Ein neuer Europäischer Rat der Dominikanischen Laiengemeinschaften

Vom 4.- 8. Oktober trafen sich Vertreter der  europäischen Dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima. Hauptanliegen dieser alle 4 Jahre stattfindenden Versammlung ist die Wahl einer neuen Vertretung (Rat) der Laiendominikaner auf europäischer Ebene. Dieser „European Council of Lay Dominican Fraternities“ (ECLDF) vertritt die Anliegen der europäischen DLGs im Orden und versucht Verbindungen zwischen den Provinzen zu initiieren und zu fördern. Jede Provinz entsandte eine(n) oder mehrere Delegierte nach Fatima. Die Wahl fand nach einem spannenden Tagungsprogramm, den Berichten des scheidenden Rates und dem Traktatus (Auswahl und Vorstellung der zur Wahl stehenden Kandidaten) am 7. Oktober statt.

Der neue ECLDF setzt sich aus Vertretern aus 5 Provinzen zusammen. Aus unserer Provinz wurde Felix Hoffmann von der Freiburger Fraternität Jordan von Sachsen gewählt. Die einzelnen Ämter (bisher Präsident, Ausbildung, Schriftführung, Finanzen, Kommunikation …  ) verteilen die Mitglieder des Rates bei ihrem ersten Treffen.

Gewählt wurden:

Mario Botica (34), aus der Provinz Hispania ist verheiratet und gehört ebenso wie seine Frau zur Fraternität El Olivar in Madrid. Sie erwarten im Dezember ihr erstes Kind. Er wurde wie Marco Polo auf der kleinen Insel Korcula in Kroatien geboren, lebt aber seit mehr als 10 Jahren in Spanien. Dadurch vereint er in seiner Person gewissermaßen den Osten und Westen Europas. Er hat eine Qualifikation in Moraltheologie und einen Master in Bioethik. Derzeit unterrichtet er Religion in einem Gymnasium und arbeitet an einer Doktorarbeit in Geschichte. Außerdem ist er Mitglied einer Jugendgruppe in der Dominikanerpfarrei El Olivar in Madrid.

Felix Hoffmann (31) aus der Provinz des Hl. Albert von Süddeutschland und Österreich ist alleinstehend und arbeitet als Gemeindereferent in Zeitz in der Nähe von Leipzig. Er ist sehr kommunikativ und arbeitet gern mit allen Altersstufen; sein Schwerpunkt ist jedoch die Jugendarbeit. Er hat derzeit kein Amt in der DLG, da er etwa 600 km entfernt von seiner Fraternität lebt.  Er ist überzeugt, dass der Austausch zwischen den Provinzen eine Chance dafür ist, dass wir immer mehr als eine Familie zusammen wachsen und uns dabei stärkt und hilft, das Evangelium zu verkünden.

Damien McDonnnell (54) aus der Provinz Irland ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Carlow in Irland. Seine berufliche Qualifikation liegt im Finanzbereich, und er arbeitet für den Öffentlichen Dienst. Er hat ausländisches Handelsrecht studiert, hat eine Ausbildung in Theologie und Neuevangelisierung und eine Qualifikation als Katechist. Damien ist Präsident der Fraternität in Black Abbey, Kilkenny und Schatzmeister der Irischen Provinz. Seine besonderen Interessen sind Ausbildung und Neuevangelisierung.

Ludovic Namurois (51) ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist ein ehemaliger Banker und ist für die Finanzen eines Colleges verantwortlich. Neben seiner Tätigkeit als Präsident der DLG der Vizeprovinz Belgien arbeitet er mit einigen Brüdern in einer Dominikanischen Kneipe. Außerdem begleitet er eine Fraternität, die im Gefängnis von Ittre gegründet wurde. Diese Initiative verbindet Menschen, deshalb ist Kommunikation für ihn von besonderer Bedeutung.

 

Die Wirtschaftsmathematikerin Vilija Šemetienė (55), war verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Vilnius in Litauen. Sie ist verantwortlich für die Ausbildung in ihrer Provinz und Schatzmeisterin ihrer Fraternität. Dominikanersein bedeutet für sie, Gottes Nähe zu bezeugen und Menschen zu einem Leben als Christen in einer technologie-besessenen Welt zu ermutigen.

