Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Leben der dominikanischen Laien allgemein und insbesondere zum Leben in der süddeutsch-österreichischen Provinz.
Sie suchen nach einem Leben, dass sich auf Gott ausrichtet?
Sie wollen einfach den Laienzweig des Dominikanerordens kennenlernen?
Dann sind Sie hier genau richtig.
Petrus und Johannes hatten im Tempel einen Gelähmten geheilt. Während sie zum Volk redeten, traten die Priester, der Tempelhauptmann und die Sadduzäer zu ihnen. Sie waren aufgebracht, weil die Apostel das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündeten. Und sie legten Hand an sie und hielten sie bis zum nächsten Morgen […]
An den Sonntagen in der Fastenzeit, sowie am vergangenen Aschermittwoch stellt der ECLDF kurze Impuls zur Verfügung. Der Film Beitrag ist von mir – Felix Hoffmann – und soll kurz(weilig) in die Fastenzeit führen.
Da die Darstellung auf der Website z.T. eingeschränkt ist, hier der externe Link: Video
In Florenz wurde jüngst das „Letzte Abendmahl“ der Renaissance-Malerin Plautilla Nelli OP wiederentdeckt. Das Ölgemälde (7 x 2 Meter) ist wahrscheinlich die erste – und einzige – Darstellung dieses Motivs von einer Frau zu dieser Zeit.
Plauta Nelli lebte von 1524 bis 1588 in Florenz. Sie stammte aus einer Handelsfamilie und trat mit 14 Jahren in den Dominikanerorden ein. Sie war künstlerische Autodidaktin und betrieb in ihrem Konvent ein Atelier. Ihr „Letztes Abendmahl“ ist heute im Museum der Dominikanerkirche Santa Maria Novella in Florenz zu sehen.
Hier gibt es weitere Informationen: https://www.monopol-magazin.de/die-renaissance-der-plautilla-nelli?utm_source=monopol_Newsletter&utm_campaign=manuell
Den Menschen von Jesus und Gott zu erzählen war das Lebensmotto von Edward Schillebeeckx (geb. 1914). Er griff dabei auf Erfahrungen des heutigen Menschen zurück und warb für eine einladende Kirche. Vor 10 Jahren, ist der flämisch-niederländische Dominikaner in seinem Lebens- und Wirkungsort Nijmegen gestorben. 25 Jahre war er Professor für Dogmatik an der dortigen katholischen Universität. Er veröffentlichte Bücher wie „Jesus. Die Geschichte von einem Lebenden“, „Christus und die Christen. Die Geschichte einer neuen Lebenspraxis“ und „Menschen. Die Geschichte von Gott“. Es ging Schillebeeckx darum, von Gott in der Sprache der Menschen zu sprechen.
Seine Theologie konfrontierte Alltagswirklichkeit mit dem Evangelium. Dabei suchte er zunächst das Gespräch mit der gegenwärtigen Kultur, mit den Humanwissenschaften und von dort aus dachte er die Vermittlung des Glaubens. Theologische Inhalte gab er bezugnehmend auf für alle Menschen nachvollziehbare Erfahrungen weiter, um den Glauben seiner Generation glaubwürdig wiederzugeben. Konkret suchte er in der Gegenwart nach Orten der Gotteserfahrung, die er verständlich machen wollte. Diesem Weg lag seine Überzeugung zugrunde, dass Jesus als definitives Heil Gottes in die Welt gekommen sei und als solcher von den heutigen Menschen verstanden werden müsse, damit sie ihm nachfolgen könnten. Seine Vorstellung von einem verbesserten Verhältnis von Kirche und Moderne brachte er als Berater beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) ein. Sein Werk wurde in der Zeit kirchlichen Aufbruchs begeistert aufgenommen.
Angesichts seines Krebsleidens und des nahenden Todes sagte Schillebeeckx vor seinem 90. Geburtstag, er halte sehnend Ausschau nach dem lebendigen Gott, in dessen Dienst er sich gestellt habe.
Bild: Peter Weidemann, pfarrbriefservice.de
Von Norbert Schmeiser, erschienen in: Konradsblatt 103. Jhg, 22.12.2019, Heft Nr. 51-52, S. 13.
Ordenspriester und Kirchenlehrer – Fest am 28. Januar
Stefano di Giovanni Sassetta: Thomas, vom Heiligen Geist inspiriert (Detail), 1423, Museum der schönen Künste in Budapest – Bild: Joachim Schäfer – Ökumenisches Heiligenlexikon.
