Erster gemeinsamer Studientag der Provinzen in Deutschland und Österreich

Am vergangenen Wochenende fand in Zeitz im Bistum Magdeburg in der dortigen Domgemeinde St. Peter und Paul der erste gemeinsame Studientag der Dominikanischen Laiengemeinschaften der Provinz Teutonia und der Provinz des Hl. Albert von Süddeutschland und Österreich statt.

In Anlehnung an die derzeit in der Moritzburg stattfindende Sonderausstellung zum Thema „Dialog der Konfessionen; Bischof Julius Pflug und die Reformation“ war der Dialog der Konfessionen auch das Thema unseres Studientages. Eingeladen hatten die Dominikanischen Laiengemeinschaften der Provinz von Süddeutschland und Österreich durch Herrn Felix Hoffmann OP, ein Laiendominikaner aus unserer Fraternität in Freiburg. Felix ist seit sechs Jahren in der Dompfarrei zu Zeitz als Gemeindereferent tätig.

Leider folgten nur drei Mitglieder der DLG in der Provinz von Süddeutschland und Österreich der eigenen Einladung nach Zeitz, jedoch nahmen dafür glücklicherweise 19 Dominikanische Laien und Brüder der Provinz Teutonia die Einladung an, so dass 22 Mitglieder der deutschsprachigen Dominikanischen Familie sich an diesem Wochenende zusammen fanden. Alle die dazu kamen, haben ein sehr gut organisiertes und inhaltsreiches Programm erleben dürfen.

Nach der gemeinsamen Vesper in Dom am Freitagabend, besuchten wir in der Moritzburg ein Konzert der Musikschule Zeitz zu Ehren von Julius von Pflug. Danach gab es Zeit für erste Begegnungen und Gespräche.

Am Samstagmorgen versammelten wir uns um 9:00 Uhr zu Laudes und Messe ( Bild) im Dom.

Anschließend wurden wir durch den Dom geführt

und Felix berichtete zur Situation der Diasporagemeinde in Zeitz.

Nach der Pause folgte der erste sehr unterhaltsame und interessante dreiteilige Vortrag von P. Diethard Zils OP über die Voraussetzungen für einen wahren und fruchtbringenden Dialog.

Nach der Mittagspause folgte die zweite thematische Einheit. Aus der Dominikusgruppe Speyer, einer assoziierten Laiengemeinschaft, waren Carsten und Anette Schulze zu uns angereist. Carsten ist evangelischer Pastor im Ökumenischen Zentrum Frankenthal bei Worms in der Pfalz. Anette ist katholische Pastoralreferentin und Klinikseelsorgerin. Sie berichteten aus ihren eigenen Erfahrungen als Ehepaar und Eltern in einer interkonfessionellen Ehe und als hauptamtliche Angestellte in ihren jeweiligen Kirchen – Dialog der Konfessionen in der Lebenspraxis!

Danach hatten wir Gelegenheit zu einer sehr guten und informativen Führung durch die oben erwähnte Ausstellung in der Moritzburg.

Gerne hätten wir noch mehr Zeit gehabt, sie ein zweites Mal anzuschauen! Am Abend konnten wir unser Wissen über Bischof Julius von Pflug, den letzten katholischen Bischof von Naumburg, und seine Bemühungen um eine Reform der Kirche ohne Kirchenspaltung durch einen sehr lebhaften Diavortrag vom Herrn Roland Rittig aus Zeitz vertiefen.

Nach der Komplet gab es für besonders ausdauernde Teilnehmer die Möglichkeit zu einem Austausch über den Inhalt des Tages.

Abgerundet wurde das Wochenende mit der hl. Messe am Sonntagmorgen im gut gefüllten Dom.

Hauptzelebrant und Prediger war P. Diethard Zils OP. Reichlich beschenkt traten wir die Heimreise an. Wir vertrauen darauf, dass dies nicht unser letzter gemeinsamer Studientag war. Die Begegnungen zwischen Mitgliedern der beiden Provinzen an diesem Wochenende waren erste Schritten in Richtung einer vertieften Zusammenarbeit für die Zukunft.