 

Außerdem wurde Gabriel Silva aus Portugal zum zukünftigen Vertreter Europas im Internationalen Rat der Dominikanischen Laien (ICLDF) gewählt. Gabriel (52) is verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er war viele Jahre Journalist und arbeitet jetzt in einem Restaurant. In seiner Fraternität hatte er verschiedene Ämter inne und ist früherer Präsident des ECLDF.

 

Der ICLDF setzt sich aus Vertretern aller Kontinente zusammen. Der europäische ICLDF-Vertreter nimmt an den Treffen des ECLDF teil.

Bis Ende 2018 nimmt dieses Amt noch Klaus Bornewasser aus unserer Schwesterprovinz  Teutonia wahr. Klaus (66) ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er war Lehrer und Direktor einer Grundschule und ist jetzt im Ruhestand. Viele Jahre diente er sowohl als Präsident seiner Fraternität in Düsseldorf als auch seiner Provinz Teutonia  und jetzt als Vertreter Europas im ICLDF.

 

Teilnehmer an den Treffen und Beratungen des ECLDF und des ICLDF ist außerdem unser Generalpromotor P. Rui Carlos Antunes e Almeida Lopes.

 

 

Weitere Nachrichten über das Treffen in Fatima folgen demnächst

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

10. Versammlung der europäischen dominikanischen Laiengemeinschaften in Fatima

Vom 4.-8. Oktober tritt in Fatima die alle 3- 4-jahre stattfindende Versammlung von Vertretern der dominikanischen Laiengemeinschaften fast aller europäischen Provinzen und Vikariate zusammen. Bei dem Treffen fallen ein kleines und ein großes Jubiläum zusammen: die 10. Versammlung der europäischen DLGs findet im Jubiläumsjahr der Erscheinungen der Gottesmutter vor 100 Jahren statt, das am 13. Oktober seinen feierlichen Abschluss findet.

Während dieser Tagen wird ein neuer Rat der europäischen DLGs gewählt – der ECLDF (European Council of Lay Dominican Fraternities). Die vorausgehenden Beratungen und die Feier der Liturgie findet in der Casa das Irmãs Dominicanas statt.

Der noch amtierende ECLDF hat ein inspirierendes Begleitprogramm zusammengestellt, bei dem der Ordensmeister fr. Bruno Cadoré, der frühere Ordensmeister fr.Timothy Radcliffe und Sr. Yosé Höhne-Sparborth zu verschiedenen Themen, insbesondere die Situation der Christen im Nahen Osten sprechen werden. Am Freitagnachmittag findet ein Ausflug zu dem ehemaligen Dominikanerkloster von Batalha, statt, das zum Weltkulturerbe zählt.

Auf der Internetseite des ECLDF wird tagesaktuell über den Fortgang der Versammlung berichtet, an der auch zwei Vertreter unserer Provinz teilnehmen.

Wir bitten alle unsere Mitglieder und unsere Leser um ihr Gebet, dass die Versammlung unsere Sendung als Laiendominikaner in Europa und die Verbindungen zwischen unseren Gemeinschaften stärken möge.

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

Preis der Wiesnwirte an P. Paul Schäfersküpper

Standkonzert an der Bavaria

Wiesn-Seelsorger Dr. Paul Schäfersküpper dirigiert beim Standkonzert an der Bavaria. Unser Live-Ticker zum Oktoberfest: https://www.tz.de/muenchen/wiesn/oktoberfest-2017-im-live-ticker-chefs-fahrgeschaefte-haben-riesenproblem-8711794.html

Posted by Oktoberfest on Sonntag, 24. September 2017

Am gestrigen Sonntag wurde P. Dr. Paul Schäfersküpper, der Promotor der dominikanischen Laien unserer Provinz, beim Münchner Oktoberfest für seine Verdienste als Schaustellerseelsorger der Preis der Wiesnwirte verliehen. Herzlichen Glückwunsch!

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment

Erster gemeinsamer Studientag der Provinzen in Deutschland und Österreich

Am vergangenen Wochenende fand in Zeitz im Bistum Magdeburg in der dortigen Domgemeinde St. Peter und Paul der erste gemeinsame Studientag der Dominikanischen Laiengemeinschaften der Provinz Teutonia und der Provinz des Hl. Albert von Süddeutschland und Österreich statt.

