Raimund von Capua

Am 5. Oktober gedenkt der Dominikanerorden des seligen Raimund von Capua

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Raimund de Vineis, um 1330 in Capua geboren, trat als Student der Universität Bologna um 1350 in den Orden ein. Nach Abschluss seiner Studien übernahm er die geistliche Leitung der Schwestern von Montepulciano. Er war ein hervorragender Führer zum Leben der Vollkommenheit. Seine Brüder in Rom wählten ihn zum Prior von Santa Maria sopra Minerva (1367).

Dann wurde er Lektor im Konvent S. Maria Novella in Florenz. Ab 1374 war er sechs Jahre lang Beichtvater und theologischer Berater der heiligen Katharina von Siena. Sie veranlasste ihn, sich in den Dienst der Kirche und des Papstes zu stellen, der damals in Avignon residierte. Er begleitete sie 1376 nach Avignon und setzte sich nach ihrem Vorbild für die römischen Päpste Urban VI. und Bonifatius IX. ein. Ihnen diente er als Gesandter und wurde mit Kreuzzugspredigten beauftragt.

1366 verfasste Raimund die Legende der Agnes von Montepulciano  und vor 1395 die der Katharina von Siena (Legenda Major Vita Catarinae Sinensis).  Das Fest Maria Visitation führte er in seinem Orden ein.

Das Generalkapitel von 1380 wählte ihn zum Ordensmeister, in einer Zeit, in der der Orden geschwächt war durch die Pest, durch das Schisma und den allgemeinen Niedergang des gemeinsamen Lebens. Als Ordensmeister bemühte er sich, das apostolische Leben wieder aufzurichten, und er arbeitete unermüdlich an der Erneuerung der Ordensobservanz in den Konventen. Insbesondere stärkte er die Reformklöster in Italien, Böhmen und im deutschen Reich.

Raimund starb am 5. Oktober 1399 in Nürnberg, als er die Konvente in Deutschland visitierte. Papst Leo XIII. bestätigte am 15. Mai 1899 seine Verehrung.

Quellen: Proprium des Predigerordens und ökumenisches Heiligenlexikon

 

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