Bedanken möchte ich mich besonders bei Felix für seine unermüdliche Arbeit an der Organisation und Durchführung dieses Studienwochenendes, die von ihm einen großen persönlichen Einsatz an Zeit und Energie forderte. Das Wochenende ist ihm wunderbar gelungen. Danke, Felix! Bedanken möchte ich mich auch bei den Referenten Carsten und Anette Schulze und P. Diethard Zils OP , dass sie die Zeit fanden, zu uns zu kommen und mitzuwirken. Unser Dank gilt auch P. Sebastian Annas, dem Promotor der Dominikanischen Laien in der Provinz Teutonia und P. Karl Meyer OP, dem geistlichen Assistenten der DLG in Hamburg, dass auch sie die Zeit finden konnten, dabei zu sein.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Gemeinde St. Peter und Paul für die Gastfreundschaft und ganz besonders an die drei Helfer, die bei der Bewirtung und bei Auf- und Abbau uns zur Seite standen bzw. alles für uns getan haben.

Melanie Delpech

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Nächste Woche Studientag

Vom 15.-17. September findet in Zeitz der provinzübergreifende Studientag der Dominikanischen Laien zum Thema „Dialog der Konfessionen“ statt, an den hier noch einmal erinnert werden soll. Im Zentrum steht Julius von Pflug, der letzte Bischof von Naumburg, der in den Reformationswirren um Verständigung der streitenden Parteien bemüht war.

In Zeitz wird zu diesem Thema eine bedeutende Ausstellung präsentiert, die während des Studientags besucht werden kann.

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Ein Buch über die Geschichte der Dominikanischen Laien.

In der neuesten Ausgabe der von unserer Nachbarprovinz Teutonia herausgegebenen Dominikanischen Zeitschrift für Glauben und Gesellschaft „Wort und Antwort“ findet sich die folgende Rezension eines im letzten Jahr erschienenen Buches zur Geschichte der Laien im Predigerorden. Der Rezensent ist Mitglied unserer Freiburger Fraternität.

Catherine Masson, Des laïcs chez les prêcheurs, de l’ordre de la pénitence aux fraternités laïques, une histoiredu tiers-ordre dominicain, Editions du Cerf Paris 2016, 296 S., Mit einem Vorwort von Bruno Cadoré

Die Historikerin C. Masson teilt ihre Geschichte der Laien im Predigerorden in vier Epochen ein: (1) Die Ursprünge vom 13. bis zum 15. Jahrh., (2) die Entwickung bis zum Ende des 18. Jahrh., (3) Überleben, Restauration und Entwicklung im 19. Jahrh. sowie (4) im 20. Jahrh. das Aufkommen eines vollkommen von Laien geprägten Engagements.

Masson siedelt die Ursprünge im „Orden von der Buße des hl. Dominikus“ in Italien an. Sie bettet die Entstehung dessen Regel in die Förderung der Verehrung Catherina von Sienas durch Thomas Caffarini ein. Infolge der Approbation durch Innozenz‘ VII. von 1405 finde sich die Bezeichnung „3. Orden“ in Generalkapitelsakten 1481 und 1484. Die dominikanische Observanzbewegung brächte die Regulierung für weite Teile des Laienzweiges mit Habit, gemeinsamen Gebetsrhythmen und Zusammenleben in Gemeinschaftshäusern mit sich. Es bildeten sich monastische Klöster aus, so dass es den regulierten und säkularen Zweig im 3. Orden gebe.

Für die folgenden 3 Jahrh. konzentriert Masson sich auf die Entwicklung in Frankreich: sie stellt einzelne Terziaren sowie Fraternitäten vor, schildert den Niedergang nach Revolution und Wiederaufbau. Im 20. Jahrh. habe sich der 3. Orden auf dem Hintergrund entstehender Laienwerke und theologischen Wandels zu einer mehr und mehr von Laien getragenen Bewegung entwickelt. Diese Veränderungen nutzte der Ordensmeister Gillet für dessen Weiterentwicklung und sprach ihm eine apostolische Berufung in der Welt als Mitarbeiter der Predigerbrüder zu. Die bis heute gültige Regel wurde von Laien 1985 in Montreal erarbeitet und vom Ordensmeister Burne bestätigt. Dieser Weg beinhaltete die Abschaffung der Bezeichnungen „1./2./3. Orden“ auf dem Generalkapitel von 1974 und der Etablierung des Ausdruckes „dominikanischen Laiengemeinschaften“.

