O Rex gentium

O König aller Völker,
ihre Erwartung und Sehnsucht;
Schlussstein, der den Bau zusammenhält:
o komm und errette den Menschen,
den du aus Erde gebildet!

L: Ich schaue in den Gesichten der Nacht: Da kam mit den Woklen des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft und Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter. (Dan 7,13-14)

V: Herr Jesus, die Menschen sind wie Schafe, die keinen Hirten haben. Du bist gekommen, sie zu sammeln und ihnen Hoffnung zu geben.

A: Komm, o Herr, und befreie die Menschen.

Du ruft die Völker zur Einheit, du bietest ihnen deinen Frieden an. Du heilst die Risse der Erde.

A: Komm, o Herr, und befreie die Menschen.

V: Du kommst, Menschensohn, der den Tod besiegt, und bringst und das Reich des Friedens, das kein Ende kennt.

A: Komm, o Herr, und befreie die Menschen.

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O Oriens

O Morgenstern,
Glanz des unversehrten Lichtes,
der Gerechtigkeit strahlende Sonne:
o komm und erleuchte, die da sitzen in Finsternis
und im Schatten des Todes!

V: O Aufgang, Glanz des ewigen Lichtes, du Sonne der Gerechtigkeit. Komm, o Herr, und erleuchte uns, die wir sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes.

L: Ich, der Herr, habe dich gerufen, denn ich handle gerecht, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, was ich meinem Volk verhieß, zu vollbringen und ein Licht für die anderen Völker zu sein: blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien. (Jes 42,6-7)

V: Herr Jesus, in dir ist der neue Tag aufgegangen, der die Angst vertreibt und uns alles neu sehen lässt.

A: Komm, o Herr, und erleuchte uns.

V: Du bist die Sonne der Gerechtigkeit, die uns alles Unrecht erkennen lässt. Auch unsere bösen Taten machst du offenbar.

A: Komm, o Herr, und erleuchte uns.

V: Du bist das Licht des Lebens; mach uns zu Kindern des Lichtes.

A: Komm, o Herr, und erleuchte uns.

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O clavis David

O Schlüssel Davids,
Zepter des Hauses Israel –
du öffnest, und niemand kann schließen,
du schließt, und keine Macht vermag zu öffnen:
o komm und öffne den Kerker der Finsternis
und die Fessel des Todes!

L: Ich lege ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter; was er öffnet, kann niemand verschließen, und was er verschließt, kann niemand mehr öffnen. Ich schlage ihn an einer festen Stelle der Mauer als Nagel ein. – Ich habe ihn geschaffen, den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht! (Jes 22,22-23; 49,8-9)

V: Herr Jesus Christus, du hast uns durch deinen Tod die Tür zum Leben aufgetan, die niemand mehr schließen kann.

A: Komm, o Herr, / befreie uns aus der Finsternis / und dem Schatten des Todes.

V: Du kannst uns vor den Ketten der Schuld befreien. In aller Verstrickung und Anfechtung sehen wir das Licht.

A: Komm, o Herr, / befreie uns aus der Finsternis / und dem Schatten des Todes.

V: Du erbarmst dich aller, die im Schatten leben. Du bist auf der Seite der Unterdrückten.

A: Komm, o Herr, / befreie uns aus der Finsternis / und dem Schatten des Todes.

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O radix jesse

V: O Spross aus Isais Wurzel,
gesetzt zum Zeichen für die Völker –
vor dir verstummen die Herrscher der Erde,
dich flehen an die Völker:
o komm und errette uns,
erhebe dich, säume nicht länger!

L: An jenem Tag wird der Spross aus der Wurzel Isais zum Signal für die Nationen; die Völker suchen ihn auf. Er sammelt die vertriebenen Israeliten und führt nach Hause die Zerstreuten Judas von den vier Enden der Erde. (Jes 11,10.12)

V: Herr Jesus Christus, wir sind das neue Israel, das Volk Gottes, das du gerufen hast. Wir sind uneins durch Vorurteile und Streit.

