Schöpfungstage in Freiburg

vom 1. September bis 4. Oktober gestaltet der Freiburger Dominikanerkonvent gemeinsam mit dominikanischen Laien eine umfangreiche Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Schöpfungszeit“ mit vielen leiblichen und geistlichen Angeboten. Herzliche Einladung dazu!

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ECLDF in Kroatien

Übersetzung – Original (mit Video) HIER

Der Europäische Rat der dominikanischen Laiengemeinschaften (European Council of Lay Dominican Fraternities, ECLDF) hat sich vom 24. bis 31. Juli im Konvent St. Katharina von Alexandrien in Split (Kroatien) getroffen.

Die Wahl des Tagungsortes fiel auf Kroatien, um dort in Kontakt mit den dominikanischen Laien zu treten, welche angefangen haben die formellen Strukturen in Kroatien zu etablieren.

Im Folgenden ist zu lesen, woran wir in dieser Woche gearbeitet haben.

Am 6. August 2021 feiert der Gesamtorden den „Dies Natalis“ (den Tag des Todes des Hl. Dominikus). Mit Blick auf dieses Gedächtnis veröffentlichte der vorherige Ordensmeister – fr. Bruno Cadoré – einen Brief mit dem Titel „Die Heiligkeit des Hl. Dominikus, ein Licht für den Orden der Prediger“. Diesen Gedanken im Hintergrund haben wir begonnen, die European Assembly (Versammlung der europäischen Dominikanischen Laiengemeinschaften) 2021 vorzubereiten. Das Thema war also naheliegend. Ort der Versammlung wird Litauen, Zeit der Juli des Jahres 2021 sein. Sobald wir weitere Details haben folgen nähere Informationen.

Einen Großteil unserer Arbeit in Kroatien nahm das Thema Formation (Aus-/Weiterbildung) ein. Insbesondere das „Moodle Project“ stand dabei im Mittelpunkt. Mit diesem Projekt möchte der ECLDF den europäischen Gemeinschaften eine Ausbildungsstruktur und den Ausbildungsverantwortlichen einen Werkzeugkasten von Inhalten und Themen anbieten. Ganz praktisch bedeutet es, dass die Moodleplattform ein „Extranet“ ist, das von diversen Geräten (PC, Tablet, Smartphone) aus erreichbar sein wird. Wir hoffen, im Oktober eine Testphase starten zu können und – so Gott will – im Januar 2020 die Plattform für alle zugänglich zu machen.

Weiterhin haben wir uns dazu entschieden, die Struktur der Onlinepräsenz zu verändern. Details dazu folgen.

Der Oktober ist der Monat der Weltmission. Zu diesem Anlass möchte der ECLDF eine Novene anbieten, welche verschiedene missionarische Projekte in Europa beleuchtet.

Beginnend am ersten Advent, nehmen wir am dominikanischen Monat für den Frieden Teil. Im Fokus liegt in diesem Jahr Indien. Bis dahin lädt der ECLDF dazu ein, einen Ansprechpartner auf Provinzebene zu benennen und schonmal etwas Platz im Kalender frei zu halten um Raum für vorgeschlagenen Projekte zu haben. (mehr Details HIER)

Für die österliche Bußzeit 2020 werden wir gezielt Provinzen bitten, eine kurze Betrachtung zu den sonntäglichen Lesungen zu erstellen.

Weiterhin wurde Damien McDonnell als Kontaktperson für die internationale Kommission für Gerechtigkeit und Frieden benannt.

Unsere arbeitsreiche und geschwisterliche Zusammenkunft bot auch die Möglichkeit, mit fr. Rui in Austausch zu treten. Fr. Rui erzählte uns von den verschiedenen Situationen und Herausforderungen dominikanischer Laien weltweit. Der ECLDF ist fr. Rui dankbar für seinen Einsatz für die dominikanischen Laien nicht nur in Europa, sondern weltweit. Fr. Rui beendet demnächst seine Aufgabe als Promotor für die dominikanischen Laien.

