Studientag in Heidelberg


Der Veranstaltung ist Teil des regulären Studienprogramms der Dominikanischen Laiengemeinschaft Jordan von Sachsen in Freiburg

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Hl. Johannes Heer von Köln

Am 9. Juli gedenkt der Dominikaneroren des hl. Johannes Heer von Köln. Johannes wurde am Anfang des 16. Jahrhunderts in Köln geboren und trat dort in das Dominikanerkloster Heilig Kreuz ein. Seine Ordensoberen schickten ihn zur Zeit der Glaubensspaltung nach Holland. Die Katholiken dort erbaten für ihre verwaisten Pfarreien Ordensleute und Priester aus Deutschland für die Seelsorge. Über 20 Jahre war Johannes in der Pfarrei in Hoornar als Pfarrer tätig. Im Juni 1572 besetzte ein calvinistische Abteilung Gorkum. Johannes, der heimlich in der Stadt weilte, um eine Taufe zu spenden, wurde mit anderen Ordensleuten und Priestern durch Verrat entdeckt und verhaftet. Man brachte sie nach Brielle an der Maas. In Verhören bot man ihnen die Freiheit an, wenn sie ihrem Glauben abschwörten und die Gegenwart Christi in der Eucharistie und den Primat des Papstes leugneten. Sie aber blieben standhaft und ertrugen die grausamen Folterungen.

Am 9. Juli 1572 wurde Johannes mit seinen Gefährten, elf Franziskanern, zwei Prämonstratensern, einem Augustiner und vier Weltpriester in einer Scheune hingerichtet. Im Jahr 1867 sprach Papst Pius IX die Märtyrer von Gorkum heilig.

Gebet: „Herr, unser Gott, du hast uns in den heiligen Blutzeugen Johannes von Köln und seinen Gefährten ein strahlendes Vorbild des Glaubens und der Tapferkeit geschenkt. Laß uns durch ihre Predigt und ihr Beispiel den Anfechtungen der Welt mutig widerstehen und den wahren Glauben unerschütterlich bekennen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.“ *

Eine ausführliche Würdigung des heiligen Dominikaners und seiner Gefährten sowie Bilder vom Reliquenschrein der Märtyrer von Gorkum sind hier zu finden.

*  aus dem Proprium des Predigerordens.

Bild: Teil des Hochaltars der Dominikanerkirche in Friesach

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Tagung des Provinzrats in Augsburg

Am letzten Samstag tagte in im Augsburger Dominikanerkloster Hl. Kreuz der Provinzrat der Dominikanischen Laien unserer Ordensprovinz, der sich aus dem Präsidium, Delegierten der Fraternitäten und dem Provinzpromotor zusammensetzt. Außerdem standen uns P. Provizial Thomas Gabriel Brogl und aus der Provinz Teutonia Klaus Bornewasser beratend zur Seite. Nach Laudes und Messe begannen die Beratungen  um 9:00 Uhr und dauerten bis in die Nacht. Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit, der Verabschiedung der Tagesordnung und den Rechenschaftsberichten der Amtsträger stand zunächst die Nachwahl einer Schriftführerin an. Dieses Amt war schon seit eineinhalb Jahren vakant. Vorgeschlagen und gewählt wurde Gabriele Panec, die Präsidentin der Wiener Fraternität, so dass jetzt auch der österreichische Teil unserer Provinz wieder im Präsidium vertreten ist.

Großen Raum nahmen die Berichte über das Leben der  Fraternitäten ein: Mitgliederstand,  Aktivitäten, das Apostolat, Beziehungen zu den anderen Ordenszweigen, Schwierigkeiten und Freuden. Weitere Themen waren die Verfahrensweise bei Gruppenneugründungen, Aufnahmekriterien für neue Mitglieder, die Rolle der Ordensassistenten und die Zukunft der jährlichen Provinzstudientage. Die Studientage sind in den letzten Jahren zentral organisiert worden, sollen aber in Zukunft wieder wie früher reihum von den einzelnen Fraternitäten und Gruppen geplant und durchgeführt werden.  In all diesen Fragen war der Rat von Klaus Bornewasser, dem langjährigen Präsidenten und jetzigen stellvertretenden Präsidenten der Povinz Teutonia sehr hilfreich.

