So geht Fastenzeit

erklärt von einem Pater … leider kein Dominikaner, auch wenn die Farbe stimmt (fast) … ;)

Quelle: https://youtu.be/WcqPE5egm0Q
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Wie Romano Guardini in einer Dominikanerkirche seine Berufung entdeckte

R, Guardini. Portrait von Vincent Wenzel (Berlin, 2018) Dominikanerkloster St.Paulus, Berlin

Im Wintersemester 1905/06 studierte Romano Guardini in Berlin das Fach Nationalökonomie. Dazu schrieb er:

Das ging eine Weile; dann musste ich mir zugestehen, dass ich auch mit der Nationalökonomie nichts anfangen konnte … Ich sah mit Grauen die Frage auftauchen, was aus mir werden solle. Wie konnte ich meinem Vater sagen, auch mit diesem zweiten Studium sei es nichts und, noch schlimmer, ich wisse kein anderes?

Die Klarheit kam für ihn am Tiefpunkt seiner Krise:

Zum Glück hatte ich wenigstens den religiösen Mittelpunkt, so konnte ich wieder beten und zur Kirche gehen. Eines Sonntags war ich beim Hochamt in der Dominikanerkirche in der Oldenburger Straße. Ich befand mich in einem sehr schlimmen Zustand. Wie ich den kollektierenden Laienbruder ruhigen Gesichts mit seinem Klingelbeutel herumgehen sah, beneidete ich ihn inbrünstig, und plötzlich kam mit der Gedanke: „Könntest du nicht das gleiche werden wie er? Dann hättest du Frieden.“ Dann ging der Gedanke aber sofort weiter: „Nein, Laienbruder nicht, aber du könntest Priester werden!“ Und da war es, als ob alles ruhig und klar würde, und ich ging mit einem Glücksgefühl nach Hause, wie ich es sei langem nicht mehr empfunden hatte.*

Dominikanerkirche St. Paulus, Berlin, Anfang des 20.Jh

 Das Seligsprechungsverfahren für Romano Guardini wurde von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx am 16. Dezember 2017 im Liebfrauendom in München feierlich eröffnet.

Gebet um die Seligsprechung:

Herr Jesus, Christus, Du hast Deinen Diener Romano Guardini zu einem leuchtenden Lehrer und Erzieher der jungen Generation berufen und sie dadurch für dieKirche gewonnen. Du hast ihn mit klarem Denken und treffender Sprache begabt, um Deine Wahrheit vielen zu verdeutlichen. Du hast seinen geraden Weg in schwierigsten Zeiten gestützt, so das er zum Vorbild für Unzählige wurde, auch für den christlichen Widerstand im totalitären Staat. Du hast ihn im Kampf mit der Schwermut und mancherlei Leiden gestärkt. Du hast ihn mit der Gabe der Freundestreue ausgezeichnet. Du hast sein Wirken als Priester und Prediger auch für viele Außenstehende mit spürbarem Segen verbunden.

Wir bitten Dich:
Schenke ihn uns zur Verehrung, damit die Menschen von heute die Heiligkeit Deiner Kirche erkennen,
damit sich auch die junge Generation für Dich entflammt,
damit Menschen in seelischen und leiblichen Leiden durch sein Beispiel aufgerichtet werden,
damit die Heiligkeit Gottes neu wahrgenommen wird.
Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immer und in Ewigkeit. Amen

Für mögliche Hinweise, die für die Seligsprechung für Bedeutung sein könnten, wenden Sie sich bitte an folgende Adresse: Dr. Johannes Modesto, Postulator, Erzbischöfliches Ordinariat München. EMail: JModesto@eomuc.de oder seligsprechungen@eomuc.de

*Romano Guardini, Stationen und Rückblicke/Berichte über mein Leben; Mainz-Paderborn 1995, 72-73

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P. Thomas Gabriel Brogl als Provinzial wiedergewählt

Thomas Gabriel Brogl OP ist alter und neuer Provinzial der Dominikanerprovinz vom hl. Albert

Mit der Vesper (mit professio fidei) heute Abend bei den Dominikaner Wien ist es offiziell: Thomas G. Brogl tritt seine zweite Amtszeit als Provinzial an. 

Lieber P. Thomas, wir wünschen Dir Gottes Segen, viel Kraft und Freude in dieser Funktion für den Orden!

