Das Stundengebet

stundenbuch

Eine göttliche Aufgabe

Das Stundengebet vereint auf einzigartige Weise die Kirche durch Raum und Zeit: Wie eine Welle läuft es mit der Sonne um den Globus und lobt Gott ununterbrochen durch den Gesang der Psalmen; durch die Jahrtausende verbindet es uns mit Christus, der die selben Psalmen betete, mit allen Christen, die sie vor uns beteten und mit dem Volk der ersten Bundes. Der hl. Benedikt nennt das Stundengebet „officium divinum“ – eine göttliche Aufgabe.

Das II. Vatikanische Konzil brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass die „liturgia horarum“ – die Stundenliturgie – zum Gebet des gesamten Gottesvolkes werden sollte. Allen sollte es möglich sein, allein oder in Gemeinschaft, teilzunehmen an diesem offiziellen Gebet der Kirche, „das Christus vereint mit seinem Leibe an seinen Vater richtet“ (Sacrosanctum concilium 84).

Das Stundengebet der Kirche ist eine kostbare Liturgieform, die das ganze Gottesvolk in all seinen Ständen -Priester, Ordensleute und Laien – betet.

Das Stundengebet ist ein starkes Band, das alle Zweige der Dominikanischen Familie miteinander verbindet. Auch die Dominikanischen Laien schaffen sich im Trubel des Alltags  den Freiraum für das Gebet zumindest der großen Horen Laudes und Vesper. Mit dem Stundengebet heiligen wir diesen Alltag, durchbeten die Wochentage mit ihren jeweils eigenen geistlichen Charakteristika, ehren die Heiligen und pilgern mit der ganzen Kirche durch das Kirchenjahr von Advent zu Advent.

3565_0Nach dem Salve Regina zum Abschluss des Tages – eigentlich nach der Komplet, aber wo die Vesper das letzte gemeinsame Gebet des Tages ist, nach der Vesper – singen oder beten Dominikaner und Dominikanerinnen auf der ganzen Welt die Magnificat-Antiphon „O Lumen Ecclesiae“ zu Ehren des hl. Vaters Dominikus.

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Eine Einführung in das Wesen und das Singen der Psalmen findet sich hier 

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