Das Wort Gottes verkünden – ein Interview mit Melanie Delpech

erschienen am 26. Februar im Konradsblatt, der Wochenzeitung für das Erzbistum Freiburg: 

Am 21. Januar ging das Jubiläumsjahr des Dominikanerordens mit einem feierlichen Gottesdienst in der römischen Lateranbasilika zu Ende.- Reguläre Mitglieder des seit 800 Jahren bestehenden Predigerordens sind auch Laien. Über diese Form des Ordenslebens sprach Norbert Schmeiser, Gymnasiallehrer in Bad Säckingen, mit Melanie Delpech, der in Freibug ansässigen Präsidentin der Dominikanischen Laiengemeinschaften in der Provinz des hl. Albert von Süddeutschland und Österreich, wie dieser Zweig der Dominikanischen Familie genannt wird.

Konradsblatt: Frau Delpech, beginnen wir mit Ihrer Person, bitte stellen Sie sich kurz vor

Melanie Delpech: Seit Januar 2012 bin ich Präsidentin der Dominikanischen Laiengemeinschaften (DLG) in der süddeutsch-österreichischen Provinz des Predigerordens. Dies ist meine zweite Amtsperiode. Von Beruf her bin ich Haushälterin bei einem Priester des Erzbistums Freiburg. Studiert habe ich in England, an der Loughborough Universität, Soziologie mit Sozial – und Wirtschaftsgeschichte.

Wie leben Sie als Mitglied der Dominikanischen Laiengemeinschaft?

 Zuerst lebe ich ein Leben als Ordensmitglied außerhalb eines Konventes. Konkret heißt dies für mich, dass ich am täglichen Chorgebet der Brüder teilnehme und, so gut wie es geht, auch täglich zur Eucharistie gehe und eine Zeit des kontemplativen Gebets einhalte.

Diese Gebetszeiten unterstützen das tägliche Apostolat. Das Apostolat beinhaltet mitunter, eine wöchentlich stattfindende Bibelgruppe zu leiten, im Pastoralteam des Konvents mitzuarbeiten und an die „Ränder“ der Gesellschaft zu gehen: in Alten- und Pflegeheime.

Laien als volle Mitglieder des Predigerordens. Ist das nicht ungewöhnlich?

 Schon als unser Ordensgründer Dominikus zu Beginn des 13. Jahrhunderts in Südfrankreich predigte, wurde er von ledigen und verheirateten Frauen und Männern unterstützt. Nach seinem Tod förderten Laien die Predigerbrüder. Die Laien schlossen sich zusammen unter anderem als „Brüder und Schwestern von der Buße des heiligen Dominikus“, einem Vorläufer der Dominikanischen Laiengemeinschaften. Anfang des 15. Jahrhunderts bekamen sie eine eigene Regel. Sie stellen einen Zweig des Predigerordens dar. Im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils erfolgte eine Erneuerung. Bis heute entschließen sich Frauen und Männer, ob verheiratet, geschieden oder ledig, sich in der Nachfolge Christi vom Charisma des Dominikus leiten zu lassen. Sie kommen aus verschiedenen Generationen, Nationen, Lebensbereichen und Berufsgruppen – von der Haushälterin bis zum Universitätsprofessor.

Was bedeutet es, Mitglied der Dominikanischen Laiengemeinschaften zu sein?

 Die dominikanischen Laien leben ihren Glauben in ihrem konkreten Umfeld: in Familie, Beruf, Kirche und Gesellschaft. Dominikanisches Leben fußt auf den vier Säulen Gebet, Studium, Gemeinschaft und Verkündigung. Wir pflegen ein intensives Gebetsleben, d.h. jeder einzelne betet nach seinen Möglichkeiten am Morgen, Mittag und Abend das Stundengebet der Kirche und besucht die Eucharistiefeier. Dadurch werden wir uns auch der Verbundenheit mit der Weltkirche und dem Orden bewusst. Wer in der Nähe eines dominikanischen Konvents lebt, schließt sich dazu den Brüdern oder Schwestern an.

Fahrt nach Köln: in der Krypta der Dominikanerkirche St.Andreas befindet sich das Grab des hl. Albert des Großen.

Was heißt „Studium“ in dem Zusammenhang? Wird ein akademisches Studium vorausgesetzt?

 Nein, vielmehr die Bereitschaft zu stetiger Weiterbildung im Glauben: dazu zählt sowohl die Theologie – vor allem im dominikanischen Geist – als auch die Entwicklung der Gesellschaft, deren Teil wir Christen sind und auf die wir reagieren müssen. Das Studium vollzieht sich sowohl in der Lektüre jedes Einzelnen als auch bei unseren Treffen in den Einzelgruppen und auf Provinzebene.

