Albertus magnus – Patron der Naturwissenschaftler

Am 15. November feiert der Dominikanerorden das Fest Alberts des Großen, eines seiner größten Heiligen. Dies gilt besonders für unsere Provinz, die ja seinen Namen trägt.

Der hl. Albert, um 1200 in Lauingen an der Donau geboren, wurde schon von seinen Zeitgenossen „der Große“ genannt. Durch sein umfassendes Wissen als Theologe, Philosoph und Naturwissenschaftler und seine Auseinandersetzung mit den Quellen antiker, jüdischer und arabischer Wissenschaft besitzt er in der europäischen Geistesgeschichte einen einzigartigen Rang, der die Entwicklung des abendländischen Denkens über seine Zeit hinaus zutiefst geprägt und den Weg in das moderne wissenschaftliche Denken schon früh gewiesen hat. Albert trat 1223, nur zwei Jahre nach dem Tod des hl. Dominikus, in den Dominikanerorden ein. Nach Jahren als Lektor in Freiberg (Sachsen), Regensburg und Straßburg erhielt er einen der beiden Lehrstühle des Ordens an der Universität zu Paris und wurde schließlich 1248 der erste Regens des neuen Studium generale in Köln. Der hl.Thomas von Aquin war längst nicht sein einziger, aber wohl sein berühmtester Schüler, dessen Begabung er als Erster erkannte und förderte. Mit ihm verband ihn das Interesse an den Schriften des Aristoteles.
Wegen seiner Klugheit und Gerechtigkeit wurde Albert häufig zum Schiedsrichter in öffentlichen und privaten Streitigkeiten bestellt, wie z.B. im erbitterten Streit zwischen der Stadt Köln und ihrem Erzbischof. In ähnlichen Angelegenheiten kam er entgegen der Weisungen seiner Ordensoberen dem Wunsch des Papstes nach, die Leitung des Bistums Regensburg zu übernehmen, um den dortigen Missständen abzuhelfen. Nach erfolgreicher Mission legte er nach nur zwei Jahren 1262 dieses Amt nieder, um  als einfacher Ordensmann ins Kloster zurückzukehren.
Albert lebte, studierte und lehrte danach in Würzburg, Straßburg und Köln – ein wahrer Wanderprediger. Der „Doctor universalis“ beherrschte das gesamte philosophische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Er erschloss dem christlichen Abendland die Welt der aristotelischen Philosophie. Den Zeitgenossen muss er, der Mann, der alles wusste, geradezu unheimlich vorgekommen sein. Zugleich war er, der leidenschaftliche Wissenschaftler und Naturbeobachter, zutiefst fromm und ein großer Verehrer der Gottesmutter. Er starb am 15. November 1280. Erst am 16. Dezember 1931 wurde Albert der Große heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.*

Papst Pius XII sah 1941 in ihm den Schutzpatron einer recht verstandenen Naturwissenschaft. Denn Albert schrieb in seinem Kommentar zum Johannesevangelium: „Da nämlich der Schöpfer kraft Vernunft und Verstand alles schuf, ist er in der Welt, weil er darin Zeichen seines Verstandeslichts zurückgelassen hat. Die Anordnung der Welt bekundet nämlich Weisheit, die Erhaltung der Welt eine Gottheit, die sie erhält“. Die Konsequenz dieses Gedankens ist sein Satz im Kommentar zum Matthäusevangelium: „Wenn jemand die Naturwissenschaft gründlich beherrscht, sind ihm die Worte des Herrn kein Anlass zum Zweifel“.**

Bild: Albertus Magnus erläutert seine Theorien in den Straße von Paris ca. 1245. Ölgemälde von Ernest Board.

*: aus dem Proprium des Predigerordens

**:  hier

Posted in Uncategorized | Tagged , , , | Leave a comment

Versprechensfeier in Wien

In der Dominikanischen Laiengemeinschaft Wien gibt es wieder einen Grund zur Freude: Am Samstag, 4. November 2017, haben drei Mitglieder der dortigen Fraternität ihr Versprechen auf drei Jahre abgelegt. Die Feier fand im Rahmen der Vesper in der Dominikanerkirche statt.


Anschließend lud die DLG die Brüder des Konvents zu einer Agape in den Petrus-Hutner-Saal ein, wo es  neben „Speis und Trank“ noch zu guten und interessanten Gesprächen kam.