Ein wichtiger Punkt, der in der Abendsitzung verhandelt wurde, war die Modifizierung unserer Ausbildungsordnung nach einer mehrjährigen Erprobungsphase und einem Vergleich mit der Ausbildung in anderen europäischen Provinzen. Der fast fertige Entwurf wird in naher Zukunft vervollständig und nach erfolgter Genehmigung durch den Rat  hier vorgestellt werden.

Auch beim Spazierengehen und in den Pausen wurde noch diskutiert

Insgesamt fanden die Gespräche in einer vertrauensvollen und konstruktiven Atmosphäre statt. Das Intermedium endete am Sonntag mit der hl. Messe und für die noch nicht Abgereisten mit einem Mittagessen mit den Augsburger Brüdern. Besonders dankbar sind wir dem Augsburger Konvent für seine bewährte Gastfreundschaft und die wie immer hervorrragende Bewirtung.

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Intermedium des Provinzrats

Am kommenden Wochenende trifft sich unser Provinzrat in Augsburg. Die Dominikanischen Laiengemeinschaften wählen alle vier Jahre Delegierte, die den Provinzrat bilden. Der Provinzrat wählt in seiner konstituierenden Sitzung das Präsidium das sein Amt für vier Jahre ausübt. Das Präsidium tritt mindestens einmal im Jahr zusammen, der Provinzrat alle zwei Jahre. Da zuletzt vor zwei Jahren gewählt wurde, ist jetzt Halbzeit. Grund genug, die Situation der DLG in unserer Provinz und die Arbeit der letzten beiden Jahre einer kritischen Analyse zu unterziehen und die der kommenden beiden Jahre zu planen.

Dabei werden wir unterstützt vom Promotor der Dominikanischen Laien unserer Provinz, P. Dr. Paul Schäfersküpper OP, der dem Rat als geborenes Mitglied angehört, von P. Provinzial Thomas Gabriel Brogl OP, und von Herrn Klaus Bornewasser OP. Klaus Bornewasser war lange Zeit Präsident der DLG unserer Nachbarprovinz Teutonia und ist derzeit sowohl der Stellvertreter der Präsidentin und das europäische Mitglied des Internationalen Rats der Dominikanischen Laiengemeinschaften (ICLDF). Wir sind sehr froh, dass er uns seine umfassende Erfahrung zur Verfügung stellt.

Gastgeber unserer Sitzung und der meisten Teilnehmer ist einmal mehr  der Augsburger Dominikanerkonvent, wofür wir uns sehr herzlich bedanken. Wi bitten um das Gebet unserer Mitglieder und Leser für dieses Ereignis.

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P. Adalbert M. von Papius

Am 2. Juni starb in Friesach P. Adalbert M. von Papius OP

 

Der Herr schenke ihm die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihm.

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Geistbraus – der Hl. Geist ist nicht niedlich

Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal.
Finsternis über Urwirbels Antlitz.
Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.
Gott sprach: Licht werde! Licht ward.Gott sah das Licht: daß es gut ist.
Gott schied zwischen dem Licht und der Finsternis.
Gott rief dem Licht: Tag! und der Finsternis rief er: Nacht!
Abend ward und Morgen ward: Ein Tag. (Gen 1,1 nach der Übersetzung von Buber & Rosenzweig)

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien,
von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten,
Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden (Apostelgeschichte 2,1-11)