Massons Einbettung der Entwicklung des französischen Laienzweiges in dessen eigene Entwicklung, die der dominikanischen Familie und in die Kirchengeschichte vor allem für das 13.-15. und 20. Jhrh. ist für die Aufbereitung der Geschichte der dominikanischen Laien wertvoll, der eher dezente wissenschaftliche Charakter des Buches erleichtert dessen Lesbarkeit, ein besonderer Schatz ist die Nennung wichtiger Laien – teilweise mit Kurzbiographien – sowie von Fraternitäten und Angaben über Mitgliederzahlen.

Herr Norbert Schmeiser OP

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Über die Chöre der Engel wurde die Jungfrau Maria erhoben. Freut euch, ihr Gläubigen, und preist den Herrn.

Nachdem Wir nun lange und inständig zu Gott gefleht und den Geist der Wahrheit angerufen haben, verkündigen, erklären und definieren Wir zur Verherrlichung des Allmächtigen Gottes, dessen ganz besonderes Wohlwollen über der Jungfrau Maria gewaltet hat, zur Ehre seines Sohnes, des unsterblichen Königs der Ewigkeit, des Siegers über Sünde und Tod, zur Mehrung der Herrlichkeit der erhabenen Gottesmutter, zur Freude und zum Jubel der ganzen Kirche, kraft der Vollmacht Unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer eigenen Vollmacht:

Die unbefleckte, immerwährend jungfräuliche Gottesmutter Maria ist, nachdem sie ihren irdischen Lebenslauf vollendet hatte, mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen worden.

Aus der Bulle Munificentissimus Deus erlassen von Papst Pius XII am 1. November 1950.

Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.

(Responsorium aus den Laudes des heutigen Tages)

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Der Mutige

In Ausgabe Nr. 31 des Konradsblattes  (Bistumsblatt der Erzdiözese Freiburg) erschien der folgende Beitrag über Ceferino Giménez Malla (Autorin: Maria Senoglu). Ceferino wurde als erster Roma von Johannes Paul II selig gesprochen.

Im Text wird Ceferinos Mitgliedschaft im Dritten Orden der Franziskaner erwähnt, doch wird er bei den Dominikanern ebenfalls als Mitglied von deren Dritten Orden verehrt. Die Mehrfachmitgliedschaft in Dritten Orden bzw Laienzweigen von Orden ist heute nicht mehr möglich, schloss sich jedoch damals nicht gegenseitig aus.

Möge er uns allen, Franziskanern wie Dominikanern, mit seinem Bekennermut und seinem Lebenszeugnis ein Vorbild und ein Fürsprecher sein.

 

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Heiliger Vater Dominikus

Am 8. August begeht der Predigerorden das Hochfest seines Gründers, des hl. Dominikus von Guzmán

Dominikus wurde um 1173 in Caleruega/Spanien geboren. Als er sieben Jahre alt war, übergaben ihn seine Eltern einem Onkel, der Priester war, zur geistlichen Erziehung und zur Vorbereitung auf seine Studien. Mit 14 Jahren begann er das Studium der Freien Künste und der Theologie in Palencia. 1196 empfing er die Priesterweihe. Diego, der Prior des Kapitels und spätere Bischof von Osma, nahm ihn in das Domkapitel auf. Hier führte Dominikus ein klösterliches Gemeinschaftsleben. 1201 wurde er Subprior des Kapitels.

