{"id":3547,"date":"2018-03-31T08:26:44","date_gmt":"2018-03-31T07:26:44","guid":{"rendered":"http:\/\/dominikanische-laien.de\/?p=3547"},"modified":"2018-03-31T17:35:35","modified_gmt":"2018-03-31T16:35:35","slug":"oesterlicher-tabernakel-der-erde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dominikanische-laien.de\/?p=3547","title":{"rendered":"\u00d6sterlicher Tabernakel der Erde"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/A7-A7-Flyer-Kreuzweg_-_Station_14_-_Jesus_wird_ins_Grab_gelegt_-_Peter_Strausfeld_-_1935-Flyer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3515\" src=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/A7-A7-Flyer-Kreuzweg_-_Station_14_-_Jesus_wird_ins_Grab_gelegt_-_Peter_Strausfeld_-_1935-Flyer.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"613\" srcset=\"https:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/A7-A7-Flyer-Kreuzweg_-_Station_14_-_Jesus_wird_ins_Grab_gelegt_-_Peter_Strausfeld_-_1935-Flyer.jpg 250w, https:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/A7-A7-Flyer-Kreuzweg_-_Station_14_-_Jesus_wird_ins_Grab_gelegt_-_Peter_Strausfeld_-_1935-Flyer-196x300.jpg 196w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Ausgerechnet ein solches Grab, vor dessen Eingang zudem ein Stein gew\u00e4lzt ist, steht im Mittelpunkt des Evangeliums (Mk 16, 1-8), welches die Dunkelheit der heiligen Osternacht erhellen soll. Und ausgerechnet dieses Grab soll uns froh machen! F\u00fcr Maria von Magdala, f\u00fcr Maria, die Mutter des Jakobus, und f\u00fcr Salome ist dieses Grab mit Recht vielmehr Anlass zu gro\u00dfer Trauer. Diese drei Frauen kommen mit wohlriechenden \u00d6len zum Grab, um den Leichnam Jesu zu salben. Und sie haben keine Hoffnung mehr, vielmehr nur noch die eine Sorge, wer ihnen wohl noch den schweren Stein vom Eingang des Grabes wegw\u00e4lzen wird. Mit ihrem Verhalten best\u00e4tigen sie geradezu den definitiv t\u00f6dlichen Charakter des Grabes Jesu.<\/p>\n<p>Dass sich diese Frauen aber get\u00e4uscht haben, dass sie von ihren hoffnungslosen Selbstt\u00e4uschungen entt\u00e4uscht worden sind, darin liegt die frohe Nachricht der heiligen Osternacht. Denn das Grab, zu dem die drei Frauen gehen, wird sich als ein ganz besonderes Grab erweisen, n\u00e4mlich ein Grab, das nicht mehr ein Signal von Trauer und Trostlosigkeit ist, sondern vielmehr ein Fanal von Trost und Freude. Dieses Grab ist kein Zeichen des Todes und der Vergeblichkeit mehr: es wird vielmehr zum Symbol f\u00fcr ein neues Leben und aufgebrochene Zukunft. Diesen frohen Charakter hat dieses Grab freilich nicht aus eigener Kraft, sondern allein von derjenigen Person her, die darin liegt: Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.<\/p>\n<p>Jesus, der Sohn Gottes und des Himmels, ist durch dieses Grab zugleich ganz und gar Sohn der Menschen und der Erde geworden. Diese Erde hat ihn drei volle Tage \u00a0lang in ihren ungeheuren Schlund aufgenommen. Und wie alle anderen Menschen ist auch dieser Sohn des Himmels und der Erde begraben worden. So ernst wollte Gott selbst offenbar die Menschwerdung seines Sohnes vollzogen wissen, dass er ihm auch die letzte Konsequenz unseres Menschseins &#8211; die Grablegung &#8211; nicht ersparte. Denn Gott hat seinen Sohn nicht nur auf unsere Erde gesandt. Er hat ihn vielmehr die k\u00e4lteste Dunkelheit, die es auf unserer Erde geben kann, auskundschaften lassen und ihn dazu auch in die verlassenste Einsamkeit des Grabes gesandt, um dadurch den Machtbereich des Todes selber zu betreten und zu erleiden.<\/p>\n<p>Die Grablegung Jesu erweist sich deshalb als der radikalste Tiefpunkt der Menschwerdung des Sohnes Gottes. Doch genau diese Grablegung und dieses Begr\u00e4bnis Jesu kommt einer gewaltigen Explosion des Lebens Gottes gleich und verwandelt von Grund auf den scheinbar endg\u00fcltig t\u00f6dlichen Charakter auch unserer menschlichen Gr\u00e4ber auf unserer Erde.<\/p>\n<p><em>Kurt Kardinal Koch. Aus einer Meditation<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgerechnet ein solches Grab, vor dessen Eingang zudem ein Stein gew\u00e4lzt ist, steht im Mittelpunkt des Evangeliums (Mk 16, 1-8), welches die Dunkelheit der heiligen Osternacht erhellen soll. 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