Was geschieht bei den Zusammenkünften?

 Wir beten das Stundengebet und feiern gemeinsam Gottesdienst, lesen in der Bibel und hören Vorträge zu aktuellen geistlichen, theologischen und für die Gesellschaft bedeutsamen Themen. Anschließend sprechen wir darüber und sitzen gesellig zusammen. Gebet, Gemeinschaft und Studium bereiten uns für die Verkündigung vor – die eigentliche Sendung des Dominikanerordens. Denn Dominikus gründete den Predigerorden vor 800 Jahren als Antwort auf die große Sinn- und Glaubenskrise vieler Zeitgenossen.

Was verstehen Sie unter Verkündigung? Sie sind doch Laien. In der Messe ist die Auslegung der Schrift Priestern und Diakonen vorbehalten…

 Predigt umfasst für den Orden schon immer jegliche Verkündigung des Glaubens: durch das Wort des Vortrags und des Gespräches sowie durch das Beispiel gelebter Nächstenliebe und Armut. So bringt jeder Laie in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Situationen, im Alltag, am Arbeitsplatz genauso wie in der Freizeit und in gesellschaftlichen Verpflichtungen das Wort Gottes zu Gehör. In der Vergangenheit gab es verschiedene Arten, wie Laiendominikaner diese Aufgabe wahrgenommen haben.

Können Sie Beispiele namhafter Persönlichkeiten dafür nennen?

 Aldo Moro (geboren 1916), der 1978 von den Roten Brigaden ermordet wurde, setzte sich als italienischer Politiker dafür ein, dass alle Italiener vom wirtschafltichen Aufschwung profitieren; Pier Frassati (1901-1925) unterstützte die Armen seiner Heimatstadt Turin, er wurde selig gesprochen und war mehrfach Patron der Weltjugendtage. Die norwegische Literaturnobelpreisträgerin Sigrid Undset (1882-1949) schrieb in ihren Romanen über die Kraft der Liebe und des Glaubens. Die Mehrheit von uns sind ganz normale Christen, so auch bei uns in der Gruppe in Freiburg.

Mitglieder Freiburger Gruppe „Jordan von Sachsen“

Wie ist die Situation der Dominikanischen Gemeinschaft im Erzbistum Freiburg?

Unsere Mitglieder sind auf verschiedene Art und Weise in der Verkündigung tätig, manche ehrenamtlich in einer Pfarrgemeinde, andere hauptberuflich etwa als Gemeindereferent oder Religionslehrer und alle in ihrem Alltagsleben. Wir haben zehn Mitglieder aus dem ganzen Erzbistum von Heidelberg bis Waldshut. Unser Ort der „Sammlung“ ist die Gemeinschaft der Dominikaner St. Martin in Freiburg. Wir haben uns nach dem zweiten Ordensmeister „Jordan von Sachsen“ benannt.

Wie wächst man in eine solche Gemeinschaft hinein?

 Nach einem Hineinschnuppern in die Gruppe, was jederzeit möglich ist, steht eine Phase des gegenseitigen Kennenlernens. Die Einführungszeit von einem Jahr wird individuell nach den Voraussetzungen des Bewerbers gestaltet. Darin stehen wichtige Gestalten der dominikanischen Familie wie Dominikus, Thomas von Aquin und Katharina von Siena auf dem Programm. Zudem wird das Gebetsleben vertieft, indem der Kandidat das Stundengebet, die geistliche Schriftlesung und Meditation einübt. Er nimmt an den Treffen der Gruppe teil und wird sich seiner Verkündigungsaufgaben bewusst. Nach einem Jahr legt er ein einjähriges Versprechen ab, dann kann er eines für 3 Jahre ablegen und danach auf Lebenszeit.

Was versprechen die Mitglieder der Laiengemeinschaft?

 Sie verpflichten sich, ihr Leben als Christen im Geist des hl. Dominikus zu führen und es nach der Regel für Laien auszurichten. Durch dieses Versprechen werden sie dem Predigerorden eingegliedert und Mitglied einer internationalen Ordensfamilie. Es ist also ein Zeichen für die eigenständige und vollwertige Mitgliedschaft im Dominikanerorden.

Melanie Delpech überreicht einem Kandidaten zur Aufnahme in das Einführungsjahr die Regel

Welche Beziehung haben die Laiendominikaner als Teil des Ordens zu den Brüdern und Schwestern in den Klöstern?