P. Thomas hat in Augsburg, Rom und Freiburg Theologie studiert und ist nach dem Abschluss seiner Studien in den Dominikanerorden eingetreten. Nach der Übernahme der Pfarrei St. Martin in Freiburg war P. Thomas Ausbildungsleiter und Finanzverwalter in Wien. Sein besonderes Augenmerk gilt der Spiritualität in Wissenschaft und Praxis. Seit 1. Mai 2018 ist P. Thomas ebenso verantwortlich für die Citypastoral der Dominikaner Freiburg.

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Provinzkapitel in Wien

Am Sonntag Abend beginnt das Provinzkapitel der Predigerbrüder der süddeutsch-österreichischen Provinz in Wien. Das Kapitel wird einen neuen Provinzial wählen und wichtige Entscheidungen für unsere Provinz für die nächsten Jahre treffen, die auch die dominikanischen Laien betreffen werden .

Bitte verbinden Sie sich mit uns im Gebet zum Hl. Geist um ein fruchtbares, segensreiches Provinzkapitel!

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Martin Grabmann

Todestag am 9.Januar 1949

Von Norbert Schmeiser

Wie lässt sich der Glaube in der jeweiligen Zeit vermitteln? Dazu bedarf es der Wahrnehmung der geistigen Strömungen einer Epoche. Im Mittelalter griff der Dominikaner Thomas von Aquin(1225-1274) die aufkommende Wiederentdeckung der Philosophie des Aristoteles auf, um seinen Zeitgenossen den Glauben darzulegen. Diese Vorgehensweise und ihren geschichtlichen Hintergrund erhellt zu haben, ist das Verdienst Martin Grabmanns (1875-1949). Seine wissenschaftlichen Arbeiten wie „Die Geschichte der scholastischen Methode“, „Die Kulturphilosophie des Hl. Thomas von Aquin“ und „Mittelalterliches Geistesleben“ basierten auf seiner umfangreichen Quellenforschung zur Philosophie- und Theologiegeschichte des Mittelalters. Zahlreiche Bibliotheksreisen ermöglichten es ihm, dabei zum großen Teil noch unveröffentlichte, handschriftliche Quellen zu berücksichtigen. Grabmann lehrte als Professor für Philosophie und Dogmatik an den Theologischen Fakultäten in Eichstätt, Wien und München. Die Kenntnis der vielfältigen, mittelalterlichen Theologie galt ihm in Hinblick auf seine Studenten als bester Weg, um klares Denken zu schulen und zugleich die existenzielle Tragweitet heologischer Reflexion zu erfassen. Sein schriftstellerisches Gesamtwerk umfasste am Ende seiner Laufbahn über 417 Veröffentlichungen, viele davon wurden in andere Sprachen übersetzt. Er er stellte ein Gutachten für die Heiligsprechung Alberts des Großen und dessen Erhebung zum Kirchenlehrer 1931.

Nicht nur beruflich, sondern auch persönlich trat Grabmann in die Fußstapfen des hl. Thomas, indem er 20jährig dem Dominikanerorden beitrat, ihn bald wieder verliess, bei den Dominikanern in Rom studierte und 1921 als Dominikaner-Terziar in den Predigerorden aufgenommen wurde. Das nach ihm benannte, an der Universtät München angesiedelte „Martin-Grabmann-Forschungsinstiut“ widmet sich noch heute der Theologie und Philosophie des Mittelalters.

Dieser Text von unserem Mitglied Norbert Schmeiser erschien zuerst im Konradsblatt (103. Jhg, 6.1.2019, Heft Nr. 1, S. 17)

Bild von hier, wo man auch noch viele interessante Informationen über Martin Grabmann finden kann

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Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren!

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen.  Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien.Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens. Und es geschah, als die Engel von ihnen in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Lasst uns nach Betlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat! So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.  Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. (Lukas 2, 1-20)

Die Dominikanischen Laiengemeinschaften von Süddeutschland und Österreich wünschen allen, die ihnen verbunden sind, von Herzen frohe Weihnachten.

Bild

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ECLDF-Adventskranz: Weihnachtskerze

Nun ist doch heute noch einmal ein Beitrag gekommen, nämlich aus Litauen, der beschreibt, wie die litauischen Laiendominikaner in das Weihnachtsgeheimnis eintreten.