Als Reisebegleiter seines Bischofs begegnete er in Südfrankreich der Irrlehre der Katharer und Waldenser. Zusammen mit seinem Bischof entschloß sich Dominikus im Jahre 1206, als Wanderprediger das Evangelium zu verkünden. Er predigte in Demut und Armut, durch sein Wort und Beispiel. Um das apostolische Leben zu unterstützen, gründete er ein Kloster für kontemplative Schwestern in Prouilhe (1206).

Nach Bischof Diegos Tod im darauffolgenden Jahr blieb Dominikus in Südfrankreich. In den folgenden Jahren schlossen sich ihm einige Gefährten an, die sich wie er der apostolischen Wanderpredigt widmen wollten, um den Glauben zu verkünden und viele Menschen zur Kirche zurückzuführen. 1215 gründete Dominikus in Toulouse die Gemeinschaft der Predigerbrüder. Mit seiner Gründung wollte er eine Antwort geben auf die tiefgreifende Krise der Kirche zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Er griff die radikalen Forderungen nach Armut und Wanderpredigt auf und gab ihnen einen Platz in der Kirche. Das apostolische Leben sollte die Brüder frei machen für die Arbeit als Prediger und Lehrer. Verkündigung und Predigt, die aus der Verbindung von Kontemplation und Studium erwachsen, sollten das Ziel seines Ordens sein. Thomas von Aquin formulierte später: contemplari et contemplata aliis tradere – in der Kontemplation leben und anderen die Früchte der Kontemplation weitergeben. Dominikus umschrieb seine Lebensform mit folgenden Worten: mit Gott oder von Gott sprechen; mit Gott in Gebet, Betrachtung, Studium und klösterlichem Leben, von Gott in Predigt, Lehre und Apostolat.

Am 22. Dezember 1216 nahm Papst Honorius III die Gemeinschaft des Dominikus unter seinen Schutz und bestätigte ihre Lebensordnung nach der Regel des hl. Augustinus. In einer Bulle aus dem Jahr 1217 erkannte der Papst den universalen Charakter des Ordens an, bestätigte Namen und Auftrag der Predigerbrüder und empfahl sie allen Bischöfen. Am 15. August 1217 sandte Dominikus seine Brüder von Toulouse aus in die großen Städte der damaligen Zeit: nach Paris, Rom, Bologna und nach Spanien. Dank des rastlosen Einsatzes des Gründers und seiner Brüder verbreitete sich der Orden innerhalb von fünf Jahren in ganz Europa. Auf den Generalkapiteln 1220 und 1221 in Bologna legte Dominikus die Grundlage der Verfassung des Ordens, die von seinem ersten Nachfolger, dem seligen Jordan von Sachsen, in eine feste Form gebracht wurde. Die kluge und ausgewogene Gesetzgebung des hl. Dominikus hat sich im Laufe der Jahrhunderte bewährt und gilt in ihren Grundzügen bis heute. Dominikus starb am 6. August 1221 im Konvent von Bologna. Papst Gregor IX hat ihn am 1234 in Rieti heiliggesprochen.

Dominikus wollte in Bologna in der Kirche des hl. Nikolaus „unter den Füßen der Brüder“ begraben sein. Als er am 6. August 1221 starb, bestatteten ihn seine Gefährten in einem einfachen Grab. Es wird überliefert, daß viele Kranke an seinem Grab Heilung und Gesundheit erhalten haben. Seine Brüder aber weigerten sich, diese Wunder anzuerkennen und erfüllten nicht das gegebene Versprechen. Durch einen Umbau des Klosters kam die Grabstätte ins Freie und war so den Einflüssen der Witterung ausgesetzt. Jordan von Sachsen war daher bestrebt, eine Übertragung des Leichnams an eine würdigere Stätte durchzusetzen. Unter Papst Gregor IX wurde in Anwesenheit des Erzbischofs Theodoricus von Ravenna in einer offiziellen kirchlichen Feier die Übertragung vorgenommen.