 Die Laiengruppen stehen in enger Beziehung zu Klöstern von Dominikanerinnen oder Dominikanern. Eine Schwester oder ein Bruder begleiten sie geistlich und theologisch. Außerdem ist auf der Provinzebene ein Dominikaner für uns bestellt, der Provinzpromotor genannt wird.

Wer leitet die Dominikanische Laiengemeinschaften?

 Der Provinzrat der Laien und das von ihm gewählten Präsidium leitet die Geschicke der Gemeinschaften in der Provinz; er fördert und koordiniert die einzelnen Gruppen; er vertritt alle in den Orden aufgenommenen Mitglieder; er ist Ansprechpartner des Ordensmeisters. Er stellt Anträge an das Generalkapitel bzw. das Provinzkapitel des Ordens. Er entsendet außerdem Delegierte zu den europäischen und internationalen Treffen der Dominikanischen Laien. Der Provinzrat wird vom Provinzkapitel gewählt, das aus Delegierten der Gruppen und Einzelmitgliedern besteht.

Welche Aufgaben haben Sie als Präsidentin?

 Die Aufgaben sind sehr vielfältig. Ich berufe die Sitzungen des Provinzrats und Präsidiums ein, leite sie und führe die Beschlüsse aus, pflege die Kontakte mit den Gruppenleitern, kümmere mich um das Leben in den Gemeinschaften und wache darüber, dass die Ämter beizeiten besetzt und Wahlen durchgeführt werden. Im Rahmen von Gottesdiensten nehme ich in manchen Fällen Kandidaten in das Einführungsjahr auf und die Versprechen bzw. deren Erneuerung entgegen. Noch dazu vertrete ich die Gruppen nach außen und lege am Ende meiner Amtszeit Rechenschaft über meine Amtsführung ab.

Was muss jemand mitbringen, der sich für eine Mitgliedschaft interessiert?

 Jeder katholische Christ kann in eine Dominikanische Laiengemeinschaft aufgenommen werden, der nach ihrer Regel leben will. Darin heißt es: „Jedes Mitglied des Dominikanerordens muss fähig sein, das Wort Gottes zu verkünden“. Neben Interesse an geistlichem Leben und der geistigen Auseinandersetzung mit dem Glauben und unserer Zeit sollte die Bereitschaft vorhanden sein, sich realistisch und aktiv neben Beruf und Familie in eine Gruppe vor Ort einzubringen.

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Die älteste Dominikanerin


Sr. Marie-Bernadette aus Dax in der Region Nouvelle-Aquitaine in Frankreich hat im Januar ihren 110. Geburtstag gefeiert und erwartete im April ihr 90. Professjubiläum als Nonne im Dominikanerorden. Nun ist sie am Fest des hl. Jordan von Sachsen heimgegangen zum Herrn. Laut ihrer Priorin war sie bis zuletzt ein Geschenk für ihr Kloster und ihren Orden, ein Zeugnis der Treue zum monastischen Leben und eine Inspiration für ihre Kommunität. Sie hörte nie auf, für den Orden und die Welt zu beten, ein Dienst, den wir jetzt gerne aufnehmen und erwidern. Der Herr belohne ihre Treue, schenke ihr die ewige  Ruhe und das ewige Licht leuchte ihr.

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Chain of preachers of hope: Susanne Witte

Die Berliner Fraternität Lacordaire berichtet im Rahmen der Aktion „Chain of Preachers of Hope“ über Susanne Witte, eine ganz besondere und mutige Frau.

Wenn sich unsere Berliner Fraternität Lacordaire zu ihren Gruppentreffen versammelt, grüßt uns Susanne Witte freundlich und selbstbewußt und schenkt uns immer wieder ein Stück Hoffnung. Diese Hoffnungsgeschichte möchten wir gern mit euch teilen:

Der Raum, in dem wir uns in St. Paulus, der Dominikaner­kirche in Berlin-Moabit treffen, ist derselbe Raum, in dem sich noch heute auch die Senioren treffen. Susanne Witte führte dort „ihre“ Altentagesstätte fast bis zum Ende ihres Lebens 2005. An zwei Tagen in der Woche gab es ein vielfältiges Programm und nebenbei noch eine ganze Reihe andere Aktivitäten, Ausflüge, ein jährlicher Kurlaub an der Rhön. Mit Frau Spiekermeier (Spieki) an ihrer Seite (meistens am Klavier) schuf sie dort Ankerpunkt, Schutz und Zuflucht für viele. Schutz und Zuflucht gewähren prägte ihr ganzes Leben.