Den Professen wünschen wir von Herzen Gottes Segen

Posted in Uncategorized | Tagged | Leave a comment

Versprechen auf Lebenszeit in Bamberg

Am Sonntag, 15. Oktober 2017, gab es einen besonderen Anlass, um nachmittags in die Heilig- Grab- Klosterkirche der Dominikanerinnen in Bamberg zu kommen: Eine Ewige Profess eines dominikanischen Laien galt es mitzuerleben und mitzufeiern, im Rahmen einer von den Schwestern vorbereiteten Vesper, nämlich die unseres lieben Thomas (von Aquin) Roland Gold aus Zeegendorf, welches 12 km östlich von Bamberg liegt.

Lange und intensiv hatte er sich auf dieses bedeutsame Ereignis vorbereitet. Denn schließlich kommt ein solcher Schritt nicht so häufig vor, dass man sein Leben einem Auftrag widmet und verspricht, diesen auch in Treue zu erfüllen, ein Leben lang. Es ist ein dominikanischer Weg, den Thomas Roland nun gehen will, aber eben nicht allein, sondern in der Gemeinschaft der Mitbrüder und Mitschwestern. Damit ihm das umso besser gelingt, hat er während seiner Profess drei wertvolle Gegenstände überreicht bekommen, aus der Hand von Dominikanerpater und Prior Karl Meyer OP aus Hamburg, der in diesen Tagen die Exerzitien der Bamberger Dominikanerinnen leitete, und der nun als Priester der Professfeier vorstand. Diese Gegenstände sollen dem Professkandidaten Ermutigung und Richtschnur, Schutz und Ansporn sein. Es waren dies die mit dem dominikanischen Wappen geschmückte Professkerze, dann die Regel der Laien der dominikanischen Gemeinschaften, und schließlich das geweihte Skapulier des Predigerordens – für Thomas Roland eigens hergestellt von der Priorin des Heilig- Grab- Klosters, Schwester Maria Gratia Choi OP. Die Profess selbst wurde entgegengenommen von der Präsidentin der dominikanischen Laiengemeinschaft am Kloster Heilig- Grab in Bamberg, Johanna (von Aza) Christine Seibold, und von der geistlichen Begleiterin  der Gemeinschaft und langjährigen Priorin, Schwester Maria Berthilla Heil OP. Nach vollzogenem Versprechen wurde die von Thomas Roland unterschriebene Professformel auf dem Zelebrationsaltar niedergelegt, auf welchem auch eine kleine Reliquienmonstranz mit einer Reliquie des Heiligen Thomas von Aquin stand. Seitlich neben dem Altar stand eine geschmückte Statuette der Muttergottes von Fatima.

Nach der Feier wurde dem Neu-Professen von allen Seiten gebührend gratuliert, dann begab sich die Gesellschaft zu einer kleinen Kaffeetafel in den Versammlungsraum im Beichtvaterhaus. Im Anschluss daran wurde in der Kirche der Rosenkranz gebetet. Das 100-jährige Jubiläum der letzten Erscheinungen von Fatima und des Sonnenwunders, auch daran wurde erinnert bei einer diesen Tag abschließenden Video- Vorführung im Saal. Ein sehr sonniger Herbstsonntag war nun zu Ende, der leider nicht eben viele Mitbeter in die Heilig- Grab- Kirche gelockt hat. Pater Karl Meyer sagte: Wir Mitglieder der dominikanischen Familie in unserem Land sind leider zahlenmäßig nicht sehr viele. Umso mehr muss in uns das Feuer brennen, welches der Heilige Dominikus entfacht hat. Dass dies unserem lieben Thomas Roland Gold in seinem Leben gelingt, das wünschen wir ihm von Herzen! (MR)

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

Die 10. Versammlung der europäischen dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima

Wie berichtet fand vom 4.-8. Oktober in Fatima die 10. Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaften von Europa statt. Zahlreiche Provinzen, Vizeprovinzen und Vikariate hatten Delegierte mit Stimmrecht entsandt, dazu kamen einige Delegierte ohne Stimmrecht, einige Promotoren, der scheidende Europäische Rat der Dominikanischen Laiengemeinschaften (ECLDF), der Vertreter Europas im International Council of Lay Dominican Fraternities (ICLDF) und eine Vertreterin des International Dominican Youth Movement (IDYM), so dass die Versammlung aus insgesamt 53 Personen bestand. Aus unserer Provinz waren durch das Präsidium bzw den Provinzrat Gabriele Neu-Yilik als stimmberechtigtes Mitglied und zusätzlich Felix Hoffmann ohne Stimmrecht als ein Vertreter der jüngeren Generation delegiert worden.