Seit der Liturgiereform wird das Fest des heiligen Thomas von Aquin am 28. Januar gefeiert. An diesem Tag wurden 1369 seine Gebeine in die Kirche Les Jacobins in Toulouse übertragen. Von dort kamen sie während der französischen Revolution (1792) in die Kirche St. Sermin. Seit 1974 sind sie wieder an ihrem ursprünglichen Ort in der Dominikanerkirche (Les Jacobins).
Thomas wurde um 1225 auf der Burg Roccasecca in der Nähe der Stadt Aquino geboren. Als er fünf Jahre alt war, übergaben ihn seine Eltern den Benediktinern von Montecassino zur Erziehung. Vierzehnjährig schickten sie ihn zum Studium nach Neapel. Dort lernte er den Orden des hl. Dominikus kennen. Trotz heftigen Widerstandes seiner Familie entschied sich Thomas 1244, in Neapel in den Orden der Predigerbrüder einzutreten.
In Köln war Thomas Schüler des hl. Albert des Großen, der seine außergewöhnliche Begabung erkannte. Auf dessen Veranlassung wurde er 1252 mit kaum 27 Jahren für den Magisterstuhl der Universität Paris präsentiert.
Thomas war vor allem ein Sohn des hl. Dominikus und lebte immer streng nach den Satzungen des Ordens. Die Aufgabe des Ordens, der Dienst am Wort Gottes in freiwilliger Armut, bestand für ihn in der täglichen theologischen Arbeit: eifrig die Wahrheit zu suchen, sie beständig zu suchen, sie beständig zu betrachten und das Erkannte mitzuteilen. Er stellte alle seine Kräfte in den Dienst der Wahrheit. Thomas formulierte die Idee des Predigerordens so: Contemplari et contemplata alias tradere – in der Kontemplation leben und anderen die Früchte der Kontemplation weitergeben.
Auf der Reise zum Konzil von Lyon starb Thomas am 7. März 1274 im Zisterzienserkloster von Fossanova. Papst Johannes XXII. sprach ihn am 18. Juli 1323 heilig. Papst Pius V. erhob ihn am 11. April 2567 zum Kirchenlehrer. Papst Leo XIII. ernannte ihn am 4. August 1880 zum Patron aller katholischen Universitäten und Schulen.
Aus: Proprium des Predigerordens. EOS Verlag Erzabtei St. Ottilien, 1991.
Vom 31.07.2020 bis 02.08.2020 finden im Exerzitienhaus St. Paulus in Leitershofen bei Augsburg die diesjährigen Studientage statt. Referentin ist Prof. Dr. Marianne Schlosser. Hier finden Sie Informationen zum Exerzitienhaus: https://www.exerzitienhaus.org,
Neben Meister Eckhardt und Johannes Tauler gehört Heinrich Seuse zur berühmten Schule der „Deutschen Mystiker“ des 14. Jahrhunderts. Heinrich wurde Ende des 13. Jahrhunderts bei Konstanz geboren. Sein adeliger Vater war wenig religiös, die Mutter entstammte der Familie der Seuse, deren Namen Heinrich annahm.
Kaum dreizehnjährig trat Heinrich in Konstanz in den Orden des heiligen Dominikus ein. Als Achtzehnjähriger erlebte er in einer Art Vision seine „geswinde ker“, seine Bekehrung. Danach führte er ein strenges, asketisches Leben.
Aus dem Schlüsselerlebnis seiner Bekehrung entfaltete Seuse seine Mystik von der „Ewigen Weisheit“, die er später in seinem vielgelesenen „Büchlein von der ewigen Weisheit“ niederschrieb. In dieser Mystik suchte er die völlige Entäußerung von den sichtbaren Dingen und die Vereinigung mit Gott durch die Kontemplation der Leiden und der Vollkommenheiten Christi.
Etwa von 1322-1326 studierte er am Generalstudium der Dominikaner in Köln und war dort Schüler Meister Eckhardts. Er wurde ein bekannter und beliebter Prediger und Beichtvater. Vor allem aber war er Seelsorger in vielen oberrheinischen Schwesternklöstern. Alle Leiden und Verleumdungen, die er besonders in den letzten Lebensjahren erdulden musste, ertrug er in großer Demut und Geduld.
