Brief des Heiligen Vaters an den Meister des Predigerordens

anlässlich des 800. Todestages des heiligen Dominikus von Caleruega

An Bruder Gerard Francisco Timoner, O.P., Generalmeister des Predigerordens

Praedicator Gratiae: unter den Titeln, die dem heiligen Dominikus zugeschrieben werden, ragt der Titel „Prediger der Gnade“ heraus, weil er mit dem Charisma und der Sendung des von ihm gegründeten Ordens übereinstimmt. In diesem Jahr, in dem sich der Todestag des heiligen Dominikus zum achthundertsten Mal jährt, schließe ich mich gerne dem Dank der Predigerbrüder für die geistliche Fruchtbarkeit dieses Charismas und dieser Sendung an, die sich in der reichen Vielfalt der dominikanischen Familie zeigt, die im Laufe der Jahrhunderte gewachsen ist. Mein Gebetsgruß und meine guten Wünsche gelten allen Mitgliedern dieser großen Familie, die das kontemplative Leben und das apostolische Wirken ihrer Nonnen und Ordensschwestern, ihrer Priester- und Laienbruderschaften, ihrer Säkularinstitute und ihrer Jugendbewegungen umfasst.

Im Apostolischen Schreiben „Gaudete et Exsultate“ habe ich meine Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass „jeder Heilige eine Sendung ist, die vom Vater dazu bestimmt ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte einen bestimmten Aspekt des Evangeliums widerzuspiegeln und zu verkörpern“ (Nr. 19). Dominikus reagierte auf die dringende Notwendigkeit seiner Zeit, nicht nur das Evangelium neu und lebendig zu verkünden, sondern auch ein überzeugendes Zeugnis für seine Aufforderung zur Heiligkeit in der lebendigen Gemeinschaft der Kirche zu geben. Im Geiste aller wahren Reformen strebte er eine Rückkehr zur Armut und Einfachheit der ersten christlichen Gemeinschaft an, die sich um die Apostel scharte und ihrer Lehre treu blieb (vgl. Apg 2,42). Gleichzeitig veranlasste ihn sein Eifer für das Heil der Seelen, ein Korps engagierter Prediger zu bilden, deren Liebe zur Heiligen Schrift und Integrität des Lebens den Verstand erleuchten und die Herzen mit der lebensspendenden Wahrheit des göttlichen Wortes erwärmen konnte.

In unserer Zeit, die von epochalen Veränderungen und neuen Herausforderungen für die Evangelisierungssendung der Kirche geprägt ist, kann Dominikus somit als Inspiration für alle Getauften dienen, die als missionarische Jünger aufgerufen sind, jede „Peripherie“ unserer Welt mit dem Licht des Evangeliums und der barmherzigen Liebe Christi zu erreichen. Als Papst Benedikt XVI. von der immerwährenden Aktualität der Vision und des Charismas des Heiligen Dominikus sprach, erinnerte er uns daran, dass „im Herzen der Kirche immer ein missionarisches Feuer brennen muss“ (Audienz vom 3. Februar 2010).

Dominikus‘ große Berufung war es, das Evangelium der barmherzigen Liebe Gottes in seiner ganzen rettenden Wahrheit und erlösenden Kraft zu verkünden. Als Student in Palencia lernte er die Untrennbarkeit von Glaube und Nächstenliebe, Wahrheit und Liebe, Integrität und Barmherzigkeit kennen. Wie uns der selige Jordan von Sachsen berichtet, verkaufte Dominikus, berührt von den vielen Menschen, die während einer schweren Hungersnot litten und starben, seine wertvollen Bücher und gründete mit beispielhafter Güte ein Zentrum für Almosen, wo die Armen gespeist werden konnten (Libellus, 10). Sein Zeugnis von der Barmherzigkeit Christi und sein Wunsch, denjenigen, die unter materieller und geistiger Armut litten, ihren heilenden Balsam zu bringen, inspirierte die Gründung Ihres Ordens und prägte das Leben und Apostolat zahlloser Dominikaner zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten. Die Einheit von Wahrheit und Nächstenliebe fand vielleicht ihren besten Ausdruck in der dominikanischen Schule von Salamanca und insbesondere im Werk von Bruder Francisco de Vitoria, der einen Rahmen des internationalen Rechts vorschlug, der auf den universellen Menschenrechten beruht. Dies wiederum bildete die philosophische und theologische Grundlage für die heldenhaften Bemühungen der Brüder Antonio Montesinos und Bartolomé de Las Casas auf dem amerikanischen Kontinent und von Domingo de Salazar in Asien, die Würde und die Rechte der einheimischen Völker zu verteidigen.