Die Versammlung wohnte, betete und tagte in der „Casa das Irmas Dominicanas„, einem von Dominikanischen Schwestern geführten Pilgerhotel  ganz in der Nähe des Heiligtums von Fatima.

Zwischen Laudes am Morgen, Rosenkranz und Vesper am Abend und der Feier der hl. Messe um die Mittagszeit hatten die Teilnehmer ein sehr dichtes und anspruchsvolles Programm zu absolvieren, das sich, inspiriert durch drei Vorträge, aus verschiedenen Gesichtspunkten mit dem Thema der letzten Jahre „Preachers of Hope“ befasste.  Am 1. Tag sprach der Ordensmeister Bruno Cadoré über Themen, die er auch schon in seinem Brief an die Dominikanischen Laien in Vorbereitung des Jubiläumsjahrs entfaltet hatte: die Fraternität als Ort der Hoffnung, der Kommunion und der Predigt, in der der Einzelne mehr er selbst wird, als er das auf sich gestellt könnte. Er wies darauf hin, dass wir als Prediger nicht nur Gebende sondern genauso Empfangende sind, symbolisiert durch die ausgestreckte Hand, eine Geste, die sowohl für Geben als auch für Nehmen steht.

Der ehemalige Ordensmeister Timothy Radcliffe sprach am folgenden Tag darüber, wie unsere Brüder und Schwestern in arabischen Ländern (Irak, Syrien) im Angesicht von Verfolgung und Krieg uns Hoffnung lehren können.

Hoffnung müsse der wichtigste Gegenstand der Predigt sein, denn wir müssen uns täglich klar machen, dass das Reich Gottes nah ist.  Wenn man lernen wolle, was Hoffnung ist, müsse man in die Wüste oder die Wildnis gehen und dort bleiben, wie zB die Laiendominikaner, die er in Bagdad getroffen hat und die sich weigern wegzugehen. Als er 1988 den Irak besuchte und von bevorstehenden Bombenangriffen hörte, fragte er Erzbischof Mirkis, einen Dominikaner, ob er keine Angst habe. Der Bischof antwortete, wenn man so lange mit dem Tod gelebt habe, wie die Bewohner seiner Stadt, würde man sich nicht mehr darum sorgen, ob man sterben könne, sondern darum, ob man auferstehen wird. Im Arabischen gibt es zwei Vokabeln für Hoffnung, eine die für Optimismus steht und eine für die Hoffnung auf den Herrn. In diesen Ländern sei die Feier der Eucharistie der größte Ausdruck der Hoffnung. Ein anderer Ausdruck sei die Musik, das Singen. Beides wird in besonders eindringlicher Weise in dem Film über die Mönche von Tiberine  (Von Menschen und Göttern) verdeutlicht.  Beten, singen, bleiben und morgens aufstehen und die guten Dinge tun, die Gott für uns vorbereitet hat, das sei die beste Art zu predigen. Das vollständige Manuskript der Ansprache in Englisch ist auf der ECLDF-Homepage einsehbar.

Sr. Yosé Höhne-Sparborth berichtete am 3. Tag sehr eindrucksvoll von ihren Erfahrungen als Friedensarbeiterin, die sie nach mehr als 20 Jahren in Lateinamerika jetzt in Syrien und im Irak sammelt.

Dort hilft sie u.a. den Erzbischof von Kirkuk Yousif Thomas Mirkis OP bei seinen vielfältigen Projekten zur Unterstützung und Ausbildung von verfolgten Christen, aber auch Muslimen, die ebenfalls unter dem Bürgerkrieg und dem IS leiden.

Nach den Vorträgen von Timothy Radcliffe und Sr. Yosé fanden jeweils Gesprächskreise in Englisch, Deutsch und Französisch statt, bei denen sich die Teilnehmer über das Gehörte austauschen konnten und darüber wie unsere  Gemeinschaften Zeichen der Hoffnung in unseren jeweiligen Kontexten sein können.

Ein anderer wesentlicher Teil der Assembly waren die Berichte des noch amtierenden ECLDF über seine Aktivitäten in den letzten dreieinhalb Jahre.

 

 

Dazu gehörten u.a. die Einrichtung der neuen Internetseite und einer Facebook-Seite, die Etablierung eines regelmäßig versandten Newsletters, die Aktion „Chain of Preachers of Hope“, mit der Provinzen und Vikariate in ganz Europa verbunden wurden, die vollständige Digitalisierung und Archivierung aller vorhandenen Dokumente, Besuche von Provinzen  auf deren Einladung hin (beispielsweise war Arnaud Kientz eingeladener Gast bei unserer Provinzratswahl 2015) und der ständige Kontakt mit der Generalkurie über den Generalpromotor P. Rui.