Von Frau Monika Kareniauskaité OP

Eine Zeit der Paradoxe – ein Paradigmenwechsel: Der litauische laiendominikanische Art in das Weihnachtsmysterium einzutreten

„Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden. Was krumm ist, soll gerade, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.“ (Lk 3, 4-6)

Wie uns das Wort Gottes in diesem Zitat aus dem hl. Evangelium zeigt, schafft der Advent Zeit und Raum einer ganz besonderen Art für die litauische Dominikanische Laiengemeinschaft. Dies ist eine Zeit der Paradoxe; dies ist eine Zeit der Umwandlung.

Litauische katholische Traditionen unterscheiden sich von denen andere europäischer Nationen. Wenn ihr unsere Großeltern oder Urgroßeltern fragt, wie sie den Advent zum Beispiel in der Zeit zwischen den Kriegen in Litauen erlebt haben, werdet ihr keine Geschichten von Freude über Weihnachtsbäume, Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsmärkte schon vom ersten Dezembertag an hören. Nein – der litauische Advent, von alten Leuten manchmal sogar als „kleine Fastenzeit“ bezeichnet, war traditionell eine Zeit des Fastens, des inneren Friedens, der Stille, des tiefen Gebets, der Buße und der Kontemplation. Er war nicht der Beginn des Weihnachtsfests, sondern eine Zeit der inneren Umkehr, eine zeit, die Häuser, die Herzen und Seelen auf das Weihnachtsmysterium vorzubereiten.

Litauen – ein nordisches Land, in dem der Dezember und der Advent meistens Sturm und Schnee mit sich bringen – war nie ein Wüstenland. Deshalb mussten wir zurückhaltende und manchmal kühle nordöstliche Menschen einen Weg finden, uns eine innere Wüste zu schaffen. Und uns dort vor der glitzernden und verführerischen äußeren Welt zu verbergen, um zu erfahren, was wahre innere Umwandlung bedeutet.

Andererseits ist Litauen wirklich ein Land der Paradoxe. Während unsere protestantischen Nachbarländer Lettland, Estland und Schweden ihren asketischen Geist durch bescheidene Wohnungen und einfachen Lebensstil ausdrücken,  haben wir,  verführt durch die eleganten Italiener, unsere Kirchen und Paläste in expressiven Architekturformen des Barock gebaut, von Gold und Silber glänzend. Kunst, Theater, Bewunderung der Schönheit, Leidenschaft für Eleganz gingen traditionell Hand in Hand mit innerer Kontemplation – ein tief verwurzeltes Paradox, das den besonderen  Charakter  litauischem Katholizismus und litauischer Mentalität herausbildete. Deshalb geht das Bestreben uns – auf eine gewissermaßen paradoxen Art – in die innere Wüste zu begeben, immer Hand in Hand mit aktiver Teilnahme an den weltlichen Angelegenheiten: aktive Taten und Werke der Nächstenliebe und der Barmherzigkeit.

Ein Beispiel dafür ist der Besuch eines sogenannten sozialen Fürsorgezentrums, wo elternlose oder verlassenen Kinder ein neues Heim gefunden haben. Dort flechten wir zusammen Adventskränze. Auch für unsere schöne Barockkirche macht unsere Gemeinschaft einen Adventskranz – ebenso wie Ingwerplätzchen als Geschenke für unsere Pfarrgemeinde am hl. Abend.

Unsere traditionelle litauische Leidenschaft fürKunst und Theater  findet auch ihren Ausdruck in den litauischen laiendominikanischen Adventsgebräuchen. Familien mit Kindern bereiten ein selbst erdachtes Theaterstück vor. Künstler organisieren Wohltätigkeitsauktionen, die „Der Korridor“ genannt werden, wo sie ihre besten Gemälde und Skulpturen anbieten. Familien und Kinder singen traditionelle Weihnachtslieder.

Aber das wesentlichste Ereignis des Advents sind geistliche Exerzitien für die ganze litauische Dominikanische Laiengemeinschaft : eine Zeit der Stille, des Friedens und der Kontemplation.