A: Komm, o Herr, und erlöse uns / zögere nicht länger.

V: DieChristenheit ist gespalten. Wir können uns allein aus dieser Not nicht befreien.

A: Komm, o Herr, und erlöse uns, / zögere nicht länger.

V: Die Kirche soll das Zeichen deines Heiles unter den Völkern sein. Das kann sie nur, wenn sie dein Wort hält und einig ist.

A: Komm, o Herr, und erlöse uns, / zögere nicht länger.

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O Adonai

O Herr und Fürst desHauses Israel, du bist dem Mose erscheinen in der Flamme des Dornbuschs und gabst ihm das Gesetz am Sinai. Komm, o Herr und erlöse uns mit starkem Arm.

(L) Mose sagte zu ganz Israel: Du sollst auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hören und auf seine Gebote achten. Dieses Gebot, auf das ich dich heute verpflichte, geht nicht über deine Kraft und ist nicht fern von dir. Nein, das Wort ist ganz nah bei dir. Es ist in deinem Mund und in deinem Herzen. (Dtn 30, 10a.11.14). STILLE

(V) Jesus, unser Gott, in dir ist das Gesetz des Mose erfüllt. Dein neues Gebot führt uns in die Freiheit.

(A) Komm, o Herr / und erlöse uns mit starkem Arm.

(V) Dein Wort will uns von Hass und Zwietracht befreien. Dein Gesetz offenbart die Güte im HerzenGottes.

(A) komm, o Herr / und erlöse uns mit starkem Arm.

(V) Lass die Völker der Erde den Krieg überwinden und mach sie zum Neuen Haus Israel, das dein Gesetzbefolgt.

(A) Komm, o Herr / und erlöse uns mit starkem Arm.

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O Weisheit

Die sieben letzten Tage des Advents sind durch die sogenannten O-Antiphonen ausgezeichnet. Christus wird unter sieben Titeln angerufen, die dem Messias im Alten Bund gegeben werden. Die ab heute und in den nächsten Tagen vorgestellten Andachten stammen aus dem „alten“ Gotteslob. Man kann sie in Gemeinschaft, aber auch alleine beten.

17.12. – Weisheit / Sapientia

O Weisheit, hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten – die Welt umspannst du von einem Ende bis zum anderen, in Kraft und Milde ordnest du alles: o komm und offenbare uns den Weg der Weisheit und der Einsicht.

O Sapientia, quae ex ore Altissimi prodiisti, attingens a fine usque ad finem, fortiter suaviterque disponens omnia: veni ad docendum nos viam prudentiae

(L) Die Weisheit ist der Widerschein des ewigen Lichtes, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit. Sie is nur eine und vermag doch alles; ohne sich zu ändern, erneuert sie alles. Von Geschlecht zu Geschlecht tritt sie in heilige Seelen ein und schafft Freunde Gottes und Propheten; denn Gott liebt nur den der mit der Weisheit zusammenwohnt. Sie ist schöner als die Sonne. (Weish. 7,26-29a) STILLE

(V) Jesus, unser Meister , du Wort des Vaters, hilf uns, dass wir dich verstehen. Ohne dich gehen wir in die Irre.

(A) Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.

(V) Erleuchte die Lehrer, Schriftsteller, Journalisten und alle, die andere lehren. Gib ihnen gute Gedanken und den Geist des Friedens.

(A) Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.

(V) Hilf allen, die sich mühen, die Unwissenheit zu beenden. Hild den Menschen, falsche Lehren zu erkennen und verleihe uns die gabe der Unterscheidung.

(A) Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.

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Das Messgewand Alberts des Großen

Am 15. November feiert der Predigerorden das Fest Alberts des Großen, der auch der Patron unserer Provinz ist. Die Homepage der Brüder weist auf einen interessanten Beitrag von fr. Innocent Smith OP über die liturgischen Gewänder unseres Provinzpatrons  hin, der im Liturgical Arts Journal erschienen ist. Diese Gewänder werden in St Andreas zu Köln aufbewahrt.