Die Botschaft des Evangeliums von der unveräußerlichen Würde des Menschen als Kind Gottes und Mitglied der einen Menschheitsfamilie fordert die Kirche in unserer Zeit heraus, die Bande der sozialen Freundschaft zu stärken, ungerechte wirtschaftliche und politische Strukturen zu überwinden und sich für die ganzheitliche Entwicklung jedes Einzelnen und jedes Volkes einzusetzen. In Treue zum Willen des Herrn und geleitet vom Heiligen Geist sind die Jünger Christi aufgerufen, bei allen Bemühungen mitzuwirken, „um eine neue Welt zu schaffen, in der wir alle Brüder und Schwestern sind, in der Platz für all jene ist, die von unserer Gesellschaft verstoßen werden, in der Gerechtigkeit und Frieden herrschen“ (Fratelli Tutti, 278). Möge der Orden der Prediger heute wie damals an der Spitze einer erneuerten Verkündigung des Evangeliums stehen, die zu den Herzen der Männer und Frauen unserer Zeit sprechen und in ihnen den Durst nach dem Kommen des Reiches Christi in Heiligkeit, Gerechtigkeit und Frieden wecken kann!

Der Eifer des heiligen Dominikus für das Evangelium und sein Wunsch nach einem wahrhaft apostolischen Leben veranlassten ihn, die Bedeutung des gemeinsamen Lebens zu betonen. Der selige Jordan von Sachsen erzählt uns, dass Dominikus bei der Gründung seines Ordens „nicht Subprior, sondern Bruder Dominikus“ genannt werden wollte (Libellus, 21). Dieses Ideal der Brüderlichkeit sollte in einer inklusiven Form der Leitung zum Ausdruck kommen, in der alle entsprechend ihrer jeweiligen Rolle und Autorität durch das System der Kapitel auf allen Ebenen am Prozess der Unterscheidung und Entscheidungsfindung teilhaben. Dieser „synodale“ Prozess ermöglichte es dem Orden, sein Leben und seine Sendung an die sich verändernden historischen Kontexte anzupassen und gleichzeitig die brüderliche Gemeinschaft zu bewahren. Das Zeugnis der evangelischen Brüderlichkeit als prophetisches Zeugnis von Gottes letztem Plan in Christus für die Versöhnung und Einheit der gesamten Menschheitsfamilie bleibt ein grundlegendes Element des dominikanischen Charismas und ein Pfeiler der Bemühungen des Ordens, die Erneuerung des christlichen Lebens und die Verbreitung des Evangeliums in unserer Zeit zu fördern.

Zusammen mit dem heiligen Franz von Assisi verstand Dominikus, dass die Verkündigung des Evangeliums, verbis et exemplo, den Aufbau der gesamten kirchlichen Gemeinschaft in brüderlicher Einheit und missionarischer Nachfolge mit sich bringt. Das dominikanische Charisma der Verkündigung floss schon früh in die Gründung der verschiedenen Zweige der größeren dominikanischen Familie ein und umfasste alle Lebensbereiche der Kirche. In den folgenden Jahrhunderten fand es in den Schriften der heiligen Katharina von Siena, in den Gemälden des seligen Fra Angelico und in den caritativen Werken der heiligen Rose von Lima, des seligen Johannes Macias und der heiligen Margareta von Castello einen beredten Ausdruck. Auch in unserer Zeit inspiriert sie weiterhin die Arbeit von Künstlern, Gelehrten, Lehrern und Vermittlern. In diesem Jubiläumsjahr dürfen wir nicht versäumen, an die Mitglieder der dominikanischen Familie zu erinnern, deren Martyrium selbst eine kraftvolle Form der Verkündigung war. Oder an die zahllosen Männer und Frauen, die nach dem Vorbild der Einfachheit und des Mitgefühls des heiligen Martin de Porres die Freude des Evangeliums an die Peripherien der Gesellschaften und unserer Welt gebracht haben. Ich denke dabei insbesondere an das stille Zeugnis der vielen Tausend dominikanischen Terziaren und Mitglieder der dominikanischen Jugendbewegung, die die wichtige und in der Tat unverzichtbare Rolle der Laien im Werk der Evangelisierung widerspiegeln.