In Anlehnung an die derzeit in der Moritzburg stattfindende Sonderausstellung zum Thema „Dialog der Konfessionen; Bischof Julius Pflug und die Reformation“ war der Dialog der Konfessionen auch das Thema unseres Studientages. Eingeladen hatten die Dominikanischen Laiengemeinschaften der Provinz von Süddeutschland und Österreich durch Herrn Felix Hoffmann OP, ein Laiendominikaner aus unserer Fraternität in Freiburg. Felix ist seit sechs Jahren in der Dompfarrei zu Zeitz als Gemeindereferent tätig.

Leider folgten nur drei Mitglieder der DLG in der Provinz von Süddeutschland und Österreich der eigenen Einladung nach Zeitz, jedoch nahmen dafür glücklicherweise 19 Dominikanische Laien und Brüder der Provinz Teutonia die Einladung an, so dass 22 Mitglieder der deutschsprachigen Dominikanischen Familie sich an diesem Wochenende zusammen fanden. Alle die dazu kamen, haben ein sehr gut organisiertes und inhaltsreiches Programm erleben dürfen.

Nach der gemeinsamen Vesper in Dom am Freitagabend, besuchten wir in der Moritzburg ein Konzert der Musikschule Zeitz zu Ehren von Julius von Pflug. Danach gab es Zeit für erste Begegnungen und Gespräche.

Am Samstagmorgen versammelten wir uns um 9:00 Uhr zu Laudes und Messe ( Bild) im Dom.

Anschließend wurden wir durch den Dom geführt

und Felix berichtete zur Situation der Diasporagemeinde in Zeitz.

Nach der Pause folgte der erste sehr unterhaltsame und interessante dreiteilige Vortrag von P. Diethard Zils OP über die Voraussetzungen für einen wahren und fruchtbringenden Dialog.

Nach der Mittagspause folgte die zweite thematische Einheit. Aus der Dominikusgruppe Speyer, einer assoziierten Laiengemeinschaft, waren Carsten und Anette Schulze zu uns angereist. Carsten ist evangelischer Pastor im Ökumenischen Zentrum Frankenthal bei Worms in der Pfalz. Anette ist katholische Pastoralreferentin und Klinikseelsorgerin. Sie berichteten aus ihren eigenen Erfahrungen als Ehepaar und Eltern in einer interkonfessionellen Ehe und als hauptamtliche Angestellte in ihren jeweiligen Kirchen – Dialog der Konfessionen in der Lebenspraxis!

Danach hatten wir Gelegenheit zu einer sehr guten und informativen Führung durch die oben erwähnte Ausstellung in der Moritzburg.

Gerne hätten wir noch mehr Zeit gehabt, sie ein zweites Mal anzuschauen! Am Abend konnten wir unser Wissen über Bischof Julius von Pflug, den letzten katholischen Bischof von Naumburg, und seine Bemühungen um eine Reform der Kirche ohne Kirchenspaltung durch einen sehr lebhaften Diavortrag vom Herrn Roland Rittig aus Zeitz vertiefen.

Nach der Komplet gab es für besonders ausdauernde Teilnehmer die Möglichkeit zu einem Austausch über den Inhalt des Tages.

Abgerundet wurde das Wochenende mit der hl. Messe am Sonntagmorgen im gut gefüllten Dom.

Hauptzelebrant und Prediger war P. Diethard Zils OP. Reichlich beschenkt traten wir die Heimreise an. Wir vertrauen darauf, dass dies nicht unser letzter gemeinsamer Studientag war. Die Begegnungen zwischen Mitgliedern der beiden Provinzen an diesem Wochenende waren erste Schritten in Richtung einer vertieften Zusammenarbeit für die Zukunft.

Bedanken möchte ich mich besonders bei Felix für seine unermüdliche Arbeit an der Organisation und Durchführung dieses Studienwochenendes, die von ihm einen großen persönlichen Einsatz an Zeit und Energie forderte. Das Wochenende ist ihm wunderbar gelungen. Danke, Felix! Bedanken möchte ich mich auch bei den Referenten Carsten und Anette Schulze und P. Diethard Zils OP , dass sie die Zeit fanden, zu uns zu kommen und mitzuwirken. Unser Dank gilt auch P. Sebastian Annas, dem Promotor der Dominikanischen Laien in der Provinz Teutonia und P. Karl Meyer OP, dem geistlichen Assistenten der DLG in Hamburg, dass auch sie die Zeit finden konnten, dabei zu sein.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Gemeinde St. Peter und Paul für die Gastfreundschaft und ganz besonders an die drei Helfer, die bei der Bewirtung und bei Auf- und Abbau uns zur Seite standen bzw. alles für uns getan haben.