Heinrich Seuse starb am 25. Januar 1366 in Ulm. Papst Gregor XVI. bestätigte am 22. April 1831 seine Verehrung. In den Wirren der Reformationszeit wurde sein Grab zerstört.
Aus: Proprium des Predigerordens. EOS Verlag Erzabtei St. Ottilien, 1991.
Am Samstag, den 22. Februar 2020 wird fr. Bernard Hodel (Uni Fribourg, Schweiz) die Freiburger Fraternität besuchen und in einem Vortrag über sein neues Buch, das er zusammen mit Nicole Bériou geschrieben hat, berichten.
Das Buch erschien am 24. Oktober 2019 erschien in französischer Sprache mit dem Titel „Saint Dominique de l’Ordre des frères Prêcheurs. Témoignages écrits“, das auf fast 2000 Seiten alle wesentlichen schriftlichen Zeugnisse über den hl. Dominikus vom späten 12. bis zum 15. Jahrhundert vereint. Im Mai 2019 schrieb fr. Paul-Bernard Hodel: „Wir wurden durch Constantin von Orvieto inspiriert, der in seiner „Legende des hl. Dominikus“ (um 1250) versuchte „den hl. Dominikus ‚zu erneuern’“, indem er zu den Quellen zurückkehrte. Wir versuchten das gleiche zu tun durch Zusammenstellung und sorgfältige Interpretation der erhaltenen Texte, denen wir ausführliche Einführungen und Anmerkungen beifügen.“
Der Vortrag beginnt um 14.30 – ca. 18 Uhr im Musiksaal der Kirche St. Martin, Freiburg.
Einen Einblick in das Werk gewährt die hier einsehbare Pressemappe des Verlages.
Am 7.12.2019 haben drei Mitglieder der Fraternität in Freude ihre Profess gemacht: Ein Mitglied auf Lebenszeit und zwei weitere Mitglieder ihre zeitliche Profess. Nach der Eucharistie mit Profess saßen die Brüder und Laien zusammen und genossen einen von den Laien vorbereiten Mittagessen. Im Rahmen einer Non wurde unser nun jüngstes Mitglied in die Fraternität aufgenommen. Wir heißen sie herzlich willkommen und gratulieren den drei Mitgliedern zu ihrer Profess.
V: Ich verkünde Euch eine große Freude: Heute ist der Retter geboren in der Stadt Davids, Christus, der Herr. A: Lasst uns nach Bethlehem gehen / und sehen, was der Herr uns kundgetan hat.
V: Heute leuchtet uns der ersehnte Tag; das Heil ist gekommen, die Erlösung. Heute singen die Engel vom Himmel, heute jubeln die Gerechten:
A: Ehre sei Gott in der Höhe / und Friede den Menschen seiner Gnade.
V: Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Der herrlich und mächtig als Gott, ist Mensch unter Menschen. A: Christus ist uns geboren, / kommt, wir beten ihn an. V: Welch wunderbarer Tausch, welch große Gabe: Gott wird Mensch, nimmt an unser Wesen, damit wir von seiner Gottheit empfangen. Kinder Gottes sind wir, Christus ist unser Bruder. A: Für uns Menschen und zu unserem Heil / ist er vom Himmel gekommen.
O Immanuel, unser König und Lehrer, du Hoffnung und Heiland der Völker: o komm, eile und schaffe uns Hilfe, du unser Herr und unser Gott!
L: Große, gewaltige Wasser bedecken dein Land, Immanuel. – Tobt, ihr Völker! Ihr werdet doch besiegt. Horcht auf, ihr Enden der Erde! Rüstet nur! Ihr werdet doch besiegt. Macht nur Pläne! Sie werden zunichte. Denn Gott ist mit uns. – Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht. Denn uns wurde ein Kind geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Seine Herrschaft ist groß und der Friede hat kein Ende. (Jes 8,8-10; 9,1.5-6)
V: Herr Jesus, Gott ist nicht fern. Er ist uns ganz nah in dir. Du bist Immanuel, der „Gott mit uns“, den Israel ersehnte.
A: Komm, o Herr, uns erlöse uns.
V: Du bist bei uns. Wenn Gott mit uns ist, wer kann dann gegen uns sein? Wir brauchen uns nicht zu fürchten.
A: Komm, o Herr, uns erlöse uns.
V: Das Reich Gottes ist mitten unter uns. Lass es uns im Glauben erkennen und einst erfahren in der Herrlichkeit.