Der Weltjugendtag hat begonnen

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Heute wurde in Krakau der XXXI Weltjugendtag eröffnet. Auch die Dominikaner sind dabei und laden zu sich ein. Über ihre Angebote im Dominikanerkloster und anderswo kann man sich auf der Seite „WJT bei den Dominikanern“ informieren.

Ein wichtiger Programmpunkt ist die Begegnung mit Pier Giorgio Frassati, „dem Mann der acht Seligpreisungen“ und Schutzheiligen der Jugendlichen und Studenten.  Seine Reliquien befinden sich nach einer Reise über mehre Stationen, die auch unser Kloster in Wien einschloss, jetzt in der Dreifaltigkeitskirche der Krakauer Dominikaner.

Zu seinen Ehren geben wir hier einen Text von einem unserer Mitglieder wieder, der schon vor einigen Wochen im Konradsblatt erscheinen ist:

Nicht nur durchschlagen – Pier Giorgio Frassati (Todestag: 4. Juli 1925)

Von Norbert Schmeiser

Beim Weltjugendtag Ende Juli in Krakau werden die Reliquien des seligen Laiendominikaners Pier Giorgio Frassati (1901-1925) aufgebahrt. Warum wird er, Sohn eines italienischen Botschafters und schon Schutzpatron der vergangenen Weltjugendtage, von jungen Leuten verehrt? Benedikt XVI. drückte es in einer Begegnung mit Jugendlichen so aus: „(Weil er) wie ihr war, mit großem Eifer ein einfaches und überzeugendes Glaubenszeugnis gab“.

Von seiner Familie zunächst unbemerkt, kümmerte sich Frassati schon während seiner Schul- und Studienzeit um die Armen in den Elendsvierteln seiner Heimatstadt Turin: Er gab ihnen sein Busgeld – und musste anschließend selbst zu Fuß nach Hause rennen, um pünktlich zu Mittag daheim zu sein. Gefragt, warum er auf seine Ferien im Sommerhaus der Familie verzichtet, fragte Giorgio zurück: „Wer wird sich um die Armen kümmern, wenn alle Turin verlassen?“ Und einem Freund, der wissen wollte, wie er es über sich bringe, die schmutzigen und übel riechenden Häuser der Armen zu betreten, entgegnete er: „Denk immer daran, dass es Jesus ist, zu dem du gehst: Ich sehe ein besonderes Licht, das wir nicht haben, das die Kranken, die Armen, die Unglücklichen umgibt.“

Als ihn sein Vater tadelte, weil er eines Nachts in Berlin einem armen Alten, bei Temperaturen von minus 12 Grad, seinen Mantel schenkte, entgegnete Giorgio: „Aber du siehst doch, es war kalt.“ Sich aus dem Glauben heraus mit anderen sozial zu engagieren, das verstand er als sinnvolles Leben.

Pier Giorgio Frassati schloss sich der Gemeinschaft dominikanischer Laien an. Sein Lebensmotto: „Wahrhaft leben und sich nicht nur recht und schlecht durchschlagen.“

In: Konradsblatt. Wochenzeitung für das Erzbistum Freiburg vom 3.7.2016 (100. Jahgrang) Nr. 27, S. 17.

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