{"id":1585,"date":"2014-12-13T20:12:00","date_gmt":"2014-12-13T19:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/dominikanische-laien.de\/?p=1585"},"modified":"2014-12-13T20:13:05","modified_gmt":"2014-12-13T19:13:05","slug":"adventliche-herbergssuche-ganz-real","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dominikanische-laien.de\/?p=1585","title":{"rendered":"Adventliche Herbergssuche ganz real"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/iraq_uk_i_am_an_iraqi_i_am_a_christian_642px.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1586\" src=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/iraq_uk_i_am_an_iraqi_i_am_a_christian_642px.jpg\" alt=\"iraq_uk_i_am_an_iraqi_i_am_a_christian_642px\" width=\"500\" height=\"282\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber das<a href=\"http:\/\/www.institut-st-dominikus.de\"> Institut St. Dominikus<\/a> in Speyer, erreichte uns die \u00dcbersetzung eines neuen Briefes unserer Schwestern im Irak bzw in Kurdistan, der <a href=\"http:\/\/www.op.org\/en\/content\/we-still-have-family-iraq-update-dominican-sisters-iraq\">im Original auf der Ordenshomepage<\/a> ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>NACHRICHTEN VON DEN DOMINIKANERINNEN IM IRAK<\/p>\n<p>24. NOVEMBER 2014<\/p>\n<p>Ihr Lieben,<\/p>\n<p>Nach vier Monaten im Exil gibt es keine Hoffnungszeichen daf\u00fcr, dass dieSituation hier im Irak friedlich gel\u00f6st w\u00fcrde. Wir sind nicht in der Lage, nachzudenken oder Entscheidungen zu treffen. Alles ist unklar, und wir haben das Gef\u00fchl, in einem Alptraum zu leben. Das Christentum im Irak blutet aus, so viele Familien sind weggezogen und viele wollen noch wegziehen, in den Libanon, nach Jordanien und in die T\u00fcrkei, und sie bereiten sich auf eine weitere Emigration und auf eine unsichere Zukunft vor. Wir wissen nicht, wie lange diese Familien die dr\u00fcckenden Lasten ertragen und finanziell \u00fcberleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Zust\u00e4nde f\u00fcr uns im Irak bleiben unver\u00e4ndert. Viele m\u00fcssen immer noch in halb fertigen Geb\u00e4uden oder auf Baugrundst\u00fccken bleiben. An einem Ort wurde ein Einkaufszentrum f\u00fcr die Unterbringung von Familien umgebaut, in dem die R\u00e4ume nur durch Stellw\u00e4nde unterteilt sind. Obwohl das immer noch besser ist als das Leben in Zelten, \u00e4hnelt es dunklen und feuchten K\u00e4figen ohne Bel\u00fcftung. Das Schwierigste dabei ist das v\u00f6llige Fehlen einer Privatsph\u00e4re.<\/p>\n<p>Es hat einige Versuche gegeben, Container zur Verf\u00fcgung zu stellen und H\u00e4user oder Wohnungen zu mieten; aber das ist alles nicht ausreichend, weil die Zahl der Vertriebenen t\u00e4glich anw\u00e4chst. Viele kommen aus kalten Gebirgsgegenden. Psychologisch sind die Menschen m\u00fcde, voller Sorgen, verwirrt und w\u00fctend &#8211; wer k\u00f6nnte ihnen das \u00fcbel nehmen? Sie haben keine Arbeit, ihre Kinder gehen nicht zur Schule, die jungen Leute warten immer noch darauf ihre Studien an einer Universit\u00e4t zu beginnen &#8211; einige haben versucht, sich an einer kurdischen Universit\u00e4t einzuschreiben, aber sie wurden nicht angenommen. All das bedeutet einen ungeheuren Stress f\u00fcr die Familien, und die Folgen sind Beschimpfungen und gest\u00f6rte Beziehungen. Die Probleme sind in jeder Hinsicht v\u00f6llig \u00fcberw\u00e4ltigend, und es scheint so, als ob alle unsere Bem\u00fchungen vergeblich blieben.<\/p>\n<p>Die Menschen sind ihrer W\u00fcrde beraubt worden, und man hat ihnen ungerechterweise all ihr Geld und all ihren Besitz weggenommen. Das Geld, das manche Leute auf der Bank haben, kann nicht abgehoben werden, weil die Zentralregierung alle Konten eingefroren hat. Au\u00dferdem suchen die Leute verzweifelt nach Arbeit und sind bereit, auch f\u00fcr einen Niedriglohn zu schuften. Trotzdem w\u00e4ren die Dinge noch viel schlimmer, wenn wir nicht von Ihnen und von so vielen anderen Wohlt\u00e4tern Hilfe erhalten h\u00e4tten. Alle haben beigetragen, was ihnen m\u00f6glich ist. Danke! Wir sind Ihnen so dankbar, und wir haben mit diesen Spenden so vielen Menschen, wie wir k\u00f6nnen, geholfen. Gezielt haben wir uns nicht so sehr um die Fl\u00fcchtlinge in den Lagern und den Hilfszentren gek\u00fcmmert, weil diese von Organisationen und von der Kirche unterst\u00fctzt werden; sondern wir versuchen vielmehr den Menschen zu helfen, die H\u00e4user mieten, sich aber nicht selbst versorgen k\u00f6nnen. Wir helfen ihnen mit Bettzeug und Kleidern.<\/p>\n<p>Was unsere Gemeinschaft betrifft, so sind wir sehr ersch\u00f6pft wegen der Sorgen um unsere Familien und unsere Freunde, die gewaltsam gezwungen werden, uns zu verlassen. Jeden Tag hoffen wir, dass der n\u00e4chste Tag besser wird, aber unsere Tage scheinen uns immer nur noch mehr Tr\u00e4nen und M\u00fchsal zu bringen. Aus der Tiefe schreien wir zu dir, Herr. Wann wirst du uns retten?<\/p>\n<p>Verzweifelt z\u00e4hlen wir auf Ihr Gebet, wir brauchen Sie, um uns zu Jesus zu tragen, so wie die M\u00e4nner den Gel\u00e4hmten zu Jesus brachten.<\/p>\n<p>Gott segne Sie.<\/p>\n<p>Sr. Maria Hanna OP<\/p>\n<p>Priorin der Dominikanerinnen von Katherina von Siena im Irak<\/p>\n<p>Weitere Nachrichten \u00fcber eine Delegation von Dominikanern aus den Vereinigten Staaten, die den Irak und Kurdistan besuchen werden,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.op.org\/en\/content\/we-have-family-iraq-delegation-organized\">hier<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; \u00dcber das Institut St. Dominikus in Speyer, erreichte uns die \u00dcbersetzung eines neuen Briefes unserer Schwestern im Irak bzw in Kurdistan, der im Original auf der Ordenshomepage ver\u00f6ffentlicht wurde. NACHRICHTEN VON DEN DOMINIKANERINNEN IM IRAK 24. 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