1905 wurde Susanne Witte in Berlin geboren, Kindheit, Schulzeit und Jugend verbrachte sie in Berlin-Moabit. In St. Paulus ging sie zur Erstkommunion und schon als junge Frau engagierte sie sich in der Jugendarbeit der Dominikanergemeinde. Fürsorgerin wählte sie als Beruf. Das war ein damals neues Berufsbild für autonome, selbständige Frauen. „Fürsorgerin“ sein war ihre Berufung.

St. Paulus hatte in den 20er Jahren 22.000 Gemeindemitglieder (heute sind es auf der gleichen Fläche ca. 5.500) und war einer der ärmsten Seelsorgebezirke der Stadt, geprägt von Arbeitslo­sigkeit, Kinderreichtum und desolaten Wohnverhältnissen. Die Gemeinde wurde von P. Ulrich Kaiser OP geleitet. „Er weiß, dass Seelsorgerworte allein in dieser schweren Zeit nicht ausreichen. So gründet er verschiedene Hilfsvereine, die sich um Wärmestuben, Volksküchen und Erholungs­heime für Kinder kümmern. Auch beschreitet er neue Wege der Großstadtseelsorge.“[1]. Susanne Witte ist eine wichtige Mitarbeiterin in seinem Team. Anfang der 30er Jahre kann er ein Grundstück in Friedrichshagen, am südöstlichen Stadtrand Berlins erwerben. Dort wird (als Arbeitsbeschaf­fungs­maßnahme für die vielen Arbeitslosen und mit ehrenamtlicher Arbeit von Gemeindemitglie­dern) eine Kapelle und ein bescheidenes Wirtschaftsgebäude errichtet. Fortan fährt sie mit 60-80 Kindern per S-Bahn und Straßenbahn hinaus nach Friedrichshagen: Licht, Luft und Sonne für die Kinder der Moabiter Mietskasernen. Auch Jugendtreffen und „Bekenntnis-Tage“ auf Bistumsebene finden unter ihrer Mitwirkung dort statt.

Bis 1937 kann Susanne Witte als Seelsorgehelferin für die Jugendarbeit in St. Paulus arbeiten. Dann verbieten die Nationalsozialisten, die 1933 die Macht ergriffen hatten, jegliche katholische Jugendsozialarbeit. Susanne Witte muss entlassen werden. Sie findet eine Anstellung im kommu­nalen Gesundheitswesen des Bezirks Reinickendorf. Dort kümmert sie sich vor allem um junge Mütter und alleinstehende berufstätige Frauen. Ihr Engagement in St. Paulus setzt sie auf ehren­amtlicher Basis ungebrochen fort. Sie ist Laiendominikanerin im damaligen III. Orden und leitet die Marianische Kongregation. Zeitlebens liebte sie die schlesischen Marienlieder ganz besonders.

An den von Susanne Witte in St. Paulus veran­stalteten Gruppenaktivitäten nimmt auch ihre jüdische Berufskollegin Ruth Casper teil und kon­vertiert schließlich dort 1926 zum katholischen Glauben. „Wir waren immer sehr verbunden durch unser gemeinschaftliches Leben in der Pfarrei“ er­zählte Susanne Witte. [2] Hier ist ein Hinweis auf die Situation der Juden in Nazi-Deutschland ange­bracht. Schon kurz nach der sogenannten „Macht­ergreifung“ 1933 beginnen mit dem Aufruf, jüdische Geschäfte zu boykottieren, die ersten judenfeind­lichen Maßnahmen. Sie finden vor dem 2. Welt­krieg ihre Fortsetzung vor allem durch die „Nürn­berger Rassegesetze“ von 1935. In ihnen wird festgelegt, wer Jude ist, wer Halbjude etc., verbun­den mit diskriminierenden Regelungen bezüglich Bürgerrechten, Heiratsverboten, Berufschancen. Ein schrecklicher Höhepunkt ist der Brand der Synagogen in ganz Deutschland, die „Reichspogromnacht“ am 9. November 1938. Viele Juden verlassen Deutschland. Seit jener Nacht betete der Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg jeden Sonntag öffentlich für die Verfolgten. Er wurde später denunziert und starb 1943 auf dem Weg in ein Konzentrationslager. 1996 wurde er durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Noch einmal dramatisch verschlimmerte sich die Lage der Juden nach dem Anfang des Krieges 1939. Mit den Jahren 1941/1942 beginnt die schlimmste Phase des Holocaust. Die Juden werden aus dem ganzen besetzten Europa in Sammellager und Ghettos im Osten deportiert, in Vernich­tungslager wie Auschwitz und andere gebracht und dort zu Millionen ermordet.

