Pier Giorgio Frassati

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Am 4. Juli feierte der Dominikanerorden den Gedenktag des seligen Pier Giorgio Frassati, der 1990 von Papst Johannes Paul II seliggesprochen und „Mann der acht Seligpreisungen“ genannt wurde.

Pier Giorgio Frassati wurde am 6. April 1901 in Turin geboren. Obwohl die Eltern agnostisch waren, wurde er in einer Jesuitenschule erzogen. Sein Vater war u.a. Gründer und Direktor der liberalen  italienischen Tageszeitung „La Stampa“ und von 1920 – 1922 italienischer Botschafter in Berlin. Deswegen lebte auch Pier Giorgio einige Jahre in Deutschland, davon auch einige Zeit als Gaststudent in der Familie von Karl Rahner.

Vor seinem frühen Tod studierte er in Turin Bergbau. In dieser Zeit lernte er den Dominikanerorden kennen. Am 28. Mai 1922 wurde er von dem späteren Ordensmeister Martin Stanislaus Gillet in die Dominikanische Laiengemeinschaft aufgenommen. Im folgenden Jahr legte er die Profess ab und bekam den Ordensnamen Hieronymus in Verehrung für Savonarola, dessen Schriften er wie die der hl. Katharina von Siena und des hl. Thomas von Aquin sehr schätzte.

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Von seiner Familie zunächst unbemerkt kümmerte er sich hingebungsvoll um die Armen aus den Elendsvierteln Turins. 1918 trat er in die Vinzenz-Konferenz ein und kümmerte  sich um Kranken, Bedürftigen,  um Waisen und um die vom 1. Weltkrieg heimgekehrten Soldaten. Bei einem seiner Besuche in den Elendsvierteln steckte er sich kurz vor Abschluss seines Studiums mit dem Polio-Virus an und starb qualvoll nach sechs Tagen am 4. Juli 1925  im Alter von nur 24 Jahren

Pier Giorgio Frassati war ein ein sehr fröhlicher und sportlicher junger Mann und begeisterter Bergsteiger, weswegen er gelegentlich auch „der Heilige auf Skiern“genannt wurde. Einer seiner Wahlsprüche lautete: „Solange der Glaube mir Kraft gibt, werde ich immer fröhlich sein“. Seine Spiritualität war von großer Liebe zur hl. Schrift, zur Eucharistie und zur Gottesmutter geprägt. In den italienischen Alpen ist ein Wegenetz, das besonders für Schulklassen den Zugang zur Natur und zu den Bergen öffnen soll, nach ihm benannt.

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Die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI wählten ihn zum Patron verschiedener Weltjugendtage und als Vorbild für die Heiligkeit der Laien. Sein Grab befindet sich in einer Seitenkapelle der Kathedrale von Turin.

Quellen: Proprium des Dominikanerordens, Wikipedia, Ökumenisches Heiligenlexikon
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