{"id":91,"date":"2013-02-19T07:51:31","date_gmt":"2013-02-19T06:51:31","guid":{"rendered":"http:\/\/dominikanische-laien.de\/?page_id=91"},"modified":"2019-09-29T15:02:44","modified_gmt":"2019-09-29T14:02:44","slug":"regel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dominikanische-laien.de\/?page_id=91","title":{"rendered":"Regel"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/St-Dominic-Dominikus-Lindenau-Museum-14th-cent.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-355\" src=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/St-Dominic-Dominikus-Lindenau-Museum-14th-cent-300x292.jpg\" alt=\"St Dominic Dominikus Lindenau Museum 14th cent\" width=\"300\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/St-Dominic-Dominikus-Lindenau-Museum-14th-cent-300x292.jpg 300w, https:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/St-Dominic-Dominikus-Lindenau-Museum-14th-cent.jpg 513w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: center;\">\u00a0\u00a0\u00a0 Regel der Dominikanischen Gemeinschaften im Orden des Hl. Dominikus<\/h2>\n<div>\n<h3>I. Grundregel der dominikanischen Laien<\/h3>\n<p>1.<\/p>\n<p>M\u00e4nner und Frauen, die mitten in der Welt die Nachfolge Christi leben, haben kraft Taufe und Firmung Anteil am dreifachen Amt Jesu Christi, der Prophet, Priester und Hirte ist.<\/p>\n<p>Sie sind dazu berufen, die Gegenwart Christi in den V\u00f6lkern lebendig zu erhal\u00adten und dazu beizutragen, dass \u201edie Menschen \u00fcberall auf der Erde die Heilsbot\u00adschaft Gottes erkennen und annehmen k\u00f6nnen\u201c (Apostolorum actuositatem, Dekret \u00fcber das Laienapostolat des II. Vatikanums, Nr. 3).<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>Einige von ihnen lassen sich vom Geist Gottes zu einem Leben aus Geist und Charisma des hl. Dominikus bewegen. Mit einem besonderen Versprechen, das ihren eigenen Statuten entspricht, gliedern sie sich in den Orden ein.<\/p>\n<p>3.<\/p>\n<p>Sie schlie\u00dfen sich zu Gemeinschaften zusammen und bilden mit den anderen Zweigen des Ordens eine Familie (vgl. LCO 141).<\/p>\n<p>4.<\/p>\n<p>Dies pr\u00e4gt sowohl ihr pers\u00f6nliches geistliches Leben wie auch ihren Dienst vor Gott und an den Menschen in der Kirche.<\/p>\n<p>Als Mitglieder des Ordens sind sie auf ihre Weise Tr\u00e4ger seiner apostolischen Sendung in Gebet, Studium und Predigt.<\/p>\n<p>5.<\/p>\n<p>Wie Dominikus, Katharina von Siena und viele andere Br\u00fcder und Schwestern, die das Leben des Ordens und der Kirche beispielhaft gepr\u00e4gt haben, finden sie Kraft in der geschwisterlichen Gemeinschaft, die sie vor allem darin best\u00e4rkt, ihren eigenen Glauben zu bezeugen, die Probleme und. Bed\u00fcrfnisse der Men\u00adschen von heute wahrzunehmen und die Wahrheit sichtbar werden zu lassen.<\/p>\n<p>6.<\/p>\n<p>Mit den heute dr\u00e4ngenden Aufgaben des Apostolats der Kirche setzen sie sich engagiert auseinander. Besonders f\u00fchlen sie sich gedr\u00e4ngt, den Menschen in ihren \u00c4ngsten in entgegenkommender Geschwisterlichkeit zu begegnen, sich f\u00fcr die Sache der Freiheit einzusetzen und Gerechtigkeit und Frieden zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>7.<\/p>\n<p>Vom Charisma des Ordens gepr\u00e4gt, wissen sie, dass ihre apostolische T\u00e4tigkeit aus der Tiefe geistlicher Erfahrung entspringen muss.<\/p>\n<p>II. Normen f\u00fcr das Gemeinschaftsleben<\/p>\n<p>8.