Im Jahr 1942 wird auch Ruth Casper deportiert. Es gelingt ihr noch, Susanne Witte eine Nachricht zukommen zu lassen und die Bitte: „Sorge du für meine Mutter“. Die Mutter, Regina Kirschbaum, eine tiefreligiöse Jüdin, ist in einem „Judenhaus“, einer Art Sammellager am Bayerischen Platz in Berlin, untergebracht. Susanne Witte sucht sie dort auf. „Ich ging also in dieses Haus hin, tat es mit zitternden Knien, aber konnte also noch rein in das Haus, war einige Male da und brachte der Mutter notwendige Dinge, die hatten ja kaum etwas da, zu essen und Kleinigkeiten…“ [3].

Auch die Bewohner dieses Hauses wurden von der Gestapo abgeholt, doch Regina Kirschbaum konnte sich im Keller verstecken und der Deportation entgehen. „Am Abend desselben Tages stand sie vor meiner Tür, diese Frau Kirschbaum, mit einer Handtasche. Und sagte: Kann ich bei Ihnen bleiben? Ich sagte: Selbstverständlich. Sie kam rein, völlig verstört, ich auch völlig verstört, und von da an blieb sie bei mir. Das war insofern ganz einfach und ganz selbstverständlich; ich war allein in der Wohnung, ich hatte keine Angehörigen, ich konnte also niemand gefährden, und sie war die Mutter dieser Freundin, die mir sehr am Herzen lag – und wir wußten beide noch nicht, was aus dieser Tochter geworden war, wir ahnten es nur. Ja, und von da an blieb sie bei mir.“ [4]

Bis zum Kriegsende 1945 bleibt Regina Kirschbaum bei Susanne Witte.

Die beiden Frauen können diese Zeit gemeinsam überstehen auch durch Unterstützung aus dem nahen Umfeld: „Man wußte nur, was man in seinem eigenen kleinen Bezirk oder Raum tat, denn man sprach ja selbst nicht ‚darüber‘, abgesehen von der Pfarrgemeinde, in der ich im Freundes­kreis natürlich Hilfe hatte – wenns vier oder fünf waren, und einer der Geistlichen, die mir dann auch Hilfestellung leisteten, gelegentlich sogar zu mir raufkamen, ein junger Priester, der das wußte und sagte: Hören Sie, es ist Gefahr im Verzuge ich bringe Ihre Jüdin schnell hier gegenüber zu jemanden, die ist nicht verdächtig:“[5]

Oft führen sie zusammen auch religiöse Gespräche, die Susanne -Witte als sehr intensiv und beeindruckend in Erinnerung behalten hat: „Wissen Sie, und diese Jüdin hatte einen Glauben!, das habe ich manchmal schon gesagt, die hat mich beschämt mit ihrem großen, festen Gottes­glauben. Das war unglaublich, die sagte mir manchmal vorwurfsvoll: Sie sind doch Christin, wie können Sie denn solche Angst haben, wenn Sie an Gott und Christus glauben? Wir haben uns häufig über Bibel und solche Sachen unterhalten, also Grundbegriffe der christlichen Religion, weil sie nicht verstand, dass ihre Tochter – sie war die jüngste von dreien – dass die zur katholischen Kirche übergetreten war [6]. Auch den Sabbat konnte Regina Kirschbaum bei Susanne Witte feiern.

Als „selbstverständlich“ bezeichnete Susanne Witte selbst mehrfach ihren Einsatz, obwohl sie um die Gefahr wußte . „Nun ja, dass ich verhaftet würde, das war ganz klar … Wissen Sie, vielleicht habe ich ein kindliches Gottvertrauen gehabt, ich weiß es nicht. Ich habe nie zu Ende gedacht, was da wird. Dass es gefährlich wird, das sagten mir meine allernächsten Freundinnen, die das wußten, die sagten: Bist du wahnsinnig, das geht doch nicht, du kannst doch nicht, und ich sagte: Ja würdet ihr denn die Mutter einer – eines lieben Menschen jetzt auf die Straße lassen und die dem sicheren Tod aussetzen? Würdet ihr …“ [7]

Sie blieb bis zu ihrer Pensionierung als Sozialfürsorgerin im Bezirksamt Reinickendorf. Nach ihrer Berufstätigkeit leite­te sie ehrenamtlich das West-Berliner Müttergenesungsheim „Maria Rast“ und war in vielen Bereichen karitativ tätig. St. Paulus ist weiter ihr eigener spirituel­ler Mittelpunkt und Wirkungsort. Als letz­tes ihrer vielen Projekte gründet sie die Altentagesstätte.