Die Kraft des Heiligen Geistes beschränkt sich nicht darauf, uns zu erleuchten und zu trösten. Sie richtet uns auch auf die Zukunft aus, auf das Kommen des Gottesreiches. Was für eine wunderbare Vision einer erlösten und erneuerten Menschheit sehen wir in der neuen Zeit, die uns vom heutigen Evangelium verheissen wird! Der Hl. Lukas sagt uns, dass Jesus Christus die Erfüllung aller Verheissungen Gottes ist, der Messias, der den heiligen Geist in Fülle besitzt, um ihn mit der ganzen Menschheit zu teilen. Die Ausgiessung des Geistes Christi auf die Menschheit ist ein Unterpfand der Hoffnung und der Erlösung von allem, was uns verarmen lässt. Sie schenkt den Blinden neues Augenlicht, sie befreit die Zerschlagenen und schafft Einheit in und durch Verschiedenheit (vgl. Lk 4,18-19; Jes 61,1-2). Diese Kraft kann eine neue Welt schaffen: sie kann „das Antlitz der Erde erneuern“ (vgl. Ps 104,30)! Eucharistiefeier zum Abschluss des XXIII. Weltjugendtags in Sydney, 20. Juli 2008

Wir wünschen allen unseren Lesern, den Geistbraus, der das Antlitz der Erde erneuert, nicht nach den Visionen der Menschen, sondern nach dem Willen Gottes.

 

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Im Geist des Dominikus: Else Budnowski

Von Norbert Schmeiser

Nur von wenigen Menschen lässt sich sagen, ein Jahrhundert ganz erlebt zu haben. Bei Else Budnowski (1900-2002) ist dies der Fall. Beeindruckend ist, wie sie ihr Leben in dieser Zeit verstand. Sie wollte „stets mitten in der Welt, voller Hingabe an den Menschen im Geist des heiligen Dominikus … leben“, schreibt sie in ihren Lebenserinnerungen.

Schreiben – das war ihr Faible, wie sich schon in ihrer Jugend zeigte: mit 13 schrieb sie ihre erste Geschichte, sie war 17, als ihr erstes Gedicht veröffentlicht wurde. Ihr Leben war von schriftstellerischer Tätigkeit geprägt: Else Budnowski veröffentlichte Literatur über Laien, die sich den Dominikanern angeschlossen hatten, etwa Martin Porres, Rose Hawthorne und Bartolo Longo, auch Romane sowie religiöse, im Briefstil gehaltene Schriften für junge Frauen, die zum Teil ins Englische und Niederländische übersetzt wurden.

Nicht nur wegen ihrer publizistischen Fähigkeiten fühlte Else Budnowski sich von der dominikanischen Spiritualität angesprochen, sondern auch aufgrund ihrer pädagogischen Begabung. Sie unterrichtete zunächst in der Eifel; nach 1945 fand sie in Berlin eine Anstellung als Lehrerin für Englisch und Deutsch, was ihr zuvor wegen ihres katholischen Bekenntnisses verwehrt wurde. Deshalb kümmerte sie sich nach ihrem Studium zunächst als Leiterin der „Katholischen Verbandsgruppe berufstätiger Frauen“ um Fabrikarbeiterinnen und Jugendliche, die bei bürgerlichen Familien angestellt waren.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg organisierte Budnowski – unterstützt von amerikanischen Mitgliedern der dominikanischen Laiengemeinschaft – Lebensmittel- und Kleiderhilfe für das isolierte Berlin. Danach engagierte sie sich politisch, caritativ und in der St. Paulus-Gemeinde in Moabit, deren dominikanische Laiengruppe ihr ein Leben lang Rückhalt bot.*

