Franz von Sales

„Wir müssen wissen, dass es ein Sprechen gibt, das ohne Worte geschieht; das ist das gute Beispiel. Dieses ist wie eine stumme Predigt. Wenn wir auch nicht die Sprachengabe empfangen haben um zu predigen, können wir es doch auf diese Weise immer tun.“ schreibt Franz von Sales (1567-1622), Bischof von Genf mit Sitz in Annecy, in einem seiner zahlreichen Briefe; er lernt als junger Student in Paris die dortigen Predigerbrüder kennen und findet in deren Kirche Saint Etienne de Gres in einer Glaubenskrise neue Zuversicht. Sein Kontakt zu Dominikanern reicht in seine Kindheit zurück, so feiert er seine Erstkommunion und Firmung in deren Kirche in Annecy am Genfer See. In seinen Schriften, der Philothea (1609), einer Anleitung zum frommen Leben, und seinem theologischen Hauptwerk, dem Theotimus (1616), bezieht er sich immer wieder Ludwig von Granada OP (1504-1588). Das erste Kloster des von Franz von Sales  in Annecy (mit-)gegründeten Ordens der Schwestern von der Heimsuchung Mariens stand in engem Austausch mit dem benachbarten Dominikanerkonvent. Nicht zuletzt war es ein Dominikaner, Etienne Jean Lajeunie, der die umfangreichste Biographie zu Franz von Sales nach 20jähriger Forschung verfasste.

Norbert Chabakuk

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.