Es war beeindruckend zu sehen, wie integrativ, sensibel und doch bestimmt sie auf Menschen (jung wie alt) zugehen konnte, immer im Blick hatte, wer am Rand stand, Zuspruch oder Ermunte­rung brauchte.

Im Jahre 1999 wird Susanne Witte von der Gedächtnisstätte Yad Vashem in Jerusalem in die Reihe der „Gerechten der Völker“ aufgenommen. Sie starb 2005, nur wenige Wochen vor ihrem 100. Geburtstag.

Wenn wir uns in St. Paulus treffen, grüßt uns ihr Bild und schenkt uns Hoffnung und Zuversicht. Sie hätte gesagt „ganz selbstverständlich“.

Margret Burkart und Hans Gasper

[1]    Burkard Runne OP: In memoriam Susanne Witte. In Kontakt Nr. 33 2005 S. 22-23

[2]    Tonband-Interview mit Susanne Witte am 30.7.1987 geführt von Brigitte Oleschinski. Zitat nach Brigitte Oleschinski: „… dass das Menschen waren, nicht Steine“ Hilfsnetze katholischer Frauen für verfolgte Juden im Dritten Reich. In: Zeitgeschichte 17.1990, S. 395-416

[3]    Ebda.

[4]    Ebda.

[5]    Ebda.

[6]    Ebda.

[7]    Ebda.

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Bericht aus Rom

Unsere Präsidentin Melanie Delpech hat vom 17.-21. Januar am Kongress für die Mission des Ordens zum Abschluss des Jubiläumsjahres teilgenommen und den folgenden Bericht gesandt:

Als Repräsentanten der DLGs in Süddeutschland und Österreich durften Melanie (Deutschland) und Gabriele (Österreich) letzte Woche am Kongress „ Sent to preach the Gospel“ in Rom teilnehmen. Wir erlebten einen sehr gut organisierten Kongress mit anregendem Inhalt. Wir haben an sehr interessanten Workshops teilgenommen. Für mich persönlich war der Workshop zum Thema „ Evangelisierung“ mit P. David Caron (USA) ein großer Gewinn.

 

Aus den Laienfraternitäten Europas kamen viele Mitglieder zusammen und so hatten wir auch die seltene Gelegenheit des Zusammenseins und Austauschs. Die Begegnungen haben uns gut getan. Die gesamte Dominikanische Familie über einige Tage mitzuerleben war ein Geschenk. So kamen unzählige Gespräche mit Brüdern und Schwestern aus der ganzen Welt zustande.

 

Dominikanische Laien aus der Teutonia und der süddeutsch-österreichischen Provinz, aus Norwegen, Frankreich, Slowakei, Bulgarien, Tchechien, Litauen …

Wir Europäer verließen den Kongress mit einem Gefühl der Demut angesichts der manchmal schier unlösbar scheinenden Probleme in vielen Teilen der Welt und angesichts der Courage vieler unserer dominikanischen Brüder und Schwestern, die tagtäglich in Situationen großer Gefahr an der Sendung unseres Ordens mitwirken. Wir beten für sie und sind dankbar für ihre Zeugnisse.

In Santa Sabina

Für uns Europäer war eins klar: wir müssen aus unseren Komfortzonen heraus: „ If we are sent – we have to move“!

Ein weiterer ausführlicher Bericht ist auf den Seiten unserer europäischen Vertretung zu finden.

 

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Kongress für die Mission des Ordens

Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs findet derzeit (17.-21. Januar)  in Rom ein Kongress für und über die Mission des Dominikanerordens statt.

„Während des Jubiläumsjahrs strebt der Orden danach, sich durch einen dynamischen Prozess zu erneuern, der darin gipfelt, die Brüder aufs Neue auszusenden, gerade so wie Dominikus die ersten Brüder aussandte. Und während wir uns darauf vorbereiten, aufs Neue ausgesandt zu werden, fragen wir uns: Von wem werden wir gesandt? Zu wem sind wir gesandt? Was bringen wir mit uns durch unser Gesandtsein? (Aus den Akten des Generalkapitels Trogir, 51)

Das Jubiläumsjahr endet mit einem Kongress, der Dominikaner und Dominikanerinnen aus unterschiedlichen Regionen der Welt und aus unterschiedlichen kulturellen und kirchlichen Zusammenhängen um Erfahrungen rund um die heutige Predigtmission des Ordens zu reflektieren und zu teilen. Der Kongress beleuchtet die Sendung des Ordens durch die theologische und pastorale Reflexion von Themen, die heute im Mittelpunkt seiner Predigt stehen.