Klaus Bornewasser gab einen kurzen Überblick über die Aktivitäten des ICLDF, dem er als Vertreter Europas bis Ende nächsten Jahres angehört. Auch die Delegierten stellten in kurzen Zusammenfassungen ihre Provinzen vor.

Am Nachmittag des 7. Oktober fanden dann der Traktatus und die anschließende Wahl des neuen ECLDF statt. Im Traktatus stellen sich die Kandidaten zunächst selbst vor, werden dann befragt, und anschließend findet ein freier Austausch über ihre Eignung in ihrer Abwesenheit statt. Insgesamt  neun Kandidaten stellten sich zur Wahl. Jeder Kandidat musste von einem Mitglied der Versammlung vorgeschlagen und der Vorschlag von einem weiteren Mitglied unterstützt werden. Die Kandidaten mussten ihrer Nominierung zustimmen. Sie konnten, mussten aber nicht Teilnehmer der Versammlung sein. Maro Botica  – ein Kandidat, der dann auch gewählt wurde – war beispielsweise nicht anwesend. Er wurde von den Delegierten seiner Provinz (Spanien) vorgestellt und beantwortete einige Fragen am Telefon.  Alle Kandidaten waren sehr gut geeignet. Sie brachten vielfältige Erfahrungen aus Beruf, Familie, pastoraler Arbeit und aus verschiedenen Ämtern in ihren Provinzen mit. Erfreulicherweise gab es auch drei Kandidaten aus der jüngeren Generation, von denen mit Felix aus unserer Provinz und Maro zwei gewählt wurden. Entsprechend der ECLDF-Statuten werden 5 Personen in den ECLDF gewählt, die die verschiedenen Ämter dann je nach Eignung und Interesse unter sch verteilen. Gewählt wurde auch der zukünftige Vertreter Europas im ICLDF. Auch für dieses Amt stellten sich drei Kandidaten zur Wahl.

Ein besonderer Höhepunkt dieser Tage war das endgültige Versprechen eines jungen portugiesischen Laiendominikaners bei der hl. Messe am ersten Tag der Versammlung mit dem Ordensmeister als Hauptzelebranten.

Am 7. Oktober, dem Fest unserer lieben Frau vom Rosenkranz, feierten P. Rui und die anwesenden Provinzpromotoren eine Messe im Heiligtum für uns und alle anwesenden Pilger.

Neben dem anstrengenden Tagungsprogramm gab es einen viel zu kurzen Ausflug zum grandiosen ehemaligen Dominikanerkloster Batalha, das etwa 15 km von Fatima entfernt gelegen ist.

Ein kurzer Überblick über Architektur und Geschichte ist auf der ECLDF-Seite (in Englisch) einsehbar. An den Abenden trafen sich alle, die noch nicht zu müde waren, zum „Networking“ und zum informellem Austausch an der Bar des Hotels, manchmal so lange, bis der Barkeeper am frühen Morgen das Licht ausmachte.

Der letzte Abend wurde von der portugiesischen dominikanischen Familie gestaltet, die auch Mitglieder der Dominican Volunteers International (DVI) mitbrachte.

Nach der Vorstellung der DLG von Fatima und des DVI kam auch die IDYM-Delegierte zu Wort, die als Beobachterin an der Versammlung teilgenommen hatte. Seit seiner Gründung durch Timothy Radcliffe im Jahr 2002 ist die Mitgliederzahl des IDYM bereits auf 2200 angewachsen. Leider ist IDYM in Europa nur in zwei Ländern vertreten.

Zu Recht bezeichnete die IDYM-Vertreterin diese Jugendgemeinschaften als natürliche Vorstufen oder Keimzellen für inkorporierte dominikanische Laienfraternitäten. Wir sollten Möglichkeiten finden, wie die IDYM-Bewegung auch in Europa verbreitet werden kann und wie diese Gruppen dann, wenn sie die Altersgrenze für IDYM erreichen, in DLGs überführt werden können. Die Vorstellung dieser  unterschiedlichen Zweige der dominikanischen Familie ging in eine fröhliche Tanzdarbietung der DVI-Gruppe über und anschließend bewirtete die Fraternität von Fatima alle mit portugiesischen Spezialitäten.