Unsere bisherige Erfahrung zeigt uns dass die Verbindung dieser beiden Pole – innere Wüste und äußere Aktivität – ein fruchtbarer Weg der inneren Umkehr ist. In der Adventszeit stellt der Heilige Geist unsere herzen wieder her und wandelt sie um, eröffnet neue Perspektiven, neue Bedeutungen und verwandelt unsere innere Welt in etwas neues – einen Ort, an dem die Realität unserer  schönen dominikanischen Barockkirche nicht mehr im Widerspruch steht zur Realität einer armen Krippe (dieses bescheidenen aber gesegneten Geburtsorts unseres Herrn Jesus).

Monika Kareniauskaitė OP, Fraternity of St. James,Vilnius

Vilnius mit der Dominikanerkirche

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ECLDF-Adventskranz – 4. Kerze

Der letzte Beitrag des ECLDF-Adventskranzes stammt aus den Provinzen von Deutschland und Österreich

 

 

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O Emmanuel

23.Dezember: O Emmanuel, Gott mit uns, unser König und Lehrer, du Hoffnung und Heiland der Völker: Komm, eile und schaffe uns Hilfe, du unser Herr und unser Gott!

Die letzte O-Antiphon fasst noch einmal zusammen, was in den vergangenen Tagen besungen wurde. Alles hat sich gesteigert und drängt hin auf den morgigen Tag: Heute sollt ihr wissen, dass der Herr kommt, und morgen sollt ihr seine Herrlichkeit schauen. O Emmanuel – Du, der du mit uns bist, der du mit uns warst, der du kommst. Das ist ein Glaubensbekenntnis, nicht eine neutrale Aussage über Gott. Emmanuel, das ist ein Name ganz großen Vertrauens. Dieser Gott ist unsere einzige Hoffnung in allen Hoffnungs-losigkeiten unserer Tage. Er ist der Heiland, der uns Heilung bringt. Ihn dürfen wir anrufen: Komm, schaffe uns Hilfe! Schaffe uns neu, schaffe die Welt neu. Schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, in der kein Leid mehr sein wird, kein Schmerz und keine Tränen.

OEmmanulenurAnt (MP3-Datei anhören)

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O Rex Gentium

22.Dezember: O Rex Gentium, o König aller Völker, ihre Erwartung und Sehnsucht; Schlussstein, der die Gegensätze eint: Komm und errette den Menschen, den du aus Erde gebildet hast!

Wir tun uns heute schwer mit der Vorstellung des Königtums Christi. Zu schnell verbin-den wir sie in einem Jahrhundert der Diktatoren mit Gewaltherrschaft, Macht und Ohnmacht. Für Israel verknüpft sich mit dem Bild des Königs anderes: Der König ist der Diener des Bundesgottes, der mit der Wahrung der Gottesordnung Beauftragte. Nicht Feldherrentalent oder staatsmännische Begabung, auch nicht innerpolitische Machtbefugnisse schaffen den König, sondern sein persönlicher Ausweis als der mit göttlicher Kraft Erfüllte. Christus ist der König, das heißt: er ist der von Gott eingesetzte Lenker der Völker, der Friedensfürst. Auf ihn setzen die Menschen ihre Hoffnung, auf ihn richtet sich ihre Sehnsucht durch die Jahrtausende. Er ist der Schlussstein, der den ganzen Bau zusammenhält. Aber er ist auch der Stein des Anstoßes. Die Begegnung mit Christus stellt in die Entscheidung. Es geht um nichts Geringeres als um Gewinn oder Verlust des Lebens. Darum schließt sich die flehentliche Bitte an: Komm, rette deine Geschöpfe, errette, was du selbst gemacht hast. Das heißt doch auch: Gott weiß sich für uns verantwortlich. Wir dürfen uns darauf berufen, seine Geschöpfe zu sein – in aller Hinfälligkeit. Er kann uns wieder heil machen. Heil sein bedeutet: Gott ganz zugewandt sein und zur gleichen Zeit in sich ruhend. Ganz Auge und Ohr auf Gott hin sein und zugleich in sich gesammelt. Unsere Identität besteht im Anschauen Gottes, dazu sind wir geschaffen, darin finden wir Erfüllung. Das ist Advent. Maranatha – komm! Amen, ja komm, Herr Jesus!

ORexGentiumnurAnt (MP3-Datei anhören)

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