Anlässlich des Jubiläums der Geburt des heiligen Dominikus in das ewige Leben möchte ich den Predigerbrüdern in besonderer Weise für ihren herausragenden Beitrag zur Verkündigung des Evangeliums durch die theologische Erforschung der Geheimnisse des Glaubens danken. Indem er die ersten Brüder an die entstehenden Universitäten in Europa schickte, erkannte Dominikus, wie wichtig es ist, den künftigen Predigern eine solide theologische Ausbildung zu vermitteln, die auf der Heiligen Schrift beruht, die die von der Vernunft aufgeworfenen Fragen respektiert und die zu einem disziplinierten und respektvollen Dialog im Dienste der Offenbarung Gottes in Christus bereit ist. Das intellektuelle Apostolat des Ordens, seine zahlreichen Schulen und Hochschulen, seine Pflege der heiligen Wissenschaften und seine Präsenz in der Welt der Kultur haben die Begegnung zwischen Glaube und Vernunft angeregt, die Vitalität des christlichen Glaubens gefördert und die Mission der Kirche, Verstand und Herzen zu Christus zu führen, vorangebracht. Auch in dieser Hinsicht kann ich nur meine Dankbarkeit für die Geschichte des Ordens im Dienst des Apostolischen Stuhls erneuern, die auf Dominikus selbst zurückgeht.

Bei meinem Besuch in Bologna vor fünf Jahren hatte ich das Glück, einige Augenblicke im Gebet vor dem Grab des heiligen Dominikus zu verbringen. Ich betete in besonderer Weise für den Predigerorden und erflehte für seine Mitglieder die Gnade der Beharrlichkeit in der Treue zu ihrem Gründungscharisma und zu der großartigen Tradition, deren Erben sie sind. Indem ich dem Heiligen für all das Gute dankte, das seine Söhne und Töchter in der Kirche vollbringen, bat ich als besonderes Geschenk um eine beträchtliche Zunahme von Priester- und Ordensberufungen.

Möge die Feier des Jubiläumsjahres die Predigerbrüder und die gesamte dominikanische Familie mit einer Fülle von Gnaden beschenken und einen neuen Frühling des Evangeliums einleiten. Mit großer Zuneigung empfehle ich alle, die an den Jubiläumsfeierlichkeiten teilnehmen, der liebevollen Fürsprache Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz und eures Patriarchen, des heiligen Dominikus, und erteile ihnen herzlich meinen Apostolischen Segen als Unterpfand für Weisheit, Freude und Frieden im Herrn.

FRANZISKUS

Rom/vom Heiligen Johannes im Lateran

24. Mai 2021

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Von Maria lernen – der Marienmonat Mai

Bild: Restaurierung eines Marienmosaiks – Peter Weidemann, pfarrbriefservice.de

Der christliche Glaube braucht Konkretion. Viele Dinge, die unser Christsein und den Glauben ausmachen, wurden von Heiligen und Seligen Menschen auf Grundlage der Bibel und der Tradition der Kirche vorgelebt. An ihnen können wir uns in Zeiten der Ungewissheit orientieren. Dieser Tage beginnt der Marienmonat Mai. Er stellt uns Maria als eine der bedeutendsten Begleiterinnen des Sohnes Gottes vor. Was können wir von Maria für unser Leben lernen?

Maria war eine Frau aus dem Volke, so wird es in einem Kirchenlied gesungen. Wie wir musste sie den Pilgerweg des Glaubens gehen. Wenn man das Alte und das Neue Testament liest, fällt auf, dass Maria in der Reihe von alttestamentlichen Prophetinnen gesehen werden kann. Bei der Verkündigung der Geburt Jesu wird sie vom Engel als Repräsentantin Israels angesprochen („Tochter Zion“ – Zef 3,14-17) und in ihrer Lebensführung nimmt sie die Seligpreisungen aus dem Neuen Testament vorweg (Mt 5, 3-11). Doch das „stieg ihr nicht zu Kopf“, sie blieb bodenständig und mit der Wirklichkeit der Welt vertraut. 