Die Versammlung endete mit der Verabschiedung des alten ECLDF und dem Segen für die Neugewählten, bei dem auch alle eine Kerze auf den Weg erhielten.

Da Maro nicht anwesend und Damian schon abgereist war, mussten die übrigen drei neuen Ratsmitglieder ihre Kerzen in Empfang nehmen. Wir danken von Herzen dem alten Rat für seinen langjährigen Einsatz und wünschen dem neuen Gottes Segen für die vor ihm liegenden vier Jahre.

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

Ein neuer Europäischer Rat der Dominikanischen Laiengemeinschaften

Vom 4.- 8. Oktober trafen sich Vertreter der  europäischen Dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima. Hauptanliegen dieser alle 4 Jahre stattfindenden Versammlung ist die Wahl einer neuen Vertretung (Rat) der Laiendominikaner auf europäischer Ebene. Dieser „European Council of Lay Dominican Fraternities“ (ECLDF) vertritt die Anliegen der europäischen DLGs im Orden und versucht Verbindungen zwischen den Provinzen zu initiieren und zu fördern. Jede Provinz entsandte eine(n) oder mehrere Delegierte nach Fatima. Die Wahl fand nach einem spannenden Tagungsprogramm, den Berichten des scheidenden Rates und dem Traktatus (Auswahl und Vorstellung der zur Wahl stehenden Kandidaten) am 7. Oktober statt.

Der neue ECLDF setzt sich aus Vertretern aus 5 Provinzen zusammen. Aus unserer Provinz wurde Felix Hoffmann von der Freiburger Fraternität Jordan von Sachsen gewählt. Die einzelnen Ämter (bisher Präsident, Ausbildung, Schriftführung, Finanzen, Kommunikation …  ) verteilen die Mitglieder des Rates bei ihrem ersten Treffen.

Gewählt wurden:

Mario Botica (34), aus der Provinz Hispania ist verheiratet und gehört ebenso wie seine Frau zur Fraternität El Olivar in Madrid. Sie erwarten im Dezember ihr erstes Kind. Er wurde wie Marco Polo auf der kleinen Insel Korcula in Kroatien geboren, lebt aber seit mehr als 10 Jahren in Spanien. Dadurch vereint er in seiner Person gewissermaßen den Osten und Westen Europas. Er hat eine Qualifikation in Moraltheologie und einen Master in Bioethik. Derzeit unterrichtet er Religion in einem Gymnasium und arbeitet an einer Doktorarbeit in Geschichte. Außerdem ist er Mitglied einer Jugendgruppe in der Dominikanerpfarrei El Olivar in Madrid.

Felix Hoffmann (31) aus der Provinz des Hl. Albert von Süddeutschland und Österreich ist alleinstehend und arbeitet als Gemeindereferent in Zeitz in der Nähe von Leipzig. Er ist sehr kommunikativ und arbeitet gern mit allen Altersstufen; sein Schwerpunkt ist jedoch die Jugendarbeit. Er hat derzeit kein Amt in der DLG, da er etwa 600 km entfernt von seiner Fraternität lebt.  Er ist überzeugt, dass der Austausch zwischen den Provinzen eine Chance dafür ist, dass wir immer mehr als eine Familie zusammen wachsen und uns dabei stärkt und hilft, das Evangelium zu verkünden.

Damien McDonnnell (54) aus der Provinz Irland ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Carlow in Irland. Seine berufliche Qualifikation liegt im Finanzbereich, und er arbeitet für den Öffentlichen Dienst. Er hat ausländisches Handelsrecht studiert, hat eine Ausbildung in Theologie und Neuevangelisierung und eine Qualifikation als Katechist. Damien ist Präsident der Fraternität in Black Abbey, Kilkenny und Schatzmeister der Irischen Provinz. Seine besonderen Interessen sind Ausbildung und Neuevangelisierung.

Ludovic Namurois (51) ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist ein ehemaliger Banker und ist für die Finanzen eines Colleges verantwortlich. Neben seiner Tätigkeit als Präsident der DLG der Vizeprovinz Belgien arbeitet er mit einigen Brüdern in einer Dominikanischen Kneipe. Außerdem begleitet er eine Fraternität, die im Gefängnis von Ittre gegründet wurde. Diese Initiative verbindet Menschen, deshalb ist Kommunikation für ihn von besonderer Bedeutung.

