Heimgang eines Missionars

Im Alter von 88 Jahren ist am 3. Februar der Klausener Dominikanerpater Adalbert Sprinkmeier verstorben. In seinem langen Leben war er unter anderem 26 Jahre in Bolivien und drei Jahre in Kuba als Missionar tätig.
Seit Ende 1999 war er Mitglied der Dominikanerkommunität im Wallfahrtsort Klausen. Schon in den 1950er Jahren war Pater Adalbert zur Aushilfe in Klausen und dachte sich schon damals, dass hier ein guter Ort für den Ruhestand wäre.
Der Dominikaner hat das geistliche Leben im Wallfahrtsort und in den umliegenden Pfarrgemeinden fast 20 Jahre mit gestaltet und war als Seelsorger und Priester ein gesuchter Gesprächspartner. Nach dem plötzlichen Tod des Pfarrers P. Heinz-Josef Babiel übernahm er für fast ein dreiviertel Jahr die Pfarrverwaltung in der Kirchengemeinde Maria Heimsuchung in Klausen.

Am Abend des 3. Februar verstarb er im Cusanus-Stift in Kues. Am Freitag, dem 9. Februar um 14:30 Uhr wird (inzwischen wurde) für ihn in der Wallfahrtskirche Klausen das Sterbeamt gehalten. Seine letzte Ruhe wird er auf dem Priesterfriedhof des Wallfahrtsortes finden. Möge der Herr ihm seine treuen Dienste mit dem Ewigen Lohn lohnen!

Pater Adalbert Sprinkmeier OP wurde am 22. Juli 1929 in Oberhausen geboren. Er stammt aus einer religiösen Familie und nannte Priester schon seit seiner frühen Kindheit als Berufswunsch. „Wenn der Priester bei uns in der Kirche mit seinem goldfarbenen Gewand zelebrierte, dachte ich, da ist der liebe Gott persönlich“, erinnert er sich. In Walberberg (zwischen Köln und Bonn) hat er Theologie studiert und kam nach seiner Priesterweihe am 25. Juli 1956 nach Celle. 1958 brach er auf nach Bolivien. Dorthin ist er 26 Tage mit dem Schiff unterwegs gewesen und blieb 26 Jahre. In dem Andenland wirkte er als Pfarrer, Lehrer, Regionalvikar, Exzerzitienmeister oder ganz praktisch als Entwicklungshelfer, Sanitäter und als Ersatzbürgermeister.
Anschließend war er zunächst wieder in Walberberg Ansprechpartner für die Studenten des Ordens. Danach wurde er Seelsorger der Dominikanerinnen von Arenberg bei Koblenz. Es folgten drei Jahre nochmals als Missionar in Kuba. Beiden Ländern Südamerikas, in denen er so segensreich tätig war, blieb er zeitlebens durch persönliche Kontakte und Reisen eng verbunden.
Wegen gesundheitlicher Probleme kam er schließlich nach Deutschland zurück und erhielt 1999 einen Anruf aus Klausen, von Pater Heinz-Josef Babiel, der ihn gerne im Wallfahrtsort haben wollte. Am 22. Dezember des Jahres traf er dort ein. Kurze Zeit später starb Pater Babiel, aber Pater Adalbert blieb als, wie er sagt, „Gehilfe“ der jeweiligen Pfarrer und Wallfahrtsrektoren von Klausen. Die Pilger und die Gottesdienstbesucher der Wallfahrtskirche schätzten seine Ansprachen und seinen Charme mit denen er den Menschen begegnete. Unermüdlich blieb er als Prediger und Seelsorger seinem dominikanischem Charisma verbunden. Ein letzter großer Höhepunkt war für ihn und für alle, die ihm verbunden waren die Feier des diamantenen Priesterjubiläums, das er im Sommer 2016 feiern konnte.
Vielen Schwestern innerhalb und außerhalb des Predigerordens hielt Pater Adalbert bis weit ins hohe Alter Exzerzitien und religiöse Wochen. Gerne vertrauten die Menschen sich ihm als Beichtvater an. Noch in seinen letzten Monaten in Bernkastel-Kues hörte er zahlreiche Beichten.

Text und  Bild von der Facebookseite der Teutonia, wo noch viele andere Bilder aus dem Leben von P. Adalbert zu finden sind.

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