Else Budnowski als Rednerin bei einer Festveranstaltung katholischer Verbände in Berlin 1933. „Am Tage des katholischen Festes Christi Himmelfahrt am Donnerstag, den 25. Mai 1933, fand ein festlicher Umzug verschiedenster religiöser Gruppierungen hin zur Wilmersdorfer Tennishalle, einer 1930 in der Brandenburgischen Straßen erbauten Mehrzweckhalle, die rund 2000 Besucher fasste. Hier fand eine Kundgebung und Festveranstaltung der Marianischen Jugend statt, selbige Teil der Marianischen Kongregation, einer bereits im 16. Jahrhundert gegründeten – zunächst nur für Männer, seit Mitte des 18. Jahrhunderts auch für Frauen geöffneten – kirchlichen Vereinigung mit dem Ziel der Einheit von Leben und Glauben. Zusammengekommen waren einige Vertreter (Priester, Pfarrer) und zahlreiche Vertreterinnen – Mädchen und junge Frauen – aus Berliner Gemeinden, darunter der Gemeinden St. Clemens und St. Josef (vermutlich Berlin-Weißensee), Liebfrauen St. Marien (Berlin-Kreuzberg), der Katholische Kirchengemeinde Heilige Familie (Berlin-Pankow), der Gemeinden St. Ludgerus, St. Bonifacius und St. Elisabeth (Berlin-Mitte), der Congregation St. Johannis und der Congregation Lichtenberg (Berlin-Marienfelde), dem Heliandbund bzw. Heliand-Mädchenkreis, Gruppen aus Oberschöneweide, Henningsdorf oder Lichterfelde. Zu unterscheiden sind die Gruppen anhand der Fahnen und Flaggen sowie der je gruppenspezifischen Kleidung (meist langer Rock und Bluse in einheitlichen Farben). Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen versammelten sich nach dem Zug durch die Stadt in den Tennishallen. An einem feierlich geschmückten Altar bzw. Pult mit Kerzen und einer Marienstatue, seitlich gesäumt von Fahnenträgerinnen, sprachen verschiedene Personen, unter ihnen Else Budnowski (u.a. Mitte der 1920er Jahre Leiterin der Katholischen Verbandsgruppe berufstätiger Frauen, später Lehrerin). Rechts und links auf der Bühne wurde sie umringt von Mädchen der katholischen Singschar bzw. eines Sprechchors. Der Blick ins Publikum zeigt zugleich die zahlreich erschienenen Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Saal, auf den Tribünen und Rängen der Tennishalle sowie die im vorderen Bereich platzierten Ehrengäste der Veranstaltung“.**

*Dieser Text von Norbert Schmeiser von der Freiburger Fraternität erschein zuerst am 14. Mai 2017 im Konradsblatt, der Bistumszeitung der Erzdiözese Freiburg in der Rubrik „Person der Woche“.

** Originale Bildunterschrift in einem zeitgenössischen Bericht

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Dialog der Konfessionen

Diesem Thema widmet sich dieses Jahr der Studientag der Dominikanischen Laiengemeinschaften der Provinz des Hl. Albert. Ungewöhnlich sind dabei sowohl Zeit als auch Ort. Während traditionell der jährliche Studientag im November in der Nähe des Festes des hl. Albert an einem Dominikaner- oder Dominikanerinnenkloster innerhalb der Provinz durchgeführt wird, ist er dieses Jahr sowohl zeitlich als auch räumlich ausgewandert – in den September und nach Zeitz in Sachsen-Anhalt.

Das liegt daran, dass dort in der Diaspora Felix Hoffmann, Mitglied der Freiburger Fraternität als Gemeindereferent schon seit Jahren segensreich wirkt und dieses ungewöhnliche Ereignis für uns organisiert. Anlässlich des Reformationsgedenkens findet in Zeitz eine Ausstellung über Julius von Pflug (1499-1564), den letzten katholischen Bischof von Naumburg statt, der schon zur Zeit der Reformation versuchte, zwischen den Konfessionen zu vermitteln.