 

Die Wirtschaftsmathematikerin Vilija Šemetienė (55), war verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Vilnius in Litauen. Sie ist verantwortlich für die Ausbildung in ihrer Provinz und Schatzmeisterin ihrer Fraternität. Dominikanersein bedeutet für sie, Gottes Nähe zu bezeugen und Menschen zu einem Leben als Christen in einer technologie-besessenen Welt zu ermutigen.

 

Außerdem wurde Gabriel Silva aus Portugal zum zukünftigen Vertreter Europas im Internationalen Rat der Dominikanischen Laien (ICLDF) gewählt. Gabriel (52) is verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er war viele Jahre Journalist und arbeitet jetzt in einem Restaurant. In seiner Fraternität hatte er verschiedene Ämter inne und ist früherer Präsident des ECLDF.

 

Der ICLDF setzt sich aus Vertretern aller Kontinente zusammen. Der europäische ICLDF-Vertreter nimmt an den Treffen des ECLDF teil.

Bis Ende 2018 nimmt dieses Amt noch Klaus Bornewasser aus unserer Schwesterprovinz  Teutonia wahr. Klaus (66) ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er war Lehrer und Direktor einer Grundschule und ist jetzt im Ruhestand. Viele Jahre diente er sowohl als Präsident seiner Fraternität in Düsseldorf als auch seiner Provinz Teutonia  und jetzt als Vertreter Europas im ICLDF.

 

Teilnehmer an den Treffen und Beratungen des ECLDF und des ICLDF ist außerdem unser Generalpromotor P. Rui Carlos Antunes e Almeida Lopes.

 

 

Weitere Nachrichten über das Treffen in Fatima folgen demnächst

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

10. Versammlung der europäischen dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima

Vom 4.-8. Oktober tritt in Fatima die alle 3- 4-jahre stattfindende Versammlung von Vertretern der dominikanischen Laiengemeinschaften fast aller europäischen Provinzen und Vikariate zusammen. Bei dem Treffen fallen ein kleines und ein großes Jubiläum zusammen: die 10. Versammlung der europäischen DLGs findet im Jubiläumsjahr der Erscheinungen der Gottesmutter vor 100 Jahren statt, das am 13. Oktober seinen feierlichen Abschluss findet.

Während dieser Tagen wird ein neuer Rat der europäischen DLGs gewählt – der ECLDF (European Council of Lay Dominican Fraternities). Die vorausgehenden Beratungen und die Feier der Liturgie findet in der Casa das Irmãs Dominicanas statt.

Der noch amtierende ECLDF hat ein inspirierendes Begleitprogramm zusammengestellt, bei dem der Ordensmeister fr. Bruno Cadoré, der frühere Ordensmeister fr.Timothy Radcliffe und Sr. Yosé Höhne-Sparborth zu verschiedenen Themen, insbesondere die Situation der Christen im Nahen Osten sprechen werden. Am Freitagnachmittag findet ein Ausflug zu dem ehemaligen Dominikanerkloster von Batalha, statt, das zum Weltkulturerbe zählt.

Auf der Internetseite des ECLDF wird tagesaktuell über den Fortgang der Versammlung berichtet, an der auch zwei Vertreter unserer Provinz teilnehmen.

Wir bitten alle unsere Mitglieder und unsere Leser um ihr Gebet, dass die Versammlung unsere Sendung als Laiendominikaner in Europa und die Verbindungen zwischen unseren Gemeinschaften stärken möge.

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

Preis der Wiesnwirte an P. Paul Schäfersküpper

Standkonzert an der Bavaria

Wiesn-Seelsorger Dr. Paul Schäfersküpper dirigiert beim Standkonzert an der Bavaria. Unser Live-Ticker zum Oktoberfest: https://www.tz.de/muenchen/wiesn/oktoberfest-2017-im-live-ticker-chefs-fahrgeschaefte-haben-riesenproblem-8711794.html

Posted by Oktoberfest on Sonntag, 24. September 2017

Am gestrigen Sonntag wurde P. Dr. Paul Schäfersküpper, der Promotor der dominikanischen Laien unserer Provinz, beim Münchner Oktoberfest für seine Verdienste als Schaustellerseelsorger der Preis der Wiesnwirte verliehen. Herzlichen Glückwunsch!

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

Erster gemeinsamer Studientag der Provinzen in Deutschland und Österreich

Am vergangenen Wochenende fand in Zeitz im Bistum Magdeburg in der dortigen Domgemeinde St. Peter und Paul der erste gemeinsame Studientag der Dominikanischen Laiengemeinschaften der Provinz Teutonia und der Provinz des Hl. Albert von Süddeutschland und Österreich statt.

