Am 8. Juli gedenkt der Predigerorden des sel. Hadrian Fortescue, der um 1476 als Spross einer Adelsfamilie der Grafschaft Devon in England geboren wurde. Er führte ein vorbildliches Ehe- und Familienleben. Er trat dem Malteserorden bei und lebte nach den Satzungen des dominikanischen Dritten Ordens, dessen Laiengruppe er sich in Oxford angeschlossen hatte. Mitgliedschaften in zwei Orden bzw Laienzweigen von Orden (Dritten Orden) waren bis in die jüngere Vergangenheit nicht ungewöhnlich. Er strebte danach, in allem den Willen Gottes zu suchen, den Einsprechungen des Heiligen Geistes zu gehorchen, täglich seine guten Vorsätze zu erneuern, und er bat Gott um die Gnade der Beharrlichkeit. Da er sich weigerte, in Glaubensdingen König Heinrich VIII. den Treueeid zu schwören, wurde er nach Kerkerhaft am 8. oder 9. Juli 1539 enthauptet. Papst Leo XIII. bestätigte 13. Mai 1895 seine Verehrung.
Nach dem Proprium des Predigerordens