Weiterhin ist es immer wieder eine Freude, mit den Fraternitäten vor Ort zusammenzutreffen, mit ihnen in Erfahrungsaustausch zu treten und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Mit Segenswünschen

Euer/Ihr ECLDF

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Neue Ordensassistentin

Am 19. Mai legte die Ordensassistentin der Dominikanischen Laiengemeinschaft in Regensburg, Sr. Dr. Maria Benedikta Rickmann vom Dominikanerinnenkloster Hl. Kreuz, ihre Ewige Profess ab. Das Bild zeigt sie zusammen mit der DLG, dem Provinzpromotor, P. Philippe-André Holzer und anderen Gästen. Wir gratulieren Sr. M. Benedikta sehr herzlich und wünschen ihr den Segen des Himmels für ihren weiteren Weg im Ordensleben.

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Neuer Ordensmeister


Wir haben einen neuen Ordensmeister. Heute, am 13. Juli 2019 wählten die Brüder beim Generalkapitel in Vietnam FR. GERARD FRANCISCO TIMONER OP von den Philippinen zum 87. Nachfolger des hl. Dominikus.

Wir wünschen dem neuen Ordensmeister Gottes reichen Segen!

Fr. Gerard ist der erste asiatische Ordensmeister in der Geschichte der Dominikaner. Er wurde am 26.01.1968 geboren und stammt aus Daet, Camarines Norte (Philippinen). 1995 wurde er zum Priester geweiht. Im Orden war er unter anderem als Vizekanzler der renommierten Universität Santo Tomás in Manila tätig, er war Provinzial der philippinischen Provinz und zuletzt Socius des Ordensmeisters für Asien/Pazifik.

Nachdem die Ernennung durch den alten Ordensmeister fr. Bruno Cadoré verlesen war und der neue akzeptiert hatte, warf sich in einer alt-ehrwürdigen Geste der vorherige Ordensmeister zu Boden, um dem neuen seine Referenz zu erweisen.

Nach der Wahl wurde der neue Ordensmeister mit der Cappa eingekleidet Nach den ersten Glückwünschen ging es in Prozession zur Kirche, wo er das Glaubensbekenntnis und den Treueid sprach und an alle Mitglieder der dominikanischen Familie erste Worte richtete.

Apropos dominikanische Familie: Fr. Gerard hat im vergangenen Oktober am Internationalen Kongress der Dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima teilgenommen. Wir freuen uns, dass er zum Ordensmeister gewählt wurde und begrüßen ihn sehr herzlich..

Wir bitten alle Leser, unseren neuen Ordensmeister in ihr Gebet einzuschließen

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Neuer Liturgischer Kalender des Dominikanerordens

Am 24. Juni 2019, dem Hochfest der Geburt Johannes des Täufers, hat der Ordensmeister fr. Bruno Cadoré ein Dekret unterzeichnet, mit dem der zuvor vom Hl. Stuhl approbierte revidierte Liturgische Kalender des Ordens veröffentlicht wird. Dieser Kalender tritt mit der Ersten Vesper des ersten Adventsonntags am 30. November 2019 in Kraft. Der neue Kalender ist die Frucht der mehrjährigen Arbeit der Internationalen Liturgischen Kommission des Ordens (CLIOP) im Austausch mit der Kongregation für den Gottesdienst und der Sakramentenordnung. Er berücksichtigt die Änderungen des Römischen Kalenders soweit sie die Heiligen des Ordens betreffen und die vielen Selig- und Heiligsprechungen (von Ordensmitgliedern), die in den letzten Jahren stattgefunden haben.

Zusammen mit dem Kalender hat der Ordensmeister außerem einen Index von Seligen und Heiligen erlassen, die nicht im Kalender erwähnt sind, der aber im Einklang mit den Rubriken in Votivfeiern verwendet werden und als Leitfaden für die Vorbereitung von Kalendern der Provinzen, Klöster, Vereinigungen/Zusammenschlüsse und Institute des Ordens der Dominikanischen Familie dienen kann

In den kommenden Monaten wird Liturgische Kommission des Ordens einige weitere Hinweise über die Revision lokaler Kalender veröffentlichen.