In Anlehnung an die derzeit in der Moritzburg stattfindende Sonderausstellung zum Thema „Dialog der Konfessionen; Bischof Julius Pflug und die Reformation“ war der Dialog der Konfessionen auch das Thema unseres Studientages. Eingeladen hatten die Dominikanischen Laiengemeinschaften der Provinz von Süddeutschland und Österreich durch Herrn Felix Hoffmann OP, ein Laiendominikaner aus unserer Fraternität in Freiburg. Felix ist seit sechs Jahren in der Dompfarrei zu Zeitz als Gemeindereferent tätig.

Leider folgten nur drei Mitglieder der DLG in der Provinz von Süddeutschland und Österreich der eigenen Einladung nach Zeitz, jedoch nahmen dafür glücklicherweise 19 Dominikanische Laien und Brüder der Provinz Teutonia die Einladung an, so dass 22 Mitglieder der deutschsprachigen Dominikanischen Familie sich an diesem Wochenende zusammen fanden. Alle die dazu kamen, haben ein sehr gut organisiertes und inhaltsreiches Programm erleben dürfen.

Nach der gemeinsamen Vesper in Dom am Freitagabend, besuchten wir in der Moritzburg ein Konzert der Musikschule Zeitz zu Ehren von Julius von Pflug. Danach gab es Zeit für erste Begegnungen und Gespräche.

Am Samstagmorgen versammelten wir uns um 9:00 Uhr zu Laudes und Messe ( Bild) im Dom.

Anschließend wurden wir durch den Dom geführt

und Felix berichtete zur Situation der Diasporagemeinde in Zeitz.

Nach der Pause folgte der erste sehr unterhaltsame und interessante dreiteilige Vortrag von P. Diethard Zils OP über die Voraussetzungen für einen wahren und fruchtbringenden Dialog.

Nach der Mittagspause folgte die zweite thematische Einheit. Aus der Dominikusgruppe Speyer, einer assoziierten Laiengemeinschaft, waren Carsten und Anette Schulze zu uns angereist. Carsten ist evangelischer Pastor im Ökumenischen Zentrum Frankenthal bei Worms in der Pfalz. Anette ist katholische Pastoralreferentin und Klinikseelsorgerin. Sie berichteten aus ihren eigenen Erfahrungen als Ehepaar und Eltern in einer interkonfessionellen Ehe und als hauptamtliche Angestellte in ihren jeweiligen Kirchen – Dialog der Konfessionen in der Lebenspraxis!

Danach hatten wir Gelegenheit zu einer sehr guten und informativen Führung durch die oben erwähnte Ausstellung in der Moritzburg.

Gerne hätten wir noch mehr Zeit gehabt, sie ein zweites Mal anzuschauen! Am Abend konnten wir unser Wissen über Bischof Julius von Pflug, den letzten katholischen Bischof von Naumburg, und seine Bemühungen um eine Reform der Kirche ohne Kirchenspaltung durch einen sehr lebhaften Diavortrag vom Herrn Roland Rittig aus Zeitz vertiefen.

Nach der Komplet gab es für besonders ausdauernde Teilnehmer die Möglichkeit zu einem Austausch über den Inhalt des Tages.

Abgerundet wurde das Wochenende mit der hl. Messe am Sonntagmorgen im gut gefüllten Dom.

Hauptzelebrant und Prediger war P. Diethard Zils OP. Reichlich beschenkt traten wir die Heimreise an. Wir vertrauen darauf, dass dies nicht unser letzter gemeinsamer Studientag war. Die Begegnungen zwischen Mitgliedern der beiden Provinzen an diesem Wochenende waren erste Schritten in Richtung einer vertieften Zusammenarbeit für die Zukunft.

Bedanken möchte ich mich besonders bei Felix für seine unermüdliche Arbeit an der Organisation und Durchführung dieses Studienwochenendes, die von ihm einen großen persönlichen Einsatz an Zeit und Energie forderte. Das Wochenende ist ihm wunderbar gelungen. Danke, Felix! Bedanken möchte ich mich auch bei den Referenten Carsten und Anette Schulze und P. Diethard Zils OP , dass sie die Zeit fanden, zu uns zu kommen und mitzuwirken. Unser Dank gilt auch P. Sebastian Annas, dem Promotor der Dominikanischen Laien in der Provinz Teutonia und P. Karl Meyer OP, dem geistlichen Assistenten der DLG in Hamburg, dass auch sie die Zeit finden konnten, dabei zu sein.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Gemeinde St. Peter und Paul für die Gastfreundschaft und ganz besonders an die drei Helfer, die bei der Bewirtung und bei Auf- und Abbau uns zur Seite standen bzw. alles für uns getan haben.