<\/p>\n<p>In wirklich geschwisterlicher Gemeinschaft sollen sie sich bem\u00fchen, den Geist der Seligpreisungen zu leben. Das zeigt sich in der Herzlichkeit ihres Umgangs mit den Menschen, wo immer sie ihnen begegnen, aber auch in der Bereitschaft, ihre Zeit und ihren Besitz mit den Mitgliedern ihrer Gemeinschaften, besonders den Armen und Kranken, zu teilen, sowie im gedenkenden Gebet f\u00fcr die Ver\u00adstorbenen, so dass sie immer ein Herz und eine Seele in Gott sind (Apg 4,32).<\/p>\n<p>9.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Ordensbr\u00fcdern und -schwestern tragen die Mitglieder der Gemeinschaften das Apostolat des Ordens und nehmen so aktiv Anteil am Le\u00adben der Kirche. Dabei sollen sie immer bereit sein, mit anderen apostolischen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<p>10.<\/p>\n<p>Dies sind die wichtigsten Quellen, aus denen dominikanische Laien die Kraft sch\u00f6pfen, ihrer eigenen Berufung gerecht zu werden &#8211; einer Berufung, in der Kontemplation und Apostolat unl\u00f6sbar ineinander verschr\u00e4nkt sind:<\/p>\n<p>a) das Hinh\u00f6ren auf Gottes Wort und das Lesen der Hl. Schrift, besonders des Neuen Testamentes,<\/p>\n<p>b) das t\u00e4gliche Stundengebet und die t\u00e4gliche Feier der Eucharistie, soweit es m\u00f6glich ist,<\/p>\n<p>c) die h\u00e4ufige Feier des Sakramentes der Vers\u00f6hnung,<\/p>\n<p>d) die Feier des Stundengebets mit der ganzen Dominikanischen Familie wie auch das pers\u00f6nliche Gebet, zum Beispiel Meditation und Rosen\u00adkranz,<\/p>\n<p>e) die Bekehrung des Herzens aus dem Geist und der Umkehrpraxis des Evangeliums,<\/p>\n<p>f) das st\u00e4ndige Studium der offenbarten Wahrheit und das unabl\u00e4ssige Nachdenken \u00fcber die Probleme dieser Zeit im Licht des Glaubens,<\/p>\n<p>g) ein freundschaftliches Verbundensein mit Maria, wie es der Tradition des Ordens entspricht, mit dem hl. Dominikus, unserem Ordensvater , und mit der hl. Katharina von Siena,<\/p>\n<p>h) regelm\u00e4\u00dfige gemeinsame. Besinnungszeiten.<\/p>\n<p>11.<\/p>\n<p>Ziel der dominikanischen Ausbildung ist es, Menschen zu wirklich m\u00fcndigen Gl\u00e4ubigen werden zu lassen, die f\u00e4hig sind, das Wort Gottes anzunehmen, es zu feiern und weiterzusagen.<\/p>\n<p>Jede Provinz soll eine Rahmenordnung erstellen:<\/p>\n<p>a) f\u00fcr die stufenweise Grundausbildung neuer Mitglieder,<\/p>\n<p>b) f\u00fcr die st\u00e4ndige Fortbildung aller, auch der Einzelmitglieder.<\/p>\n<p>12.<\/p>\n<p>Jedes Mitglied des Dominikanerordens muss f\u00e4hig sein, das Wort Gottes zu ver\u00adk\u00fcnden. In der Verk\u00fcndigung nehmen Christen das prophetische Amt wahr, zu dem sie durch Taufe und Firmung bevollm\u00e4chtigt sind.<\/p>\n<p>In der Welt von heute muss die Predigt des Wortes Gottes vor allem auch darin bestehen, die W\u00fcrde der menschlichen Person sowie das Leben und die Familie zu verteidigen. Es geh\u00f6rt auch zur dominikanischen Berufung, die Einheit der Christen sowie den Dialog mit den Nichtchristen und Nichtglaubenden voranzu\u00adbringen.<\/p>\n<p>13.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Quellen, aus denen eine erfolgversprechende dominikanische Ausbildung sch\u00f6pfen muss, sind folgende:<\/p>\n<p>&#8211; das Wort Gottes und das theologische Denken und Nachdenken,<\/p>\n<p>&#8211; das liturgische Gebet,<\/p>\n<p>&#8211; die Geschichte und Tradition des Ordens,<\/p>\n<p>&#8211; die neueren Dokumente der Kirche und des Ordens,<\/p>\n<p>&#8211; das Erkennen der Zeichen der Zeit.<\/p>\n<p>14.