Melanie Delpech

Posted in Uncategorized | Tagged , , , , | Leave a comment

Nächste Woche Studientag

Vom 15.-17. September findet in Zeitz der provinzübergreifende Studientag der Dominikanischen Laien zum Thema „Dialog der Konfessionen“ statt, an den hier noch einmal erinnert werden soll. Im Zentrum steht Julius von Pflug, der letzte Bischof von Naumburg, der in den Reformationswirren um Verständigung der streitenden Parteien bemüht war.

In Zeitz wird zu diesem Thema eine bedeutende Ausstellung präsentiert, die während des Studientags besucht werden kann.

Posted in Uncategorized | Tagged , , , | Leave a comment

Ein Buch über die Geschichte der Dominikanischen Laien.

In der neuesten Ausgabe der von unserer Nachbarprovinz Teutonia herausgegebenen Dominikanischen Zeitschrift für Glauben und Gesellschaft „Wort und Antwort“ findet sich die folgende Rezension eines im letzten Jahr erschienenen Buches zur Geschichte der Laien im Predigerorden. Der Rezensent ist Mitglied unserer Freiburger Fraternität.

Catherine Masson, Des laïcs chez les prêcheurs, de l’ordre de la pénitence aux fraternités laïques, une histoiredu tiers-ordre dominicain, Editions du Cerf Paris 2016, 296 S., Mit einem Vorwort von Bruno Cadoré

Die Historikerin C. Masson teilt ihre Geschichte der Laien im Predigerorden in vier Epochen ein: (1) Die Ursprünge vom 13. bis zum 15. Jahrh., (2) die Entwickung bis zum Ende des 18. Jahrh., (3) Überleben, Restauration und Entwicklung im 19. Jahrh. sowie (4) im 20. Jahrh. das Aufkommen eines vollkommen von Laien geprägten Engagements.

Masson siedelt die Ursprünge im „Orden von der Buße des hl. Dominikus“ in Italien an. Sie bettet die Entstehung dessen Regel in die Förderung der Verehrung Catherina von Sienas durch Thomas Caffarini ein. Infolge der Approbation durch Innozenz‘ VII. von 1405 finde sich die Bezeichnung „3. Orden“ in Generalkapitelsakten 1481 und 1484. Die dominikanische Observanzbewegung brächte die Regulierung für weite Teile des Laienzweiges mit Habit, gemeinsamen Gebetsrhythmen und Zusammenleben in Gemeinschaftshäusern mit sich. Es bildeten sich monastische Klöster aus, so dass es den regulierten und säkularen Zweig im 3. Orden gebe.

Für die folgenden 3 Jahrh. konzentriert Masson sich auf die Entwicklung in Frankreich: sie stellt einzelne Terziaren sowie Fraternitäten vor, schildert den Niedergang nach Revolution und Wiederaufbau. Im 20. Jahrh. habe sich der 3. Orden auf dem Hintergrund entstehender Laienwerke und theologischen Wandels zu einer mehr und mehr von Laien getragenen Bewegung entwickelt. Diese Veränderungen nutzte der Ordensmeister Gillet für dessen Weiterentwicklung und sprach ihm eine apostolische Berufung in der Welt als Mitarbeiter der Predigerbrüder zu. Die bis heute gültige Regel wurde von Laien 1985 in Montreal erarbeitet und vom Ordensmeister Burne bestätigt. Dieser Weg beinhaltete die Abschaffung der Bezeichnungen „1./2./3. Orden“ auf dem Generalkapitel von 1974 und der Etablierung des Ausdruckes „dominikanischen Laiengemeinschaften“.

Massons Einbettung der Entwicklung des französischen Laienzweiges in dessen eigene Entwicklung, die der dominikanischen Familie und in die Kirchengeschichte vor allem für das 13.-15. und 20. Jhrh. ist für die Aufbereitung der Geschichte der dominikanischen Laien wertvoll, der eher dezente wissenschaftliche Charakter des Buches erleichtert dessen Lesbarkeit, ein besonderer Schatz ist die Nennung wichtiger Laien – teilweise mit Kurzbiographien – sowie von Fraternitäten und Angaben über Mitgliederzahlen.