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Neue Laiengemeinschaft am Kloster Wettenhausen





Am 3. Juli hat P. Provinzial Thomas Gabriel Brogl nach Zustimmung des Generalvikars der Diözese Augsburg in Wettenhausen eine neue Dominikanische Laiengemeinschaft im Aufbau errichtet. Die Gruppe steht unter dem Patronat der Rosenkranzkönigin. Zur Ordensassistentin wurde Sr. Theresia Mende OP ernannt. Die Gruppe besteht derzeit aus zwei Mitgliedern mit ewigem Versprechen und einer Novizin und hat außerdem noch drei Postulanten und mehrere Interessierte – insgesamt ein hoffnungsfroher Start. Die Gruppenmitglieder, Postulanten und Interessierten haben sich alle bei Kursen am Institut für Neuevangelisierungdes Bistums Augsburg kennen gelernt und bringen somit das Interesse und Rüstzeug für eines der Hauptanliegen des Ordens, das Apostolat mit. Zu den Treffen im Kloster Wettenhausenalle vier bis sechs Wochen kommen die Teilnehmer aus verschiedenen Richtungen zusammen. Nach einem kurzen Kaffee folgt ein Vortrag oder eine Katechese, dann eine Zeit der Anbetung und des Lobpreises im Schwesternchor, und zum Abschluss wird gemeinsam mit dem Konvent die Vesper gebetet. Ein gemeinsames Wochenende Ende September wird dem besseren Kennenlernen des Ordens und der Vertiefung der Gemeinschaft dienen. Wir wünschen unserer neuen Gruppe einen glücklichen Anfang und Gottes Segen für die vor ihnen liegende Zeit von Aufbau und Wachstum.

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Seliger Hadrian Fortescue, Vater, Terziar, Märtyrer

Am 8. Juli gedenkt der Predigerorden des sel. Hadrian Fortescue, der um 1476 als Spross einer Adelsfamilie der Grafschaft Devon in England geboren wurde. Er führte ein vorbildliches Ehe- und Familienleben. Er trat dem Malteserorden bei und lebte nach den Satzungen des dominikanischen Dritten Ordens, dessen Laiengruppe er sich in Oxford angeschlossen hatte. Mitgliedschaften in zwei Orden bzw Laienzweigen von Orden (Dritten Orden) waren bis in die jüngere Vergangenheit nicht ungewöhnlich. Er strebte danach, in allem den Willen Gottes zu suchen, den Einsprechungen des Heiligen Geistes zu gehorchen, täglich seine guten Vorsätze zu erneuern, und er bat Gott um die Gnade der Beharrlichkeit. Da er sich weigerte, in Glaubensdingen König Heinrich VIII. den Treueeid zu schwören, wurde er nach Kerkerhaft am 8. oder 9. Juli 1539 enthauptet. Papst Leo XIII. bestätigte 13. Mai 1895 seine Verehrung.

Nach dem Proprium des Predigerordens

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Portugiesischer Dominikaner Bartolomeu Fernandes (1514-1590) heilig gesprochen

Bartholomeu wurde am 3. Mai 1514 in Lissabon geboren. Er wurde in der Kirche de Nossa Senhora dos Mártires getauft, was ihm den Namen B. von den Märtyrern eintrug. Im Alter von 13 Jahren trat er im Kloster seiner Heimatstadt in den Dominikanerorden ein. Im Orden wirkte er später als Lehrer für Philosophie und Theologie im Kloster in Benfica – heute Stadtteil von Lissabon -, im Kloster in Batalha bei Leiria und im Kloster in Évora; er war mehrfach Prior seines Klosters und wurde 1551 zum Magister der Theologie habilitiert. 1559 wurde er Erzbischof von Braga und Primas von Portugal. In der dritten Periode des Konzils von Trient setzte er sich für Reformen der Kirche ein, beklagte das verweltlichte und unsittliche Leben in Teilen des Klerus und nahm entscheidenden Einfluss auf die Dekrete. Auf den Synoden von 1566 in Lissabon und Braga sowie 1577 in Evora erreichte er, dass die portugiesische Kirche die Trienter Beschlüsse umsetzte. 

