{"id":3341,"date":"2017-11-15T20:52:39","date_gmt":"2017-11-15T19:52:39","guid":{"rendered":"http:\/\/dominikanische-laien.de\/?p=3341"},"modified":"2017-11-15T21:46:54","modified_gmt":"2017-11-15T20:46:54","slug":"albertus-magnus-patron-der-naturwissenschaftler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dominikanische-laien.de\/?p=3341","title":{"rendered":"Albertus magnus &#8211; Patron der Naturwissenschaftler"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/albertusmagnus18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3343\" src=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/albertusmagnus18.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/albertusmagnus18.jpg 718w, https:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/albertusmagnus18-300x166.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a>Am 15. November feiert der Dominikanerorden das Fest Alberts des Gro\u00dfen, eines seiner gr\u00f6\u00dften Heiligen. Dies\u00a0gilt besonders f\u00fcr unsere Provinz, die ja\u00a0seinen Namen tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Der hl. Albert, um 1200 in Lauingen an der Donau geboren, wurde schon von seinen Zeitgenossen \u201eder Gro\u00dfe\u201c genannt. Durch sein umfassendes Wissen als Theologe, Philosoph und Naturwissenschaftler und seine Auseinandersetzung mit den Quellen antiker, j\u00fcdischer und arabischer Wissenschaft besitzt er in der europ\u00e4ischen Geistesgeschichte einen einzigartigen Rang, der die Entwicklung des abendl\u00e4ndischen Denkens \u00fcber seine Zeit hinaus zutiefst gepr\u00e4gt und den Weg in das moderne wissenschaftliche Denken schon fr\u00fch gewiesen hat.\u00a0Albert trat 1223, nur zwei Jahre nach dem Tod des hl. Dominikus, in den Dominikanerorden ein. Nach Jahren als Lektor in Freiberg (Sachsen), Regensburg und Stra\u00dfburg erhielt er einen der beiden Lehrst\u00fchle des Ordens an der Universit\u00e4t zu Paris und wurde schlie\u00dflich 1248 der erste Regens des neuen Studium generale in K\u00f6ln. Der hl.Thomas von Aquin war l\u00e4ngst nicht sein einziger, aber wohl sein ber\u00fchmtester Sch\u00fcler, dessen Begabung er als Erster erkannte und f\u00f6rderte. Mit ihm verband ihn das Interesse an den Schriften des Aristoteles.<br \/>\nWegen seiner Klugheit und Gerechtigkeit wurde Albert h\u00e4ufig zum Schiedsrichter in \u00f6ffentlichen und privaten Streitigkeiten bestellt, wie z.B. im erbitterten Streit zwischen der Stadt K\u00f6ln und ihrem Erzbischof. In \u00e4hnlichen Angelegenheiten kam er entgegen der Weisungen seiner Ordensoberen dem Wunsch des Papstes nach, die Leitung des Bistums Regensburg zu \u00fcbernehmen, um den dortigen Missst\u00e4nden abzuhelfen. Nach erfolgreicher Mission legte er\u00a0nach nur zwei Jahren\u00a01262 dieses Amt nieder, um \u00a0als einfacher Ordensmann ins Kloster zur\u00fcckzukehren.<br \/>\nAlbert lebte, studierte und lehrte danach in W\u00fcrzburg, Stra\u00dfburg und K\u00f6ln \u2013 ein wahrer Wanderprediger. Der \u201eDoctor universalis\u201c beherrschte das gesamte philosophische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Er erschloss dem christlichen Abendland die Welt der aristotelischen Philosophie. Den Zeitgenossen muss er, der Mann, der alles wusste, geradezu unheimlich vorgekommen sein. Zugleich war er, der leidenschaftliche Wissenschaftler und Naturbeobachter, zutiefst fromm und ein gro\u00dfer Verehrer der Gottesmutter. Er starb am 15. November 1280.\u00a0Erst am 16. Dezember 1931 wurde Albert der Gro\u00dfe heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.*<\/p>\n<p>Papst Pius XII sah 1941 in ihm den Schutzpatron einer recht verstandenen Naturwissenschaft. Denn Albert schrieb in seinem Kommentar zum Johannesevangelium: &#8222;Da n\u00e4mlich der Sch\u00f6pfer kraft Vernunft und Verstand alles schuf, ist er in der Welt, weil er darin Zeichen seines Verstandeslichts zur\u00fcckgelassen hat. Die Anordnung der Welt bekundet n\u00e4mlich Weisheit, die Erhaltung der Welt eine Gottheit, die sie erh\u00e4lt&#8220;. Die Konsequenz dieses Gedankens ist sein Satz im Kommentar zum Matth\u00e4usevangelium: &#8222;Wenn jemand die Naturwissenschaft gr\u00fcndlich beherrscht, sind ihm die Worte des Herrn kein Anlass zum Zweifel&#8220;.**<\/p>\n<p>Bild:\u00a0Albertus Magnus erl\u00e4utert seine Theorien in den Stra\u00dfe von Paris ca. 1245. \u00d6lgem\u00e4lde von Ernest Board.<\/p>\n<p>*: aus dem Proprium des Predigerordens<\/p>\n<p>**: \u00a0<a href=\"http:\/\/www.amg-ettlingen.de\/thamm\/albertusmagnus\/htm\/wissenschaft2\/wissenschaft2.htm\">hier<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 15. 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