Es war am Pfingstdienstag 1233, zur Zeit, als das Generalkapitel in Bologna versammelt war. Die Gebeine des Dominikus wurden in einen kostbaren Marmorsarkophag gelegt. Es wird berichtet, daß beim Öffnen des Grabes ein wunderbarer Duft entströmte, „der allen klar zeigte, welch Wohlgeruch Christi dieser sei. Der Erzbischof zelebrierte das feierliche Hochamt. Und da es gerade der dritte Pfingsttag war, der strahlend aufging, stimmte der Chor den Eröffnungsvers an „Nehmt in Besitz die Wonne eurer Herrlichkeit“. Im selben Jahr begann der kanonische Heiligsprechungsprozeß, der am 3. Juli 1234 zur Heiligsprechung des Dominikus durch Papst Gregor IX führte. Der 6. Ordensmeister der Dominikaner, Johannes von Vercelli, ließ ein prächtiges Grabmal errichten und 1267 die Gebeine des hl. Ordensvaters dort beisetzen. *

Der Orden feiert die Übertragung der Gebeine des hl. Dominikus mit einem zweiten Hochfest am 24. Mai.

Unsere Konvente und Gemeinschaften begehen den 8. August als Hochfest, unter anderem mit einer Festmesse mit anschließender Agape und Ausstellung in Graz.

*Text von hier

Bilder: 1. Der hl. Dominikus an der Fassade des Regensburger Doms

2. Grabmal des hl. Dominikus zu Bologna (privat)

3. hier

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Studientag in Heidelberg


Der Veranstaltung ist Teil des regulären Studienprogramms der Dominikanischen Laiengemeinschaft Jordan von Sachsen in Freiburg

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Hl. Johannes Heer von Köln

Am 9. Juli gedenkt der Dominikaneroren des hl. Johannes Heer von Köln. Johannes wurde am Anfang des 16. Jahrhunderts in Köln geboren und trat dort in das Dominikanerkloster Heilig Kreuz ein. Seine Ordensoberen schickten ihn zur Zeit der Glaubensspaltung nach Holland. Die Katholiken dort erbaten für ihre verwaisten Pfarreien Ordensleute und Priester aus Deutschland für die Seelsorge. Über 20 Jahre war Johannes in der Pfarrei in Hoornar als Pfarrer tätig. Im Juni 1572 besetzte ein calvinistische Abteilung Gorkum. Johannes, der heimlich in der Stadt weilte, um eine Taufe zu spenden, wurde mit anderen Ordensleuten und Priestern durch Verrat entdeckt und verhaftet. Man brachte sie nach Brielle an der Maas. In Verhören bot man ihnen die Freiheit an, wenn sie ihrem Glauben abschwörten und die Gegenwart Christi in der Eucharistie und den Primat des Papstes leugneten. Sie aber blieben standhaft und ertrugen die grausamen Folterungen.

Am 9. Juli 1572 wurde Johannes mit seinen Gefährten, elf Franziskanern, zwei Prämonstratensern, einem Augustiner und vier Weltpriester in einer Scheune hingerichtet. Im Jahr 1867 sprach Papst Pius IX die Märtyrer von Gorkum heilig.

Gebet: „Herr, unser Gott, du hast uns in den heiligen Blutzeugen Johannes von Köln und seinen Gefährten ein strahlendes Vorbild des Glaubens und der Tapferkeit geschenkt. Laß uns durch ihre Predigt und ihr Beispiel den Anfechtungen der Welt mutig widerstehen und den wahren Glauben unerschütterlich bekennen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.“ *

Eine ausführliche Würdigung des heiligen Dominikaners und seiner Gefährten sowie Bilder vom Reliquenschrein der Märtyrer von Gorkum sind hier zu finden.

*  aus dem Proprium des Predigerordens.

