Ein Studientag im Kloster Wettenhausen

Am 16. April fand sich die Laiendominikanergruppe Landsberg zu einem Studientag im Kloster Wettenhausen unter der Leitung von Sr. Dr. Theresia Mende OP ein.

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Als Augustiner-Chorherren-Stift 982 gegründet, gestiftet durch die Gräfin von Roggenstein und ihre Söhne, erstmals 1130 urkundlich erwähnt, wuchs es durch Schenkungen und Stiftungen stetig zu einer beachtlichen Größe heran. Mit der Säkularisation brach das Ende der Augustiner Chorherren an. 1865 besiedelten Dominikanerinnen aus St. Ursula in Augsburg das freistehende Klostergebäude und errichteten nach und nach ein schulisches Zentrum. Besonders mittellosen und begabten Schülerinnen wurde zusätzliche Unterstützung angeboten. Auch ein Waisenhaus für 12 Kinder wurde eingerichtet, später aber nach Lohhof bei Mindelheim verlegt.

WP_20160416_13_48_04_RichWir begannen unseren Tag mit einer Hl. Messe, zusammen mit dem gesamten Konvent. Insgesamt sind dies elf Schwestern zwischen 30 und 86 Jahren.

WP_20160416_14_00_09_RichIm Anschluss trafen wir uns in der Bibliothek des Klosters, um uns unserem Thema zu widmen, dem Anfang des Glaubensbekenntnisses: Ich glaube. Wer daran gezweifelt hatte, dass dieser kurze Satz den Inhalt eines ganzen Tages füllen könne, wurde eines Besseren belehrt. Anhand biblischer Gestalten (wie z. B. Abraham) und Texte (z. B. die Psalmen) erfuhren wir, was Glaube für die Menschen damals bedeutete. In kleinen Arbeitsgruppen stellten wir einen Bezug zu unserem eigenen Leben her.

WP_20160416_13_59_55_RichGestärkt durch das Mittagessen bot uns Sr. Amanda, die Priorin des Klosters, eine Hausführung durch das Kloster an. Begeistert besichtigten wir die Studierstube mit dem frühesten Stuck, in der die Augustiner Chorherren an Einzelpulten studiert hatten. Wir hörten die Geschichte der Gräfin von Roggenstein, die dem Kloster das Grundstück vermacht hatte, wie sie durch eine List die Grundstücksgröße um ein Wesentliches vergrößert hat, wir bestaunten den Kaisersaal mit dem berühmten Arkantusstuck an der blauen Decke, in dem heute noch Konzerte stattfinden.

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Auch das hausinterne Museum des Klosters, die frühere Paramentestickerei und der berühmten Palmesel wurden uns gezeigt und ausführlich erläutert.

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Nach diesen kulturellen Schätzen wandten wir uns wieder unserem Studium zu und entdeckten die geistigen Schätze unseres Glaubens weiter. In Sr. Theresia hatten wir eine hervorragende Lehrerin, die uns Hintergründe und Inhalte vortrefflich vermitteln konnte.

Mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen sowie der anschließenden Vesper, wieder im Schwesternchor des Klosters – zusammen mit dem Konvent – beendeten wir einen inhaltsreichen, interessanten und unseren Glauben bereichernden Tag. Gerne kommen wir wieder dorthin.

Lucia Waibel für die Landsberger Dominikanische Laiengemeinschaft

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