Maria weicht auch nicht von der Stelle Jesu, als dieser stirbt (Joh 19, 25-27). Sie ist seine Mutter und geht jedes Wegstück des Lebens Jesu mit. Vom Kreuz herab vertraut Jesus seine Mutter dem Lieblingsjünger Johannes an, der in diesem Bibeltext symbolisch für alle Menschen steht. Maria ist nicht nur Mutter Gottes, sondern wird damit auch Mutter aller Christen, die in der Kirche leben. Sie ist ansprechbar für die Nöte und Sorgen der Menschen und treu zu Gott. Auch in den schweren Stunden weicht sie nicht von der Stelle Jesu. 

Maria ist zudem nicht nur etwas für Katholiken. Martin Luther liefert 1521 in seiner Auslegung des Magnifikats ein gutes Beispiel von dem, was evangelische und reformatorische Lehre ausmacht: allein aus Gnade und allein aus Glaube wird Maria von Gott ausgewählt. Im freien Gehorsam und Glauben lässt sie sich auf Gott ein. Sie verweist immer auf Jesus Christus als den Heiland und Erlöser (Joh 2,5). Ihre Beziehung zu Jesus ist beispielhaft. 

In Maria begegnet uns eine Person der Bibel und der kirchlichen Tradition, die Helferin für die Menschen und Vorbild des Christen sein kann. Ihr Leben zeigt, wie der Glaube an Jesus Christus Farbe und Gestalt gewinnt: Bodenständig, hilfsbereit, realitätsnah, mit der Welt vertraut, treu und offen für Gott. 

Herr T. Zimmermann OP

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Louis-Marie Grignion de Monfort – Gedenktag am 28. April

Die Sorge um am den Rand gedrängte Menschen erfüllte Grignion (1673-1716) in besonderer Weise. Der französische Priester sah in der Bildung den Ausweg aus der Armut. Darum gründete er 1715 in der Hafenstadt La Rochelle am Atlantik eine Schule für arme Kinder. Dieser Aufgabe widmete sich auch die von ihm 1703 gegründete Gemeinschaft der „Töchter der Weisheit“; die sogenannten Montfortschwestern pflegten zudem Kranke. In der Krankenseelsorge war Grignion selbst im westfranzösischen Poitierstätig.Der von den Zeitgenossen sogenannte „gütige Pater von Montfort“ missionierte zudem im Nordwesten Frankreichs. Als Priesterterziar im Dominikanerorden predigte er dort bei zahlreichen Volksmissionen. Sein Ansatz war die beständige Erinnerung an die eigene Taufe und das darin gegebene Versprechen. Dieses Anliegen, sich Christus durch das Gedächtnis der Taufverpflichtungen zu weihen, hob Papst Johannes Paul II. 1987 als Montforts Vermächtnis hervor. Bereits 1888 war er selig und 1947 heilig gesprochen. In Köln ist ihm eine Kirche geweiht, an der Monfortianer wirken, eine Gemeinschaft, deren Mitglieder vor allem in Südamerika, Afrika und Indien für Behinderte und in Elendsvierteln tätig sind.

Herr Norbert Schmeiser OP

Der Artikel erschien in der Zeitschrift Gottesdienst, 54. Jahrg., Heft 9, 27.4.2020.

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Das neue Präsidium stellt sich vor

Wie bereits berichtet, hat der Provinzrat am 19.2.2022 nach dem Rücktritt unseres bisherigen Präsidenten Horst Waibel neu gewählt. Hier möchten wir uns kurz vorstellen:


Volker Nebel – Präsident
Mein erster Kontakt zum Orden war Br. Raymond Bertheaux OP aus Kalifornien, den ich 1992 in Rom kennenlernte und mit dem ich bis zu seinem Tod 2011 befreundet war. Dem Orden beigetreten bin 2012 und gehöre zur Fraternität in Freiburg. Ich liebe das Stundengebet, das ich bei meiner Ausbildung zum C-Kirchenmusiker kennenlernte.
Wichtige Glaubenserfahrungen habe ich mich als Pilger auf dem Jakobsweg gemacht, den ich mit einer Gruppe aus meiner Pfarrgemeinde 2002 – 2017 gegangen bin.

