde die Augustinusregel zur geistlichen Grundlage zahlreicher Ordensgemeinschaften.
Als Innozenz III. dem heiligen Dominikus auftrug, mit seinen Brüdern eine anerkannte Regel zu wählen, da übernahmen sie die Augustinusregel. In der Professformel versprechen die Dominikaner auch heute noch den Gehorsam gemäß der Regel des heiligen Augustinus und den Konstitutionen des Ordens der Predigerbrüder.

(aus dem Proprium der Predigerbrüder)

Magne Pater Augustine,
Preces nostras suscipe
Et per eas Conditori
Nos placare satage:
Atque rege gregem tuum,
Summum decus praesulum.
Amatorem paupertatis
Te collaudant pauperes:
Assertorem veritatis
Amant veri judices:
Frangis nobis favos mellis,
De Scripturis disserens.
Quae obscura prius erant
Nobis plana faciens,
Tu de verbis Salvatoris
Dulcem panem conficis,
Et propinas potum vitae
De Psalmorum nectare.
Tu de vita clericorum
Sanctam scribis regulam,
Quam qui amant et sequuntur
Viam tenent regiam,
Atque tuo sancto ductu
Redeunt ad patriam.
Regi regum salus, vita,
Decus, et imperium:
Trinitati laus et honor
Sit per omne saeculum,
Quae concives nos adscribat
Supernorum civium.

 

Großer Vater Augustinus, höre gnädig unser Flehn,
lass beim Schöpfer durch Dein Bitten, Heil uns und Versöhnung sehn.
Du, der Hirten schönste Zierde, wollst voran der Herde gehn!

Auch als Liebhaber der Armut, lobt Dich ja der Armen Heer,
und gerechte Richter lieben, Dich als starke Wahrheitswehr.
Honigwaben brichst Du für uns, aus der Offenbarung hehr!

Was vorher dunkel verborgen, machst Du sichtbar offen kund,
Süße Speise richtest Du uns, von Worten aus Erlösermund.
Durch den Trank vom Psalmennektar, machst Du unsre Seel gesund!

Für die Diener des Altares, setzt Du eine Regel auf,
die sie lieben und ihr folgen, enden siegreich ihren Lauf;
steigen unter Deiner Führung, zu den Zionshöhn hinauf!

Heil und Leben, Macht und Preise, Dir dem König aller Zeit.
Lob und Ehre sei auf ewig, der heilgen Dreifaltigkeit;
möge Er uns zu sich nehmen, in die ewge Seligkeit!

Übersetzung hier

Bild : Sarkophag des hl. Augustinus in San Peitro in Ciel d’Oro in Pavia;

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