Dominikanerkirche in Lisabon mit nach einem Brand belassenen Schäden

Bartholomäus verfasste zahlreiche Schriften, darunter ein Katechismus in portugiesischer Sprache und das erbaulicheKompendium des geistlichen Lebens. Er gründete das erste Priesterseminar in Portugal, dazu Krankenhäuser und Armenhospize.

Kloster Batalha

Nach dem Einmarsch der Spanier trat Bartholomäus 1580 von seinem Amt zurück und lebte ab 1582 im von ihm 1566 gestifteten Kloster  in Viana do Castelo. Sein Kollege als Erzbischof, Karl Borromäus, bezeichnete ihn als Vorbild eines Bischofs und Beispiel christlicher Tugenden.

Bartholomäus wurde 2001 von Papst Johannes Paul II. selig und am 6.7.2019 von Papst Franziskus heilig gesprochen.

Text variiert nach dem Ökumenischen Heiligenlexikon

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Der zweite Feiertag zu Ehren des hl. Vaters Dominikus im Predigerorden

Der Dominikanerorden ehrt seinen Gründer mit zwei Festtagen: dem Hochfest des hl Vaters Dominikus am 8. August und dem Gedenken der Übertragung seiner Gebeine am 24. Mai.

Dominikus wollte in Bologna in der Kirche des hl Nikolaus „unter den Füßen seiner Brüder“ begraben werden. Als er am 6. August 1221 in Bologna starb, bestatteten ihn die Brüder in einem einfachen Grab. Es wird überliefert, dass viele Kranke an seinem Grab Heilung und Gesundheit erhalten haben. Seine Brüder aber weigerten sich, diese Wunder anzuerkennen und erfüllten nicht das gegebene Versprechen.

Durch einen Umbau des Klosters kam die Grabstätte is Freie und war so den Einflüssen der Witterung ausgesetzt. Jordan von Sachsen (Ordensgeneral und direkter Nachfolger des hl. Dominikus) war deshalb bestrebt, eine Übertragung des Leichnams an eine würdigere Stätte durchzusetzen.

Unter Papst Gregor IX wurde in Anwesenheit des Erzbischofs Theodoricus von Ravenna in einer offiziellen kirchlichen Feier die Übertragung vorgenommen. Es war am Pfingstdienstag 1233, zur Zeit, als das Generalkapitel des Ordens in Bologna versammelt war. Die Gebeine des Dominikus wurden in einen kostbaren Marmorsarkophag gelegt. Es wird berichtet, dass beim Öffnen des Grabes ein wunderbarer Duft entströmte, „der allem klar zeigte, welch guter Wohlgeruch Christi dieser sei. Der Erzbischof zelebrierte das feierliche Hochamt. Und da es gerade der dritte Pfingsttag war, der strahlend aufging, stimmte der Chor den Eröffnungsvers an: Nehmt in Besitz die Wonne eurer Herrlichkeit“.

Im selben Jahr begann der kanonische Heiligsprechungsprozess der am 3. Juli 1234 zur Heiligsprechung des Dominikus durch Papst Gregor IX führet.

De selige Johannes von Vercelli, der 6. Ordensmeister, ließ ein prächtiges Grabmal errichten und am 5. Juli 1267 die Gebeine des hl. Dominikus dort beisetzen.

Aus dem Proprium des Predigerordens

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Sigrid Undset – Eine Romanautorin auf den Pfaden des Dominikus

Sigrid Undset an ihrem ersten Arbeitstag in Bjerkebæk. Hier beendete sie die Trilogie Kristin Lavransdatter in den Jahren 1920 bis 1922

Quizfrage: Kennen Sie ein Mitglied des Predigerordens, das einen Nobelpreis erhalten hat? Sigrid Undset (20. Mai 1882-10. Juni 1949), eine norwegische Dominikanerterziarin und Schriftstellerin, erhielt ihn 1928 für ihre Mittelalterromane „Kristin Lavranstochter“ und „Olav Audunssohn“. Ihre „kraftvollen Schilderungen des nordischen Lebens im Mittelalter“ beeindruckten das Nobelpreiskommittee. 

