Ein mobiler Mann

Am 15. November feiert der Predigerorden das Fest des Hl. Albert des Großen, Bischof, Kirchenlehrer, Patron der Naturwissenschaftler, Patron der süddeutsch-österreichischen Ordensprovinz

Albert, schon von seinen Zeitgenossen „der Große“ genannt, wurde um 1200 in Lauingen ander Donau geboren. Er studierte in Padua, wo er einen Onkel hatte und trat dort 1223 in den Dominikanerorden ein. Die Predigten des sel. Jordan von Sachsen hatten ihn dazu bewogen. Wenig später kam er nach Köln , um seine Studien abzuschließen.

Nach seiner Priesterweihe war Albert Lektor in Hildesheim, Freiberg in Sachsen, Regensburg und Straßburg. Schließlich erhielt er 1243 einen der beiden Lehrstühle des Ordens an der Pariser Universität. Anfang 1245 wurde er zum Magister der Theologie promoviert und 1248 zum ersten Regens des neu errichteten Studium generale in Köln ernannt. Sein berühmtester Schüler war Thomas von Aquin, dessen große Begabung er als erster erkannte und förderte.

Von 1254 – 1257 war er Provinzial der Ordensprovinz Teutonia. Wegen seiner Klugheit und Gerechtigkeit wurde Albert oftmals zum Schiedsrichter in öffentlichen und privaten Streitfragen bestellt, so im Streit zwischen der Stadt Köln und dem Erzbischof von Köln. 1260 kam er dem Wunsch des Papstes nach, die Leitung des Bistums Regensburg zu übernehmen. 1262 legte er das Amt nieder, um als einfacher Ordensmann ins Kloster zurückzukehren.

Albert nahm seine Studien wieder auf und lebte in den folgenden Jahren in Würzburg, Straßburg und Köln. In Köln lehrte und schrieb er noch bis zwei Jahre vor seinem Tod. Er starb in Köln am 15. November 1280.

Albert, „Doctor Universalis“ genannt, beherrschte das ganze philosophische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Er erschloss dem christlichen Abendland die Welt der aristotelischen Philosophie. Den Zeitgenossen muss er, der Mann, der alles wusste, geradezu unheimlich vorgekommen sein. Erst am 16. Dezember 1931 wurde Albert der Große heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.

Das Grab des heiligen Albert befindet sich in der Krypta der St. Andreas-Kirche in Köln. Seit 1947 betreuen Dominikaner aus der Ordensprovinz Teutonia diese Kirche. Anlässlich des 700. Todestages am 15.November 1280 besuchte Papst Johannes Paul II. das Grab des hl. Albertus Magnus, um dort zu beten und seine Verehrung für den Heiligen zu bekunden.

Eine umfassende Reportage über den hl. Albert und seine verschiedenen Lebensstationen ist hier zu finden.

Aus dem Proprium des Predigerordens

Bild: Albertus magus vor dem Lauinger Rathaus

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