<\/p>\n<p>Um dem Orden eingegliedert zu werden, m\u00fcssen die Mitglieder ein Versprechen ablegen. Sie erkl\u00e4ren damit ausdr\u00fccklich, dass sie im Geist des hl. Dominikus und nach der Lebensweise, wie sie die Regel vorschreibt, leben wollen. Die Versprechen gelten auf Zeit oder f\u00fcr die ganze Lebensdauer.<\/p>\n<p>Bei der Ablegung des Versprechens soll diese oder eine inhaltlich gleiche For\u00admulierung verwendet werden:<\/p>\n<p>\u201eZur Ehre Gottes, der alles tr\u00e4gt und erh\u00e4lt, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, zur Ehre der seligen Jungfrau Maria und des hl. Dominikus verspreche ich, N.N., vor Ihnen, N.N., dem\/der Verantwortlichen dieser Ge\u00admeinschaft, und N.N., dem Geistlichen Be\u00adgleiter\/der Geistlichen Begleiterin, anstelle des Ordensmeisters des Predigerordens, dass ich nach der Regel der Do\u00adminikanischen Gemeinschaften im Orden des hl. Dominikus (f\u00fcr ein Jahr\/ f\u00fcr drei Jahre \/ das ganze Leben hindurch) leben will.\u201c<\/p>\n<p>III. Struktur und Leitung der Gemeinschaften<\/p>\n<p>15.<\/p>\n<p>Die Gemeinschaft ist das geeignete Mittel, die Hingabe jedes einzelnen an seine eigene Berufung zu n\u00e4hren und zu f\u00f6rdern. Wie oft und in welchen Abst\u00e4nden die Treffen stattfinden, ist von Gemeinschaft zu Gemeinschaft verschieden. Die regelm\u00e4\u00dfige Teilnahme jedes Mitglieds zeigt seine Treue und Verl\u00e4sslichkeit.<\/p>\n<p>16.<\/p>\n<p>Bei der Zulassung von Bewerbern\/Bewerberinnen sind die Vorschriften des Di\u00adrektoriums bez\u00fcglich der pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten und der Dauer der Probezeit zu beachten. Die Zulassung ist dem\/der Verantwortlichen der einzelnen Ge\u00admeinschaft \u00fcbertagen. Der Aufnahme (in das Einf\u00fchrungsjahr) geht eine Ab\u00adstimmung des Rates der Gemeinschaft voraus, die einen rechtlich verbindlichen Charakter hat. Dann erst kann die Aufnahme der Bewerber\/Bewerberinnen durch den Verantwortlichen\/die Verantwortliche der Gemeinschaft zusammen mit dem Geistlichen Begleiter\/der Geistlichen Begleiterin nach dem vom Di\u00adrektorium bestimmten Ritus erfolgen.<\/p>\n<p>17.<\/p>\n<p>Nach Ablauf des vom Direktorium vorgeschriebenen Einf\u00fchrungsjahres und der Abstimmung im Rat der Gemeinschaft nimmt der\/die Verantwortliche der Ge\u00admeinschaft zusammen mit dem Geistlichen Begleiter\/der Geistlichen Begleiterin das zeitliche, nach weiteren Jahren das endg\u00fcltige Versprechen entgegen.<\/p>\n<p>18.<\/p>\n<p>Die Gemeinschaften der Laien stehen unter der Jurisdiktion des Ordens; sie ge\u00adnie\u00dfen aber die den Laien eigene Autonomie, kraft derer sie sich selbst leiten.<\/p>\n<p>19.<\/p>\n<p>a) Der Ordensmeister als Nachfolger des hl. Dominikus und Haupt der gan\u00adzen Dominikanischen Familie steht allen Gemeinschaften in der Welt vor. Er soll den Geist des Ordens ungeschm\u00e4lert in ihnen lebendig erhalten, ih\u00adnen entsprechend den Erfordernissen von Zeit und Ort Richtlinien f\u00fcr das praktische Handeln geben und das geistliche Wohl und den apostolischen Eifer der Mitglieder f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>b) Der Generalpromotor vertritt den Ordensmeister gegen\u00fcber allen Gemein\u00adschaften und tr\u00e4gt deren Anliegen dem Ordensmeister oder dem General\u00adkapitel vor.<\/p>\n<p>20.<\/p>\n<p>a) Der Provinzial steht den Gemeinschaften innerhalb der Grenzen des Territoriums seiner Provinz vor; mit Zustimmung des Ortsordinarius er\u00adrichtet er neue Gemeinschaften.