P. Titus Horten

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Am Fest der Berufung des hl. Apostels Paulus gedenken die Kirche und in ihr besonders der Dominikanerorden auch des Ehrwürdigen Dieners Gottes P. Titus Horten.

Titus Maria Horten (1882-1936)

Franz Horten wuchs in Elberfeld als Sohn des Juristen Anton Hubert Horten auf. 1909 trat er dem Dominikanerorden bei und nahm den Ordensnamen Titus Maria an. Ab 1917 wirkte er als Lehrer, Spiritual und Prokurator am Missionsgymnasium der Dominikaner in Vechta. 1923 war er entscheidend am Aufbau des Albertus-Magnus-Verlags beteiligt, den er auch leitete. 1927 wurde er zum Prior des Konvents gewählt und übernahm gleichzeitig das Amt des Generalprokurators für die Mission der Dominikaner in China. Im Zuge einer groß angelegten Kampagne des NS-Regimes gegen die missionierenden Orden wurden 1935 etliche einflussreiche Dominikaner wegen angeblicher Devisenvergehen verhaftet. So auch Pater Titus: Am 8. Mai 1935 wurde er festgenommen und wenige Tage später ins Gerichtsgefängnis nach Oldenburg gebracht. Er wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt, legte aber Berufung ein. In der Haft wurde Pater Titus zusehends schwächer, Herzbeschwerden setzten ihm zu. Er kam ins Gefängnislazarett und wurde schließlich ins evangelische Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital verlegt, wo er am 25. Januar 1936 starb.

imagesFünf Tage später fand unter großer Beteiligung der Vechtaer Bevölkerung die Beisetzung auf dem Klosterfriedhof  in Füchtel statt. Rund 5.000 Personen erwiesen dem beliebten Seelsorger dabei die letzte Ehre.

Im Jahr 1948 eröffnete der Münsteraner Bischof Michael Keller ein Seligsprechungsverfahren. Sechs Jahre später wurden die sterblichen Überreste von Pater Titus in die Dominikanerkirche überführt, wo sie bis heute ruhen. Im Jahr 2004 erkannte der Vatikan Pater Titus Horten den „heroischen Tugendgrad“ zu, eine Voraussetzung für die Seligsprechung. Im November 2013 wurde in Füchtel ein Wunderprozess für P.Titus eröffnet, ein weiterer notwendiger Schritt für die Seligsprechung.

In der Reihe „Dominikanische Quellen und Zeugnisse“ ist  Band 12  P. Titus gewidmet

(Ulrich Schulte (Hg) P. Titus Horten OP. Ein Ordensmann im Dritten Reich; Benno-Verlag 2008; ISBN: 978-3-7462-2419-0)

Quellen und weitere Informationen hier und hier

 

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