Volker Nebel


Melanie Delpech – Stellvertretende Präsidentin
Melanie war die erste Präsidentin der Fraternität „Jordan von Sachsen“ in Freiburg und zugleich 2011 – 2019 unsere erste Provinzpräsidentin.


Gabriele Panec – Beisitzerin
Gabriele war die erste Präsidentin der Laiengemeinschaft „Maria Magdalena“ in Wien. Zusammen mit Melanie arbeitet sie in der AG Ausbildung am Prozess der Fusion mit der Teutonia.


Christine Seibold – Kassiererin
Christine leitet seit vielen Jahren die Gruppe in Bamberg. Sie und Horst Waibel sind unsere Vertreter in der AG Finanzen.


Catherine Lewis – Schriftführerin
Catherine lebt in Graz und leitet seit kurzer Zeit die Laiengemeinschaft „Maria Magdalena“ in Wien.


P. Dr. Philippe-André Holzer OP – Promotor für die Laien
P. Philippe-André Holzer war lange Jahre Professor für Philosophie am Angelicum, der Hochschule unseres Ordens, in Rom. Derzeit lebt und lehrt er in Fribourg in der Schweiz.


Unsere Amtszeit endet mit der Amtszeit des Provinzrats am 3.10.2023.

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Neues Buch aus der Reihe „Dominikanische Quellen und Zeugnisse“

Die Bücher der Reihe „Dominikanische Quellen und Zeugnisse“ stellen historisch bedeutsame wie
auch relevante zeitgenössische Persönlichkeiten des Predigerordens vor. Sie erschließen das zentrale
Themenfeld dominikanischer Spiritualität und Mystik und machen es für heutige Leserinnen und Leser
fruchtbar. Dabei zeigt der Blick in die mehr als 800-jährige Geschichte von Dominikanerinnen
und Dominikanern, wie sich in den gegenwärtigen Prozessen spiritueller Aufbrüche und globaler
Urbanisierung zahlreiche Felder finden lassen, in denen Menschen auch in säkularen Zeiten aus
Verbundenheit mit Gott immer noch verantwortet über Gott sprechen können.

Zum 11. April 2022 erscheint ein neues Buch in dieser Reihe mit dem Titel „Giorgio La Pira
Evangelium und politisches Engagement“ von Pietro Domenico Giovannoni und Marco Pietro Giovannoni.


12,5 x 20,5 cm | 320 Seiten | Gebunden
€ 28,00 (D) / € 28,80 (A)
ISBN 978-3-451-39251-1
Erscheint am 11. April 2022

Ein Preisnachlass für Mitglieder der dominikanischen Familie ist auf Anfrage möglich.

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Briefe von unseren Geschwistern aus der Ukraine

Über P. Marek (Freiburg i. Br.) wurden uns Briefe aus dem Vikariat in der Ukraine zugespielt, die wir gerne mit euch teilen wollen. Sobald weitere Berichte eingehen, werde ich sie hier verlinken.

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Gebetsaufruf um Friede

Bild: International Fahne Flagge – Kostenloses Foto auf Pixabay

Wir schließen uns dem Aufruf des European Council of Lay Dominican Fraternities an und wollen um Friede in und für die Ukraine beten.

Wie folgt können Sie am Gebet teilnehmen:

1. Beginn mit dem Kreuzzeichen (Bekreuzigung)

2. Glaubensbekenntnis sprechen

3. Sieben Mal als Einheit hintereinander gesprochen: a) Vater unser, b) Gegrüßet seist du Maria und c) Ehre sei dem Vater

4. Gebet des Hl. Franziskus

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

4. Stilles Gebet

5. Gebet um Friede des Hl. Johannes Paul II.

Herr Jesus Christus, der der Fürst des Friedens genannt wird,
der selbst unser Friede und unsere Versöhnung ist,
der so oft gesagt hat: „Friede sei mit euch“, gewähre uns Frieden.
Mache alle Männer und Frauen zu Zeugen der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der brüderlichen Liebe.
Verbanne aus ihren Herzen, was auch immer den Frieden gefährden könnte.
Erleuchte unsere Herrscher, damit sie das große Geschenk des Friedens garantieren und verteidigen können.
Mögen alle Völker auf der Erde Brüder und Schwestern werden.
Möge der ersehnte Friede aufblühen.