<\/p>\n<p>b) Der Provinzpromotor\/Die Provinzpromotorin vertritt den Provinzial und geh\u00f6rt mit allen Rechten zum Provinzrat der Dominikanischen Gemein\u00adschaft. Er\/Sie wird vom Provinzkapitel oder vom Provinzial mit seinem Konsil ernannt; vor her muss der Provinzrat der Dominikanischen Gemein\u00adschaft geh\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>c) Im Gebiet einer Provinz soll ein Provinzrat der Dominikanischen Gemein\u00adschaft eingerichtet werden, dessen Mitglieder von den Gemeinschaften ge\u00adw\u00e4hlt werden und der nach den Vorschriften, die im Direktorium festge\u00adlegt sind, geordnet ist. Dieser Rat w\u00e4hlt auch den Provinzverantwortli\u00adchen\/die Provinzverantwortliche.<\/p>\n<p>21.<\/p>\n<p>a) Die \u00f6rtliche Gemeinschaft wird vom\/von der Gruppenverantwortlichen und dem Gruppenrat geleitet. Sie nehmen die volle Verantwortung von Leitung und Verwaltung wahr.<\/p>\n<p>b) Der Rat wird auf Zeit und nach der von den Direktorien der einzelnen Provinzen festgelegten Weise gew\u00e4hlt. Der\/Die Gruppenverantwortliche wird von den Mitgliedern des Rates aus ihrer Mitte gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>c) Der Geistliche Begleiter\/Die Geistliche Begleiterin hilft den Mitgliedern im Bereich von Glaubenslehre und geistlichem Leben. Die Ernennung erfolgt durch den Provinzial, der vorher den Provinzpromotor\/die Provinzpromoto\u00adrin und den \u00f6rtlichen Rat h\u00f6ren muss.<\/p>\n<p>22.<\/p>\n<p>a) Wo es im selben Land mehrere Ordensprovinzen gibt, kann ein Nationalrat gem\u00e4\u00df den in den Direktorien der einzelnen Provinzen festgelegten Nor\u00admen eingerichtet werden.<\/p>\n<p>b) Ebenso kann ein internationaler Rat errichtet werden, sollte sich das als w\u00fcnschenswert erweisen. Dazu sind die Gemeinschaften des ganzen Or\u00addens zu befragen<\/p>\n<p>23.<\/p>\n<p>Die R\u00e4te der Gemeinschaften k\u00f6nnen W\u00fcnsche und Petitionen an das Provinz\u00adkapitel der Br\u00fcder richten, die Provinz-und Nationalr\u00e4te an das Generalkapitel. Zu diesen Kapiteln sollen einige Verantwortliche der Dominikanischen Gemein\u00adschaften eingeladen werden, um die Themen und Tagesordnungspunkte, die sich auf die Laien beziehen, mit ihnen zu behandeln.<\/p>\n<p>24.<\/p>\n<p>Die eigenen Statuten der Dominikanischen Gemeinschaften im Orden des hl. Dominikus sind:<\/p>\n<p>a) die Regel der Dominikanischen Gemeinschaften:<\/p>\n<p>&#8211; Grundregel der dominikanischen Laien (I),<\/p>\n<p>&#8211; Normen f\u00fcr das Gemeinschaftsleben (II),<\/p>\n<p>&#8211; Struktur und Leitung der Gemeinschaften (III);<\/p>\n<p>b) die allgemeinen Erkl\u00e4rungen des Ordensmeisters oder der General-kapitel;<\/p>\n<p>c) die Direktorien der einzelnen Provinzen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Rom, 16. Februar 1987<\/p>\n<p>Fr. Damian Byrne OP, Ordensmeister<\/p>\n<p>Fr. J. Martin OP, Sekret\u00e4r<\/p>\n<\/div>\n\n\n<p>Zusatz im Mai  2019: <a href=\"http:\/\/dominikanische-laien.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Regel\u00e4nderung-und-Allgemeine-Erkl\u00e4rung-des-Ordensmeisters-2019.pdf\">Regel\u00e4nderung und Allgemeine Erkl\u00e4rung des Ordensmeisters Bruno Cador\u00e9<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u00a0\u00a0 Regel der Dominikanischen Gemeinschaften im Orden des Hl. Dominikus I. Grundregel der dominikanischen Laien 1. 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