{"id":3908,"date":"2018-12-24T11:21:32","date_gmt":"2018-12-24T10:21:32","guid":{"rendered":"http:\/\/dominikanische-laien.de\/?p=3908"},"modified":"2019-08-18T16:45:39","modified_gmt":"2019-08-18T15:45:39","slug":"ecldf-adventskranz-weihnachtskerze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dominikanische-laien.de\/?p=3908","title":{"rendered":"ECLDF-Adventskranz: Weihnachtskerze"},"content":{"rendered":"<p>Nun ist doch heute noch einmal ein Beitrag gekommen, n\u00e4mlich aus Litauen, der beschreibt, wie die litauischen Laiendominikaner in das Weihnachtsgeheimnis eintreten.<\/p>\n<p>Von Frau Monika Kareniauskait\u00e9 OP<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Advent 2018 - Lithuania\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ZLUR_o8JDDA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h3><strong>Eine Zeit der Paradoxe &#8211; ein Paradigmenwechsel: Der litauische laiendominikanische Art in das Weihnachtsmysterium einzutreten<\/strong><\/h3>\n<p>&#8222;Stimme eines Rufers in der W\u00fcste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Stra\u00dfen! Jede\u00a0Schlucht soll aufgef\u00fcllt und jeder Berg und H\u00fcgel abgetragen werden. Was krumm ist, soll gerade, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.\u00a0Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.&#8220; (Lk 3, 4-6)<\/p>\n<p>Wie uns das Wort Gottes in diesem Zitat aus dem hl. Evangelium zeigt, schafft der Advent Zeit und Raum einer ganz besonderen Art f\u00fcr die litauische Dominikanische Laiengemeinschaft. Dies ist eine Zeit der Paradoxe; dies ist eine Zeit der Umwandlung.<\/p>\n<p>Litauische katholische Traditionen unterscheiden sich von denen andere europ\u00e4ischer Nationen. Wenn ihr unsere Gro\u00dfeltern oder Urgro\u00dfeltern fragt, wie sie den Advent zum Beispiel in der Zeit zwischen den Kriegen in Litauen erlebt haben, werdet ihr keine Geschichten von Freude \u00fcber Weihnachtsb\u00e4ume, Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsm\u00e4rkte schon vom ersten Dezembertag an h\u00f6ren. Nein &#8211; der litauische Advent, von alten Leuten manchmal sogar als &#8222;kleine Fastenzeit&#8220; bezeichnet, war traditionell eine Zeit des Fastens, des inneren Friedens, der Stille, des tiefen Gebets, der Bu\u00dfe und der Kontemplation. Er war nicht der Beginn des Weihnachtsfests, sondern eine Zeit der inneren Umkehr, eine zeit, die H\u00e4user, die Herzen und Seelen auf das Weihnachtsmysterium vorzubereiten.<\/p>\n<p>Litauen &#8211; ein nordisches Land, in dem der Dezember und der Advent meistens Sturm und Schnee mit sich bringen &#8211; war nie ein W\u00fcstenland. Deshalb mussten wir zur\u00fcckhaltende und manchmal k\u00fchle nord\u00f6stliche Menschen einen Weg finden, uns eine innere W\u00fcste zu schaffen. Und uns dort vor der glitzernden und verf\u00fchrerischen \u00e4u\u00dferen Welt zu verbergen, um zu erfahren, was wahre innere Umwandlung bedeutet.<\/p>\n<p>Andererseits ist Litauen wirklich ein Land der Paradoxe. W\u00e4hrend unsere protestantischen Nachbarl\u00e4nder Lettland, Estland und Schweden ihren asketischen Geist durch bescheidene Wohnungen und einfachen Lebensstil ausdr\u00fccken, \u00a0haben wir, \u00a0verf\u00fchrt durch die eleganten Italiener, unsere Kirchen und Pal\u00e4ste in expressiven Architekturformen des Barock gebaut, von Gold und Silber gl\u00e4nzend. Kunst, Theater, Bewunderung der Sch\u00f6nheit, Leidenschaft f\u00fcr Eleganz gingen traditionell Hand in Hand mit innerer Kontemplation &#8211; ein tief verwurzeltes Paradox, das den besonderen \u00a0Charakter \u00a0litauischem Katholizismus und litauischer Mentalit\u00e4t herausbildete. Deshalb geht das Bestreben uns &#8211; auf eine gewisserma\u00dfen paradoxen Art &#8211; in die innere W\u00fcste zu begeben, immer Hand in Hand mit aktiver Teilnahme an den weltlichen Angelegenheiten: aktive Taten und Werke der N\u00e4chstenliebe und der Barmherzigkeit.<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist der Besuch eines sogenannten sozialen F\u00fcrsorgezentrums, wo elternlose oder verlassenen Kinder ein neues Heim gefunden haben. Dort flechten wir zusammen Adventskr\u00e4nze. Auch f\u00fcr unsere sch\u00f6ne Barockkirche macht unsere Gemeinschaft einen Adventskranz &#8211; ebenso wie Ingwerpl\u00e4tzchen als Geschenke f\u00fcr unsere Pfarrgemeinde am hl. Abend.<\/p>\n<p>Unsere traditionelle litauische Leidenschaft f\u00fcrKunst und Theater \u00a0findet auch ihren Ausdruck in den litauischen laiendominikanischen Adventsgebr\u00e4uchen. Familien mit Kindern bereiten ein selbst erdachtes Theaterst\u00fcck vor. K\u00fcnstler organisieren Wohlt\u00e4tigkeitsauktionen, die &#8222;Der Korridor&#8220; genannt werden, wo sie ihre besten Gem\u00e4lde und Skulpturen anbieten. Familien und Kinder singen traditionelle Weihnachtslieder.<\/p>\n<p>Aber das wesentlichste Ereignis des Advents sind geistliche Exerzitien f\u00fcr die ganze litauische Dominikanische Laiengemeinschaft : eine Zeit der Stille, des Friedens und der Kontemplation.<\/p>\n<p>Unsere bisherige Erfahrung zeigt uns dass die Verbindung dieser beiden Pole &#8211; innere W\u00fcste und \u00e4u\u00dfere Aktivit\u00e4t &#8211; ein fruchtbarer Weg der inneren Umkehr ist. In der Adventszeit stellt der Heilige Geist unsere herzen wieder her und wandelt sie um, er\u00f6ffnet neue Perspektiven, neue Bedeutungen und verwandelt unsere innere Welt in etwas neues &#8211; einen Ort, an dem die Realit\u00e4t unserer \u00a0sch\u00f6nen dominikanischen Barockkirche nicht mehr im Widerspruch steht zur Realit\u00e4t einer armen Krippe (dieses bescheidenen aber gesegneten Geburtsorts unseres Herrn Jesus).<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Monika Kareniauskait<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u0117 <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">OP, Fraternity of St. James,Vilnius<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/957ab5d0-dc95-4573-a616-3110cd24fce2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3909\" src=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/957ab5d0-dc95-4573-a616-3110cd24fce2.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/957ab5d0-dc95-4573-a616-3110cd24fce2.jpg 600w, https:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/957ab5d0-dc95-4573-a616-3110cd24fce2-300x150.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a>Vilnius mit der Dominikanerkirche<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist doch heute noch einmal ein Beitrag gekommen, n\u00e4mlich aus Litauen, der beschreibt, wie die litauischen Laiendominikaner in das Weihnachtsgeheimnis eintreten. 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