Amen.

6. Abschluss: Ehre sei dem Vater. Amen.

Der Ablauf kann auch auf anderen Sprachen auf folgender Website abgerufen werden: Prayer for peace in Ukraine – ECLDF

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Provinzratssitzung mit Wahl

Vom 18. bis zum 20. Februar 2022 hat in Augsburg der Provinzrat unserer Provinz getagt. Ort der Tagung war das Gästehaus der Benediktiner, welches uns freundlich aufgenommen hat. Da wegen der weiterhin herausfordernden Coronalage nicht alle persönlich anwesend sein konnten, gab es die Möglichkeit via Zoom an der Sitzung teilzunehmen. Schwerpunkte dieser Sitzung waren Wahlen in das Provinzpräsidium, Fragen der Fusion mit der Provinz Teutonia, Gruppenberichte, das Assembly des ECLDF und der Studientag 2022.

Wahlen
Volker Nebel (Heidelberg) wurde im Rahmen der Provinzratssitzung als neuer Präsident gewählt. In das Amt der Stellvertreterin wurde Melanie Delpech (Freiburg) gewählt. Als weitere Beisitzerin wurde Gabriele Panec (Wien) gewählt. Mit der Schriftführerin Catherine Lewis (Wien) und der Kassiererin Christine Seibold (Bamberg) bilden sie nun das Präsidium der dominikanischen Laiengemeinschaften der Provinz des hl. Albert in Süddeutschland und Österreich. Wir danken allen für ihren bisherigen Dienst und erbitten für alle Präsidiumsmitglieder den Segen Gottes.

Fusion
Der Zusammenschluss zweier Provinzen ist eine Herausforderung für alle. Es bedarf vieler Absprachen und Klärungen um nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Leben, zu einer echten Gemeinschaft zu werden. Vier Arbeitsgruppen beschäftigen sich seit einigen Monaten mit den Themen Direktorium, Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzen. Die Arbeitsgruppen haben über ihre sehr unterschiedlichen Erfahrungen berichtet und es wurde über einige Herausforderungen beraten. Allen engagierten Brüdern und Schwestern beider Provinzen wünschen wir ganz besonders den Heiligen Geiste, damit Lösungen und Ideen gefunden werden, die unser Gemeinschaftsleben künftig stärken und fördern.

Gruppenberichte
Wie in jeder Sitzung des Provinzrates gab es kurze Berichte über die Lage in den Gruppen. Auch wenn die Situationen sehr unterschiedliche sind, hat sich die Herausforderung der Corona-Monate durch alle Berichte gezogen. Die Gruppen sind auf ihre je eigene Art damit umgegangen und freuen sich jetzt darauf wieder mehr Gemeinschaftsleben haben zu können.

ECLDF
Vom 12. – 17.8.2022 wird das Assembly der europäischen Laiengemeinschaften in Vilnius (Litauen) stattfinden. Motto ist Europe – Land of Missions, bei dem sich die Teilnehmenden mit der Frage nach dem Umgang mit der immer stärker werdenden Säkularisierung unseres Kontinents auseinandersetzen werden. Außerdem wird ein neuer ECLDF gewählt. Seit 2017 ist Felix Hoffmann im ECLDF. Jede Provinz kann, basierend auf Größe und Zahl der Fraternitäten, Delegierte senden. Interessierte Brüder und Schwestern können sich über das Präsidium melden. Eine Mail mit Informationen dazu wird zeitnah über das Provinzpräsidium verschickt.

Studientag 2022
Vom 30.9. bis 3.10.2022 findet in Bühl ein Studientag statt, der sich mit verschiedenen Aspekten der Predigt dominikanischer Laien beschäftigt. Dabei soll ein Blick in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft geworfen werden. Eingeladen sind wieder beide deutschsprachigen Provinzen. Eine Einladung mit detaillierten Informationen folgt demnächst.