(Aus der Vorankündigung auf op.org)

Die Veranstaltung und das Jubiläumsjahr enden am Samstag mit einer Pontifikalmesse in der Lateranbasilika

Die zentralen Veranstaltungen und die Messe können per Livestream verfolgt werden. Einen vorläufigen Bericht gibt es hier.

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Ein Film über die Wiener Familia dominicana

Nur noch wenige Tage ist ein interessanter Film über die Wiener dominikanische Familie verfügbar, zu dem auch Mitglieder unserer dortigen Fraternität beigetragen haben .

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Gnade über Gnade

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AUS DEM HL. EVANGELIUM NACH LUKAS 2,1-20

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steu- erlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinus*) Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bet- lehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids.

Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.

Als sie dort ankamen, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.

Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.“

Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“

Als die Engel die Hirten verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: „Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ!“ So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in einer Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.

Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.

Bild: Der Bladelin-Altar oder auch Middelburger Altar, geschaffen um 1450 vom flandrischen Maler Rogier van der Weyden. Die drei Szenen sind eine Darstellung der Geburt des Herrn und zweier sie begleitender Ereignisse, wie sie in der von dem Dominikaner Jacobus de Voragine geschaffenen Legenda aurea beschrieben sind.  Im Zentrum steht die Geburt Christi. Der rechte Seitenflügel zeigt eine Vision der drei Magier, die einen Stern in Gestalt eines Kindes sehen, das zu ihnen spricht: „Macht euch auf nach Judaea, da findet ihr das Kindlein geboren“. Der linke Seitenflügel zeigt eine Legende , ebenfalls aus der Legenda aurea, nach der die Sibylle von Tibur dem Kaiser Augustus die Geburt eines Königs weissagt, der größer ist als er, woraufhin er das Ansinnen zurückweist, sich als Gott verehren zu lassen.

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Komm!

Im Hohen Advent, den letzten sieben Tagen vor der Heiligen Nacht werden die Rufe nach dem Herrn, ausgedrückt durch die O-Antiphonen des Magnificat in der Vesper, immer drängender und flehender. Rückwärts gelesen enthalten die Anfangsbuchstaben  der sieben Anreden ein Anagram – ERO CRAS – morgen werde ich kommen – das wie eine Antwort auf die Anrufungen klingt. Doch zusammen genommen bilden die O-Antiphonen, die stets mit einer dem Alten Testament entnommen bildhaften Anrede des erwarteten Messias beginnen, auch eine Kurzform der Heilsgeschichte in Christus.

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O Sapientia –  bezieht sich auf Christus, das ewige Wort und sein Wirken in der Schöpfung das  der hl. Paulus  (1 Kor. 1,24)“die Weisheit Gottes“ nennt . Die Antiphon spricht von der Weisheit, die aus dem Mund des Allerhöchsten kommt und alles ordnet, mit Bildern, die  Jesaja (Js 11, 2-3) und den Büchern der Sprichwörter (1,20), Sirach (24,3) und der Weisheit (8,1) entnommen sind.

O Adonai – spricht von Christus als demjenigen, der Mose im brennenden Dornbusch erschien und ihm auf dem Berg Sinai das göttliche Gesetz verkündete. Die Bitte „komm und erlöse uns mit starkem Arm“ bezieht sich auf Gottes eigene Worte als er zu Mose sagt: Ich führe euch aus dem Frondienst der Ägypter heraus und rette euch aus der Sklaverei. Ich erlöse euch mit hoch erhobenem Arm und durch ein gewaltiges Strafgericht (Exodus 6,6).

O Radix Jesse – zitiert zwei Kapitel aus Jesaja (11,10 und 52,13 u. 15), die auch von Paulus im Römerbrief (15,12) paraphrasiert werden. Wie die vorige bezeugt diese Antiphon die Erwartung Christi durch das Gesetz und die Propheten, so wie umgekehrt auch die Gegenwart von Mose und Eliah bei der Verklärung Christi die Verschränkung des Alten und des Neuen Bundes aufzeigen.

Die O-Antiphonen  sprechen weder explizit von der Inkarnation, der der Advent ja eigentlich gewidmet ist, noch von der Erwartung von Christi Geburt. Das Leiden und Sterben Christi auf direkte Weise zu thematisieren würde der freudigen Stimmung der Adventszeit widersprechen; indirekt werden sie in der 4. und 5. Antiphon dennoch aufgegriffen.

