Portugiesischer Dominikaner Bartolomeu Fernandes (1514-1590) heilig gesprochen

Bartholomeu wurde am 3. Mai 1514 in Lissabon geboren. Er wurde in der Kirche de Nossa Senhora dos Mártires getauft, was ihm den Namen B. von den Märtyrern eintrug. Im Alter von 13 Jahren trat er im Kloster seiner Heimatstadt in den Dominikanerorden ein. Im Orden wirkte er später als Lehrer für Philosophie und Theologie im Kloster in Benfica – heute Stadtteil von Lissabon -, im Kloster in Batalha bei Leiria und im Kloster in Évora; er war mehrfach Prior seines Klosters und wurde 1551 zum Magister der Theologie habilitiert. 1559 wurde er Erzbischof von Braga und Primas von Portugal. In der dritten Periode des Konzils von Trient setzte er sich für Reformen der Kirche ein, beklagte das verweltlichte und unsittliche Leben in Teilen des Klerus und nahm entscheidenden Einfluss auf die Dekrete. Auf den Synoden von 1566 in Lissabon und Braga sowie 1577 in Evora erreichte er, dass die portugiesische Kirche die Trienter Beschlüsse umsetzte. 

Dominikanerkirche in Lisabon mit nach einem Brand belassenen Schäden

Bartholomäus verfasste zahlreiche Schriften, darunter ein Katechismus in portugiesischer Sprache und das erbaulicheKompendium des geistlichen Lebens. Er gründete das erste Priesterseminar in Portugal, dazu Krankenhäuser und Armenhospize.

Kloster Batalha

Nach dem Einmarsch der Spanier trat Bartholomäus 1580 von seinem Amt zurück und lebte ab 1582 im von ihm 1566 gestifteten Kloster  in Viana do Castelo. Sein Kollege als Erzbischof, Karl Borromäus, bezeichnete ihn als Vorbild eines Bischofs und Beispiel christlicher Tugenden.

Bartholomäus wurde 2001 von Papst Johannes Paul II. selig und am 6.7.2019 von Papst Franziskus heilig gesprochen.

Text variiert nach dem Ökumenischen Heiligenlexikon

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