Der Text lautet in Übersetzung aus dem Englischen:

Die Stadt Köln nimmt in der dominikanischen Geschichte einen bedeutenden Platz ein. 1221, fünf Jahre nach der Ordensgründung  und im Todesjahr des hl. Dominikus, kamen die Predigerbrüder in der Stadt am Rhein an und errichteten 1225 das Kloster Hl. Kreuz. 1248 beauftragte der Orden Albert den Großen dort ein neues Studium Generale zu errichten und er brachte seinen begabten Schüler Thomas von Aquin mit zu dem neuen deutschen Studienhaus. Albert verbrachte schließlich viele Jahre in Köln neben anderen Verpflichtungen als Provinzial, Professor und Bischof und starb 1280 in der Stadt. Nach der Auflösung des Klosters in den Nachwehen der Französischen Revolution wurden die Reliquien von Albertus Magnus in die nahegelegenen Kirche St. Andreas gebracht, eine der berühmten zwölf romanischen Kirchen der Stadt. (Obwohl sie ursprünglich eine Stiftskirche war, wird sie seit den 1940er Jahren von Dominikanern betreut, zusätzlich zu einem im frühen 20. Jahrhundert wieder errichteten Kloster Heilig Kreuz.)

Als Alberts Grab geöffnet wurde, um seine Reliquien in ein anderes Reliquiar zu überführen, entdeckte man, dass seine Knochen in mittelalterliche Messgewänder gewickelt waren, die durchaus aus Alberts Lebenszeit stammen können (obwohl auch spekuliert wird, dass sie aus dem frühen 14. Jahrhundert sind). Zu diesen Gewändern, die heute in St. Andreas aufbewahrt werden, gehört eine Kasel  aus blauer Seide mit Goldstickerei in Kreuzform, sowie eine Stola und ein Manipel mit exquisiten Darstellungen von Christus, dem hl. Dominikus und mehreren weiblichen Heiligen. Ganz gleich, ob sie aus Alberst Lebenszeit oder kurz danach stammen, sie sind kostbare Reliquien mittelalterlicher dominikanischer Frömmigkeit.

Bild: privat. Mehr Bilder finden sich auf der LAJ-Seite

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Neuer Generalpromotor für die Dominikanischen Laien

Der ordensmeister, fr. Gerard Timoner III, hat fr. Juan Ubaldo López Salamanca, zum Generalpromotor der Dominikanischen Laien ernannt. Er ist ein Sohn der Provinz des hl. Luis Bertrán von Kolumbien und folgt fr. Rui Carlos Antunes Almeida Lopes, der vor Kurzem seine Amtszeit beendet hat.

Fr. Ubaldo wurde in Bogotá (Kolumbien), geboren, trat im Jahr 2000 in den Predigerorden ein, wurde im darauf folgenden Jahr eingekleidet und legte seine einfache Profess am 2. Februar 2002 und die feierliche Profess im Jahr 2006 ab. Im Juli 2007 wurde er zum Priester geweiht.

Er studierte Öffentliches Rechnungswesen an der Jorge Tadeo Lozano Universität in Bogotá; er hat einen Bachelorgrad in Theologie von der Päpstlichen Universität Bolivariana de Medellín, einen Bachelorgrad in Philosophie mit Schwerpunkt in Politsichen und Ökonomischen Denken und einen Mastergrad in Pädagogik von der Universität Santo Tomás von Kolumbien.

Er war Missionar auf der Insel Aruba (Niederländische Antillen), Prior des Konvents Santo Domingo de Guzmán von Tunja, Postulatsleiter, Treuhänder der Provinz. An der Universität Santo Tomás de Colombia war er Rektor, Vizekanzler für Administration und Finanzen an der Hauptgeschäftsstelle von Villavicencio, Professor an der Abteilung für Humanwissenschaften und im Bereich ​Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften und Mitglied einer Forschungsgruppe auf dem Gebiet Menschliche Entwicklung, die an die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät durch das Louis Joseph Lebret Center für Wirtschaft und Humanstudien angegliedert ist. Er war Präsident des Netzwerks der Katholischen Universität von Kolumbien.