Bild: Teil des Hochaltars der Dominikanerkirche in Friesach

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Tagung des Provinzrats in Augsburg

Am letzten Samstag tagte in im Augsburger Dominikanerkloster Hl. Kreuz der Provinzrat der Dominikanischen Laien unserer Ordensprovinz, der sich aus dem Präsidium, Delegierten der Fraternitäten und dem Provinzpromotor zusammensetzt. Außerdem standen uns P. Provizial Thomas Gabriel Brogl und aus der Provinz Teutonia Klaus Bornewasser beratend zur Seite. Nach Laudes und Messe begannen die Beratungen  um 9:00 Uhr und dauerten bis in die Nacht. Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit, der Verabschiedung der Tagesordnung und den Rechenschaftsberichten der Amtsträger stand zunächst die Nachwahl einer Schriftführerin an. Dieses Amt war schon seit eineinhalb Jahren vakant. Vorgeschlagen und gewählt wurde Gabriele Panec, die Präsidentin der Wiener Fraternität, so dass jetzt auch der österreichische Teil unserer Provinz wieder im Präsidium vertreten ist.

Großen Raum nahmen die Berichte über das Leben der  Fraternitäten ein: Mitgliederstand,  Aktivitäten, das Apostolat, Beziehungen zu den anderen Ordenszweigen, Schwierigkeiten und Freuden. Weitere Themen waren die Verfahrensweise bei Gruppenneugründungen, Aufnahmekriterien für neue Mitglieder, die Rolle der Ordensassistenten und die Zukunft der jährlichen Provinzstudientage. Die Studientage sind in den letzten Jahren zentral organisiert worden, sollen aber in Zukunft wieder wie früher reihum von den einzelnen Fraternitäten und Gruppen geplant und durchgeführt werden.  In all diesen Fragen war der Rat von Klaus Bornewasser, dem langjährigen Präsidenten und jetzigen stellvertretenden Präsidenten der Povinz Teutonia sehr hilfreich.

Ein wichtiger Punkt, der in der Abendsitzung verhandelt wurde, war die Modifizierung unserer Ausbildungsordnung nach einer mehrjährigen Erprobungsphase und einem Vergleich mit der Ausbildung in anderen europäischen Provinzen. Der fast fertige Entwurf wird in naher Zukunft vervollständig und nach erfolgter Genehmigung durch den Rat  hier vorgestellt werden.

Auch beim Spazierengehen und in den Pausen wurde noch diskutiert

Insgesamt fanden die Gespräche in einer vertrauensvollen und konstruktiven Atmosphäre statt. Das Intermedium endete am Sonntag mit der hl. Messe und für die noch nicht Abgereisten mit einem Mittagessen mit den Augsburger Brüdern. Besonders dankbar sind wir dem Augsburger Konvent für seine bewährte Gastfreundschaft und die wie immer hervorrragende Bewirtung.

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Intermedium des Provinzrats

Am kommenden Wochenende trifft sich unser Provinzrat in Augsburg. Die Dominikanischen Laiengemeinschaften wählen alle vier Jahre Delegierte, die den Provinzrat bilden. Der Provinzrat wählt in seiner konstituierenden Sitzung das Präsidium das sein Amt für vier Jahre ausübt. Das Präsidium tritt mindestens einmal im Jahr zusammen, der Provinzrat alle zwei Jahre. Da zuletzt vor zwei Jahren gewählt wurde, ist jetzt Halbzeit. Grund genug, die Situation der DLG in unserer Provinz und die Arbeit der letzten beiden Jahre einer kritischen Analyse zu unterziehen und die der kommenden beiden Jahre zu planen.

Dabei werden wir unterstützt vom Promotor der Dominikanischen Laien unserer Provinz, P. Dr. Paul Schäfersküpper OP, der dem Rat als geborenes Mitglied angehört, von P. Provinzial Thomas Gabriel Brogl OP, und von Herrn Klaus Bornewasser OP. Klaus Bornewasser war lange Zeit Präsident der DLG unserer Nachbarprovinz Teutonia und ist derzeit sowohl der Stellvertreter der Präsidentin und das europäische Mitglied des Internationalen Rats der Dominikanischen Laiengemeinschaften (ICLDF). Wir sind sehr froh, dass er uns seine umfassende Erfahrung zur Verfügung stellt.

Gastgeber unserer Sitzung und der meisten Teilnehmer ist einmal mehr  der Augsburger Dominikanerkonvent, wofür wir uns sehr herzlich bedanken. Wi bitten um das Gebet unserer Mitglieder und Leser für dieses Ereignis.

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