Herr Norbert Schmeiser OP

Posted in Uncategorized | Tagged , , , , | Leave a comment

Über die Chöre der Engel wurde die Jungfrau Maria erhoben. Freut euch, ihr Gläubigen, und preist den Herrn.

Nachdem Wir nun lange und inständig zu Gott gefleht und den Geist der Wahrheit angerufen haben, verkündigen, erklären und definieren Wir zur Verherrlichung des Allmächtigen Gottes, dessen ganz besonderes Wohlwollen über der Jungfrau Maria gewaltet hat, zur Ehre seines Sohnes, des unsterblichen Königs der Ewigkeit, des Siegers über Sünde und Tod, zur Mehrung der Herrlichkeit der erhabenen Gottesmutter, zur Freude und zum Jubel der ganzen Kirche, kraft der Vollmacht Unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer eigenen Vollmacht:

Die unbefleckte, immerwährend jungfräuliche Gottesmutter Maria ist, nachdem sie ihren irdischen Lebenslauf vollendet hatte, mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen worden.

Aus der Bulle Munificentissimus Deus erlassen von Papst Pius XII am 1. November 1950.

Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.

(Responsorium aus den Laudes des heutigen Tages)

Posted in Uncategorized | Tagged , | Leave a comment

Der Mutige

In Ausgabe Nr. 31 des Konradsblattes  (Bistumsblatt der Erzdiözese Freiburg) erschien der folgende Beitrag über Ceferino Giménez Malla (Autorin: Maria Senoglu). Ceferino wurde als erster Roma von Johannes Paul II selig gesprochen.

Im Text wird Ceferinos Mitgliedschaft im Dritten Orden der Franziskaner erwähnt, doch wird er bei den Dominikanern ebenfalls als Mitglied von deren Dritten Orden verehrt. Die Mehrfachmitgliedschaft in Dritten Orden bzw Laienzweigen von Orden ist heute nicht mehr möglich, schloss sich jedoch damals nicht gegenseitig aus.

Möge er uns allen, Franziskanern wie Dominikanern, mit seinem Bekennermut und seinem Lebenszeugnis ein Vorbild und ein Fürsprecher sein.

 

Posted in Uncategorized | Tagged , , , | Leave a comment

Heiliger Vater Dominikus

Am 8. August begeht der Predigerorden das Hochfest seines Gründers, des hl. Dominikus von Guzmán

Dominikus wurde um 1173 in Caleruega/Spanien geboren. Als er sieben Jahre alt war, übergaben ihn seine Eltern einem Onkel, der Priester war, zur geistlichen Erziehung und zur Vorbereitung auf seine Studien. Mit 14 Jahren begann er das Studium der Freien Künste und der Theologie in Palencia. 1196 empfing er die Priesterweihe. Diego, der Prior des Kapitels und spätere Bischof von Osma, nahm ihn in das Domkapitel auf. Hier führte Dominikus ein klösterliches Gemeinschaftsleben. 1201 wurde er Subprior des Kapitels.

Als Reisebegleiter seines Bischofs begegnete er in Südfrankreich der Irrlehre der Katharer und Waldenser. Zusammen mit seinem Bischof entschloß sich Dominikus im Jahre 1206, als Wanderprediger das Evangelium zu verkünden. Er predigte in Demut und Armut, durch sein Wort und Beispiel. Um das apostolische Leben zu unterstützen, gründete er ein Kloster für kontemplative Schwestern in Prouilhe (1206).

Nach Bischof Diegos Tod im darauffolgenden Jahr blieb Dominikus in Südfrankreich. In den folgenden Jahren schlossen sich ihm einige Gefährten an, die sich wie er der apostolischen Wanderpredigt widmen wollten, um den Glauben zu verkünden und viele Menschen zur Kirche zurückzuführen. 1215 gründete Dominikus in Toulouse die Gemeinschaft der Predigerbrüder. Mit seiner Gründung wollte er eine Antwort geben auf die tiefgreifende Krise der Kirche zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Er griff die radikalen Forderungen nach Armut und Wanderpredigt auf und gab ihnen einen Platz in der Kirche. Das apostolische Leben sollte die Brüder frei machen für die Arbeit als Prediger und Lehrer. Verkündigung und Predigt, die aus der Verbindung von Kontemplation und Studium erwachsen, sollten das Ziel seines Ordens sein. Thomas von Aquin formulierte später: contemplari et contemplata aliis tradere – in der Kontemplation leben und anderen die Früchte der Kontemplation weitergeben. Dominikus umschrieb seine Lebensform mit folgenden Worten: mit Gott oder von Gott sprechen; mit Gott in Gebet, Betrachtung, Studium und klösterlichem Leben, von Gott in Predigt, Lehre und Apostolat.