Dieser Studientag richtet sich besonders (aber nicht nur) an die Dominikanischen Laien aus unser Provinz und der Provinz Teutonia, in der der Veranstaltungsort liegt. Als Referenten konnten P. Dr. Frank Ewerszumrode OP, Spezialist für ökumenische Theologie und Carsten und Annette Schulze gewonnen werden. Carsten und Annette gehören der Dominikusgruppe, einer assoziierten Laiengemeinschaft in Speyer an und sind sozusagen „gelebte Ökumene“. Carsten ist evangelischer Pfarrer und Annette katholische Pastoralreferentin.

Zwischen den thematischen Einheiten gibt es Gelegenheit zu einer Führung durch die Ausstellung im Dom St. Peter und Paul in Zeitz. Der Studientag endet mit einer von der Familia dominicana gestalteten Hl. Messe im Dom.

Anmeldungen für diesen hochinteresanten Studientag sollten bis zum 30. Juni erfolgen. Alle Informationen zum Inhalt und Ablauf des Studientags sowie zur Anmeldung können den Bildern entnommen werden und sind auch hier zu finden.

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Die Seele

In diesem Semester bespricht Prof. em. William Hoye, den wir von unserem Studientag im November 2015 zum Thema Gotteserfahrung kennen,  an der Universität Münster den traditionellen christlichen Seelenbegriff basierend auf der Lehre des Dominikaners Thomas von Aquin. Die Vorlesungen können im Internet mitverfolgt werden.

Kommentar aus dem Vorlesungsverzeichnis:

Die Lehre, daß der Mensch nur eine einzige Seele hat, ist eine in der bedeutsamsten Auseinandersetzung mit islamischen Denkern und zunächst gegen den Widerstand des kirchlichen Lehramtes schwer erkämpfte Einsicht. Besonders Thomas von Aquin ist es gelungen, Aristoteles und die Hl. Schrift zusammenzuführen. Fragen wie die folgenden sollen behandelt werden: Warum ist die Seele ohne Leib keine Person und kein Mensch? – Wie ist die klassische und von der römisch-katholischen Kirche zugrundegelegte Definition der Seele zu verstehen? – Warum mußten Christen das Seelenverständnis des Aristoteles vertiefen? – Warum haben Gott und Engel keine Seele? – Ist die menschliche Seele eine Wirklichkeit? – Warum hat ein Mensch nur eine einzige Seele, und nicht drei? – Wie können Geist und Leib zu einer einzigen Wirklichkeit werden? – Was ist die Unsterblichkeit der Seele? – Wie kann die Seele eine eigenständige Wirklichkeit und zugleich mit dem Körper verbunden wiederum eine eigenständige Wirklichkeit sein? – Warum erzwingt die Glaubensoffenbarung die Entdeckung der menschlichen Seele? – Warum erzwingt die Glaubensoffenbarung eine Seinsmetaphysik? – Warum hat das kirchliche Lehramt die Lehre des hl. Thomas von Aquin, daß der Mensch eine Einheit darstelle, verurteilt und dann schließlich zu einer Grundüberzeugung verholfen? – Warum ist die Seele nicht in dem Leib, sondern umgekehrt? – Was bedeutet die Lehre, daß die menschliche Seele unmittelbar von Gott erschaffen wird? – Wann entsteht die menschliche Seele? – Gibt es eine Weltseele? – Warum kann nur Gott eine Menschenseele machen? – Welche Rolle spielt das Gehirn für die geistige Seele? Mit Äußerungen über die Seele haben Neurowissenschaftler in letzter Zeit die Theologie herausgefordert und zugleich Kritik von ihr veranlasst.

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Blühende Wüste

BLÜHENDE WÜSTE – ZWEI ALTE OSTERBILDER
#Ostern in uns. Eine afrikanische Geschichte erzählt Folgendes: Ein Missionar beobachtete das seltsame Verhalten eines Beduinen. Immer wieder legte sich dieser der Länge nach auf den Boden und drückte sein Ohr in den Wüstensand …

Von P. Provinzial Thomas G. Brogl OP
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