Melanie Delpech

Posted in Uncategorized | Tagged , , , , | Leave a comment

Nächste Woche Studientag

Vom 15.-17. September findet in Zeitz der provinzübergreifende Studientag der Dominikanischen Laien zum Thema „Dialog der Konfessionen“ statt, an den hier noch einmal erinnert werden soll. Im Zentrum steht Julius von Pflug, der letzte Bischof von Naumburg, der in den Reformationswirren um Verständigung der streitenden Parteien bemüht war.

In Zeitz wird zu diesem Thema eine bedeutende Ausstellung präsentiert, die während des Studientags besucht werden kann.

Posted in Uncategorized | Tagged , , , | Leave a comment

Ein Buch über die Geschichte der Dominikanischen Laien.

In der neuesten Ausgabe der von unserer Nachbarprovinz Teutonia herausgegebenen Dominikanischen Zeitschrift für Glauben und Gesellschaft „Wort und Antwort“ findet sich die folgende Rezension eines im letzten Jahr erschienenen Buches zur Geschichte der Laien im Predigerorden. Der Rezensent ist Mitglied unserer Freiburger Fraternität.

Catherine Masson, Des laïcs chez les prêcheurs, de l’ordre de la pénitence aux fraternités laïques, une histoiredu tiers-ordre dominicain, Editions du Cerf Paris 2016, 296 S., Mit einem Vorwort von Bruno Cadoré

Die Historikerin C. Masson teilt ihre Geschichte der Laien im Predigerorden in vier Epochen ein: (1) Die Ursprünge vom 13. bis zum 15. Jahrh., (2) die Entwickung bis zum Ende des 18. Jahrh., (3) Überleben, Restauration und Entwicklung im 19. Jahrh. sowie (4) im 20. Jahrh. das Aufkommen eines vollkommen von Laien geprägten Engagements.

Masson siedelt die Ursprünge im „Orden von der Buße des hl. Dominikus“ in Italien an. Sie bettet die Entstehung dessen Regel in die Förderung der Verehrung Catherina von Sienas durch Thomas Caffarini ein. Infolge der Approbation durch Innozenz‘ VII. von 1405 finde sich die Bezeichnung „3. Orden“ in Generalkapitelsakten 1481 und 1484. Die dominikanische Observanzbewegung brächte die Regulierung für weite Teile des Laienzweiges mit Habit, gemeinsamen Gebetsrhythmen und Zusammenleben in Gemeinschaftshäusern mit sich. Es bildeten sich monastische Klöster aus, so dass es den regulierten und säkularen Zweig im 3. Orden gebe.

Für die folgenden 3 Jahrh. konzentriert Masson sich auf die Entwicklung in Frankreich: sie stellt einzelne Terziaren sowie Fraternitäten vor, schildert den Niedergang nach Revolution und Wiederaufbau. Im 20. Jahrh. habe sich der 3. Orden auf dem Hintergrund entstehender Laienwerke und theologischen Wandels zu einer mehr und mehr von Laien getragenen Bewegung entwickelt. Diese Veränderungen nutzte der Ordensmeister Gillet für dessen Weiterentwicklung und sprach ihm eine apostolische Berufung in der Welt als Mitarbeiter der Predigerbrüder zu. Die bis heute gültige Regel wurde von Laien 1985 in Montreal erarbeitet und vom Ordensmeister Burne bestätigt. Dieser Weg beinhaltete die Abschaffung der Bezeichnungen „1./2./3. Orden“ auf dem Generalkapitel von 1974 und der Etablierung des Ausdruckes „dominikanischen Laiengemeinschaften“.

Massons Einbettung der Entwicklung des französischen Laienzweiges in dessen eigene Entwicklung, die der dominikanischen Familie und in die Kirchengeschichte vor allem für das 13.-15. und 20. Jhrh. ist für die Aufbereitung der Geschichte der dominikanischen Laien wertvoll, der eher dezente wissenschaftliche Charakter des Buches erleichtert dessen Lesbarkeit, ein besonderer Schatz ist die Nennung wichtiger Laien – teilweise mit Kurzbiographien – sowie von Fraternitäten und Angaben über Mitgliederzahlen.

Herr Norbert Schmeiser OP

Posted in Uncategorized | Tagged , , , , | Leave a comment