Ihre Familie

Als älteste Tochter eines Archäologen 1882 geboren weckte ihr Vater in ihr eine große Faszination für die mittelalterliche Geschichte Norwegens, mit der sie auch die altnordische Sprache und das missionarische Wirken des Predigerordens im Mittelalter kennen lernte. Als Sigrid elf Jahre alt war, starb ihr Vater. Nach der Mittleren Reife fühlte sie sich verpflichtet, für den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sorgen und arbeitete seit 1899 als Sekretärin in einem Industrieunternehmen. Weil sie das nicht erfüllte, verfasste sie in ihrer Freizeit Romane, deren Erfolge ihr seit 1904 ein auskömmliches Leben ermöglichten. Ein Auslandsstipendium führte sie nach Rom, wo sie ihren Mann, den norwegischen Maler Anders C. Svarstad 1912 heiratete. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Mit ihnen lebte sie nach der Scheidung 1924 in Lillehammer zusammen. 

Die Konversion und ihr Weg in den dritten Orden 

Die gebürtige Protestantin reagierte auf ihre Scheidung, indem sie sich gründlich mit ihrem Glauben befasste und – zum Entsetzen der evangelischen Mehrheit Norwegens – sich zwei Jahre danach der katholischen Kirche, ihren Vorstellungen von Moral und ihrem Frauenbild zuwandte. Anfang der Zwanziger Jahre kehrten die Predigerbrüder nach Norwegen zurück und gründeten in Oslo einen Konvent. Undset war von deren intellektuellem Profil angetan und trat noch 1924 als Terziarin in den Orden ein. 1928 kamen auch Schwestern aus Frankreich nach Oslo und diese hat sie finanziell unterstützt. 

Schriftstellerisches Apostolat 

Literarisch weitete Undset seit ihrer Konversion in ihren Romanen die Liebesthematik auf die übernatürliche Liebe aus, nachdem sie zu Beginn ihres literarischen Schaffens die zwischenmenschliche Liebe in all ihren Gefühlsschattierungen dargestellt hatte und – für ihre Zeit skandalös – in ihrem Roman „Marta Oulie“ (1907) ihre Titelheldin ihren Mann betrügen ließ. Ihre Konversion verarbeitete sie in Gymnadenia (1929), Der brennende Busch (1930), im Essayband „Begegnungen und Trennungen“ (1931) sowie ihrem vierbändigen Mittelalterroman „Olav Audunssohn“ (1925-27), der von einem Mann handelt, der im Verlauf seines Lebens eine starke Bindung zu Dominikanern entwickelt. In weiteren Novellen wie „Harriet Waage“ (1907), „Frau Hjelde“ (1917),“Kristin Lavranstochter“ (1920-1922) und „Ida Elisabeth“ (1932) zeichnete sie das Bild von Müttern, die sich aufopferungsvoll um ihre Kinder sorgen. In ihrem letztem Roman über die dominikanische Mantellantin, Katarina von Siena, ordnete sie die zwischenmenschliche Liebe in die umfassendere Liebe Gottes ein: Katharina habe das „Einswerden mit Gott …, Sein Reich auf Erden …, die Wiedergeburt der Kirche Christi zu der Schönheit ersehnt, die sie besitzt, wenn der Strahlenglanz befreiter Seelen ihre äußere Form durchleuchtet … All das Gute, das von den aufrichtigen und treuen Kindern getan wird, ist wie ein Schmuck, der diesen mystischen Leib ziert“.

Bibliogr. Hinweis:

Norbert Schmeiser, „Sigrid Undset. Eine Schriftstellerin auf den
Pfaden des Dominikus“, in: kontakt 46 (2018) S. 134-135.

Bild von hier

Einen weiteren interessanten Artikel über Sigrid Undset gibt es auf der internationalen Internetseite der Dominikanischen Laiengemeinschaften

und hier ebenfalls in Englisch eine ganze Reihe über sie (jeweils den Links am Ende der Artikel folgen).

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