Am 22. Dezember 1216 nahm Papst Honorius III die Gemeinschaft des Dominikus unter seinen Schutz und bestätigte ihre Lebensordnung nach der Regel des hl. Augustinus. In einer Bulle aus dem Jahr 1217 erkannte der Papst den universalen Charakter des Ordens an, bestätigte Namen und Auftrag der Predigerbrüder und empfahl sie allen Bischöfen. Am 15. August 1217 sandte Dominikus seine Brüder von Toulouse aus in die großen Städte der damaligen Zeit: nach Paris, Rom, Bologna und nach Spanien. Dank des rastlosen Einsatzes des Gründers und seiner Brüder verbreitete sich der Orden innerhalb von fünf Jahren in ganz Europa. Auf den Generalkapiteln 1220 und 1221 in Bologna legte Dominikus die Grundlage der Verfassung des Ordens, die von seinem ersten Nachfolger, dem seligen Jordan von Sachsen, in eine feste Form gebracht wurde. Die kluge und ausgewogene Gesetzgebung des hl. Dominikus hat sich im Laufe der Jahrhunderte bewährt und gilt in ihren Grundzügen bis heute. Dominikus starb am 6. August 1221 im Konvent von Bologna. Papst Gregor IX hat ihn am 1234 in Rieti heiliggesprochen.

Dominikus wollte in Bologna in der Kirche des hl. Nikolaus „unter den Füßen der Brüder“ begraben sein. Als er am 6. August 1221 starb, bestatteten ihn seine Gefährten in einem einfachen Grab. Es wird überliefert, daß viele Kranke an seinem Grab Heilung und Gesundheit erhalten haben. Seine Brüder aber weigerten sich, diese Wunder anzuerkennen und erfüllten nicht das gegebene Versprechen. Durch einen Umbau des Klosters kam die Grabstätte ins Freie und war so den Einflüssen der Witterung ausgesetzt. Jordan von Sachsen war daher bestrebt, eine Übertragung des Leichnams an eine würdigere Stätte durchzusetzen. Unter Papst Gregor IX wurde in Anwesenheit des Erzbischofs Theodoricus von Ravenna in einer offiziellen kirchlichen Feier die Übertragung vorgenommen.

Es war am Pfingstdienstag 1233, zur Zeit, als das Generalkapitel in Bologna versammelt war. Die Gebeine des Dominikus wurden in einen kostbaren Marmorsarkophag gelegt. Es wird berichtet, daß beim Öffnen des Grabes ein wunderbarer Duft entströmte, „der allen klar zeigte, welch Wohlgeruch Christi dieser sei. Der Erzbischof zelebrierte das feierliche Hochamt. Und da es gerade der dritte Pfingsttag war, der strahlend aufging, stimmte der Chor den Eröffnungsvers an „Nehmt in Besitz die Wonne eurer Herrlichkeit“. Im selben Jahr begann der kanonische Heiligsprechungsprozeß, der am 3. Juli 1234 zur Heiligsprechung des Dominikus durch Papst Gregor IX führte. Der 6. Ordensmeister der Dominikaner, Johannes von Vercelli, ließ ein prächtiges Grabmal errichten und 1267 die Gebeine des hl. Ordensvaters dort beisetzen. *

Der Orden feiert die Übertragung der Gebeine des hl. Dominikus mit einem zweiten Hochfest am 24. Mai.

Unsere Konvente und Gemeinschaften begehen den 8. August als Hochfest, unter anderem mit einer Festmesse mit anschließender Agape und Ausstellung in Graz.

*Text von hier

Bilder: 1. Der hl. Dominikus an der Fassade des Regensburger Doms

2. Grabmal des hl. Dominikus zu Bologna (privat)

3. hier

Posted in Uncategorized | Tagged , , , , , | Leave a comment

Studientag in Heidelberg


Der Veranstaltung ist Teil des regulären Studienprogramms der Dominikanischen Laiengemeinschaft Jordan von Sachsen in Freiburg

Posted in Uncategorized | Tagged , , | Leave a comment