Albertus magnus – Doctor universalis, Bischof, Kirchenlehrer, Patron der Naturwissenschaftler

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Büste des hl. Albert an der wunderschönen (ehemaligen) Dominikanerkirche St. Blasius in Regensburg, wo Albert zwischen 1260 und 1262 als Bischof wirkte

Am 15. November feiert der Dominikanerorden das Fest Alberts des Großen, eines seiner größten Heiligen. Dies gilt besonders für unsere Provinz, die ja seinen Namen trägt.

Der hl. Albert, um 1200 in Lauingen an der Donau geboren, wurde schon von seinen Zeitgenossen „der Große“ genannt. Durch sein umfassendes Wissen als Theologe, Philosoph und Naturwissenschaftler und seine Auseinandersetzung mit den Quellen antiker, jüdischer und arabischer Wissenschaft besitzt er in der europäischen Geistesgeschichte einen einzigartigen Rang, der die Entwicklung des abendländischen Denkens über seine Zeit hinaus zutiefst geprägt und den Weg in das moderne wissenschaftliche Denken schon früh gewiesen hat. Albert trat 1223, nur zwei Jahre nach dem Tod des hl. Dominikus, in den Dominikanerorden ein. Nach Jahren als Lektor in Freiberg (Sachsen), Regensburg und Straßburg erhielt er einen der beiden Lehrstühle des Ordens an der Universität zu Paris und wurde schließlich 1248 der erste Regens des neuen Studium generale in Köln. Der hl.Thomas von Aquin war längst nicht sein einziger, aber wohl sein berühmtester Schüler, dessen Begabung er als Erster erkannte und förderte. Mit ihm verband ihn das Interesse an den Schriften des Aristoteles.
Wegen seiner Klugheit und Gerechtigkeit wurde Albert häufig zum Schiedsrichter in öffentlichen und privaten Streitigkeiten bestellt, wie z.B. im erbitterten Streit zwischen der Stadt Köln und ihrem Erzbischof. In ähnlichen Angelegenheiten kam er entgegen der Weisungen seiner Ordensoberen dem Wunsch des Papstes nach, die Leitung des Bistums Regensburg zu übernehmen, um den dortigen Missständen abzuhelfen. Nach erfolgreicher Mission legte er nach nur zwei Jahren 1262 dieses Amt nieder, um  als einfacher Ordensmann ins Kloster zurückzukehren.
Albert lebte, studierte und lehrte danach in Würzburg, Straßburg und Köln – ein wahrer Wanderprediger. Der „Doctor universalis“ beherrschte das gesamte philosophische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Er erschloss dem christlichen Abendland die Welt der aristotelischen Philosophie. Den Zeitgenossen muss er, der Mann, der alles wusste, geradezu unheimlich vorgekommen sein. Zugleich war er, der leidenschaftliche Wissenschaftler und Naturbeobachter, zutiefst fromm und ein großer Verehrer der Gottesmutter. Er starb am 15. November 1280. Erst am 16. Dezember 1931 wurde Albert der Große heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.

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Sein Grab befindet sich in der Krypta der St. Andreas-Kirche in Köln. Anlässlich seines 700. Todestages am 15. September 1980 besuchte Papst Johannes Paul II das Grab des Heiligen, um dort zu beten und seine Verehrung für ihn zu bekunden.

Gott, du Quell aller Weisheit, du hast dem heiligen Bischof Albert die Gabe geschenkt, das Wissen seiner Zeit und den Glauben in Einklang zu bringen. Gib uns die Weite seines Geistes, damit der Fortschritt der Wissenschaft uns hilft, dich tiefer zu erkennen und dir näher zu kommen.

Nach dem Proprium des Predigerordens

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