“Ich übernehme das Amt des Generalpromotors für die Laien mit dem Ziel, weiterhin die jungen Leute und die Fraternitäten, die die Dominikanischen Laien ausmachen, zu ermutigen, ebenso wie jene, die das Charisma und die Spiritualität des Predigerordens im Dienst der Kirche stärken wollen“

(Text in englischer, französischer und spanischer Version zuerst erschienen auf op.org)

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Buchvorstellung in Fribourg

Am Donnerstag, dem 28. November 2019, wird an der Universität Freiburg im Üechtland im Hörsaal 3117 (Campus „Miséricorde“) um 17 Uhr 15 unter dem Titel „Dominikus von Caleruega „erneuern““ das neue Buch von Nicole Bériou und Bernard Hodel (Saint Dominique de l‘ordre des frères prêcheurs, témoignages écrits fin xiie–xive siècle, textes traduits, annotés et présentés par Nicole Bériou et Bernard Hodel, avec la collaboration de Gisèle Besson, Paris: Cerf, 2019, 1768 Seiten, ISBN 978-2-204-09756-7) in französischer Sprache vorgestellt. Der Anlass wird organisiert vom Lehrstuhl für mittelalterliche, moderne und zeitgenössische Kirchengeschichte und vom Institut «Heiliger Thomas von Aquin für Theologie und Kultur» der Universität. Alle sind zu diesem Anlass und dem darauf folgenden Umtrunk eingeladen.

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Neues historisches Werk über den hl. Dominikus

Am 24. Oktober erscheint von Nicole Bériou und  Paul-Bernard Hodel OP (in französischer Sprache) ein monumentales Werk mit dem Titel „Saint Dominique de l’Ordre des frères Prêcheurs. Témoignages écrits“, das auf fast 2000 Seiten alle wesentlichen schriftlichen Zeugnisse über den hl. Dominikus vom späten 12. bis zum 15. Jahrhundert vereint. Im Mai schrieb einer der beiden Autoren, fr. Paul-Bernard Hodel:

Das Ungewöhnliche am Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Universität Fribourg ist die Tatsache, dass er immer mit einem Dominikaner besetzt wurde, dessen Schwerpunkt die Geschichte des Ordens ist. Einer meiner Vorgänger,  P. Marie-Humbert Vicaire, war der Autor zahlreicher Studien über den hl. Dominikus und einer der ersten, der über eine rein hagiographische Annäherungsweise hinausging und in einen echten Dialog mit professionellen weltlichen Historikern trat.  Ich bin ein Erbe dieser reichen Tradition. Zur Zeit übersetze ich in Zusammenarbeit mit Nicole Bériou  alle wesentlichen Quellen des 13. Jahrhunderts über den hl. Dominikus ins Französische, viele davon zum ersten Mal.  Wir wurden durch Constantin von Orvieto inspiriert, der in seiner „Legende des hl. Dominikus“ (um 1250) versuchte „den hl. Dominikus ‚zu erneuern'“, indem er zu den Quellen zurückkehrte. Wir versuchten das gleiche zu tun durch Zusammenstellung und sorgfältige Interpretation der erhaltenen Texte, denen wir ausführliche Einführungen und Anmerkungen beifügen. Eine der großen Herausforderungen unserer Arbeit ist das Fehlen kritischer Editionen für viele der Texte, weshalb wir in vielen Fällen auf die Manuskripte zurückgreifen mussten. Wir sind fr. Simon Tugwell dankbar, der großzügiger Weise unseren ganzen Text  gegengelesen hat. Dieses Werk von nahezu 2000 Seiten wird mit dem Titel  „Saint Dominique de l’Ordre des frères Prêcheurs. Témoignages écrits fin xiie-xvie siècle“ (Paris: Éditions du Cerf, 2019) erscheinen.

Einen ersten Einblick in das Werk gewährt die hier einsehbare Pressemappe des Verlages

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