O Clavis David – o Schlüssel Davids und das darauf folgende „und Zepter des Hauses Israel“ beziehen sich auf die Verkündigung des Engels an Maria, ihr Sohn werde den Thron Davids erhalten und über das Haus Jakobs, der mit anderem Namen Israel heißt,  herrschen in Ewigkeit. Die übrigen Verse greifen die Selbstbeschreibung des „Heiligen“, (einer Umschreibung Jesu)  aus der Offenbarung auf (Offb 3, 7), der wiederum einen Vers des Propheten Jesaja zitiert: So spricht der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand mehr schließen kann, der schließt, so dass niemand mehr öffnen kann (Jes 22,22). Der Abschluss der Antiphon „Komm und führe den Gefesselten aus der Enge des Kerkers, wo er in Finsternis und Todesschatten sitzt“ zitiert sowohl den Lobgesang des Zaccharias (Lk 1, 68ff) als auch Jes 42, 6-7 und kann traditionell als die Befreiung Adams aus dem Kerker durch Tod und Auferstehung Christi gedeutet werden.

O Oriens – die Anrufungen dieser Antiphon „O Morgenstern, Glanz des ewigen Lichtes und Sonne der Gerechtigkeit“ können alle auf den Auferstandenen und die Erwartung seiner Wiederkunft bezogen werden, während der zweite Teil „Komm und erleuchte jene, die in Finsternis und Todesschatten sitzen“, die vorige Antiphon erneut aufgreift, jetzt jedoch im Plural (erleuchte jene…), womit die ganze Menschheit gemeint ist. Diese Antiphon wird in kosmischer Symbolik am 21. Dezember gesungen, dem Tag, an dem die Sonne „wiederkommt“ und kann auf Mt 24, 27 bezogen werden: „Denn wie der Blitz bis zum Westen hin leuchtet, wenn er im Osten aufflammt, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein“, ebenso wie auf die Selbstbezeichnung Jesu in der Offenbarung als den „strahlenden Morgenstern“  (Offb 22, 16).

O Rex Gentium – die Antiphon des 22. Dezember spricht vom König und Ersehnten der Völker (Hag 2, 8; Jes 33, 22) und dem Eckstein (Ps 118,22; Mt 21,42; Jes 28,16), der aus zweien eine Einheit schafft, dem König also nicht nur Israels, sondern aller Völker. Er ist der Eckstein, der aus Juden und Heiden eine Einheit schafft (Eph, 2,14) und über den die Ungläubigen stolpern. Er wird angefleht, seine Schöpfung, die aus Staub geformt ist (Gen 2,7) und sich nach ihm sehnt, zu erlösen.

O Emmanuel – mit dieser letzten Antiphon redet die Kirche Christus mit dem Namen des Kindes an,  dessen Kommen der Prophet Jesaja ankündigte:  Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben (Jes 7, 14). Während er in der vorletzten Antiphon noch der Ersehnte der Völker war, ist er jetzt der Gesetzgeber und der Erwartete. Der Ersehnte ist schon gekommen und jetzt erwartet sein Volk seine Wiederkunft und das endgültige Heil, ein Thema das während des ganzen Advents immer wieder auftauchte: das erste Kommen des Herrn in der Fülle der Zeit und das zweite am Ende aller Zeiten.

(Anregungen für diesen Beitrag hier und hier)

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Versprechensfeier und Aufnahme in Freiburg

Am 17. Dezember, dem Beginn des Hohen Advent, konnte die Dominikanische Familie von Freiburg einen schönen Abschluß des Jubiläumsjahres begehen.

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Im Rahme einer Eucharistiefeier legte ein Mitglied der Freiburger Fraternität Jordan von Sachsen sein erstes zeitliches Versprechen ab und ein weiteres Mitglied verlängerte sein zeitliches Versprechen um 3 Jahre.

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dscn0356Nach dem gemeinsamen Mittagessen mit dem Freiburger Konvent wurde in der Non unser nun jüngstes DLG-Mitglied nicht nur der Freiburger Fraternität sondern der ganzen  Provinz ins Noviziat aufgenommen.

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Erste Wahl eines Gruppenrats in Wien

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Am Vorabend des Christkönigfestes hat die Dominikanische Laiengemeinschaft Wien in einer konstitutierenden Sitzung ihren ersten Gruppenrat gewählt. Dazu wünschen wir reichen Segen für den weiteren gemeinsamen Weg – v.a. der neuen Gruppenleiterin, Gabriele Panec, und den Mitgliedern des Gruppenrates für ihr Wirken in der Gemeinschaft und darüber hinaus.

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