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Ehemaliger Provinzpromotor P. Paul Schäfersküpper verstorben

Am 31. Dezember wurde unser ehemaliger Provinzpromotor P. Paul Schäfersküpper tot aufgefunden. Obwohl er krank war, kam sein Tod für uns sehr überraschend. P. Paul hat in seiner zugewandten Art als Pfarrer, Schausteller- und Tourismussseelsorger wie auch als Prior von Augsburg und Graz vielen Menschen die frohe Botschaft gebracht und die Freude am Glauben auch ausgestrahlt, was viele Nachrufe deutlich zum Ausdruck bringen. Er war zwischen November 2013 und Januar 2019 der Provinzpromotor der Dominikanischen Laien unserer Provinz, also geistlicher Begleiter und Bindeglied zwischen uns und dem Brüderzweig unseres Ordens.

Die Beerdigung von P. Paul in Essen findet am Samstag, 8.1., um 9 Uhr in St. Dionysius in Essen-Borbeck statt. Anschließend wird er auf dem nahen kath. Friedhof an der Hülsmannstrasse im Priestergrab beigesetzt. Requiescat in pace!

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Hoher Besuch bei der Dominikanischen Laiengemeinschaft „Unsere Liebe Frau von Rosenkranz“ in Regensburg

Nachdem wir uns bis Juli mit Videokonferenzen begnügt hatten, sollte der 8. August 2021 erstmals wieder ein gemeinsames Fest werden. Es gab ja auch einiges zu feiern: Nicht nur unseren Ordensgründer und das Wiedersehen untereinander, sondern auch das dreijährige Versprechen von Maria Laetitia (Elke Völcker) OP, das letztes Jahr nur im kleinsten Rahmen begangen werden konnte. Den gemütlichen Teil hatten wir damals auf eine unbekannte, bessere Zukunft verschoben, und ahnten damals nicht, wie großartig das Fest ausfallen würde…

Für  das Wochenende des 8. Augusts sagte sich der Ordensmeister zu Besuch bei den Nonnen in Regensburg an; die Begegnung mit unserer Gruppe wurde für den Sonntagnachmittag geplant. Alle warteten gespannt auf den hohen Gast. Er kam sogar ein bisschen zu früh, strahlte eine tiefe Glaubensfreude aus und schuf mit seiner einfachen, freundlichen Art eine Atmosphäre der frohen Brüderlichkeit. Er interessierte sich für die Situation jedes Einzelnen von uns und freute sich spürbar über die Begegnungen. Nach einer langen Zeit der Begrüßung hielt er uns eine Ansprache über das kürzlich erschienene „Schreiben von Papst Franziskus an Bruder Gerard Francisco Timoner OP“ mit dem Titel „Praedicator gratiae“, nachzulesen im Osservatore Romano Nr. 32 (13. August 2021) Seite 8. Das Schreiben liegt erst neuerdings in deutscher Sprache vor, in anderen Sprachen wurde es bereits am 24. Mai 2021 veröffentlicht, anlässlich des Festes der Translatio des hl. Dominikus.

In seiner Ansprache fasste der Ordensmeister den Kern des dominikanischen Charismas in ergreifende Worte. Schon der Titel des päpstlichen Dokumentes, so sagte er, enthält sowohl das Charisma als auch die Sendung unseres Ordens: Wir sind Prediger der Gnade: Gesandt, um die Gnade zu predigen; und wir haben das Charisma der Predigt, also die Gnade, zu predigen. Dabei kann das Predigen sehr unterschiedliche Formen annehmen, was der Ordensmeister an vielen Beispielen aufzeigte. Er nannte die Schriften der hl. Katharina von Siena, die sprudelnde Lebensfreude des Pier Giorgio Frassati, die Kunstwerke des Fra Angelico sowie auch Werke der Nächstenliebe und des Einsatzes für Gerechtigkeit und Frieden, und das intellektuelle Wirken an den Universitäten. Und die ersten Verkünder des Glaubens sind die Eltern.

Außerdem machte uns Bruder Gerard Timoner darauf aufmerksam, dass in „Predicator gratiae“ alle Zweige des Dominikanerordens explizit erwähnt sind. Die Laien und die Jungendbewegungen sind genannt und gewürdigt, was eine wichtige Neuheit ist, denn schließlich stellen die Laien den größten Teil des Ordens dar, was gerade am Beispiel von Vietnam überdeutlich wird.

Wir sind unserem Ordensmeister zutiefst dankbar für diesen Besuch, bei dem das dominikanische Charisma bei uns wieder neu lebendig geworden ist. Mit neuer Begeisterung gehen wir nun in unsere gemeinsame Zeit!

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